"Made for War" – $-Imperialismus oder das tägliche Geschäft der Vereinigten Staaten


Archiv/USA

Als sich die USA im Jahr 1783 mit 13 Bundesstaaten von Großbritannien unabhängig machen, beginnt für die Welt ein neues Zeitalter. 230 Jahre später besitzen die Vereinigten Staaten 50 Bundesstaaten, 716 Auslandsbasen in 38 Ländern und sind in über 100 weiteren Ländern militärisch präsent. Eine kurze Zusammenfassung über interessengesteuerte Interventionen, geschickte Propaganda und den von langer Hand geplanten Aufstieg von der Kolonie zur Supermacht.

US-Soldaten, Bild: Wikipedia
US-Soldaten,
Bild: Wikipedia

Die meisten von uns sind in einer Welt aufgewachsen, welche so ist wie sie ist, seitdem wir uns erinnern können. Unsere Standards bezeichnen wir gerne als modern, effizient, freiheitlich und justiziabel. Wir stehen ein für Begriffe wie Freiheit, Gewaltlosigkeit und Soziale Verantwortung. Doch was verbirgt sich wirklich dahinter, was bedeuten sie wirklich für uns – sind dies unter Umständen bloße Phrasen?

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die ersten Parallelen lassen sich ziehen, wenn man beobachtet in welchen Ländern der Erde eine ähnliche, fast flächendeckende Entwicklung stattfindet. Der Gebrauch der oben beschrieben Schlagwörter ist in erster Linie Usus in den US-Amerikanisch dominierten nord-,west- und mitteleuropäischen Ländern, sowie sämtlichen Nationen des Commonwealth Verbandes rund um den Globus. Ob Italiener, Kanadier, Neuseeländer, Südafrikaner oder Österreicher – sehr nah bei einander sind unsere Auffassungen von bestimmten Dingen. Sehr nah zu einander ist unser Musik-, Film- und Kunstgeschmack. Sehr nah sind wir uns, weil wir uns allesamt, ob wir wollen oder nicht, an der dominanten Macht orientieren.

Wir sind alle in einer Welt aufgewachsen, in der in Filmen die amerikanische Flagge triumphierend hinter dem Hügel auftaucht oder außerirdische Bedrohungen nur von unseren amerikanischen Freunden bekämpft werden können und unser aller Leben in ihrer Hand liegt. Wir alle sind mit Songs aus einer Industrie aufgewachsen, welche uns auf dem „Highway To Hell“ „I Need Dollar, Dollar Is All I Need“ suggeriert – im Interesse der Freiheit versteht sich.

Dass andere Länder von uns „demokratisiert“ werden, dass junge Menschen „Auslandserfahrung“ bei „humanitären Einsätzen“ hinzugewinnen wollen, weil wir unsere „Freiheit“ im „Krieg gegen den Terror“ am „Hindukusch verteidigen“ ist bei vielen unserer Bürger eine Selbstverständlichkeit geworden. Doch versuchen wir die Dinge einmal mit anderen Augen zu sehen.

Wem eigentlich dienen die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Richtungen, welche in den vergangenen Jahren gleichermaßen rund um den Erdball von den Nationen des Westens eingeschlagen worden sind? Mit Stichworten wie Outsourcing und Globalisierung hat man uns in den vergangenen Jahren mit hohem Druck in ein anderes Zeitalter geführt. Ein Zeitalter in dem jede Sekunde unseres Lebens betriebswirtschaftlich gemessen wird, plumper Konsum die leere Gefühlswelt auffüllen soll und bizarre soziale Strömungen wie der Gender-Wahn und die Amazonisierung der Frau über Propaganda, die letzten Ketten der menschlichen Würde sprengen sollen.

Ist es im Sinne von souveränen Nationen ihre Bevölkerungen einer Konsum-, Sklaverei-, Propaganda- und Bevölkerungsreduktionsmaschinerie auszusetzen? Um die Gesamtzusammenhänge verstehen zu können, hilft es möglicherweise einen Blick in die Geschichte der Hegemonialmacht zu werfen, welche für diese Entwicklungen verantwortlich ist und sie auf dem Globus verbreitet wie McDonalds und Coca-Cola.

Von der Kolonie zum Kolonialreich

Capitol in Washington
Bild: Wikipedia

Als die Vereinigten Staaten 1783 durch den Sieg über die britische Krone die Unabhängigkeit erlangten, bestanden sie zunächst noch aus den 13 Kolonien. Doch mit der Schaffung des „Nordwestterritoriums“ im selben Jahr und dem „Louisiana Purchase„, dem Kauf der französischen Gebiete auf dem heutigen Territorium der USA 1803, dem Erwerb Teilen Minnesotas und North Dakotas im Jahr 1818, dem Adams-Onís-Vertrag zwischen den USA und Spanien 1819, bei dem die Vereinigten Staaten das Gebiet Floridas erwarben und im Gegenzug auf Landansprüche in Texas verzichteten, weiteten sie von Anfang an ihr Staatsterritorium massiv aus.

Die Vereinigten Staaten begannen den ersten Pazifikeroberungszug gegen Fidschi, Samoa und Tabiteuea von 1838 bis 1842. Im direkten Anschluss holten die Vereinigten Staaten zum nächsten Schlag gegen Spanien aus, in dem sie das damalige „Buenos Aires“ als Argentinien, sowie Chile, Kolumbien und Mexiko als Staaten anerkannten, so der deutsche Historiker Peter Aldag in einer Analyse von 1943. Kurz darauf wurde das Gebiet um Texas annektiert, der amerikanisch-mexikanische Krieg begann und endete mit einer Eroberung der Gebiete Kaliforniens, Nevadas, Utahs, Arizonas, Colorados, südlicher Teile Wyomings und New Mexico. 1853 wurde mit dem Gadsen Purchase der Erwerb Südarizonas realisiert.

In den laufenden Jahren kamen noch einige andere Territorien in US Besitz – die USA waren von einer ehemaligen Kolonie zu einer Kolonialmacht geworden. Das in dieser Epoche noch sehr traditionelle Shogunat Japan wurde 1853 zur Öffnung seiner Häfen gezwungen, ein Jahr später folgte die erste militärische Operation von Unzähligen in Nicaragua.

Weitere internationale Einsätze erfolgten erneut auf den Fidschi Inseln 1855 und 1858, in Vietnam 1861 im Zuge der Chochinchina Campaign, Japan 1863/64 und Korea 1871. Die Jahre 1860 bis 1900 waren ansonsten vor allem geprägt durch die Vernichtungskriege gegen die indigene Urbevölkerung Amerikas. Das bis dato unabhängige Königreich Hawaii wurde 1898 annektiert.

Mit dem spanisch-amerikanischen Krieg gegen Ende des 19. Jhdt. brachten die Amerikaner das spanische Kolonialreich zum Fallen. Guam, die Philippinen und Kuba waren zunächst Alliierte Amerikas gegen die Spanier, jedoch führten die Amerikaner das spanische Kolonialreich in besagten Gebieten fort. Für Kuba war es der Anfang von zahlreichen Interventionen durch die Vereinigten Staaten.

Der kurz darauf folgende amerikanisch-philippinische Krieg wurde von Seiten der Amerikaner mit hoher Brutalität geführt – wie das Beispiel des Generals Jacob H. Smith beweist. Smith lies auf der Insel Samar anordnen „jeden über 10 zu töten“ und die Insel in eine „heulende Wildnis“ zu verwandeln.

Puerto Rico wurde ebenfalls 1898 im Zuge des spanisch-amerikanischen Kriegs besetzt. Bis heute existiert die Frage nach Puerto Ricos völkerrechtlichem Status, welcher immer noch im US Kongress und von den Vereinten Nationen verhandelt wird. Ein Referendum 2012 ergab, dass die Mehrheit der Puerto Ricaner für einen souveränen Staat Puerto Rico stimmten.

Kuba wurde nach 1898 unter amerikanische Militärverwaltung gestellt und neben den Philippinen gerieten auch die südlichen Gefilde des Marianenarchipels in amerikanische Hand.

Die erste Hälfte des 20.Jahrhunderts

USA, Wallstreet
Bild: Gegenfrage.com

Im Vorfeld des Ersten Weltkrieges erfolgten zahllose US-Interventionen in Mittelamerika und der Karibik. Die Annektion der Dominikanischen Republik, wo 1905 zum ersten Mal von den USA „interveniert wurde„, damals noch unter dem Namen Santo Domingo, war seitens der USA bereits seit 1870 geplant, scheiterte jedoch überraschenderweise an der Mehrheit. Ulysses Simpson Grant, der Präsident selbst, hatte diesen Vorstoß im Senat eingebracht. 1907 übernahmen die USA die Finanzkontrolle des östlichen Teils Hispaniolas, 1916 hatten die Amerikaner ihr Ziel erreicht und errichteten nach einigen vorangegangen Militärinterventionen eine Besatzung.

Die Zeit zwischen 1898-1934 wird heute als die Zeit der „Bananenkriege“ bezeichnet. Allein das kleine Honduras wurde in der kurzen Zeit ganze sechs Mal „demokratisiert“. Einige Historiker nehmen an, dass der Ausbruch des Ersten Weltkrieges den Effekt auf die USA hatte, aus innenpolitischen Gründen keine weiteren Kolonialexpansionen voranzutreiben. Man geht davon aus, dass die Vereinigten Staaten anderenfalls die mittelamerikanischen und karibischen Staaten besetzt und annektiert hätten, wie 1898 das hawaiianische Königreich.

Das amerikanische Volk ,welches den damals sogenannten „Großen Krieg“ in erster Linie als europäische Angelegenheit sah, stand zu der Zeit nicht mehrheitlich hinter internationalen Militäroperationen. Nichtsdestotrotz erfolgten weitere Auslandseinsätze. Im Zuge der „Kanonenbootpolitik“, welche aus US-amerikanischer Sicht schon ihren Anfang mit Japan 1853 und Paraguay 1859 nahm, erfolgten weitere Operationen in Mittelamerika, Argentinien und sogar China. Neben der Beteiligung an der Achtnationenallianz gegen das chinesische Qing-Imperium 1899-1900 und den Operationen 1924 und 1925, patroullierten 1926 im Zuge der Kanonenbootpolitik neun amerikanische Kanonenboote in Zentralchina auf dem Jangtsekiang.

Zwar geschah dies ähnlich wie die Niederschlagung des Boxeraufstandes in Nordchina in einer Art „internationalen Operation“ mit fünfzehn britischen, sechs französischen und zehn japanischen Kanonenbooten, aber der Eintritt in den Ersten Weltkrieg, die darauffolgende Beteiligung am russischen Bürgerkrieg 1918-1920 und an der Rheinland-Besetzung in Deutschland zeigen, in welch hohem Rahmen die Vereinigten Staaten in dieser Zeit bereits international militärisch engagiert waren.

Grundsätzlich heißt es, die Amerikaner hätten sich im Ersten Weltkrieg zurückgehalten. Zum späten Kriegseintritt heißt es im deutschen Wikipedia: „Am 6. April 1917 erklärten die USA dem Deutschen Reich den Krieg, nachdem Präsident Wilson vier Tage vorher den US-Kongress zur Teilnahme am Kreuzzug der „friedensliebenden“ Demokratien gegen die „militärisch-aggressiven“ Autokratien der Erde aufgefordert hatte.“

Tatsächlich aber begann die anti-deutsche Politik der USA schon weitaus früher. Auf der einen Seite gab es, als sich die Bündnisabschlüsse seitens Großbritanniens und Frankreichs gegenüber Deutschland in Europa häuften, und es eigentlich lange vor dem Ersten Weltkrieg deutlich wurde, dass Frankreich und England einen Krieg gegen das Deutsche Kaiserreich planten, keine nennenswerten Friedensvermittlungsbemühungen. Auf der anderen Seite starteten die Vereinigten Staaten bereits 1915 den Haiti-Krieg, welcher 20 Jahre dauern sollte. Ein wichtiger Grund war der deutsche Einfluss in dem Karibikstaat. Deutsche Einwanderer hatten sich zur treibenden Kraft der Wirtschaft Haitis entwickelt und heirateten in haitianische Familien ein, um sich stärker dort zu verwurzeln.

Um den deutschen Einfluss zu beschneiden, aquirierte das Außenministerium der USA amerikanische Investoren, welche versuchten mit Hilfe der National City Bank of New York die Kontrolle über die Banque Nationale d’Haiti, die einzige kommerzielle Bank Haitis und den Verwalter der Finanzen von Haitis Regierung, zu übernehmen. Das Vorhaben gelang und mit Jean Vilbrun Guillaume Sam wurde im Februar 1915 ein Diktator eingesetzt. Im Juli gleichen Jahres wurden 167 politische Häftlinge, die gegen den Einfluss Amerikas waren, ermordet. Alle von ihnen stammten aus der vorherigen Elite Haitis, ein Großteil der ermordeten Haitianer waren Deutsche, bzw. Haitianer mit deutschem Hintergrund.

Die Vereinigten Staaten erklärten dem Deutschen Kaiserreich schließlich nach einer False-Flag Operation den Krieg. Man ließ das Schiff Lusitania unter britischer Flagge direkt auf die deutschen U-Boote zufahren, obwohl das Deutsche Reich amerikanische Bürger eingehend in der amerikanischen Presse vor diesem Vorhaben gewarnt hatte. „Churchill erläuterte später, weshalb ihm diese Verschärfung des U-Boot-Krieges durchaus gelegen kam. Er sei es gewesen, der durch seine Befehle an die britische Handelsmarine die U-Boote gezwungen habe, nur noch unter Wasser anzugreifen: ‚Getaucht liefen sie ein größeres Risiko, ein neutrales für ein britisches Schiff zu halten und neutrale Seeleute zu töten, womit Deutschland in Auseinandersetzungen mit anderen Mächten verwickelt wurde.“ so der polnische Historiker Janusz Piekałkiewicz.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts – Gründung der CIA

USA, die Supermacht
Bild: Deesillustration.com

Im Zuge des Zweiten Weltkrieges erfolgten die Feldzüge gegen Deutschland, Italien, Japan, Thailand und die indische Unabhängigkeitsbewegung Azad Hind. Kurz darauf trat die Welt in die Phase des kalten Krieges ein und die Vereinigten Staaten gründeten die CIA. 1948, also bereits ein Jahr nach der Gründung der CIA, startete mit Operation „Demagnetize“ die erste internationale Operation. Ziel war die Eindämmung des Kommunismus in Italien und Frankreich im Zuge der Containment Policy (deutsch: Eindämmungspolitik) unter US-Präsident Harry Truman – der sogenannten Truman-Doktrin.

Gemäß dieser Doktrin startete 1950 der Korea-Krieg, welcher mit der Teilung Koreas endete, sowie Operation Gladio – eine der kontinuierlichsten und langfristigsten Geheimoperationen. Die CIA baute in Europa paramilitärische Partisaneneinheiten auf, um die linke und später auch die rechte Szene in Europa über False-Flag Operationen in Misskredit zu bringen, so heißt es. Der Bombenanschlag am Bahnhof von Bologna 1980, bei dem 85 Menschen starben und weitere 200 verletzt wurden, soll ebenfalls in Verbindung mit Gladio stehen.

1952 folgte einmal mehr China, wobei eine amerikanische Douglas C-47, im deutschen Volksmund auch Rosinenbomber genannt, von den Chinesen abgeschossen wurde. Im selben Jahr versuchte die CIA in Zusammenarbeit mit Nicaraguas Präsident Somoza Garcia und der berüchtigten United Fruit Company- mit Operation „Fortune“ den guatemaltekischen Präsidenten Guzmán zu stürzen. Dies gelang zunächst nicht, wurde aber im Zuge der Folgeoperation PBSucces zwei Jahre später 1954 realisiert.

1953 stürzten die USA den demokratisch gewählten Präsidenten Mossadegh in Persien (heutiger Iran) und auf tschechischem Gebiet kam es zu einem kurzen Luftgefecht mit der tschechischen Luftwaffe.

Die Vereinigten Staaten, welche den französischen Indochinakrieg bereits seit 1950 unterstützt hatten, gerieten ab 1955 mit dem zweiten Indochinakrieg, besser bekannt als Vietnamkrieg, in einen ihrer größten Feldzüge. Amerikas Vorgehen im Vietnam wird in der Geschichtsschreibung mit dem Golf von Tonkin-Zwischenfall 1964 gerechtfertigt. Fakt ist, dass der Überfall im Golf von Tonkin niemals stattfand und die USA zu diesem Zeitpunkt schon seit 14 Jahren in Vietnam involviert waren. Im Zuge des Vietnamkriegs kam es auch zu Bombardierungen in Laos und Kambodscha.

1962 startete die CIA die Übernahme der Air America, einer nach außen hin getarnten zivilen Fluggesellschaft. Im Zuge des Vietnamkrieges und danach, soll sie für Geheimoperationen und Heroinschmuggel eingesetzt worden sein. Das „Goldene Dreieck“ zwischen Myanmar, Thailand und Laos gilt als zweitgrößtes Opiumanbaugebiet der Welt, gleich nach dem heute ebenfalls besetzten Afghanistan.

1960 wurde Belgisch-Kongo unabhängig, und nach nur 3 Monaten wurde der erste demokratisch gewählte Präsident des Kongo Patrice Lumumba mit Hilfe der USA aus dem Amt geputscht und ermordet. Seitdem kam der Kongo nie über einen längeren Zeitraum zur Ruhe. Bis heute kommt es im rohstoffreichen Herzen Afrikas zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Im selben Jahr kam es zur Invasion in der Schweinebucht, eine Operation, in der man Exilkubaner ermutigte auf Kuba anzulanden. Das Unternehmen misslang auf katastrophale Art und Weise. Ein Jahr später reagierte die US-amerikanische Regierung auf die Kuba-Krise, in der die Sowjetunion Nuklearwaffen auf Kuba stationieren wollte, mit einer umfassenden Blockade des Karibikstaates.

Es folgten die Errichtung der brasilianischen Militärdiktatur 1964 und eine weitere Invasion in der dominikanischen Republik in den Jahren 1964 und 1965. 1967 wurde Ernesto „Che“ Guevara, in Kooperation mit dem bolivianischen Militär, in Bolivien ermordet, nachdem er 6 Jahre zuvor einer der Hauptbeteiligten der kubanischen Revolution gewesen war. Anders als in der heutigen Zeit, stand Bolivien, welches damals noch von der Oberschicht regiert wurde, unter dem Scheffel der Vereinigten Staaten. Bis 1982 waren die USA in Bolivien in eine Vielzahl von Staatsstreichen involviert. Dies geschah im Zuge der Operation „Condor“, einer über fast zwanzig Jahre andauernden Operation um den „sozialistischen“ Tendenzen in Lateinamerika entgegenzuwirken.

Man förderte und unterstützte aktiv autoritäre Regime und Militärdiktaturen. Hintergrund war das Selbstverständnis der USA, dass Lateinamerika der „Hinterhof der Vereinigten Staaten“ sei. Selbst heutzutage werden solche Aussagen noch getätigt, nur reagieren die Regierungen Südamerikas darauf mittlerweile mit starker Ablehnung.

Mit Operation „Phoenix“ startete Mitte der 60er Jahre bis Anfang der 70er Jahre eine besonders grausame Operation. Ziel war es Zivilisten zu ermorden um die Widerstandskraft der Nordvietnamesen zu brechen. Die direkte Beteiligung an den Morden, sowie die Ausbildung von südvietnamesischen Todesschwadronen sei Inhalt des Programmes gewesen, so mehrere Quellen und Dokumentarfilme.

1967 kam es zum Sechstagekrieg im Nahen Osten, in dem die USA auf der Seite Israels eingriffen. 1973 halfen die Vereinigten Staaten Israel erneut im Yom Kippur Krieg, benannt nach dem jüdischen Feiertag, gegen den Zangenangriff Syriens und Ägyptens. In diesem Zuge ereignete sich auch eine wenig bekannte Konfrontation zwischen der Sechsten Flotte der USA und der Marine der Sowjetunion.

Dass im selben Jahr Salvador Allende in Chile an die Macht kam, dessen erste Amtshandlungen ein halber Liter Milch sowie Schuhe für Schulkinder bereitzustellen waren, konnten die Nordamerikaner, nach dem sie bereits seine Wahl zum Staatspräsidenten versucht hatten zu verhindern, nicht hinnehmen. Allende wurde ermordet und der Diktator Augusto Pinochet ins Amt gehoben. In der Folgezeit flohen viele Chilenen aus Angst vor Ermordung und politischer Unterdrückung in umliegende Staaten.

Die USA beteiligten sich ebenfalls am Bürgerkrieg in Angola 1976 und unterstützen die anti-kommunistischen UNITA-Rebellen. 1977 folgte ein mal mehr Mittelamerika. In El Salvador kam es, nachdem die USA ein Vasallenregime eingesetzt hatten, zu einem über 10 Jahre andauernden Bürgerkrieg.

Anfang der 1980er folgte die Contra-Affäre in Nicaragua. Der von den USA eingesetzte Diktator Somoza verlor seine Macht im Zuge der sandinistischen Revolution. Die Nordamerikaner hielten aber dennoch an der Finanzierung seiner Gefolgsleute fest und finanzierten einen Bürgerkrieg in Nicaragua, welcher bis 1990 dauern sollte. 1982 wurde auch Honduras in diesen Konflikt mit hineingezogen. Ebenfalls im selben Jahr halfen die Amerikaner den Briten im Falkland-Krieg gegen Argentinien.

Zur gleichen Zeit war die Sowjetunion in Afghanistan in einen Eroberungsfeldzug verstrickt. Um die Sowjetunion in einen ähnlich zermürbenden Konflikt zu bringen wie die Vereinigten Staaten zuvor in Vietnam, versorgte die CIA afghanische Mujahedin mit Waffen und Geldmitteln für den Kampf gegen die Sowjets.

1983 erfolgte der Einmarsch auf Granada, sowie eine Truppenentsendung in den Libanon. Die libyschen Städte Bengasi und Tripolis wurden 1986 Opfer von amerikanischen Bombenangriffen, als „Rache für Terrorismus„. 1988 erfolgte – angeblich versehentlich – der Abschuss einer iranischen Passagiermaschine durch ein amerikanisches Kriegsschiff über der Straße von Hormuz, wodurch 290 Menschen, darunter 66 Kinder, getötet wurden.

Im Jahr 1989 geriet Panama ins Visier. Ein Jahr später stützten die Amerikaner über Truppenentsendungen das totalitäre Saudi-Regime in Arabien, begannen den „Krieg gegen Drogen“ in Kolumbien und entsendeten auch nach Liberia Truppen. Der Erste Golfkrieg folgte, ein Stellvertreterkrieg des Kalten Krieges. 1992 folgten Somalia, wieder Irak und Jugoslawien. 1993 wurde der Irak ein weiteres mal bombardiert. Auf Haiti wurde 1994 der gestürzte Präsident Aristide von den Vereinigten Staaten mit Hilfe von Truppen reinstalliert.

Um Serbien zu schwächen und die NATO-EU Ostexpansion weiter voranzutreiben startete man 1999 den Kosovokrieg. Man behauptete, man müsse aus „humanitären Gründen“ in den dortigen Konflikt eingreifen, weil die serbische Seite angeblich Konzentrationslager betrieb. Der damalige deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping wurde der Lüge in diesem Zusammenhang überführt.

„Ein Neues Amerikanisches Jahrhundert“

11. September 2001
Bilquelle: Wikipedia

Zu einem der größten TV-Events aller Zeiten kam es am 11. September 2001. Ziele der sogenannten Terroranschläge von New York waren das World Trade Center und das Pentagon. Bei diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit initiierten Anschlägen waren bestimmte Kreise offensichtlich bereits vorher im Bilde, wie zahlreiche Beobachter nachweisen konnten. Mit diesem Ereignis rechtfertigte man den Überfall auf Afghanistan, um den mit der mit dem CIA in Verbindung stehenden Osama bin Laden zu finden.

Der Afghanistan-Krieg dauert bis heute an, Bin Laden fand man angeblich 2011 in Pakistan (die USA hatten ihr Engagement mittlerweile auf Pakistan ausgeweitet) und schmiss ihn dann, ohne Beweise zu erstellen, laut offizieller Erklärung ins Meer. Laut anderen Meldungen verstarb er außerdem 2006 an Typhus und 2001 an Nierenversagen. Wie auch immer, der im Jahr 2000 von der Talibanregierung verbotene Opiumanbau stand nach kurzer Kriegsdauer wieder unter US-Kontrolle. Im Jahr 2010 schätzte die Russische Drogenbekämpfungsbehörde den Wert der Opiumernte in Afghanistan auf 65 Milliarden Dollar, Hauptabnehmer ist die westliche Pharmaindustrie.

2002 kam es in Venezula zu einem vom CIA arrangierten Putsch gegen Hugo Chávez. Chávez wurde gekidnapped, eilig wurde im Hintergrund ein neuer Präsident vereidigt, doch das venezolanische Volk duldete keine Einmischung von Außen. Das Regierungsviertel wurde belagert, die Leitungen gekappt, Chávez wurde befreit (s. Arte-Dokumentation: „Chávez – Ein Staatstreich von Innen“).

Am 20. März 2003 startete ein erneuter Feldzug gegen den Irak. Eine 48 Nationen umfassende „Coalition of the Willing“ startete den Krieg unter US-Führungsrolle unter dem Vorwand, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besäße. Dies war jedoch nicht der Fall, man hatte sogar eigens vor der Anhörung vor dem UN-Sicherheitsrat Beweise fälschen lassen, um das Vorgehen zu rechtfertigen.

Saddam Hussein wurde gestürzt und hingerichtet. Anschließend wurde irakisches Öl wieder in Dollar gehandelt. Seit Ende 2000 hatte der Irak Öl in Euro statt US-Dollar verkauft. Dies hatte eine enorme Gefahr für den  sogenannten Petrodollar als Welthandelswährung dargestellt.

Ebenfalls 2003 startete eine Welle von westlich beeinflussten Revolutionen: Die Rosenrevolution in Georgien, 2004 die orangene Revolution in der Ukraine, sowie die Tulpenrevolution 2005 in Kirgisistan werden von Experten als verdeckter amerikanischer Schlag gegen Russland gewertet.

In Kirgisien haben die US seit 2001 eine Airbase in der Nähe der Hauptstadt Bischkek. In der Ukraine half man der Multimillionärin Julija „Gasprinzessin“ Tymoschenko an die Macht. In Georgien beerbte der oftmals etwas unprofessionell wirkende Saakashvili den langjährigen Präsidenten und ehemaligen Außenminister der Sowjetunion Eduard Schewardnadse.

2008 begann Georgien den Kaukasuskrieg gegen die rechtlich umstrittenen Gebiete Südossetien und Abchasien, einige Beobachter vermuten auch hier eine Abstimmung mit Amerika. Russland griff hart durch und beendete den Krieg innerhalb von 4 Tagen, indem russische Truppen sich rasch Richtung Haupstadt Tiflis vorkämpften.

2010 mißlang ein von der CIA initiierter Coup gegen den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, welcher zwischenzeitlich in einem Krankenhaus festgesetzt wurde. Leider berichteten fast ausschließlich nicht-europäische Medien über das Ereignis.

Seit 2011 tobt der „Arabische Frühling“ in Arabien und Nordafrika, der massive Unruhen in der Region auslöste und bereits einige Regierungen zu Fall brachte. Ursache ist eine von westlichen Banken ausgelöste Nahrungsmittelkrise. Bis Ende 2010 hatten sich nach einer massiven Ausweitung der Dollar- und Euro-Geldmenge die Preise für Getreide in schlagartig verdoppelt. Steigen Lebensmittelpreise über einen bestimmten Schwellenwert im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen, entstehen in der entsprechenden Region soziale Unruhen. Unter der Regie der USA und verbündeten Staaten werden derzeit ausländische Kämpfer nach Syrien eingeschleust, um die Region politisch zu destabilisieren.

Wie man sieht, haben die Vereinigten Staaten seit ihrer Gründung ihr Territorium und ihren Einflussbereich massiv ausgedehnt. Kennzeichnend hierbei ist zum Einen, dass einmal besetzte Gebiete nie mehr freiwillig aufgegeben werden, zum Anderen die Kultur des jeweiligen Volkes oder Staates versucht wird, zu ersetzen oder zu verändern.

Widerstand gegen die US-Besatzung regt sich in den meisten betroffenen Ländern (s. hier, hier oder hier), in den großen Medien findet dies jedoch nur selten nennenswerte Beachtung. Laut Pentagon gibt es 716 Militärbasen in 38 Ländern, in über 100 weiteren Ländern sind die USA militärisch präsent. Insgesamt kann das US-Militär sogar auf über 1000 Auslandsstützpunkte zurückgreifen.

54 Comments

  1. Falls jemandem noch was einfällt, einfach hier posten, wird dann nach und nach ergänzt.

  2. Eine der gewaltige False Flag Inszenierung die die Menschheit weit beeindruck hatte, wenn der Artikel hauptsächlich auf Abriss der Uncle Sam’s weltweite Machenschaften darlegt, war die erste Mondlandung was in Real nicht statt gefunden hatte. Interessante Beweise zu finden wäre Suchbegriffe wie erste Mondlandung, Stanley Kubrick, Studio, CIA und Little Britain (natürlich The Great Great Great Britain). Selbstverständlich hat die erste Mondlandung statt gefunden, weil die ganze Menschheit ja am 21. Juli 1969 in die Röhre starrte.

    Uncle Sam, was hast du dir nur dabei gedankt was du da tatest? Mein Mitgefühl hast, nur die Frage ist, was wirst du dagegen tun was du selbst verbockt hast?

  3. Hier sieht man mal wieder welche bösartige Selbstverständnis dahinter steckt: auf der einen Seite soviele Länder überfallen, dass man das kaum noch in einem Buch unter bekommen würde auf der anderen Seite dann solche Aktionen:

    „Vor einem Stützpunkt der US-Geheimdienste in Darmstadt protestierten Bürger gegen Überwachung. Ein Teilnehmer ließ eine Minidrohne aufsteigen. Daraufhin riefen die US-Militärs die Polizei, die das Mini-Fluggerät beschlagnahmte und die Personalien der Demonstranten aufnahm.“ http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/20/grosseinsatz-der-polizei-wegen-spielzeug-drohne/

  4. Aber das USWeltreich ist überdehnt,der Lack ist ab von ihnen hohl,neue Machtzentren haben sich gebildet,es reagiert wie ein angeschlagener Boxer,aber der finale Teil wird sich noch etwas hinziehen,wenn wir uns nicht neu orientieren wird es uns mit umreißen,mit gehangen mit gefangen

  5. als Vasallen haben wir das Spiel doch mit bezahlt seit 1945 und davon profitiert, unsere Eliten werden nicht vom Zug springen,uns Deutschen gehört doch fast nichts mehr hier, wem gehören die grossen Konzerne,der Mittelstand ist massiv überschuldet ,der Staat lebt nur von neuen Schulden ,es müssen neue Lebensmodelle her,sonst Schluss mit lustig

  6. Also, ich bin echt beeindruckt. So manches Teilwissen oder sonstiges Detail war mir bekannt. Anderes so im Detail wiederum nicht.
    Aber es fügt sich alles wie im Puzzle zusammen.
    Derjenige, der das zusammengestellt hat, hat sich echt reingekniet. Das war Knochenarbeit.
    Das Ergebnis ist vorbildliche Chronik. Meinen ausgesprochenen Respekt für solch eine Dokumentation!
    Es hat nur einen Haken: Als ich von meiner Baustelle nach Hause gekommen bin, habe ich vor dem Abendessen gewohnheitsmäßig kurz ins Net reingeschaut. In Zukunft wäre es angebracht, bei solchen Dokumentationen als Vorwarnung dazuzuschreiben:
    Vorsicht, nicht vor dem Essen zu lesen.
    Bei so manchem dreht sich nämlich beim Durchschnittsmenschen wie bei mir der Magen um. Grade, was diese Chronologie betrifft.
    Aber ich habs jetzt mit zwei Schnäpsen vorher geschafft. Ich esse jetzt trotzdem.

  7. Schöne Chronik. Da wir hier die absolut vernetzt denkenden Weltmeister sind, zähle ich beim Jahre 1783 einfach mal +130 Jahre dazu und stelle diesen untigen Chart herein:
    http://www.zerohedge.com/news/2013-08-20/150-years-inflation-and-counting
    Und nun meine 1000 Euronen-Quizz-Frage:
    Was geschah wohl dann im Jahre 1913 (kurz vor Weihnachten, in Mitten des Börsencrashs, nach dem weniger als 7 gekauften US-Kongress-Repräsentanten-Papnasen den Staat die Geldherrschaft abknüpften)… ??? ?? Der Effekt des privatisierten Wohlstandstransfers begann erst ab 1914… Kleiner Tipp, der heutige Vertreter dieser beidseitigen Kriegsfinanzierer heisst Benjamin Shlalom-Fahrer Bermunkey (oder so ähnlich)!

  8. @ Bürgenger:
    Dank Dir, diesen Link, die Völkerverständigung und das Wissen (und) um die Macht!
    1913 Jekyll Island (private Insel und Gründung der Dingsbums… Weisst schon, das sind drei Wörter = ein Name!!!!! Wobei genauer betrachtet, jedes einzelne der 3 Wõrter eine Lüge darstellen, da der Name „weder, etwas mit öffentlich-rechtlich, mit Bank, noch mit Reserven“ zu tun hat.
    .
    Irgendwann hatte kaum vorstellbar, der russische Zar doch tatsächlich sogar Kriegsschiffe vor die Küste Amerikas gestellt, um seinem Präsidenten zu helfen. Danach wurde die Zarenfamie ausgelöscht, nachdem die russische Revolution von diesen privaten Firmengründern finanziert wurde-

  9. Erdogan sieht in Israel den Schuldigen für das Chaos in Ägypten, doch vergisst ein Höriger die USA & somit die NATO.
    Ich mag ja eigentlich Menschen die in der Weltgeschichte an richtiger Stelle es schaffen den Mund aufzumachen. Allerdings klingt die Wahrheit von freien Menschen ausgesprochen doch seriöser, wirksamer, einbindender, also liebe türkische Nation begehrt gegen die Unterdrückung auf und recherchiert ihr lieber die Wahrheit.
    WICHTIG ist es, die Geldgeschäfte (Geldkoffer- Militärhilfe, Konzern- Verträge u.a. andere Bestechungsgelder) mal genauer unter die Lupe zu nehmen, denn hier steckt die Antwort.
    Der militärisch- industrieller Komplex in Verbindung mit Wirtschaftsverträgen anderer Lobbys nutzt die Politker um die Realität in einem Land zu ihren Gunsten zu schaffen. Also nichts passiert zufällig, sondern wird gepuscht und geputscht. Also wer? bekam wann? sog. Entwicklungs(Realitätsschaffungs)- Gelder angeboten? Wann Morsi, wann Sisi, wann wieder Mubarak?
    Despotische Kontrolle ist Pflicht (vor allem für die USA über die Kolonien) damit man zu Ausbeutungszwecken das Land in “kontrollierbare” Ausnahmezustände halten kann.
    Habt Ihr Euch schon mal Gedanken über die neuesten NATo Übg. gemacht, angeblich um die Zusammenarbeit verfeinern zu können(welch Graus), welche Gewinne diese machen für manche Leute, evtl. werden sie ja dafür abgehalten?!
    Doch wäre ich an Stelle Russlands sehr vorsichtig, und empfehle die 100% Überprüfung auf Cyber-/Satelitt, Radar- u. Funk Spionage nach Russland rein, da ich denke, dass man vor den Toren Russlands eben neuste Technologien ausprobieren möchte, um ein genaues Bild über den Militär- Apparat u. Standpunkte erhalten zu können. Auch braucht man kein Satelitt- gesteuertes Raketenabwehrsystem, sondern nur die Satelitten über den Land und man kennt die Nerven u. Knotenpunkte, um Strategien und Pläne ableiten zu können, die man dann gleich mit den eigenen Kriegsverbündeten abstimmt.
    Ebenfalls sei der Nich- Moslem und Moslem dringend aufgefordert die nächsten Entwicklungen der westlichen Kriegspolitik zu betrachten, vergesst nicht sie kämpfen gerade um IHR wirtschaftliches Überlebn!

  10. Buchempfehlung:
    Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher
    Jean Ziegler

    Jean Ziegler ist ein Anhänger des starken und offenen Wortes. Wie schon in seinen letzten Büchern (Die Schweiz, das Gold und die Toten, Wie kommt der Hunger in die Welt) nimmt der derzeitige Sonderberichterstatter der UN-Menschenrechtskommission auch bei dieser Analyse wieder kein Blatt vor den Mund. Schonungslos stellt er den Neoliberalismus, dessen Protagonisten und Helfershelfer an den Pranger.

    Wie Ziegler Bill Gates von Microsoft und Larry Ellison von Oracle, zwei Parade-„Beutejäger“, beschreibt, könnte aus Brehms Tierleben stammen: Nur ihrem Killerinstinkt folgend, sind sie und ihresgleichen raubtiergleich damit beschäftigt, Beute zu erlegen, sprich feindliche Firmen zu übernehmen. Auf ihren weltweiten Beutezügen werden sie von „Söldlingen“ wie dem IWF oder der Weltbank unterstützt. Damit sind sie für den ehemaligen schweizerischen Nationalrat hauptverantwortlich für den „Weltkrieg gegen die Armen“. Im Zeitalter der Globalisierung, also der schrankenlosen Liberalisierung der Märkte, werden die kapitalistischen „Oligarchien“ zu den eigentlichen „Herrschern der Welt“. Verlierer sind die Armen. Denn obwohl es möglich wäre, zwölf Milliarden Menschen zu ernähren, dämmert bei einer Weltbevölkerung von zirka sechs Milliarden etwa ein Fünftel chronisch unterernährt dem Tod entgegen. „Verantwortlich für sie ist die Ordnung der Welt. Wer auch immer an Hunger stirbt — er ist Opfer eines Mordes“, so das Urteil des Autors.

    Es gibt aber auch Hoffnung. Nicht die Selbstregulierungskraft des Marktes, auch nicht die schwindende Macht der siechenden Nationalstaaten ist gemeint, sondern die Gegenmacht einer „globalen Zivilgesellschaft“. Für den „bevorstehenden Kampf“ gegen die Oligarchien des Kapitals will Ziegler mit seiner Analyse „Waffen“ liefern. Dies ist ihm sicherlich gelungen. Ob sich das Buch zu einer Art Bibel der Zivilgesellschaft entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die Kraft des Wortes spricht dafür, ebenso Zieglers klare Unterscheidung von Gut- und Bösmenschen. Für Zwischentöne allerdings ist in seinem Schwarz-Weiß-Gemälde, das leider viel Wahres abbildet, nicht sehr viel Platz. –Dr. Manfred Schwarzmeier

    Pressestimmen:

    »Ein flammendes Plädoyer für Gerechtigkeit. Strittig. Provokativ. Lesenswert.« (Stuttgarter Nachrichten)

    »Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler greift die Beutejäger des globalisierten Kapitals scharf an – und ruft zu einer weltweiten Gegenbewegung von unten auf.« (taz)

    »Scharf und wohltuend unangepasst.« (Sonntags Zeitung Zürich)

    Quelle / Text: Amazon

  11. Der Dank gebührt Biszczek! Ich habe lediglich hier und da assistiert und durfte nebenbei sämtliche Quellen durchlesen.

  12. was passiert eigentlich wenn die ganze Welt mal erobert sein sollte? dann kann man doch nur noch innere Gegner schaffen…oder heißt es dann auf zu den „UNITED STATES of SPACE“ 😀 ?

  13. @ RICO
    Genau!
    Dann wird man mit künstlich geschaffenen Seuchen und anderen Genoziden „sog.“ Gesellschaftsschmarotzer eleminieren, läuft dann nicht mehr unter Terrorbekämpfung, sondern wird wahrscheinlich dann von „United States of Space“ (das rockt so unglaublich 🙂 )ganz legitim unter dem Programm Sozialsystem- Entlastung betrieben.

  14. @MG Dieling – ……“sog.” Gesellschaftsschmarotzer eleminieren,….
    aber aber, welch böse Worte. Das heißt korrekt : Humanitärer Beitrag zur Lösung des Problems der Überbevölkerung.

    Das ist dann im Endeffekt so wie in dem alten Roman / Filmklassiker
    SOYLENT GREEN

  15. @kaiser

    den Film kenne ich, ein Wahnsinns- Szenario & wir stehen mit Plaste & Nano – Partikeln, Substanzen für tödliche Mixes in nichts nach.
    Nach dem Motto: ist du hier ne Currywurst und trinkst dort ein Kaffee, gehst du an der übernächsten Ecke in die Luft,
    & das Alter schiebt immer nur alles auf den Verdauungstrakt?!

  16. @Bürgender – Das war der Grund, warum ich den Artikel von Kopp hier nicht verlinkt habe, das ist uralt. Ich selbst habe Persien 1953 hier in Kommentaren mehr als einmal erwähnt ausfühlicher und Links eingestellt.
    Das war gar kein Geheimnis, es gibt nichts, wo die CIA nicht dabei war.
    VON SCHWEINEBUCHT BIS MONGOLEI, DIE -FAMILIE- AUS LANGLEY IST IMMER DABEI

  17. Gehört irgendwie zum Thema:
    Nachdem ich das nochmal aufmerksam durchgelesen habe, habe ich es noch mit andereren Infos abgeglichen. Da fiel mir etwas auf, was hier nicht zur Sprache kam (oder hab ichs überlesen?). Wäre nett, wenn mir die Leser hier beim Wahrheitsgehalt auf die Sprünge helfen könnten.
    Es geht um eine Rede von Benjamin Freedman aus dem Jahre 1961.
    Dieser Vortrag wurde 1961 im Willard Hotel in Washington, DC, im Interesse von Conde MacGinleys patriotischer Zeitung zu dieser Zeit, Common Sense, vor einem patriotischen Publikum gehalten. Bei dem folgenden Dokument über diesen weitreichenden Stegreifvortrag handelt es sich um eine übersetzte Mitschrift, aus dem ich nun einige Passagen zitiere. Diese sind aus dem Kontext herausgenommen, aber so, daß – so denke ich – der Sinn erhalten bleibt:
    „Was passierte?
    Im Sommer 1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Es gibt hier nur
    wenige Personen meines Alters, die sich daran erinnern. Dieser Krieg wurde auf der einen Seite von Großbritannien, Frankreich und RussIand geführt, und auf der anderen Seite von Deutschland, Österreich-Ungarn und der Türkei.
    Innerhalb von zwei Jahren hatte Deutschland den Krieg gewonnen: Es
    gewann nicht nur nominell, sondern es gewann wirklich. Die deutschen
    Unterseeboote, die eine Überraschung für die Welt waren, hatten alle Konvois vom Atlantischen Ozean gefegt. Großbritannien stand da ohne Munition für die Soldaten, mit Nahrungsmitteln für eine Woche – und danach, Verhungern.
    Zu der Zeit hatte die französische Armee gemeutert.Sie hatten 600.000 der Blüte der französischen Jugend bei der Verteidungvon Verdun an der Somme verloren.
    Die russische Armee war dabei zu desertieren, sie nahmen ihre Spielzeuge
    und gingen nach Hause, sie hatten keine Lust mehr Krieg zu spielen, sie mochten den Zaren nicht. Und die italienische Armee war zusammengebrochen.
    Nicht ein Schuß war auf deutscher Erde gefallen. Nicht ein Soldat hatte die Grenze nach Deutschland überschritten.
    Und doch wurden England von deutscher Seite Friedensangebote gemacht. Sie boten einen ausgehandelten Frieden an, was Anwälte einen Status quo ante basis nennen.
    Das heisst:
    „Laßt uns den Krieg beenden, und laßt alles so sein, wie es vor Ausbruch
    des Krieges war.“ Im Sommer 1916 dachte England darüber nach – ernsthaft. Sie hatten keine Chance. Es hieß, entweder diesen ausgehandelten Frieden anzunehmen, den Deutschland ihnen großherzig anbot oder weiterhin Krieg zu führen und vollständig besiegt zu werden.
    Während dies stattfand,gingen die Zionisten in Deutschland, die die
    Zionisten aus Osteuropa vertraten zum britischen Kriegskabinett und –
    ich werde mich kurz fassen, weil es eine lange Geschichte ist, doch ich
    habe alle Dokumente, um jede Erklärung die ich mache zu beweisen, – und
    sagten:
    „Sie können diesen Krieg immer noch gewinnen. Sie brauchen nicht aufzugeben. Sie brauchen den ausgehandelten Frieden, der Ihnen jetzt von Deutschland angeboten wird, nicht anzunehmen. Sie können diesen Krieg gewinnen, wenn die Vereinigten Staaten als Ihre Verbündeten in den Krieg eintreten.“
    Zu dieser Zeit befanden sich die Vereinigten Staaten nicht im Krieg.
    Wir waren frisch, wir waren jung, wir waren reich, wir waren mächtig.
    Sie sagten zu England: „Wir werden dafür garantieren, die Vereinigten
    Staaten als Ihren Verbündeten in den Krieg zu bringen und mit Ihnen Seite
    an Seite zu kämpfen, wenn Sie uns versprechen, daß Sie, wenn Sie den
    Krieg gewonnen haben, uns Palästina zu geben.
    Mit anderen Worten, sie gingen auf diesen Handel ein:
    „Wir werden die Vereinigten Staaten als Ihre Verbündeten in den Krieg bringen. Der Preis, den Sie bezahlen müssen, ist Palästina, nachdem Sie den Krieg gewonnen und Deutschland, Osterreich-Ungarn und die Türkei besiegt haben.“
    Nun, England hatte soviel Recht jemanden Palästina zu versprechen, wie die
    Vereinigten Staaten haben würden, Irland aus irgendeinem Grunde Japan zu
    versprechen.
    Es ist vollkommen absurd, daß Großbritannien, das nie irgendeine Verbindung
    oder irgendein Interesse oder irgendein Recht hatte auf das, was als Palästina bekannt ist, um mit diesem als Münze des Königreiches die Zionisten dafür zu bezahlen, daß sie die Vereinigten Staaten in den Krieg bringen.
    Und kurz danach – ich weiß nicht wie viele sich hier daran erinnern –
    traten die Vereinigten Staaten, die fast vollständig für Deutschland waren,
    als Verbündete Britanniens in den Krieg ein.
    Ich sage, daß die Vereinigten Staaten fast vollständig für Deutschland
    waren, weil die Zeitungen hier von Juden kontrolliert wurden; die Bankiers
    waren Juden, die ganzen Medien der Massenkommunikation in diesem Lande wurden von Juden kontrolliert, und diese, die Juden, waren für Deutschland.
    Sie waren für Deutschland, weil viele von ihnen von Deutschland gekommen waren, und sie wollten auch, daß Deutschland dem Zaren eine Tracht Prügel verabreichen sollte. Die Juden mochten den Zaren nicht, und sie wollten nicht, daß Rußland diesen Krieg gewinnen sollte. Diese deutschjüdischen
    Bankiers, wie Kuhn Löb und die anderen großen Bankfirmen in den Vereinigten Staaten, lehnten es ab, Frankreich oder England auch nur
    mit einem Dollar zu finanzieren.
    Sie hielten sich abseits und sagten: „Solange Frankreich und England mit Rußland verbunden sind, nicht einen Cent!“ Sie pumpten jedoch Geld nach
    Deutschland, sie kämpften Seite an Seite mit Deutschland gegen Rußland
    und versuchten, dem zaristischen Regime eine Tracht Prügel zu verabreichen.
    Als nun diese selben Juden die Möglichkeit sahen Palästina zu bekommen, gingen sie nach England und schlossen diesen Handel. Zur selben Zeit änderte sich alles,wie eine Verkehrsampel, die von rot zu grün wechselt.
    Als diese Zeitungen, die alle für Deutschland gewesen waren und den
    Menschen von den Schwierigkeiten erzählt hatten, die Deutschland hatte,
    Großbritannien wirtschaftlich und in anderer Hinsicht zu bekämpfen, sagten plötzlich, daß die Deutschen nichtsnutzig waren.
    Sie waren Bösewichte. Sie waren Hunnen. Sie erschossen Rote-Kreuz-
    Schwestern. Sie schnitten Babies die Hände ab. Sie waren Übeltäter.
    Kurz danach erklärte Mr. Wilson Deutschland den Krieg.
    Die Zionisten hatten Kabel in die Vereinigten Staaten gesandt, an Richter Brandeis,in denen sie sagten: „Gehen Sie zu Werk an Präsident Wilson. Wir
    bekommen von England was wir wollen. Gehen Sie nun zu Werk an Präsident Wilson und bringen Sie die Vereinigten Staaten in den Krieg.“ So kamen die Vereinigten Staaten in den Krieg. Wir hatten keinerlei Interesse daran,
    wir hatten nicht mehr Recht daran beteiligt zu sein, als wir haben, heute Nacht auf dem Mond zu sein anstatt in diesem Raum.
    Es gab absolut keinen Grund dafür, daß der 1. Weltkrieg unser Krieg hätte sein sollen. Wir wurden in diesen Krieg hineingehetzt – wenn ich vulgär sein darf, wir wurden hineingesogen – aus dem einfachen Grunde, damit die Zionisten in der Welt Palästina bekommen konnten. Das ist etwas, was den Menschen in den Vereinigten Staaten nie gesagt wurde. Sie wußten nie,warum sie in den 1. Weltkrieg eingetreten waren.
    Nachdem wir in den Krieg eingetreten waren, gingen die Zionisten nach
    Großbritannien und sagten: „Wir haben unseren Teil des Abkommens erfüllt. Geben Sie uns etwas Schriftliches, das zeigt, daß Sie ihren Teil des
    Handels einhalten und uns, nachdem Sie den Krieg gewonnen haben, Palästina geben.“
    Sie wußten nicht, ob der Krieg ein weiteres Jahr oder weitere zehn Jahre dauern würde. Und so gingen sie daran einen Empfangsschein auszuarbeiten. Diese Bescheinigung erhielt die Form eines Briefes, der in sehr hintergründiger Sprache abgefaßt wurde, so daß die Welt im allgemeinen nicht herausfinden würde, um was es wirklich ging.
    Und das wurde als die Balfour-Deklaration bezeichnet.
    Die Balfour-Deklaration war nichts anderes als das Versprechen
    Großbritanniens, an die Zionisten das zu zahlen, was sie vereinbart hatten, um die Vereinigten Staaten in den Krieg zu ziehen.
    Und so ist diese Deklaration, über die Sie so viel hören, genau so unecht
    wie ein Dreidollarschein.
    Ich glaube, ich könnte es nicht nachdrücklicher zum Ausdruck bringen. Und damit fingen die ganzen Schwierigkeiten an. Die Vereinigten Staaten traten in den Krieg ein. Die Vereinigten Staaten vernichteten Deutschland. Sie wissen was passierte. Als der Krieg zu Ende war und die Deutschen 1919 zur Friedenskonferenz nach Paris gingen, waren 117 Juden als Delegation dort, die die Juden vertrat, angeführt von Bernard Baruch. Ich war dort: Ich muß es wissen.
    Was passierte dann? Die Juden bei dieser Friedenskonferenz, als sie Deutschland vernichteten und Europa in Teile schnitten und an all die Nationen verteilten, die ein Recht auf einen bestimmten Teil europäischen Gebietes beanspruchten, sagten, „Wie ist es mit Palästina für uns?“ Und sie zeigten, zum ersten MaI zur Kenntnisnahme der Deutschen, diese Balfour Deklaration. Und so erkannten die Deutschen zum ersten Mal „Oh, darum ging es!
    Darum kamen die Vereinigten Staaten in den Krieg.“ Die Deutschen erkannten zum ersten Mal, daß sie besiegt waren. Sie mußten die unwahrscheinlichen Reparationen hinnehmen, die ihnen auferlegt wurden, weil die Zionisten Palästina wollten und entschlossen waren, es um jeden Preis zu bekommen.
    Das bringt uns zu einem anderen interessanten Punkt. Als den Deutschen das klar wurde, nahmen sie es natürlich übel. Bis zu der Zeit war es den Juden in keinem anderen Lande in der Welt so gut gegangen wie in Deutschland. Herr Rathenau war dort, der in Wirtschaft und Finanz wahrscheinlich 100mal so wichtig war, wie Bernard Baruch in diesem Lande ist. Herr Balin war dort, dem zwei große Schiffslinien gehörten, der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg-Amerika Linie.
    Es gab Herrn Bleichröder, der Bankier der Hohenzollern-Familie war. Es
    gab die Warburgs in Hamburg, die die großen Handelsbankiers waren – die
    größten der Welt. Den Juden ging es sehr gut in Deutschland. Das ist keine
    Frage. Die Deutschen fühlten: „Nun, das war ein ganz schöner Verrat.“
    ….
    Soweit aus dieser Rede. Da steht zwar noch mehr drin, aber mir gehts um das herausgenommene Thema. Stimmt das so? Ich bin deshab unschlüssig, weil hier jemand zitiert wurde, und weil das Vokabular nicht gerade nüchtern-sachlich ist. Dann bin ich immer vorsichtig.
    Wenn jemand dazu was weiß, – besten Dank im Voraus!
    Abschließend noch eine kurze Personifizierung von B.Freedman:
    Benjamin H. Freedman war einer der faszinierendsten und erstaunlichsten
    Menschen des 20. Jahrhunderts. Er war 1890 geboren, war ein erfolgreicher
    jüdischer Geschäftsmann in New York, zu seiner Zeit Haupteigentümer der
    Woodbury Seifenkompanie. Nach dem Sieg im Jahre 1945 brach er mit den organisierten Juden und verbrachte den Rest seines Lebens und den größten Teil seines beachtlichen Vermögens – wenigstens 2.5 Millionen Dollar —
    damit, die jüdische Tyrannei, die die Vereinigten Staaten eingehüllt hat, sichtbar zu machen.
    Mr. Freedman wußte worüber er sprach, weil er bei jüdischen Organisationen und bei jüdischen Machenschaften, Macht über unsere Nation zu gewinnen, ein Insider höchsten Ranges gewesen war. Mr. Freedman war persönlich bekannt mit Bernard Baruch, Samuel Untermyer, Woodrow Wilson, Franklin Rosevelt, Joseph Kennedy, John F. Kennedy und vielen anderen Personen, die die Politik in unserer Zeit entscheidend beeinflußten.

  18. Lieber helmut-1,

    leider kann ich die Verallgemeinerung, dass es den Juden gut in Deutschland ging so nicht stehen lassen.
    Es gibt genügend historische Belege dafür, dass ein gegen Juden gerichteter Antisemitismus in Deutschland zu diesem Zeitpunkt schon sehr verbreitet und aktiv war. Evtl. haben reichere Juden eine ruhigere Nische in Dt. High Society finden können, doch gilt das eben nicht für die Mehrheit, also Vorsicht Gesichtsverdrehung.
    Einen abgeschlossenen Deal für den Eintritt der USA halte ich für durchaus denkbar, doch findet man das so nicht in den Archieven der Massenpropaganda.

  19. MG Dieling:
    Die Rede war VOR Beginn des 1. WK. Klar sind mir die Erscheinungen gegenüber den Juden, die sich im speziellen nach dem Bankencrash 1928 usw usw. ereigneten, bekannt. Natürlich auch das, was dann die braune Kultur produziert hat.
    Aber vor und nach der Jahrhundertwende, eben bis zum 1. WK, da hab ich keine Kenntnisse und auch keine Erkenntnisse. Meine Literatur darüber sagt kaum was in dieser Richtung aus. Auch, was mir meine Großmutter erzählt hat, – und das war einiges, – da kam nichts rüber in der Richtung. Obwohl sie mir genügend erzählt hat, was nicht jeder weiß, z.B. die Toten bei der Demonstration im März 1919, wo tschechisches Militär in die Zivilbevölkerung hineingeschossen hat, etc.
    Vielleicht hast Du da Quellen darüber, wie das jüdische Leben Anfang des 20. Jhdts. in Deutschland abgelaufen ist. Wäre hilfreich.

  20. MG Dieling:
    Warum ich da so penetrant nachhake, hängt auch damit zusammen, daß man im Net nichts Besonderes rauskriegt.
    Ich zitiere au einem Beitrag der Uni Gießen (http://www.uni-giessen.de/cms/kultur/universum/geschichte/geschichte-giessens/giessen-um-1900)
    „Jüdisches Leben im 19. Jahrhundert:
    In diesem Zusammenhang wird meist das jüdische Leiden und der systematische Massenmord an den Juden im späteren Nationalsozialismus erwähnt. Von Historikern weit weniger beachtet sind dagegen der wirtschaftliche Aufstieg und die schrittweise vollzogene Assimilation des Judentums in der Zeit bis zum ersten Weltkrieg. So stellt der jüdische Wirtschaftshistoriker Avraham Barkei im Hinblick auf die Juden Europas zu Recht fest: „Die hundert Jahre vor dem ersten Weltkrieg sind die glücklichste Zeit ihrer langen Geschichte in Deutschland gewesen“.
    … Ende der Durchsage.
    Vielleicht hast Du ja andere Quellen. Genau diese interessieren mich.

  21. Noch ein Nachtrag, grade eben gefunden:
    http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-campus/auditorium/reise-bayern-muenchen100.html
    Eine Reise durch Bayern München: Jüdisches Leben um 1900
    München gehörte nicht zu den traditionsreichen jüdischen Gemeinden, wie Worms oder Fürth, auch nicht zu den ganz großen, wie Berlin oder Frankfurt. Was die jüdische Geschichte Münchens um die Jahrhundertwende aber besonders gut zeigt, ist die Vielfältigkeit deutsch-jüdischen Lebens.
    Die Münchner Juden hatten ihre ganz eigene bayerisch-jüdische Identität. Diese konnte in religiöser Hinsicht orthodox oder liberal sein, sie konnte politisch konservativ oder revolutionär sein, sie konnte sich im intellektuellen ebenso wie im wirtschaftlichen Leben der Stadt ausmachen. München wäre ohne Bürger jüdischer Herkunft um die Jahrhundertwende nicht das gewesen, was es war: Denn was wäre die Musikszene ohne Wagners Lieblingsdirigenten Hermann Levi, was wäre der Simplicissimus ohne seinen Zeichner Thomas Theodor Heine, was die Literaturszene ohne Lion Feuchtwanger, was der Kunst- und Antiquitätenhandel ohne die Familien Bernheimer, Thannhauser oder Rosenthal?
    Doch sind es nicht nur die Künstler und Intellektuellen, die das „jüdische München“ ausmachten. Heute ist nur noch wenigen bekannt, wie viele „ur-münchnerische“ Traditionen mit den Namen jüdischer Personen eng verknüpft sind. Man denke nur an das bayerische Bier (Unions- und Löwenbräu waren mit der Familie Schülein verbunden), die bayerischen Trachten (für die das Trachtenhaus Wallach Pate stand), den F.C. Bayern München (mit seinem Präsidenten Kurt Landauer) oder das Bergsteigen (nach Prof. Gottfried Merzbacher ist bis heute ein Weg im Wilden Kaiser benannt).

  22. Jetzt habe ich sogar noch was aus den jüdischen Ecke gefunden:
    http://www.juedisches-leben.net/geschichten/index.php?id_geschichten=142&PHPSESSID=e1c7708b656fe5381e0d6f07fac945ee
    Da heißt es:

    Während des Weltkriegs 1914–1918 bemühte sich der Dortmunder Rabbiner Benno Jacob durch Kriegsandachten und Spendensammlungen um Unterstützung der deutschen Frontsoldaten.

    Fotoabbildung:
    Jüdisches Feldgebetbuch von 1914
    Foto: Jüdisches Museum Westfalen

    Ab 1919 setzte er sich in seinen öffentlichen Vorträgen mit der Hetzpropaganda auseinander, die Kriegsniederlage sei von Juden verschuldet und die neue Weimarer Republik sei von Juden beherrscht:
    „Deutschland ist weder ein christlicher Kirchenstaat noch ein germanischer Rassestaat, sondern eine Gemeinschaft im Geiste. Wir Juden sind keine Germanen, sondern Semiten, aber um nichts weniger Deutsche. […]

    „Auf Gedeih und Verderb mit diesem Land verbunden“

    Ein Deutscher ist, wer ein Deutscher sein will. […] Wir deutsche Juden sind und bleiben von Religion Juden, von Nation Deutsche. Welcher anderen Nation könnten wir denn angehören, welches andere Land kann unser Vaterland sein, als dasjenige, in dem unsere Wiege stand und die Gräber unserer Väter liegen, dessen Luft wir seit Kindesbeinen atmen, dessen Bildung wir in uns aufgenommen haben? Nein, wir sind auf Gedeih und Verderb mit diesem Land und dieser Nation verbunden“.
    Ein patriotisches Gedicht aus dem Ersten Weltkrieg Der Dorstener Textilkaufmann Salomon Oppenheimer verfasste während des Ersten Weltkriegs eine Vielzahl patriotischer Gedichte, die in der „Dorstener Volkszeitung“ erschienen.
    Abbildung: Jüdisches Museum Westfalen
    Und an anderer Stelle fuhr er fort: „Das alte Reich liegt am Boden. Wenn wir das neue aufrichten, dann wüßte ich keine schönere Inschrift über seinem Portal als das Wort: Wir alle sind das Vaterland!“

    Das alles würde sich in das Bild von Benjamin Freedman einfügen. Woraus resultiert, daß vor Beginn des 1. WK eben ein anderes Zusammenleben mit den Juden in D existiert hat.

  23. @MG Dieling

    ….leider kann ich die Verallgemeinerung, dass es den Juden gut in Deutschland ging so nicht stehen lassen…..

    Irgendwelche genauen Belege wie viele Bürger jüdischen
    Glaubens ARBEITER waren. (Im Sinne von Hafenarbeitern und Maurern etc.)

    Sicher bekannt ist wie viele Offiziere waren im 1. Weltkrieg, oder nicht?

    Ich habe mit Zeitzeugen geredet. Was Hamburg betrifft, also arme Juden, oder Juden denen es zwischen 1918 – 1933 richtig schlecht ging (wirtschaftlich)davon habe ich noch nie gehört.

    Von einem gleichaltigen Kollegen, der aus Berlin war und auch mit Zeitzeugen
    speziell über das Thema gesprochen hat, weiß ich noch ganz andere Sachen. In Hamburg stehen immer noch die nicht zerbombten Wohnhäuser und Villen des damaligen jüdischen Viertels, ich bin dort aufgewachsen. Dort im Schnitt 185 qm Wohnfläche, 3,30 m Deckenhöhe mit Stuck, Balkon hinten raus und vorne, Fahrstuhl etc. und alle haben baulich ein kleines Kämmerchen für das arische Dienstmädchen. Der übliche Hausmeister so eines Wohnhauses
    war auch kein Jude. Aber egal, ich habe weder Zeit noch Lust mich in dieses
    Thema zu vertiefen. Fakt ist : Wohnungen für Arbeiter in einer Art und Ausstattung die damals neu und einmalig war, die wurden unter Adolf in Hamburg errichtet. Und auch davon gibt es einige erhaltene Siedlungen. Dienstmädchen und Automobil hatten deutsche Malocher damals noch nicht, aber Hunger und null Arbeit hatten sie seit Jahren. Deswegen auch die Akzeptanz, als man die Juden aus den Häusern holte. Deswegen auch die Freude, als die Juden mit Zahnbürsten die Kantsteine reinigen mussten. Von Nix kommt Nix, es war leicht für die Nazis.
    Progrome gegen Juden gab es schon vor sehr langer Zeit, und das Ghetto ist keine Erfindung der Nazis. Die Juden haben in Großstädten schon früher ihrem -Viertel- gewohnt.

  24. Kaiser:
    Hab da – weil ich eigentlich neugierig war – da weitergegoogelt. Bin auch auf Wien gestoßen. Natürlich deckt sich das mit dem, was Du schreibst.
    Zitiere aus Wiki:
    “ Registrierte die Israelitische Kultusgemeinde Wien 1860 6.200 jüdische Einwohner, so waren es 1870 bereits 40.200 und zur Jahrhundertwende 147.000. Der zweite Gemeindebezirk Leopoldstadt entwickelte sich in dieser Phase zum Zentrum des Wiener Judentums. Die jüdische Bevölkerung stellte dort bald die Hälfte der gesamten Bezirksbevölkerung. Ebenfalls große jüdische Bevölkerungsanteile wiesen die angrenzenden Bezirke Brigittenau (wurde 1900 von Leopoldstadt als eigener Bezirk abgetrennt) und Alsergrund. Die dort lebende jüdische Bevölkerung, die den Großteil der Wiener Juden ausmachte, gehörte zumeist der Unter- oder Mittelschicht an – sie waren Arbeiter, Handwerker, Kleinunternehmer (zum Beispiel Caféhäuser) und Händler. Die wohlhabenden Juden lebten vorwiegend in den Villengebieten von Döbling und Hietzing sowie im Stadtzentrum, der Inneren Stadt.“
    Die höchste Zahl der Juden nach Volkszählung stellate man 1923 fest, mit ca. 200 T . Im Vergleich zu Gesamtbevölkerung ca. 11 %.

    Noch eine interessante Statistik:
    Beteiligung der Juden am Berufs- bzw. Wirtschaftsleben (1934)

    Anteil

    Ärzte 51,6 %
    Apotheken 31,5 %
    Auskunfteien 82,0 %
    Autofahrschulen 13,0 %
    Bäcker und Brotfabriken* 60,0 %
    Banken 75,0 %
    Drogisten 26 %
    Fleischhauer 9 %
    Fotografen 34 %
    Friseure 9,4 %
    Garagen 15,5 %
    Juweliere 40 %
    Kaffeehäuser 40 %
    Kinos 63 %
    Kürschner 67,6 %
    Modisten 34 %
    Optiker 21,5 %
    Lederhändler 25 %
    Rechtsanwälte 85,5 %
    Reklamebüros 96,5 %
    Schankgewerbe 4,7 %
    Schlosser 5,5 %
    Schuhfabrikation 70 %
    Spengler 20 %
    Textilbranche 73,2 %
    Uhrmacher 32 %
    Zahntechniker 31 %
    Zuckerlgeschäfte ≤ 70 %
    Alteisen- und Metallhandel ≤ 100 %
    Benzin- und Ölhandel 70 %
    Geflügelhandel 60 %
    Holzhandel und Papierbranche ≤ 70 %
    Möbelhandel und Möbelfabriken 85 %
    Radiohandel ≤ 80 %
    Weinhandel 73,6 %
    * sowie die gesamte Brotproduktion

    Also reine Handwerker, die vom Produkt ihrer Hände Arbeit lebten, waren in allen Berufen unter 10 %. Damit meine ich Schlosser, Metzger, etc.

  25. Ein Meisterwerk! Liebsten Dank!

    Libyen habt ihr noch vergessen in der grandiosen Zusammenfassung.

    Dürfte ich dieses Meisterwerk als Volltext bei mir drüben ( https://dudeweblog.wordpress.com/ ) erneut hervorheben? Selbstverständlich mit Autor- & Quellangabe und Empfehlung von gegenfrage.com.

  26. Dude:
    Das mit Lybien fällt schon in die unmittelbare Neuzeit. Das kennen wir noch aus den Nachrichten.
    Wenn Du eine – kommentarlose – Aufstellung sehen willst, dann sieh nach unter „633 Milliarden Dollar: Obama macht Militäretat 2013 fest“ (03. Januar 2013), was Bürgender da aufgelistet hat. Ich druck die Liste nochmal hier ab:
    Es handelt sich um die Beteiligung der Amis bei militärischen Konflikten nach 1945:

    ◦1946 Bolivien
    ◦1947 Griechenland
    ◦ab 1948 Israel
    ◦1950-53 Korea
    ◦1953 Iran
    ◦1954 Guatemala
    ◦1956 Ägypten
    ◦1957-86 Haiti
    ◦1958 Libanon
    ◦1958 China/Taiwan
    ◦1959-64 Kuba
    ◦1960-70 Laos
    ◦1963-65 Dominik. Republik
    ◦1964-75 Vietnam
    ◦1964 Brasilien
    ◦1964-82 Bolivien
    ◦1965 Indonesien
    ◦1965-70 Kambodscha
    ◦1970 Jordanien
    ◦1971 Bangladesch
    ◦1973 Chile
    ◦1975 Peru
    ◦1975 Osttimor
    ◦1976 Angola
    ◦1976 Argentinien
    ◦1979-96 El Salvador
    ◦ab 1981 Nicaragua
    ◦1982 Argentinien
    ◦1983 Libanon
    ◦1983 Grenada
    ◦1980 Iran
    ◦1981 Panama
    ◦ab 1981 Afghanistan
    ◦1982-83 Irak
    ◦1986 Libyen
    ◦1988 Iran
    ◦1989 Panama
    ◦ab 1990 Kolumbien
    ◦1990-91 Kuwait
    ◦1992 Somalia
    ◦1992 Jugoslawien
    ◦1993 Irak
    ◦1994 Haiti
    ◦1998 Sudan
    ◦2001 Afghanistan
    ◦2002 Venezuela
    ◦2003 Irak
    ◦2004 Haiti
    ◦2005-06 Somalia
    ◦2009 Taliban in Pakistan
    ◦2011 Libyen
    ◦2011 Syrien

    Wie gesagt, bis 2011. Mali und Niger sind da nicht drin, weil das ja erst in diesem Jahr aktuell war.

  27. @Dude

    Über einen Ausschnitt (1-2 Absätze) mit Backlink würden wir uns freuen, aber bitte nicht d. ganzen Text.

    Beste Grüße
    Bürgender / Gegenfrage.com

  28. schöne kompakter Artikel, gut um auch mal was nachzuschlagen, wenn ich mal wieder eine Diskussion mit meinen Mitmenschen führe!

    Man kann sehen, daß alles System hat…. Die Ereignisse der letzten Tage bestätigen das ja auch nur….

  29. Dumme Fragen gibt es ja nicht, nur dumme Antworten. Deshalb nehme ich jetzt mein Herz in die Hand und frage mal alle Sachverständigen, warum Syrien, Libanon, Irak oder auch Iran nicht in der europäischen Meisterschaftsliga im Fußball mitspielen, wie z.B. Israel und auch Türkia. Sie verfügen ebenfalls über mindestens gleichwertige Mannschaften und könnten das Sportgeschehen des fast schon langweilig gewordenen Fussballgeschehens in Europa echt bereichern. Sind diese Länder bei Qualispielen, von denen ich leider nichts weiß, durchgefallen?

  30. ich weiß worauf du anspielst 60+, Soweit ich mich erinnern kann nimmt der israelische Fußballverband aus „Sicherheitsgründen“ an den sportlichen Wettbewerben der UEFA teil. Da Australien in den letzten Jahren vom OFC (Ozeanische Konföderation) zum AFC (Asiatische Konföderation) gewechselt ist,und wir dadurch und deine Beispiele sagen können Geographie ist kein Hindernis einem anderen kontinentalen Verband beizutreten, ist das eigentlich eine berechtigte Frage warum iranische Teams nicht in der UEFA mitspielen dürfen 😉 Aserbaidschan ist ja dicht an Nordiran bspw. oder die Spielorte in Kazakhstan sind ja fast in Zentralasien

  31. Sehr schöne Auflistung- Top. Aber AC-DC kommen aus Australien. (immerhin Com.Wea.)
    Und an alle a dern. Ich sehe das immer
    It begeisterung. Dass es wieder denkende Menschen gibt.

  32. was für ein scheiße langer Artikel haha, krass viele Informationen, aber echt super Nachschlagewerk. Cool, daß so ausführlich auf die Zeit zwischen 1800-1900 eingegangen wird

  33. @ helmut_1
    Deutschland hatte bis 1916 den Krieg „gewonnen“?
    „Deutsche U- Boote fegten die alliierten Konvois vom Atlantik“?
    Ich weiß nicht wo Sie das her haben, ist auch egal weil es falsch ist. Die USA erklärten Deutschland erst nach der Wiederaufnahme des U Bootkrieges 1917 den Krieg. Bis 1916 wurden die deutschen Tauchboote (U- Boote wurden erst später erfunden) aus Angst vor einer Kriegserklärung der USA nur sehr zögerlich eingesetzt. Aus Angst vor der Versenkung traten die Tauchboote nur in abgelegenen Regionen, z.B. am Horn von Afrika auf, d.h. legten sich dort auf die Lauer um britische Handelsschiffe nach Prisenordnung durchsuchen zu können.
    Sobald ein gegnerisches Kriegsschiff sich näherte, mussten die Tauchboote aber schleunigst wegtauchen. Da der Elektroantrieb auch noch nicht erfunden war (das wurde erst 1937 in die U- Boote eingebaut) konnten diese wegtauchenden kleinen Boote den Standort nicht verlassen. Das Geschäft für die Briten war dann einfach: Wasserbomben über der Wegtauchstelle abwerfen und in unterschiedlicher Tiefe explodieren lassen.
    Und zu Felde, war der Angriff auf Belgien in sturer Erfüllung des Schlieffenplans, auch eine Fehlentscheidung. Denn dies gab England den erhofften Vorwand zur Kriegserklärung.
    Die deutschen Soldaten haben sich angesichts der haushoch überlegenen Gegner und der Schwäche von Österreich- Ungarn dennoch über vier Jahre gut gehalten und tapfer geschlagen.
    Und zwar trotz der Unfähigkeit seiner Führung!

  34. Nachdem ich das alles gelesen habe, stelle ich mein Wissen, welches mir im Geschichtsunterricht vermittelt wurde, in Frage. Es stellen sich mir die Fragen
    – In welchen Fällen, war die USA nicht der Aggressor?
    – War Hitler wirklich ein Böser, oder wollte er die Welt vor Aggressoren retten?
    – Warum hat die USA so viele Militäranlagen auf der Welt und warum werden diese nicht ausgewiesen, wenn eindeutig bekannt ist, dass diese eine Gefahr für das eigenen oder auch fremde Länder (Afghanistan, Irak …) darstellen.
    – Warum erheben sich die Menschen in der westlichen Sphäre nicht, wie im „Arabischen Frühling“, oder wie das auch immer genannt werden sollte.
    – Bin ich ein Sklave?
    – Warum wird Israel nicht sanktioniert, obwohl eindeutige Kriegsverbrechen, wie auch Kindermorde, begangen werden.
    – Warum wird Saudi-Arabien nicht sanktioniert, obwohl dort eine Art modere Sklaverei herrscht und Menschenrechte mit Füssen getreten werden.
    – Was sind die echten Aufgaben der UNO, NATO und anderer Institutionen?
    – Sind Nordkorea oder auch der Iran wirklich die Bösen?
    Durch meinem Kopf strömen 1000sende Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann, jedoch mir meinen Teil denke. Es ist zum Verzweifeln und ich habe Angst vor der Zukunft, speziell um der Zukunft meiner Kinder in Bezug auf Armut, Nahrung und Ausbeutung. Die Politriege ist durchnässt von korrumpierten Pädophilen und ich möchte nicht dass meine Kinder ihnen zum Opfer fallen. Was kann ich als einzelner tun? Was können wir als Gemeinschaft tun, Was können wir als gesamtes Volk tun?

  35. @ Raja
    1. Hitler war nicht der „Böse“, allerdings hochgradig naiv.
    2. Hitler hatte vor dem Angriff auf Polen monatelang mit der polnischen Regierung verhandelt und war zum Schluß mit der Rückgabe von nur einem Drittel der Gebiete, die Deutschland 1918 abtreten musste, einverstanden. Darauf ging Polen nicht ein und verkündete am 30.8.1939 die Generalmobilmachung.
    Am 1.9.1939 griff die Wehrmacht Polen an. Am 3.9.1939 erklärten England und Frankreich Deutschland den Krieg.
    Aber diese Kriegserklärung hatte mit dem vorangegangenen deutschen Angriff auf Polen nichts zu tun. Denn dann hätte England und Frankreich Deutschland angreifen müssen!
    Stattdessen liesen die sich Zeit bis zum Frühjahr 1940 (vorangegangen war eine versuchte Besetzung Norwegens durch England im April 1940). Am 10.Mai 1940 griff dann die Wehrmacht die aufmarschierten französisch- britischen Truppen in Frankreich und Belgien an.
    Den Rest müssen Sie sich selbst zurechtlegen. Hitler hat versagt und zwar vollständig. Aber die „deutsche“ Geschichtsschreibung nach 1945 ist mangelhaft und wurde von den Briten und Amerikanern abgeschrieben.

  36. interessanter Punkt Peter. Ich hatte mal ein Gespräch mit einem Historiker der auf die NS-Zeit spezialisiert ist. Seiner Meinung nach hat Frankreich sich damals angeschlossen (Vichy) und es gab nahezu keine Kampfhandlungen. Die Rolle der Résistance wird dabei wohl aufgebauscht, um Geschichtsverklärung auszuüben und den Eindruck zu erwecken Frankreich hätte sich mit Händen und Füßen gewehrt. Angeblich gibt es im franz. Strafrecht auch einen entsprechenden Paragraphen, wie bei uns der Hololulu-§. Ist etwa 1-2 Jahre her das Gespräch, kann nicht verbriefen, dass alles stimmt. Jemand nähere Informationen dazu?

  37. @ St. Germain
    Frankreich musste von England erst überredet werden, Deutschland den Krieg zu erklären.
    Hitler hatte ein Jahr zuvor mit Frankreich einen Freunschaftsvertrag geschlossen und gleichzeitig auf die Wiedergewinnung von Elsass und Lothringen verzichtet.
    Diese Information dürfte sogar im mehrfach zensierten Wikipedia stehen. Aber Churchill überredete Paris letztlich mit dem Hinweis auf den französisch- polnischen Sicherheitspakt. Außerdem hatten sich vorher (das steht nicht in Wikepedia) deutsche Generäle (z.B. der Chef des Generalstabs Ludwig Beck) und andere in London die Klinke in die Hand gegeben. Alle hatten insistiert, England solle Hitler bei nächster Gelegenheit den Krieg erklären. Gekämpft werden brauche aber nicht, denn vorher würde der Widerstand in der Wehrmacht den ganzen Nationalsozialismus weggefegt haben.

  38. Vielen Dank für diesen mit viel Fleiss und Recherche erarbeiteten Artikel. Das ist echt gute Information und trägt umfänglich zum Geschichts- wie Politverständnis der Gegenwart bei.
    Auch die Kommentare zum Thema sind sehr interessant. Vielen Dank dafür!

  39. Mal was anderes an KW.(nicht zum Thema)
    Habe des öffteren gegen deine Suchmaschinen gewettert,und
    bin bei WIKI PEDIA Fündig geworden.Du weist Ich halte
    nichts von Suchmaschienen ETS.pp.Habe heraus gefunden,das
    ein Dr.Daniele Ganser auf wiki pedia als Verschwörungs-
    Theoretiker dort aufgeführt wird.Er kann sich nicht wehren,
    da die Seite von Ich Zitiere:von Sichtern und Administratoren kontrolliert werden.Da Ich das ganze nicht
    so Verstehe wie Du wollte Ich Dier ein Paar Begriffe wie
    (Sockenpuppe-POV-Sprache von Truthern)(Wahrheitssuchende)
    (Persönliche Sichtweisen)Ich glaube alle Suchmaschienen ,
    sind nur ein Konstrickt.

  40. @ronon – Also für mich sind Suchmaschinen das was der Name sagt. Ich habe gut in Erinnerung wie mühselig es war füher an Informationen ran zu kommen. Im Internet habe ich bisher alles gefunden was ich suchte, aber leider nicht alles in deutscher Sprache, und es geht mir in erster Linie um technische Dinge. Wie soll ich denn ohne eine der vielen Suchmaschinen das finden was ich suche? Einen detaillierten Einsatzbericht der Amis in Afghanistan oder Vietnam z.B. findest du nicht im Mainstream und auch nicht übersetzt auf deutschen Websites

    Ich begreife immer noch nicht deine Aversion in Bezug auf Suchmaschinen.

    Ich war z.B.in ein Projekt eingebunden, welches fast 2 Jahre gedauert hat. Reine Recherche! Vor dem Internet unmöglich, denn dazu mussten uralte deutsche Bücher durchsucht werden, die sofern überhaupt noch in Deutschland vorhanden ja irgendwo landesweit in antiquarischen Buchhandlungen liegen. Um das zu finden was man sucht, oder um festzustellen ob das was man sucht überhaupt in einer der alten Schwarten drin ist, müsste man ja all diese Bücher voll durchlesen.

    Kurz gesagt: Man findet auf jeden Suchbegriff Artikel in großer Menge. Zu ein und dem gleichen Thema gibt es ggf. pro und contra Artikel. Wenn man dazu dann eine gewisse Anzahl durchliest, dann kann man sich zu dem Thema eine eigene Meinung bilden. Das konnte man eben früher nicht.

    Was Wikipedia deutsch betrifft, so muss man da in Sachen Biographien von Personen und in Bezug auf politische Dinge
    sehr kritisch sein. Die krasse Abweichung zu ein und dem gleichen Thema bei Wiki deutsch im Vergleich zur englischen Version habe ich schon oft erwähnt. Und wenn du bei Wiki im Text eine echte Falschinformation findest, was bei historischen Themen oft vorkommt, dann steht es dir frei das zu ändern sofern du den Beweis erbringst. Dann bekommst du vom Wiki Team sogar ein Dankschreiben. Wikipedia ist aber zu den Themen die mich interessieren nicht unbedingt eine ergiebige Quelle.

    Das alles gesichtet und kontrolliert wird oder werden kann im Internet, das sollte jedem Benutzer mittlerweile klar sein. Wer ein modernes smartphone hat mit all diesen Apps und bei facebook und twitter etc. drin ist, überall Selbstporträts schießt oder Photos versendet auf denen auch andere Bürger ungewollt und ungefragt zu sehen sind, der ist für mich ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der NSA. Und wer informiert war, für den waren die Enthüllungen des Mister Snowden auch nichts Neues. Über das Betriebssystem Windows 10 gibt es auch genug negative Info.

    Begriffe
    Sockenpuppe : Findest du erklärt bei Wikipedia

    POV Sprache ist aus dem Englischen POV-speech übersetzt und
    ist somit DENGLISH wie es die die Leser der Bildzeitung für Aklademiker (Der Spiegel) dauernd verwenden. POV ist die englische Abkürzung für Point Of View. Beispiel : Ein POV Speech ist eine Rede wo der Redner SEINE Ansicht zu einem Thema ablässt. Der Begriff POV wird auch noch anders verwendet, aber das finde ich nicht auf Deutsch auf Anhieb.

    Truther sind Wahrheitssuchende. Ein Begriff den sich in Sachen 9/11 viele Gruppen zugelegt haben

    So mein ronon, hier ein direkter Link zum besten Übersetzungs
    Pogramm. Dort ist ein Suchbalken. Tippe dort englische Wörter
    ein, und schon kennst du die Bedeutung(en) in Deutsch.

    http://dict.leo.org/ende/index_de.html

    Also gebe dort mal zum Test ein : point of view

    Wünsche dir eine gute Woche. Grüß deine Frau und den Hund.
    kw

    Empfehlung :
    Auf http://www.luftpost-kl.de/lp-13.html

    ist beginnend mit dem 26.10.2015 eine mehrteilige
    Dokumentation als pdf abzuladen in DEUTSCHER Übersetzung

    Thema : DROHNENKRIEG
    „Die Befehlskette für die gezielten Tötungen“ der Serie „Die Drohnen-Dokumente“, von Glenn Greenwald

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