Ecuador: Lateinamerika nicht länger der Hinterhof der USA


Ecuador/Politik

Ecuadors Außenminister sagte in einem Interview, dass Lateinamerika nicht mehr der Hinterhof der USA sei und Washington versuchen solle sich woanders zu etablieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse kochen alte Spannungen zwischen den beiden Ländern hoch.

Ricardo Patino, Ecuadors Außenminister Bild: Wikipedia
Ricardo Patino, Ecuadors Außenminister
Bild: Wikipedia

Lateinamerika ist nicht mehr der Hinterhof der USA und Washington soll nicht mehr über Rechte und Freiheiten weniger entwickelter Länder bestimmen. Dies sagte Ecuadors Außenminister Ricardo Patino gegenüber der spanischsprachigen Ausgabe von Russia Today. Er fügte hinzu, dass der Zwischenfall mit Boliviens Präsident Morales, dessen Flugzeug in Österreich zur Landung gezwungen wurde, nicht ignoriert werden könne und ein kriegerischer Akt gewesen sei.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Er kritisierte die USA für die Spionageaktivitäten im Ausland, unabhängig davon ob es sich um befreundete Länder handle oder nicht. Die USA hätten Lateinamerika als ihren „Hinterhof“ verloren, wie es zu Zeiten der Militärdiktaturen der Fall war. Washington solle nun versuchen sich anderswo zu etablieren, so Patino weiter und betonte Ecuadors „hohes Maß an Unabhängkeit und Souveränität.“

Zwischen den USA und Ecuador gibt es einige Spannungen, die vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse (NSA, Abhörskandal in London usw.) wieder öffentlich hochkochen. So haben ecuadorianische Behörden den US-Ölkonzern Texaco verurteilt,  in den 1970er- und 80er Jahren 18 Milliarden Gallonen giftiges Abwasser und 17 Millionen Gallonen Rohöl im Amazonas-Becken im Nordosten des Landes entsorgt zu haben. Geschätzte 1’700 Quadratmeilen des Regenwalds sollen dadurch verschmutzt worden sein, eine Fläche größer als der US-Bundesstaat Rhode Islands. Auch gegen Texacos Fusionspartner Chevron und den Ölkonzern Exxon wurden Milliardenstrafen verhängt. Die Verfahren dauern bis heute an.

Die USA betrieben im Zuge des sogenannten „Krieg gegen Drogen“ eine Air Force Base in Ecuador, welche von Präsident Rafael Correa im Jahr 2009 geschlossen wurde. Er warf den USA vor, von dort aus Lobbyarbeit für US-Pharmafirmen zu betreiben, geheimdienstlich tätig zu sein und den Drogenmarkt und kriminelle Kartelle in Lateinamerika zu unterstützen. Zudem stand Ecuador bei US- und anderen Banken mit 3,2 Milliarden Dollar in der Kreide. Präsident Correa argumentierte, dass ein Großteil davon in der Vergangenheit von „korrupten Regierungen“ unter unfairen Bedingungen aufgenommen wurde und strich die Schulden.

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viele Menschen in Südamerika sind arm und trachten nach dem, was ihnen der sog. Westen als Vorbild suggeriert. Auch wenn das Scheitern von MäckDreck in Bolivien ein Hoffnungsschimmer ist weil dort noch des Volkes Meinung herrscht, Essen und Essen zu zubereiten erfordere Aufwand und Geduld, werden auch diese Menschen der Gewalt des Kapitalismus anheim fallen oder mittels Gewalt von ihm ferngehalten – beides ist unmenschlich und abzulehnen. Nur, man flehe mal einen Jugendlichen an, sein Geld statt für das neuste ApfelHändi auszugeben, Geld und Aufwand lieber einer Jugendfreizeit zukommen zu lassen, die den Anbau von Obst und Gemüse lehrt. Absurd – oder? Und genau das macht den Kapitalismus so verführerisch. Wir Alten, die wir vieles, fast alles schon genießen durften und genossen haben, wir satten, saturierten sollen, wollen den Jungen oder Armen sagen, sie mögen skeptisch gegenüber jedweder Staats- und Wirtschaftsform sein, ob sie nun EInhalt oder verschwendung garantiere ist ungefähr so, wie wasser predigen und wein saufen – unglaubwürdig und daher vermutlich vergeblich – leider!

@Werner – Wir haben als Kinder gelernt zu überleben. Was du als Kind nicht gelehrt bekommst, (oder was man dir nicht vorlebt) das kannst nicht wissen.
Die Prepper und die Milizen in den USA, die sind vorbereitet, die schießen sich ein Reh, wenn sie Hunger haben, und filtern Trinkwasser aus dem Bach.

Hier grade was zu deinem Thema im Newsticker
http://www.geolitico.de/2013/07/11/das-vergiftete-erbe-der-wohlstandskinder/

Good Bye – Demnächst auch in Afghanistan

http://www.youtube.com/watch?v=SA3XuZIx7Kw

http://en.mercopress.com/2009/09/19/last-us-forces-abandon-manta-military-base-in-ecuador

2008
The only US air base in South America is expected to shut down soon. Manta in Ecuador is home to a fleet of AWACS spyplanes.

Hinweis :
AWACS Flugzeuge sind noch für ganz andere Dinge zuständig, als wie Spionage

Das Übel der Welt ist nicht Amerika oder Obama – das Übel liegt in der City of London. Dort sitzen die Kriegstreiber und Verbrecher.

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