Zwölf Jahre Krieg in Afghanistan

07. Oktober 2013 von Bürgender

Dieser wichtige Jahrestag wird in den meisten Medien vom permanenten Bankrott der USA überschattet: Seit zwölf Jahren befinden sich zehntausende US-Soldaten in Afghanistan. Sehr zugunsten des Opiumanbaus, welcher im Jahr 2000 von den Taliban verboten wurde.

Opiumanbau in Afghanistan
Bild: Wikipedia, Autor: VOA

Heute vor zwölf Jahren begann der Überfall auf Afghanistan. Am 7. Oktober 2001 gab der damalige US-Präsident George W. Bush den Befehl, das Land anzugreifen. Erst im Jahr 2004 verkündete Bush den Sieg über die Taliban und heute befinden sich noch immer 54’000 US-Soldaten dort – mehr als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in den ersten sieben Jahren des Krieges.

Der Überfall auf Afghanistan war laut offizieller Erklärung eine Reaktion auf die Ereignisse des 11. Septembers 2001. Die US-Regierung kündigte einen kurzen Militäreinsatz gegen Osama Bin Laden († 2001, 2006 und 2011) und die Taliban an. Grotesk: Fast zehn Jahre nach Beginn des Krieges hatten 92% aller Afghanen laut einer Umfrage noch niemals zuvor etwas von den Ereignissen des 11. Septembers 2001 gehört. Die Besatzer gaben sich anscheinend keine sonderliche Mühe bei der Aufklärung.


Viel wichtiger dürfte ohnehin sein, dass der Opiumanbau wieder floriert, welcher im Jahr 2000 von den Taliban verboten wurde. Ein Großteil (fast 95%) des Opiums aus Afghanistan werden von der westlichen Pharmaindustrie bezogen. Diese stand nach dem Verbot des Anbaus durch die Taliban vor einem echten Problem (Ähnlich wie französische Energiekonzerne in Mali oder amerikanische Banken im Irak). Dazu passend erscheinen immer wieder Videos frustrierter Soldaten auf Youtube, die sich darüber wundern, dass sie Tag und Nacht Opiumfelder bewachen anstatt sog. Terroristen zu jagen.

14 Kommentare

  1. Kaiser Wilhelm

    Es muss nicht immer Opium sein….
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    http://www.veteranstoday.com/2013/10/04/rare-earth-element-grab-fuels-afghanistan-genocide/
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  2. Buchfink

    Hallo,
    Das wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf unsere Befreier und ihre Handlanger Organisation namens NATO.
    Erst ein selbstgemachter sogenannter Anschlag dann wird Afghanistan überfallen und unsere Jungs und Mädels dürfen die Heimatfront am Hindukusch verteidigen gefickt eingeschädelt das Ganze.
    Unsere Führungskräfte wissen das natürlich nicht.
    Die echten Terroristen sitzen im Bundestag kann ich da nur wieder sagen.
    Grüße

  3. Kaiser Wilhelm

    http://www.liveleak.com/view?i=bde_1261256465
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    http://en.wikipedia.org/wiki/Trans-Afghanistan_Pipeline
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    http://www.wanttoknow.info/020318chicagotribune
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    Öl, Gas, Opium, Seltene Erden, Wasser
    Das ist es worum es bei der US Demokratisierungstournee geht.
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    Unsere Freiheit braucht nicht verteidigt zu werden, Deutschland ist
    unter Besatzungsmacht und Alliertenrecht und kein souveräner Staat.
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    Das Soldaten ausgebildete Brunnenbauer oder Maurer sind, wäre mir auch neu.
    Und mir persönlich stinkt es, dass mit Änderung am Grundgesetz (was viele Leute für die Verfassung halten) die Verteidigungsarmee umgewandelt wurde.
    Dann wurde seinerzeit der 1. Auslandseinsatz abgenickt. Wer damals an der Regierung war, und welche Parteien das abgenickt haben und welche nicht, das setze ich als bekannt voraus. Und wer Soldaten nach Afghanistan sendet, der beweist, dass er von Militärhistorik NIX weiß. Steht anscheindend auch bei den US Militär-Akademien als Lehrfach nicht mehr auf dem Stundenplan. Also wie gehabt : Außer Spesen nix gewesen, außer dem Reingewinn aus dem Opium Deal.

  4. malocher

    Nicht nur das das Besatzungsstatut noch gilt.
    Nein auch die Feindstaatenklausel besteht noch.
    Da sich Deutschland immer noch mit 52 Ländern im Kriegszustand befindet
    und kein Friedensvertrag besteht.
    Nun kämpfen Deutsche Soldaten an der Seite ihrer Kriegsgegner.

  5. Werner

    Afghanistan wird die westliche Welt noch viel Geld kosten, was das g. o. beschleunigen dürfte. Das gilt ebenso für den Iraq, das ostchinesische Meer, Nahost, etc.
    Alles was viel Geld kostet ist gut um den Kapitalismus a la perfide in die Knie zu zwingen.
    Die Russen rüsten derzeit aktuell wieder auf und sind bei einigen Dingen vorneweg. Ich nenne das Anti-Nato-Nachrüstungs-Doppelbeschluß. Warum sollte das, was in den 80ern den Warschauer Pakt in die Knie gezwungen hat, im Umkehrschluß nicht auch für die nordatlantischeterrorzelle gelten?

    Dass BRD-Söldner an der Seite kriegslüsterner Imperialisten-Heere mittun ist als Reparationsleistung im Sinne der kanzlerakte zu verstehen. da sich ja auch genug todesmutige Söldner finden gilt diese Leistung als erfüllbar. Bedauerlich nur, das so wenige tot reimportiert werden, so dass der Mob nur hin und wieder Grund hat zu flennen.
    Meinetwegen könnte jeder 2. BRD-Hindukuschverteidiger in der Holzkiste reimportiert werden. Dann gings vielleicht mal aufwärtz mit dem Pöbel.

    Doch zunächst werden mal die Vasallen weiter ausgepreßt bis es quietscht und bevor die kappieren, was mit ihnen geschieht sind sie mit HAcke und Schaufel abkommandiert sich ihre Wohngrube für die Ewigkeit selbst zu schaufeln.

    Lieber arm dran in allen Datensätzen als arm ab und gläsern -- gelle!?

  6. Kaiser Wilhelm

    Wohngrube für die Ewigkeit, hahaha Werner, das ist ja fast wie bei IKEA.
    -
    IKEA Version : Lebst du schon, oder wohnst du noch?
    -
    WERNER Version : Wohnst du schon, oder lebst du noch?
    -
    Deine Version Werner, das wäre dann was für die IKEA Filiale in Kabul, und
    bei deiner Version wird gebuddelt, ansonsten wird bei IKEAja geschraubt.

  7. M.G. Dieling

    pipeline Ausbau- hin zum Indischen Ozean- das war der Plan

    amerik. Firma sicherte sich damit 1000 Milliarden Vertrag

    ehemalige Marionette Karzai bezeichnete das vor einem Treffen mit Hagel als “ein Raubzug gegen Afghanistan und Terrorismus habe es nie gegeben”

    Natürlich freuen sich die anderen Großindustrien auch, so ein unerforschtes und jungfräuliches Land zu besteigen, Rüstungsfirmen machten ihren Reibach, und einen Genozid, dessen Folgen bereits erkennbar sind, hat man auch noch mit Uran-Munition verseuchten Bergquellen(wo nie ein Kampf stattfand) als reibungslose Langzeit- Investition betrieben.

    Hierzulande baumelt Keiner,
    bin am überlegen, ob dafür nicht Spendengelder an die Taliban die nötige Gerechtigkeits- Entwicklungshilfe für einen wirklichen DemokratiesierungsPROZESS wären.

  8. M.G. Dieling

    @werner

    perfecto *

  9. M.G. Dieling

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/ellen-brown/kriegsrecht-und-die-wirtschaft-bereitet-sich-das-heimatschutzministerium-auf-einen-neuen-zusammenbr.html

    war doch klar !

  10. Öl_Schleich

    … jetzt mal ne ganz blöde Frage:
    Gibt es bereits Patent-Anträge der üblichen Verdächtigen (Syngenta, Pioneer, KWS Saat, Monsanto(d), …) auf die Nutzpflanze Mohn?
    Das heist, sind die Mohn-Samen bereits Hybride oder Terminator-Samen, oder sonst irgentwie manipuliert?
    Dürfen die afganischen Bauern nach der Ernte einen Teil der Samen für die neue Aussaat zurückbehalten?

  11. Kaiser Wilhelm

    Was die Bauern dürfen, dass entscheiden die Taliban nach dem Abzug der Nato Vasallen spätestens dann, wenn sie (wie einst) Kabul unter Kontrolle haben.
    Da werden die Bauern dann Probleme bekommen, denn in Bezug auf Rauschgift haben die Taliban so ihre eigene Meinung.

  12. Lemon

    @Öl Scheich,
    Genetisch verkrüppeltes Saatgut wächst nur im Jahr in dem es gekauft wurde, im nächsten Jahr muss man sich neues bei Monsanto & Co beschaffen. Wie sollen die Multinatiolen Konzerne die Bauern abhängig machen ;-)

  13. Lemon

    http://umweltinstitut.org/gentechnik/kommerzieller-anbau/terminator-technologie-pflanzen-mit-selbstmord-genen-188.html

    http://www.fbae.org/2009/FBAE/website/our-position-gene-use-restriction-technologies.html

  14. Kaiser Wilhelm

    Die Afghanen müssen nicht bei Monsanto kaufen, sondern machen genau das, was die regionalen Clan-Chefs erlauben und was nicht. Und seitdem die Nato Vasallen dort sind, hat sich ja der Ertrag massiv gesteigert. Jeder US Soldat der über Drogen- und Waffendeals was ausplaudert wird ausgeschaltet.
    Selbstverständlich liest man diese Vorkommnisse nicht in den deutschen Medien, wohl sicher nicht einmal auf krtischen websites in deutscher Sprache.
    Die Namen dieser Soldaten und gewisse Aktionen dem deutschen Leser
    unbekannt. Die Möglichkeit der totalen Information hat jeder US Bürger, jedoch es ist wie in Merkeltanien : Man will sich garnicht informieren.
    Es könnte ja die tolle Konsum-Traumwelt belasten.
    -
    Man lese doch mal hier und schaue mal die Erträge des Jahres 2001 an.
    Die Taliban hatten ein Verbot gegen Mohnanbau erwirkt. In von Taliban kontrollierten Gebieten ging der Anbau um 99% zurück.
    -
    http://en.wikipedia.org/wiki/Opium_production_in_Afghanistan
    -

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