An diesem Tag
14.06.1982: Falkland-Krieg zwischen Großbritannien und Argentinien endet


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Am 14. Juni 1982 kapitulierten die argentinischen Truppen am Ende des insgesamt 74 Tage dauernden Falkland-Kriegs gegen Großbritannien.

Falkland-Krieg 1982
Falkland-Krieg 1982, Bild: Gegenfrage.com, Flagge gemeinfrei

An diesem Tag im Jahr 1982 endete der Falkland-Krieg zwischen Großbritannien und Argentinien. Der lang andauernde Streit zwischen den beiden Ländern um den Besitz der Falklandinseln hat seinen Ursprung in der Gründung einer argentinischen Siedlung auf den Inseln im Jahre 1826.

Die meisten argentinischen Siedler wurden 1831 von einem US-Kriegsschiff vertrieben und eine britische Expedition übernahm 1832 die Kontrolle über das Territorium. Die britische Souveränität wurde 1833 erklärt, obwohl Argentinien dies immer bestritt. Großbritannien verlor die Inseln und eroberte sie innerhalb von 74 Tagen zurück. Eine Chronik:

März

19. März: Schrottarbeiter, begleitet vom Militär, landen auf der Insel Südgeorgien Insel und hissen eine argentinische Flagge.

26. März: Die argentinische Militärjunta beschließt die Invasion der Inseln. Operation Rosario ist für entweder 25. Mai oder 9. Juli geplant – beides wichtige nationale Feiertage. Aufgrund steigender innerstaatlicher Belastungen wird der Beginn der Invasion vorangetrieben.

28. März: Fünf argentinische Kriegsschiffe werden in der Nähe von Südgeorgien gesichtet. Am 30. März sagt der britische Außenminister Lord Carrington, dass nach einer diplomatischen Lösung gesucht wird.

April

01. April: Der UN-Sicherheitsrat, der auf britisches Ersuchen zusammenkommt, fordert die Zurückhaltung und die Vermeidung von Gewalt.

02. April: Die Falklandinseln werden besetzt. Die argentinische Marine und Tausende Soldaten landen auf den Falklandinseln. Die Royal Marines, die auf den Inseln stationiert sind, leisten zwar Widerstand, doch kapitulieren. Die britische Regierung bricht sofort diplomatische Beziehungen zu Argentinien ab bringt das Militär in Bereitschaft.

03. April: Argentinische Truppen erobern nach einer kurzen Schlacht die Inseln von Südgeorgien und South Sandwich und veranstalten enthusiastische Feierlichkeiten in Buenos Aires. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet die Resolution 502, in der Truppen beider Seiten aufgefordert werden, sich zurückzuziehen und die Verhandlungen für eine friedliche Lösung fortzusetzen. Argentinien weigert sich der Resolution nachzukommen. In einer House of Common-Sitzung wird die britische Regierung kritisiert, weil sie den argentinischen Angriff nicht vorhergesehen hat. Erste Flugzeuge der Royal Air Force starten.

05. April: Die britische Marine-Avantgarde segelt nach Ascension Island. In den folgenden Tagen fahren weitere Schiffe, Flugzeuge und Truppen in den Südatlantik, darunter das P & O-Kreuzfahrtschiff Canberra und der QE2-Truppentransporter.

07. April: Die britische Regierung will am 26. April eine 200 Meilen lange Sperrzone um die Inseln errichten.

08. April: US-Außenminister Alexander Haig beginnt mit Vermittlungen. Zwei Tage später verhängt die EWG Handelssanktionen gegen Argentinien, während Haig Gespräche mit der argentinischen Junta führt. Nach einigen Treffen brechen die Gespräche am 17. April ab.

22. April: Die britische Task Force zieht in die Falkland-Gewässer ein. Drei Tage später erobert eine kleine britische Kommandoeinheit Südgeorgien zurück. Premierministerin Margaret Thatcher fordert Großbritannien auf, „zu jubeln“.

26. April: Thatcher sagt, dass die Zeit für die Diplomatie knapp wird. US-Präsident Ronald Reagan erklärt amerikanische Unterstützung für Großbritannien und verhängt Wirtschaftssanktionen gegen Argentinien.

Mai

01. Mai: Britische Flugzeuge greifen den Flugplatz Port Stanley an. Drei argentinische Flugzeuge werden abgeschossen.

03. Mai: Der peruanische Staatspräsident Belaunde Terry legt dem argentinischen Präsidenten Leopoldo Galtieri einen Friedensvorschlag vor, der mit einigen Änderungen vorläufig angenommen wird. Gleichzeitig torpediert das britische U-Boot HMS Conqueror den argentinischen Kreuzer General Belgrano 30 Meilen außerhalb der Kriegszone. 400 Mannschaftsmitglieder sterben. Großbritannien behauptet, dass der Angriff zur Selbstverteidigung durchgeführt wurde. Die Junta lehnt den Friedensvorschlag daraufhin ab.

04. Mai: Argentinische Luftangriffe versenken den britischen Zerstörer HMS Sheffield, 20 Briten sterben. Ein britischer Harrier wird ebenfalls abgeschossen. Bombardierung von Port Stanley beginnt.

05. Mai: Peru entwirft einen weiteren Friedensplan. Zwei Tage später treten die Vereinten Nationen in Friedensverhandlungen ein, während Großbritannien seine Sperrzone erweitert und Gewässer innerhalb von 12 Meilen vor dem argentinischem Festland einbezieht.

08. Mai: Die Inseln werden aus dem Meer und aus der Luft bombardiert.

11. Mai: Das argentinische Versorgungsschiff Isa De Los Estados wird von der HMS Alacrity versenkt. Argentinien erklärt den gesamten Südatlantik zum Kriegsgebiet.

14. Mai: Drei argentinische Skyhawks werden abgeschossen. Margaret Thatcher warnt, dass eine friedliche Lösung möglicherweise nicht mehr möglich ist. Der nächtliche Angriff der britischen Spezialeinheit auf Pebble Island zerstört elf argentinische Flugzeuge am Boden.

18. Mai: Großbritannien lehnt einen vom UN-Generalsekretär vorgelegten Friedensvorschlag ab.

21. Mai: Britische Truppen landen in der Nähe von Port San Carlos. Die britische HMS Ardent wird versenkt. Neun argentinische Flugzeuge werden ebenfalls abgeschossen.

23. Mai: Die britische HMS Antelope wird attackiert und sinkt, nachdem eine Bombe explodiert. Siebzehn argentinische Flugzeuge werden in zwei Tagen zerstört.

25. Mai: Die HMS Coventry wird bombardiert, 19 Briten sterben. Der MV Atlantic Conveyor wird getroffen und sinkt drei Tage später. Zwölf Briten werden getötet.

28. Mai: Großbritannien nimmt die argentinischen Positionen Darwin und Goose Green mit dem Verlust von 17 Männern ein. Die Zahl der Todesopfer in Argentinien ist zehnmal höher und 1.400 werden gefangen genommen. Der britische Kommandant Col. „H“ Jones stirbt in der Schlacht und erhält später ein Victoria-Kreuz. Luftangriffe gehen weiter nach Port Stanley.

29. Mai: Der Beschuss geht weiter, während die britischen Truppen vorrücken.

Juni

08. Juni: Argentinische Flugzeuge attackieren britische Truppen bei Bluff Cove. Die HMS Plymouth wird schwer beschädigt. Das Landungsschiff Sir Galahad wird versenkt und das Begleitschiff Sir Tristram wird ebenfalls schwer beschädigt – 50 Briten sterben und 55 weitere werden schwer verletzt.

12. Juni: Nach einem langen Kampf gegen argentinische Truppen greift Großbritannien den Mount Longdon an. Argentinien verzeichnet 50 Tote. Großbritannien verliert 23 Männer, darunter Sergeant Ian John McKay, der ebenfalls mit einem Victoria-Kreuz ausgezeichnet wird. Sechs weitere Briten sterben kurz darauf. 40 Argentinier und neun britische Soldaten werden in einem weiteren Kampf um den Mount Tumbledown getötet. Der Kreuzer HMS Glamorgan wird getroffen.

14. Juni: Die argentinische Garnison in Port Stanley wird besiegt. Kommandant Mario Menendez unterzeichnet ein Übergabedokument. 9.800 argentinische Truppen legen die Waffen nieder.

20. Juni: Großbritannien erklärt offiziell das Ende der Feindseligkeiten. Die 200-Meilen-Sperrzone wird durch eine Falkland-Schutzzone von 150 Meilen ersetzt.

Quellenangaben anzeigen
bbc

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