Griechenland wird nicht mehr mit Troika zusammenarbeiten


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Griechenlands neuer Ministerpräsident und sein Finanzminister sind sich offenbar einig: Es wird keine weiteren Rettungsprogramme und Sparauflagen durch die Troika, bestehend aus EU, EZB und IWF, mehr geben. Die Ziele der Troika seien „antieuropäisch“.

Nicht sehr beliebt bei den Griechen: Die Troika
Nicht sehr beliebt bei den Griechen: Die Troika

Zwischen der neuen griechischen Regierung und den Wirtschaftskontrolleuren aus der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds, kurz Troika, wird es künftig keine Zusammenarbeit mehr geben. Dies sagte Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis am Freitag während eines Treffens mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem.

Varoufakis bezeichnete die Troika als „antieuropäisch“ und man habe den Wählern zugesichert, die harten Sparauflagen im Gegenzug für internationale Rettungsprogramme zu beenden. So könne es nun nicht die erste Aktion sein, das bis zum 28. Februar laufende Programm zu verlängern, so der Finanzminister. Auch Ministerpräsident Alexis Tsipras gab zuvor an, dass „das Rettungsprogramm durch die Wahlen beendet“ worden sei und die Troika von nun an der Vergangenheit angehöre.

Im April 2010 hatte die damalige griechische Regierung aufgrund des Staatsdefizites im April 2010 Anträge auf Staatshilfen von EU und IWF eingereicht. Harte Kürzungen und horrende Preissteigerungen haben zahllose griechische Familien in den Ruin gestürzt. Von den Rettungsmilliarden profitieren die griechischen Bürger und die griechische Wirtschaft kaum oder überhaupt nicht, sondern in erster Linie nationale und internationale Banken. Laut Attac Österreich flossen fast 80% aller Rettungspakete direkt in den Finanzsektor.



6 Kommentare

  1. Vielleicht endet diese Schuldenkrise ja mit einer Nord-Süd Teilung Europas.

    ALDI hat Deutschland ja auch so aufgeteilt. (funktioniert doch sehr gut)

    Alle Länder die einen Spülsaum mit der Levante haben, bekommen den SÜD-EURO.

    Die Länder die ihren Spülsaum an Nord und Ostsse., bekommen den NORD-EURO.

    Paritätsvorschlag 1:5 wie einst Westmark zu Ostmark.

  2. wendet sich GR Putin zu? Bevor das passiert, wird die Eu GR in Geld ersäufen…..aber vielleicht ist Tsipras tatsächlich ein Mann für´s Volk und sucht einen Partner für die Exploration seiner öl/Gas-Vorkommen, der GR nicht nur die Brosamen läßt. Putin erhielte dafür zusätzlich ein paar Stützpunkte im imperialen Meer…..und die EU die Ukraine als Fass ohne Boden…..
    der Ami, die Uckermark-Trulla, und die EU-Granden sind gerade kotzen!

  3. Das kommt auf die pillen und deren wirkstoffgehalt an. Vielleicht liefert putin aber auch nur die schwimmfluegel um gr vor dem absaufen im moneymare der eu zu helfen. Beide schwimmen dann oben und die eu zahlt – einen besseren deal gibts weder fuer gr noch fuer rus.

  4. Also, ich will ja nicht von mir behaupten, daß ich den totalen Durchblick habe. Vieles ist ja auch zu verschwommen in der heutigen Zeit. Aber irgendwie kommt mir da was komisch vor.

    Das nervöse Getue von heute mit dem neuen Treffen vom Gemerkel und Hollande mit Putin, weils angeblich so frappant ist in der Ukraine. Das war die ganze Zeit so, das wird nicht stärker oder schwächer, sondern dümpelt so vor sich hin. Zumindest von unserer Seite aus als Nachbarland der Ukraine sehen wir das so.

    Diese hektische Aktivität ist für mich nicht sonderlich erklärbar. Wenn es für mich eine Erklärung gibt, dann in erster Linie mit der Herumreiserei von den beiden Griechen (Min.präsident und Finanzmin.). Jetzt will man durch das Wertlos-machen der griechischen Staatsanleihen die vollends auf Kurs bringen. Gelingt aber nicht.

    Was hat dann das mit der Rußlandreise vom Gemerkel zu tun?

    Ich seh das folgendermaßen:
    Wenn sich GR da tatsächlich vom europäischen Dampfer abkoppelt und mit einem Rettungsboot ein Eigenleben entwickelt, dann könnte es gut sein, daß sie Richtung Schwarzes Meer paddeln und von einem russischen Kreuzer aufgenommen werden, um beim Marinebild zu bleiben. Der Russe ist sowieso schon lange scharf drauf, sich die Bodenschätze in der Ägäis zu sichern. Genauso wie der Ami und die Europäer.

    Da könnte es durchaus sein, daß der Russe da eine Pipeline über GR Richtung Mittelmeer bastelt und durch die finanzielle Steigbügelhaltung für die griechische Wirtschaft den Daumen auf die Ägäis legt. Dann haben aber sowohl Amis als auch die Europäer (was wirtschaftlich aufs selbe rauskommt) einen verdammt Schwarzen Peter.

    Diesen Schnitzer werden sie wahrscheinlich versuchen, mit allen Mitteln zu verhindern, und dabei sehe ich noch eine größere Kriegsgefahr als bei der Ukraine. Klar wollen dort auch die Amis wirtschaftlich kräftig mitmischen, die ganzen Verträge laufen ja darauf raus.

    Könnte mir vorstellen, daß Merkel jetzt mit einem Kompromiß hausieren geht, wo die Interessen und auch die Gesichter gewahrt bleiben. Der könnte so aussehen:

    Putin kriegt seine Krim ohne Widerrede, man machts nochmal mit einer Abstimmung unter OSZE-Aufsicht, damit das ganze einen bunteren Anstrich kriegt. Die Ukraine bleibt im Assoziationsabkommen mit der EU, evtl. auch später als Mitglied, – aber ohne NATO-Mitgliedschaft. Kompromißfähig wäre noch eine Verwaltungsautonomie in der Ostukraine für die Bevölkerungsmehrheit der Russen, damit auch der Handel mit den Russen in trockene Tücher kommt. Die Kriegsspielerei wird dann in der Ukraine von beiden Seiten beendet, – aber Grundbedingung für alles ist: Hände weg von Griechenland. Putin hilft weder den Griechen, noch wird er sich dort wirtschaftlich engagieren. GR muß für ihn tabu bleiben.

    So könnte ich mir den Deal vorstellen, und so könnte ich mir auch die Hektik erklären, warum gerade jetzt das Gemerkel Reisefieber bekommt. Auch der Ami beginnt ja immer mehr, kräftig Schaum zu schlagen, der Nato-Fritze aus Norwegen genauso.

    Natürlich stelle ich mir da die Frage, ob ich leicht spinne und weiße Mäuse sehe, – aber so macht das Ganze, was derzeit abgeht, für mich einen Sinn.

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