Griechenland: Jugendarbeitslosigkeit bei 58 Prozent


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Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Griechenland auf 58 Prozent gestiegen. Insgesamt beträgt die Rate 25,4 Prozent. Derzeit verlieren in dem kleinen Land mit nur 10 Millionen Einwohnern durchschnittlich etwa 1’000 Menschen pro Tag ihre Arbeit.

Stand einst für den Kampf um die Unabhängigkeit:
Die griechische Flagge

Die neuesten Daten des griechischen Statistikamts ELSTAT können einen wirklich umhauen: Satte 58 Prozent aller Jugendlichen in dem kleinen Land haben keinerlei Beschäftigung. Von der gesamten arbeitsfähigen Bevölkerung haben 25,4 Prozent keinen Job. Im Vormonat betrug die Arbeitslosenrate 24,8 Prozent, im Vorjahresmonat 18,4 Prozent. Dazu muss zusätzlich erwähnt werden, dass sich die Zahlen auf den August beziehen, an dem traditionell viel mehr Menschen saisonale Jobs in der Tourismusbranche haben.

Innerhalb eines Monats verloren demzufolge 36’000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Somit hält der Trend, dass ca. 1’000 pro Tag ihren Arbeitsplatz verlieren, weiter an. Die Zahl der Beschäftigten beträgt 3’726’663, die Zahl der Arbeitslosen 1’267’595, die Anzahl der „Inaktiven“ 3’375’297. Unter den Frauen ist die Arbeitslosigkeit noch höher: ganze 29 Prozent haben keine Beschäftigung. Unter den Männern beträgt die Arbeitslosigkeit 22,7 Prozent.

Die am stärksten betroffenen Altersgruppen sind Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren mit einer Quote von 58 Prozent, bei den 25- bis 34-jährigen sind es 32,9 Prozent. Die Regionen mit den höchsten Arbeitslosenraten sind Epirus mit 28,5 Prozent, gefolgt von Sterea Ellas mit 26,4 Prozent und Attika (Umgebung von Athen) mit 25,9 Prozent.

7 Kommentare

  1. Und es soll noch mehr gespart werden, 11 Std. Ruhepause pro Tag reichen aus der Rest des Tages wird gearbeitet usw. – wie blöde sind wir eigendlich um uns weiterhin so einen Blödsinn gefallen zu lassen; Deutschland kommt auch noch dran. Bis dahin schlafen wir dann erstmal weiter. Angenehme Nachtruhe!

  2. ich könnte mich über die griechen totlachen. die erzählen uns türken „ihr wollt in die eu – nur über unsere leiche“ und jetzt sind die selber schon fast tot. da sieht man, das 10 jahre türkei bashing seinen sinn und zweck hatte, nämlich die dämlichen eu-fanatiker von den wahren problem abzulenken.

  3. der kapitalistisch motivierte Sparwahn verbrennt eine ganze Generation. Wenn die sich entschließt als Fackeln durch die Gegend zu laufen, Gande uns Gott.

  4. In Thailand isst man angeblich wie ein König, für 1-2 Euronen. Nun ist das in der steuer-regulierten EU nicht ganz gleich, da die Thai’s, weder Pensionsvorsorge noch (Zahn-) Versicherungen haben. Folglich wandern unsere Produktions-Arbeitsplätze gen Osten, Dank der offenen (Konzerndiktatur) Grenzen. Familien werden aueinandergerissen, damit ein paar Sotiologen auch noch vom Staat abhängig wählen, und die Preise der Verbrauchsgüter nach Landes-Durchnittseinkommen angepasst. Wie soll man da noch Konkurrenzfähig sein, während ein Glencore-CEO beim Jahreseinkommen (CHF 135 Mio.) Keine Steuern abdrücken muss, und der joblose schrumpfende Mittelstand alles bezahlen soll? Wer hat gute Lösungsvorschläge? Ich leider bei dieser Korruption auch nicht, sorry!

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