Menschenversuche in den USA im 20. Jahrhundert


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Die USA entwickelten im 20. Jahrhundert zahlreiche neue biologische und chemische Waffensysteme und führten zudem einige Experimente zur Gedankenkontrolle und Verhaltensbeeinflussung durch. Im Folgenden einige Menschenversuche, an denen US-Bürger zumeist unfreiwillig teilnahmen.

Menschenversuche
US-Flagge (eigene Fotografie), Biohazard (gemeinfrei), Bild: Gegenfrage.com

Die USA predigen mit erhobenem Zeigefinger und großer Empörung überall auf der Welt die Einhaltung der Menschenrechte. Gleichzeitig bombardiert die US Army zahlreiche Länder, teilweise mit international geächteten Waffen. Bei der Entwicklung dieser Waffen durften in der Vergangenheit nicht selten die eigenen Bürger unfreiwillig als Versuchskaninchen herhalten.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Einige Staaten werfen den USA bis heute die Entwicklung und den Einsatz von Biowaffen vor. So beschuldigte etwa Nordkorea im Jahr 2015 die Vereinigten Staaten beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNSC) des Besitzes biologischer Massenvernichtungswaffen. Nordkoreas Botschafter bei den UN, Ja Song Nam, erläuterte dies in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat sowie an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. „Die Vereinigten Staaten verfügen nicht nur über tödliche Massenvernichtungswaffen, sondern versuchen diese auch tatsächlich einzusetzen“, so der Wortlaut des Briefes.


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Im Jahr 2013 meldete eine Moskauer Zeitung, dass die USA in einem Labor in Georgien biologische Waffen herstellen. Beide Vorwürfe wurden als „lächerlich“ oder „absurd“ zurückgewiesen. Ob es stimmt oder nicht, im Folgenden eine Liste mit US-Menschenversuchen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

1931: Dr. Cornelius Rhoads, der für das Rockefeller Institute for Medical Investigations arbeitet, infiziert menschliche Patienten mit Krebszellen. Er gründet später die US Army Biological Warfare Einrichtungen in Maryland, Utah und Panama und arbeitet für die US Atomic Energy Commission. Dort beginnt er mit einigen Strahlenexperimenten an amerikanischen Soldaten und Privatpersonen in Krankenhäusern.

1932: Die Tuskegee Syphilis-Studie beginnt. 200 mit Syphilis diagnostizierten afroamerikanischen Männern wird nichts von ihrer Krankheit erzählt, die Behandlung wird verweigert, stattdessen werden sie als menschliche Versuchskaninchen verwendet, um das Fortschreiten der Krankheitssymptome zu untersuchen. Sie alle sterben anschließend an Syphilis, ihren Familien wurde nie mitgeteilt, dass sie hätten behandelt werden können.


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1935: Der Pellagra Zwischenfall. Nachdem Millionen von Menschen an Pellagra über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten erkranken und sterben, bemüht sich der US Public Health Service schließlich die Krankheit einzudämmen. Der Direktor der Agentur gibt zu,dass mindestens 20 Jahre lang bekannt war, dass Pellagra durch einen Niacinmangel verursacht wird. Es wurde jedoch nicht gehandelt, da die meisten Todesfälle innerhalb von Schwarzenvierteln auftraten.

1940: In Chicago werden 400 Gefangene mit Malaria infiziert, um die Auswirkungen von neuen und bislang unerforschten Medikamenten zu untersuchen. Deutsche Ärzte verwiesen während der Nürnberger Prozesse auf die Studie, um eigene Menschenversuche zu rechtfertigen.

1942: Der Chemical Warfare Service beginnt mit Senfgas-Experimenten an Tausenden US-Soldaten. Die Menschenversuche werden bis 1945 fortgesetzt, unter anderem an Schwarzen, Siebenten-Tags-Adventisten und Kriegsdienstverweigerern.


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1943: Als Reaktion auf Japans groß angelegtes Biowaffenprogramm beginnt man in den USA mit der Entwicklung von biologischen Waffen in Fort Detrick, Maryland. Die Menschenversuche dauern mindestens bis 1969 an, laut einigen Quellen wird auch danach noch weitergeforscht.

1944: Die US-Marine testet Gasmasken und Schutzkleidung an Menschen. Personen werden in Gaskammern gesperrt und Senfgas und Lewisit ausgesetzt.

1945: Project Paperclip beginnt. Das US-Außenministerium, die Army und der Geheimdienst rekrutieren deutsche Wissenschaftler, versprechen ihnen Immunität und geben ihnen neue Identitäten im Austausch für die Arbeit an streng geheimen Regierungsprojekten in den Vereinigten Staaten.


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1945: „Program F“ wird von der US Atomic Energy Commission (AEC) ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um die umfangreichste US-Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen von Fluorid, die wichtigste chemische Komponente für die Produktion der Atombombe. Fluorid hat sehr negative Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem, ein großer Teil der neuen Informationen wird jedoch im Namen der nationalen Sicherheit unterdrückt aufgrund der Sorge, dass die Produktion der Atombombe aus diesem Grund gestoppt werden könnte.

1946: Zwischen 1946 und 1948 infizieren US-Ärzte im Auftrag der Truman-Regierung 1.500 ahnungslose Menschen in Guatemala mit Syphilis, um die Wirksamkeit von Penicillin zu testen. Mindestens 83 Menschen sterben. Die US-Regierung entschuldigt sich erst 64 Jahre später bei den Opfern.

1946: Patienten in US-Krankenhäusern werden als Versuchskaninchen für medizinische Experimente verwendet. Um dies zu vertuschen, wird das Wort „Experiment“ in der Dokumentation in „Untersuchung“ oder „Beobachtung“ geändert.

1947: Colonel EE Kirkpatrick von der US Atom Comission verfasst ein geheimes Dokument (Dokument 07.075.001, 08. Januar, 1947), welches besagt, dass die Agentur mit der intravenösen Verabreichung radioaktiver Substanzen an Menschen beginnt.

1947: Die neu gegründete CIA beginnt mit einer Studie über den Einsatz von LSD als Waffe. Dafür wurden Menschenversuche durchgeführt, teilweise ohne die Personen vorher darüber zu informieren.

1950: Das US-Verteidigungsministerium beginnt mit Atomwaffentests in Wüstengebieten und untersucht die Entwicklung von Erkrankungen und Mortalitätsraten der Bewohner in der Nähe der Detonationen.

1950: Um die Auswirkungen eines Biowaffenangriffs auf ein Stadtgebiet zu untersuchen, versprüht die US-Marine gefährliche Erreger über San Francisco. Zuvor wurden überall in der Stadt Messgeräte installiert, die das Ausmaß der Infektion erfassen sollen. Viele Bewohner werden schwer krank und weisen ähnliche Symptome einer Lungenentzündung auf.

1951: Das US-Verteidigungsministerium beginnt mit Freiluftversuchen unter Verwendung von krankheitserregenden Bakterien und Viren. Die Tests dauern bis 1969 an und es wird befürchtet, dass die Menschen in den umliegenden Gebieten den Erregern ausgesetzt wurden.

1953: Das US-Militär versprüht Zink-Cadmium-Sulfid-Gas über Winnipeg, St. Louis, Minneapolis, Fort Wayne, der Monocacy River Valley in Maryland und in Leesburg, Virginia. Die Absicht dahinter ist herauszufinden, wie effizient und großflächig chemische Kampfstoffe eingesetzt werden können.

1953: Die US Army, die Navy und die CIA führen gemeinsam ein Experiment durch, für das Zehntausende Menschen in New York und San Francisco den Erregern Serratia Marcescens und Bacillus Globigii ausgesetzt werden.

1953: CIA beginnt mit MKULTRA. Dabei handelt es sich um ein elf Jahre dauerndes Forschungsprogramm für die Entwicklung von Medikamenten und biologischer Mittel, welche die Gedanken kontrollieren und das Verhalten beeinflussen sollen. Die entsprechenden Menschenversuche werden teilweise an ahnungslosen Privatpersonen durchgeführt.

1955: Die CIA testet Möglichkeiten, um menschliche Populationen mit biologischen Kampfstoffen zu infizieren. Dafür werden gefährliche Bakterien über Tampa Bay, Florida, versprüht.

1955: Der Army Chemical Corps führt weitere Menschenversuche mit LSD durch. Die Tests werden bis 1958 fortgesetzt, an mehr als 1.000 Amerikanern wird untersucht, inwieweit sich LSD als chemisches Mittel eignet, um Menschen kampfunfähig zu machen.

1956: Das US-Militär setzt mit Gelbfieber infizierte Mücken über Savannah und Avon Park frei. Nach jedem Test untersuchen US-Soldaten die Entwicklung der Krankheit bei den Opfern.

1958: LSD und die Auswirkungen der Einnahme auf die Intelligenz wird in den Chemical Warfare Laboratories der US Army an 95 Freiwilligen getestet.

1960: Die Army Assistant Chief-of-Staff for Intelligence (ACSI) autorisiert Feldtests von LSD in Europa und dem Fernen Osten. Die Menschenversuche an der europäischen Bevölkerung laufen unter dem Namen „Thrid Chance“ (Dritte Chance), die Menschenversuche in Asien tragen den Codenamen „Derby Hat“ (Filzhut, Melone) .

1965: Die CIA und das Verteidigungsministerium beginnen mit dem Projekt MKSEARCH. Hierbei soll das untersucht werden, inwieweit das menschliche Verhalten durch den Einsatz bewusstseinserweiternder Drogen manipuliert werden kann.

1965: Gefangene im Holmesburg State Prison in Philadelphia werden Dioxin ausgesetzt, der hochgiftigen chemischen Komponente in Agent Orange, was im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. Später wurden die Männer auf Krebs untersucht, was darauf hindeutet, dass die Krebsgefahr durch Agent Orange bereits vor den Einsätzen bekannt war.

1966: CIA beginnt mit Project MKOFTEN, ein Versuchsprogramm, das die toxikologischen Wirkungen bestimmter Medikamente an Menschen und Tieren herausfinden soll.

1966: Die US Army verteilt Bacillus Subtilis var. Niger im gesamten New Yorker U-Bahn-System. Mehr als eine Million Zivilisten sind dem Erreger ausgesetzt.

1967: Die CIA und das Verteidigungsministerium starten Project MKNAOMI, Nachfolger von MKULTRA. Das Programm hatte die Entwicklung von Biowaffen zur Aufgabe. Laut einigen Quellen wurde unter diesem Codenamen auch das AIDS-Virus entwickelt, um es später in Afrika zu verbreiten.

1968: CIA testet die Möglichkeit einer Vergiftung der Trinkwasserversorgung durch Chemikalien in Washington DC.

1969: Dr. Robert MacMahan vom Verteidigungsministerium fordert vom US-Kongress 10 Millionen Dollar für die Entwicklung eines synthetischen biologischen Kampfstoffs, gegen den keine natürliche Immunität existiert. Das Mittel soll innerhalb von fünf bis zehn Jahren fertiggestellt werden.

1970: Die Finanzierung des synthetischen biologischen Mittels läuft unter der Bezeichnung H.R. 15090. Das Projekt wird unter der Aufsicht der CIA in Fort Detrick durchgeführt und ist streng geheim. Laut einigen Spekulationen werden Techniken der Molekularbiologie eingesetzt, um AIDS-ähnliche Retroviren zu erzeugen.

1970: Vereinigte Staaten intensiviert die Entwicklung von „ethnischen Waffen“ (Military Review, November 1970), welche entworfen werden, um selektiv bestimmte ethnische Gruppen angreifen und beseitigen zu können.

1975: Die Virusabteilung des Fort Detrick Center for Biological Warfare wird der Aufsicht des National Cancer Institute (NCI) unterstellt. Angeblich treibt die US Navy die Entwicklung krebserregender Viren voran. Auch hier isolieren Retrovirologen ein Virus,  gegen das keine Immunität besteht. Es wird später als HTLV (Human T-cell Leukemia Virus) bezeichnet.

1977: Bei einigen Senatsanhörungen stellt sich heraus, dass zwischen 1949 und 1969 insgesamt 239 besiedelte Gebiete mit biologischen Kampfstoffen kontaminiert wurden. Darunter dicht besiedelte Regionen wie San Francisco, Washington DC, Key West, Panama City, Minneapolis und St. Louis.

1978: In New York, Los Angeles und San Francisco beginnen Forscher der Centers for Disease Control and Prevention mit experimentellen Hepatitis B-Impfversuchen. Insbesondere homosexuelle Männer werden für die Untersuchungen herangezogen.

1981: In New York, Los Angeles und San Francisco werden erste AIDS-Fälle bei homosexuellen Männern bestätigt, laut Spekulationen könnte AIDS über die Hepatitis-B-Impfstoffe verabreicht worden sein.

1985: Nach Angaben der Zeitschrift Science (227: 173-177), sind sich HTLV und VISNA (ein tödliches Schaf-Virus) sehr ähnlich und sind taxonomisch und evolutionär eng verbunden.

1986: Laut der National Academy of Sciences (83: 4007-4011) ähneln sich HIV und VISNA sehr stark und teilen sämtliche Strukturelemente mit Ausnahme eines kleinen Segments, das fast identisch mit HTLV ist. Dies führt zu Spekulationen, dass HTLV und VISNA verknüpft wurden, um ein neues Retrovirus zu entwickeln, gegen das keine natürliche Immunität vorhanden ist.

1986: Laut einem Bericht des US-Kongresses entwickelt die US-Regierung modifizierte Viren, natürlich vorkommende Toxine, und Mittel, die durch Gentechnik den immunologischen Charakter verändern, wogegen kein Impfstoff vorhanden ist.

1987: Das US-Verteidigungsministerium räumt ein, dass trotz eines Vertrages, der die Forschung und Entwicklung von biologischen Mitteln verbietet, Forschungseinrichtungen in insgesamt 127 Einrichtungen und Universitäten in den gesamten USA in Betrieb bleiben.

1990: Mehr als 1500 sechs Monate alten schwarzen und lateinamerikanischen Babys in Los Angeles wird ein „experimenteller“ Masern-Impfstoff verabreicht, der in den Vereinigten Staaten nicht zugelassen ist. Die CDC räumen später ein, dass die Eltern darüber nicht informiert wurden und es sich um einen Versuch handelte.

1994: Mit einer Technik namens „Gen-Tracking“ entdeckt Dr. Garth Nicolson am MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas, dass viele rückkehrende Veteranen der Operation Desert Storm mit einem veränderten Stamm der Mycoplasma incognitus infiziert sind. Dabei handelt es sich um eine Mikrobe, die üblicherweise bei der Herstellung von biologischen Waffen eingesetzt wird. In seiner Molekülstruktur entsprechen 40 Prozent der Proteinhülle der des HI-Virus, was darauf hinweist, dass sie vom Menschen hergestellt wurde.

1994: Senator John D. Rockefeller gibt einen Bericht heraus, in dem enthüllt wird, dass in den vergangenen 50 Jahren Hunderttausende Soldaten im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums als menschliche Versuchskaninchen für Experimente mit gefährlichen Substanzen missbraucht wurden. Darunter Senf- und Nervengas, ionisierende Strahlung, Psychochemikalien, Halluzinogene und während des Golfkriegs verwendete Medikamente.

1995: Die US-Regierung räumt ein, dass man japanischen Kriegsverbrechern und Wissenschaftlern, welche Menschenversuche durchgeführt hatten, Geldbeträge und Immunität anbot. Im Austausch dafür erhielt man Daten für die biologische Kriegsführung.

1995: Dr. Garth Nicolson entdeckt Beweise, dass die im Golfkrieg eingesetzten biologischen Waffen in Houston, Texas und Boca Raton, Florida, hergestellt und an Gefangenen im Texas Department of Corrections getestet wurden.

1996: Das US-Verteidigungsministerium gibt zu, dass bei Operation Desert Storm eingesetzte Soldaten chemischen Kampfstoffen ausgesetzt waren.

1997: 88 Mitglieder des US-Kongresses unterzeichnen einen Brief, in dem eine Untersuchung der Verwendung von Biowaffen in Zusammenhang mit dem Golfkriegssyndrom gefordert wird.


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