1940er Jahre: US-Regierung testete Senfgas an Afroamerikanern


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Während des Zweiten Weltkriegs testete die US-Regierung Senfgas an afroamerikanischen Soldaten. Sie wurden gegen ihren Willen in Gaskammern gesteckt oder von Flugzeugen bombardiert.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Senfgas USA Zweiter Weltkrieg
Senfgas USA Zweiter Weltkrieg, Bild: Gegenfrage.com

Laut offiziellen Dokumenten testete die US-Regierung während des Zweiten Weltkriegs den chemischen Giftstoff Senfgas an dunkelhäutigen Soldaten. Rund 60.000 Afroamerikaner, die in den 1940er Jahren der US-Army dienten, wurden unter Androhung von Haftstrafen dazu gezwungen, sich tödlichen Chemikalien auszusetzen.


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Interviews mit Zeitzeugen bestätigten die grausamen Menschenversuche. „Es fühlte sich an als würde ich brennen“, erinnert sich Rollins Edwards, ein Afroamerikaner aus Summerville, South Carolina. Er gab an, man habe ihn und andere gegen ihren Willen in Gaskammern gesteckt.

„Die Leute fingen an zu schreien und versuchten auszubrechen. Und dann fielen einige der Jungs in Ohnmacht. Schließlich öffnete man die Tür und ließ sie heraus. Die Jungs waren in einem schlechten Zustand“, so der Veteran.

Senfgas

Edwards wurde in einer Gaskammer einer Mischung aus Senfgas und Lewisit ausgesetzt. Aus Angst vor Repressalien habe man vorher keine Fragen gestellt. Dokumente, die erst 50 Jahre später freigegeben wurden, zeigten auf, dass man sämtliche Arten von Giftgas an amerikanischen Truppen testete.


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Man testete angeblich auch, wie effektiv Schutzkleidung gegen die chemischen Kampfstoffe wirkte. Afroamerikanische Soldaten dienten auch dafür als menschliche Versuchskaninchen.

„Die Tests wurden durchgeführt, um die schützende Wirkung von Gasmasken, Salben und Schutzkleidung zu bewerten“, berichtet Mint Press News. „Um die Wirksamkeit einer Salbe zu untersuchen, gab man etwa Senfgas direkt auf die Haut und behandelte die Stelle mit verschiedenen Salben.“

In einem weiteren Test standen Soldaten auf offenem Feld, trugen verschiedene Arten von Schutzkleidung und wurden mit Senfgas aus einem darüber fliegenden Flugzeug beschossen.


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Zahlreiche Soldaten erlitten durch die Experimente verschiedene Arten chronischer Gesundheitsprobleme, wie Haut-, Augen- und Lungenschäden. Viele von ihnen wurden psychisch krank, bekamen Krebs oder erblindeten nach einiger Zeit.

Andere Menschenversuche

1931 wurde ahnungslosen Patienten durch das Rockefeller Institute for Medical Investigations Krebszellen eingesetzt. 1935 fand der Pellagra-Zwischenfall statt. 1940 infizierte man Häftlinge eines Chicagoer Gefängnisses mit Malaria.

1942 begannen die Senfgas-Experimente, 1943 die Experimente mit biologischen Waffen in Fort Detrick. 1944 testete die US-Marine Gasmasken und Schutzkleidung, indem man Soldaten wie oben beschrieben gegen ihren Willen zu Testzwecken in Gaskammern sperrte.


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1945 begann Program F, eine US-Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen von Fluorid, durchgeführt von der US Atomic Energy Commission (AEC). 1946 fanden Menschenversuche mit Syphilis in Guatemala statt.

1947 verabreichten Forscher der US Atom Commission Testpersonen intravenös radioaktive Substanzen. 1951 machte die CIA Versuche mit LSD an ahnungslosen Franzosen. Ein längere Liste mit weiteren Menschenversuchen gibt es hier. Auch Biowaffen wurden an der eigenen Bevölkerung getestet, mehr dazu hier.

Briten machten ähnliche Menschenversuche

Auch die Briten machten ähnliche Menschenversuche mit Senfgas. Allerdings bereits in den 1930ern, vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Hier dienten Soldaten aus dem besetzten Indien als Versuchskaninchen. Etliche Versuchspersonen starben einen qualvollen Tod, einige überlebten schwer verletzt und erlitten wochenlange Höllenqualen.

Laut Dokumenten des National Archive steckten britische Militärwissenschaftler aus der ältesten Forschungsanlage für chemische Waffen der Welt, Porton Down, indische Soldaten zu Versuchszwecken in Gaskammern und vergifteten sie mit Senfgas.

Quellenangaben anzeigen
npr, mintpressnews, naturalnews, dod


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6 Comments

  1. Politisch korrekte Überschrift, jedoch damals waren das noch keine Afroamerikaner.
    Die Rassentrennung in den USA endete offiziell vor 50 Jahren. Als Kanonenfutter allerdings waren sie willkommen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_der_Rassengesetze_der_Vereinigten_Staaten

    Schädigung oder Tod ist Berufsrisiko eines Soldaten und das gilt auch für viele zivile Berufsgruppen. nennt sich Arbeitsunfall auf Deutsch. Ein AKTIVER US Soldat ist automatisch krankenversichert inkl. seiner Familie, und kann für relativ wenig Geld eine Lebensversicherung abschließen. Den US Militärs war anfangs schon in Vietnam und auch bei Desert Storm das Ausmaß der Schädigungen eigener Soldaten durch eigene Waffenn nicht klar, bzw. sie haben die Warnungen ihrer eigenen Experten ignoriert und somit die Ausfälle billigend in Kauf genommen.

    Die Folgekosten die durch ausgeschiedene Soldaten entstehen kann man aber senken, in dem man die Anträge der US Veteranen schleppend bearbeitet. Das ist in Merkeltanien auch gängige Praxis der Unfallversicherer. Die schnelle unbürokratische Hilfe, welche welche deustche Politiker nach einem großen Unglück versprechen, ist in der
    Regel auch nur Geschwätz a la Obama.

    Die in dem unterhalb verlinkten Artikel gemeldeten verstorbenen US Veteranen war der Anteil von total 482.000 laufenden Anträgen innerhalb eines Zeitraumes.

    http://www.gegenfrage.com/238-000-us-veteranen-starben-ohne-gesundheitsversorgung/

  2. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind moralisch total falsch und für mich das aller letzte. Damals haben sie die Verbrechen der Deutschen angeprangert und weiß der liebe Gott den Deutschen für Märchen angedeutet (siehe 1. Weltkrieg, deutsche Soldaten würden belgischen Kindern die Hände abschneiden bzw. abtrennen etc.), aber selbst an ihren Minderheiten (Schwarze) oder Ureinwohnern (Indianern) haben sie Versuche unternommen, welche absolut inakzeptabel sind. Und das in einer angeblichen „Demokratie“, das ist echt erbärmlich! Sie sollten sich schämen!

  3. Die Berichte im obigen Artikel halte ich für absolut glaubwürdig.

    Ich habe da meine eigenen Erfahrungen, hauptsächlich mit US_Emigrationsbehörden. Da bin ich mit meiner großen Klappe manchmal nur knapp der Internierung entgangen. 1969/70 hat ein Kapitän für mich eine Garantie übernommen, dass ich nicht an Land gehe. Wenn er das nicht gemacht hätte wäre ich interniert worden. Aus Kostengründen habe ich dann mal die Klappe gehalten. Der Kapitän hatte sehr umfangreiche US-Erfahrung, und ich glaube es hat ihm großen Spaß gemacht, was er natürlich nicht gezeigt hat.
    Auf der anderen Seite haben die US-Militärs in Panama, mich während einer Durchreise im inneren Sicherheitscamp untergebracht, weil sie meinten, das ich nicht mal in einem Luxushotel sicher wäre. Das war 1974/75 als 3. Ingenieur auf einem US-Tanker. Da gab es noch keine vernünftigen Computer, sonst hätten sie gewusst, welche Probleme ich mit der US-Emigration gehabt hatte. Diese Probleme entstanden bei den infantilen Befragungen zB. : Gehören sie, oder gehörten sie je der kommunistischen Partei an, oder, gab es in ihrer Familie schwere Erkrankungen. Was mich jeweils veranlasste provokante Antworten zu geben.
    Übrigens hat man bei den ersten Atombombenversuchen in der Wüste von Nevada, Militäreinheiten abgestellt um die Wirkungen auf den Menschen feststellen zu können.
    Man kann nicht davon ausgehen, dass sich dabei bis heute etwas geändert hätte.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  4. PS. Zur Befragung durch die Emigrationsbehörden :
    Frage : Gab es in ihrer Familie schwere Erkrankungen ?
    Antwort : Ja, meine Schwester, sie ist total verrückt !
    Weitere Frage : Ja, ja, ja, wie äußerte sich das ?
    Antwort : Sie hat einen Ami geheiratet !

    Alter Seemannsspruch. Nur ich habe ihn tatsächlich angewendet.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  5. Der Gebrauch von Senfgas bzw. Senfgasderivaten ist noch heute an der Tagesordnung. Ein Krebskranker mit z.B. Lymphdrüsenkrebs läuft Gefahr daß ihm Cyclophosphamid oder Mechloretamin als Bestandteil der sog. Chemotherapie injiziert wird.

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