Briten testeten Giftgas an Indern in den 1930ern


Archiv/Großbritannien/Indien

Vor Beginn des Zweiten Weltkriegs testete die britische Armee Giftgas an Indern. So wollte man herausfinden, welche Menge erforderlich ist, um auf dem Schlachtfeld ein Massaker anzurichten.

(Fachliteratur zum Thema gibt's hier: klick)
Großbritannien, Giftgas, Inder
Großbritannien, Giftgas, Inder, Bild: britische Flagge, gemeinfrei

Großbritanniens Regierung hält nicht viel davon, eigene Schandtaten und Kriegsverbrechen an die große Glocke zu hängen. Dennoch brachte David Cameron als erster Premierminister Großbritanniens in der Geschichte auf indischem Boden im Jahr 2013 sein Beileid bezüglich des Amritsar-Massakers von 1919 zum Ausdruck.

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Dieses wurde von BBC als eines der „blutigsten Massaker in der Geschichte Großbritanniens“ (s. hier) betitelt. Dabei starben Schätzungen zufolge mehr als 1.000 Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen, weil sie friedlich für ein unabhängiges Indien protestiert hatten.

Doch gibt es noch viele weitere Verbrechen in der ehemaligen Kolonie, die keine Beileidsbekundung der Welt wieder gut machen können. Was wenige Menschen wissen (David Cameron weiß es sicher): Britische Soldaten testeten vor dem Zweiten Weltkrieg chemisches Giftgas, genauer Senfgas, an Indern.

Etliche Versuchspersonen starben einen qualvollen Tod, einige überlebten schwer verletzt und erlitten wochenlange Höllenqualen. Laut Dokumenten des National Archive steckten britische Militärwissenschaftler aus der ältesten Forschungsanlage für chemische Waffen der Welt, Porton Down, indische Soldaten zu Versuchszwecken in Gaskammern und vergifteten sie mit Senfgas.

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Die Experimente begannen in den frühen 1930er-Jahren und dauerten mehr als ein Jahrzehnt an. Durchgeführt wurden die Versuche im heute pakistanischen Rawalpindi. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, welche Menge des chemischen Giftgases benötigt wird, um ein Massaker auf einem Schlachtfeld anzurichten.

Versuche Teil eines größeren Chemiewaffen-Programms

Laut den Dokumenten waren diese Versuche Teil eines wesentlich größeren Programms. In diesem sollte festgestellt werden, wie chemische Waffen auf Menschen wirken. Durch das Senfgas erlitten etliche indische Soldaten schwere Verbrennungen auf der Haut, inklusive an den Genitalien, wochenlange Schmerzen waren die Folge.

Die Betroffenen litten später außerdem an schweren Langzeitschäden, z.B. Krebs. Doch nicht nur Inder, sondern auch britische Soldaten wurden laut einer Studie für die Versuche missbraucht. Zwischen 1919 und 1989 nahmen 20.000 Briten unfreiwillig bzw. unter falschen Vorwänden an Giftgas-Versuchen teil.

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Großbritannien setzt sich heute weltweit für Menschenrechte ein, wie etwa in Afghanistan oder im Irak. Gleichzeitig bombardiert die britische Armee diese Länder, teilweise mit uranhaltiger Munition, was die betroffenen Regionen für immer verseucht und schwerste Krankheiten in der Bevölkerung verursacht.

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10 Comments

  1. es richtet bereits ein 3.tes Mal über die besetzten Deutschen, via EUdssR und wenn der gesamte Lohn nicht mehr für die Steuerschuld der Süd-Schiene genügt, dann ist es passiert. Mehr als 100% geht nicht, sonst regiert man besser von Brüssel aus, wenn nichts mehr zu holen ist. Das Gleiche wie in USA (FEMA-Gesetz), heisst in Europa einfach Lissabon-Vertrag.

  2. Zitat:
    „…1919 zum Ausdruck, was von BBC als eines der “blutigsten Massaker in der Geschichte Großbritanniens” betitelt wird.“

    So ein Unfug und eine bodenlose Frechheit, in diese Kategorie stehen die britischen Massaker mit 250.000 – 500.000 in wenigen Stunden wie z. B. im Februar 1945 hier in Deutschland an der Elbe geschehen. Schon vergessen?

  3. Die Chinesen haben ca 4000-4500 mrd. US$ an Devisen, wenn sie
    alles auf den Markt werfen sind die USA ökonomisch total
    zerstört

    M

  4. Und- habe die Opfer auch eine Gedenkstätte erhalten?
    Wurden Opferrenten bezahlt?
    Konnte man in England eine Stelle gründen, die diese Täter verfolgten?
    Verschenkt England auch U-Boote an die Hinterbliebenen der Opfer?
    Darf man auch in England diese Opfer von der Summe her (unter Strafandrohung) nicht anzweifeln.
    Werden heute auch noch hundertjährige wegen Mordes in England verurteilt, weil sie die Habe der Opfer/Toten verwaltet haben?
    Nein?
    Warum nicht?
    Ein Tipp.
    England hat den Krieg gewonnen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  5. Die Antwort ist so einfach, dass sogar Du das sofort verstehst, bzw. schon lange weißt: England hat den Krieg nicht verloren!
    Das ist der entscheidende Punkt!
    Den Verlierer bissen schon immer die Hunde.
    Was die Menschenversuche angeht, so meldet sich auch mein geschichtlich trainiertes Gedächtnis: die Briten haben komplette eigene U- Boot Mannschaften militärischen Versuchen ausgesetzt. Das gab viele Tote. Man weiß ja, dass bei Tauchern Sauerstoff in größeren Tiefen giftig wirkt.
    Deshalb setzt man schon seit Jahrzehnten das Edelgas Helium dem Luftsauerstoff der Taucher zu. Aber das war damals noch alles Neuland und so wurde eben mit den Besatzungen der U Boote experimentiert. Wobei man wissen muss, das britische U Boote nur bis etwa 75 m tauchen konnten, deutsche U Boote hingegen theoretisch bis 90 m (Werksangabe) und praktisch (unter Gefahr) bis 120 m Tauchtiefe, bzw. „Fluchttiefe“. Im Grunde ist der Begriff U Boot ohnehin irreführend, es gab keine U Boote. Die ersten deutschen U Boote fuhren als Schnorchelboote 1943 vom Stapel. Die neuen Elektroboote kamen erst 1944 zur Frontreife.
    Bis dahin und bei den Briten sowieso, konnte man immer nur von Tauchbooten sprechen. Gefahren wurde über Wasser, bei Gefahr hieß das Wegtauchen und dann konnte man (wenn die Batterien geladen waren) mit 7 Knoten einige Kilometer unter Wasser fahren. Die neuen Elektroboote hingegen fuhren immer unter Wasser und tauchten nur zum Laden der Batterie auf. Der mitgeführte Verbrennungsmotor diente einzig dem Aufladen der Batterie.

  6. Der anglophile @Kaiser Wilhelm würde, siehe oben, original ausländische Siegertexte einstellen. Wobei er sogar Recht hätte: der Sieger schreibt immer die Geschichte.
    Wer aber die Wahrheit sucht, muss das deutsche Original bezüglich der Weltkriege lesen und da das Internet noch nicht erfunden war, schlägt man zur Abwechslung mal Bücher, statt Google Seiten auf.

  7. Hallo Anonymous ,
    die ca. 4 Billionen sind von der Fed in einer Sekunde erzeugt und können dann zum Rückkauf der Staatsanleihen benutzt werden.
    Das hätte sogar den Vorteil, dass die Fed dann die etwa 2,5% Zinsen für die Staatsanleihen bekommen würde und für das neu hergestellte Geld keine Zinsen zahlen müsste.
    Ob die USA mit der Verschuldung bei den Sozialkassen zusammen etwa 65 Billionen Schulden haben oder etwa 70 Billionen, ist auch egal.
    Auf jeden Fall blieben die etwa 100 Milliarden Zinsen im Lande.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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