US-Drohnen bombardieren Jemen acht mal in zwei Wochen


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Der US-Drohnenkrieg im Jemen ist wesentlich umfangreicher, als er in den Medien dargestellt wird. Allein in den vergangenen zwei Wochen sollen mindestens acht Angriffe durchgeführt worden sein.

Predator-Drohne
Bildquelle: Wikipedia

In den vergangenen zwei Wochen wurden im Jemen mindestens acht Drohnenangriffe durchgeführt, bei denen zahlreiche Personen ums Leben kamen. Es handelt sich dabei um die schwerste Bombardierung des Landes durch die USA seit mehr als 10 Jahren.

Zwar behauptet die US-Regierung nur „mutmaßliche Militante“ zu exekutieren, doch empören sich die Bürger Jemens zunehmend über die Zahl der zivilen Opfer bei den Angriffen. In der jüngsten Vergangenheit soll sogar nur ein einziger Toter ein gesuchter Terrorist gewesen sein, wie lokale Quellen melden. Diese erschütternden Tatsachen bringen Jemens Präsident Hadi immer mehr in Zugzwang, weshalb er sich zu Beginn des Monats mit US-Präsident Barack Obama getroffen hatte.

Hadi kam im Zuge einer von US-Banken ausgelösten Nahrungsmittelkrise (sog. „Arabischer Frühling“) an die Macht, nachdem Jemens langjähriger Herrscher und Präsident Saleh abgedankt hatte. Hadi wurde nach demokratischem Vorbild mit 99,8 Prozent zum Präsidenten des Landes gewählt, allerdings war er auch der einzige Kandidat für das Amt. US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Obama hatte die Zusammenarbeit zwischen den USA und Hadi bei der Terror-Bekämpfung in der letzten Zeit mehrfach gelobt.

Laut dem Bureau of Investigative Journalism in London sind 98 Prozent aller Toten durch Predator-Drohnenangriffe Zivilisten. Tödliche Drohnenangriffe wurden bisher in Afghanistan, Irak, Libyen, Pakistan, Somalia und Jemen durchgeführt.