Spanien: Kapitalabfluss auf Rekordhoch


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Nach aktuellen Zahlen der spanischen Zentralbank werden Rekordsummen von heimischen Banken abgezogen und ins Ausland transferiert. Allein im Mai flossen 41,3 Milliarden ab. Wenn Spanien vollständig gerettet werden muss, werden für Italien nicht mehr genügend Mittel übrig sein, glauben Ökonomen der EU. Welche Rolle spielt Gold bei der ganzen Sache?

Euro Falschgeld
Eigentlich dasselbe: Euro und Spielgeld
Bildquelle: Gegenfrage.com

Wie die spanische Zentralbank am vergangenen Dienstag veröffentlicht hat, wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 insgesamt 163 Milliarden Euro aus dem Land abgezogen. Ein neuer Rekord! Im Vorjahreszeitraum hatte das Land einen Zufluss von 14,6 Milliarden Euro verzeichnet. Allein im Mai seien 41,3 Milliarden Euro abgezogen worden, viermal so viel wie noch ein Jahr zuvor.

Zumeist werden Kontoguthaben bei spanischen Banken aufgelöst und ins Ausland überwiesen. Innerhalb der letzten 11 Monate wurden Mittel in Höhe von 26 Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts ins Ausland transferiert.

Spanien ist de facto bankrott und EU-Beamte befürchten, dass falls Spanien vollständig gerettet werden muss, sich der Markt auf Italien stürzen wird, was jedoch für eine vollständige Rettung sicherlich zu groß ist. Die Regierungen Frankreichs und Italiens hatten vorgeschlagen, den European Stability Mechanism (ESM) mit „unbegrenzter Feuerkraft“ auszustatten. Ob der Name „Bazooka“, wie man den ESM auch gerne bezeichnet, wohl bewusst so gewählt wurde? Schließlich handelt es sich dabei um einen amerikanischen Raketenwerfer, der im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland eingesetzt wurde.



Gold als Rettungsboot – schon zu teuer?

Zahlreiche Experten sind der Meinung, Gold sei heute schon zu teuer und eine Investition in das gelbe Metall sei „riskant“. Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit hat sehr interessante Charts in einem Artikel veröffentlicht, wo die Geldmenge grafisch über den „Goldpreis“ gelegt wird. Man erkennt dort schön: Druckt die EZB mehr Euros, so steigt der „Goldpreis“ in Euro. Druckt die Federal Reserve mehr Dollars, dann steigt der „Goldpreis“ in Dollar. So einfach ist das.

Gold macht seit jeher überhaupt nichts, sondern spiegelt lediglich die im Markt befindliche Geldmenge wider. Das Wort „Goldpreis“ kann man somit eigentlich getrost aus dem Vokabular streichen. Die Charts und eine kurze Erklärung dazu findet ihr im Blog von Frank Meyer.

7 Kommentare

  1. sehr interessant ist der plötzliche anstieg der fed-bilanz zur zeit von lehman brothers. und sehr schön auch, wie gold nach dem kurzen schock nachgezogen hat. der zusammenhang ist offensichtlich.

  2. Leider wird der „Goldpreis“ jedoch täglich von der London-Branch, of Lord of Darkness, „Bank Rotes Schild“ bestimmt (=daily Londoner Goldfixing), dazu verkauft auch die andere FED-Privatbank „JP Morgan“, Eigentümer= und Bildrbergr-Kollege „Dave Rockegeller‘ die Weltproduduktion binnen fünf Minuten „short-selling“, und der Goldpreis bleibt 100% manipulliert.
    Als die „Staatlichen“ Nationalbanken (CH) in den 90ger Jahren ihr Gold an die Fedi-Privatbanken verkauften, (vermutlich, denn ich kenne nur sehr wenige Käufer aus jener Zeit), da Stand der Goldpreis 30% unter den Produktionskosten. Gutes Geschäft, wenn die Kollegen beim Staat, den Kollegen privat, die Staatskasse plündern helfen-

  3. Schönes Bild, nur diejenigen, welche den anerkannt linken Schein produzieren, können damit sämtliche wahren Warengüter damit kaufen… Bis kein Land und Fressen mehr für die Allgemeinheit mehr übrig ist 🙁

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