Nordkorea: "USA sind der Friedhof der Menschenrechte"


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Angesichts der gewalttätigen Proteste in Ferguson, Missouri hat Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA die Vereinigten Staaten als „Friedhof der Menschenrechte“ bezeichnet. Kritik kam auch aus anderen Ländern, wie Ägypten und China.

Koreanische Halbinsel
Bild: Vereinte Nationen

Nordkoreas offizielle staatliche Nachrichtenagentur KCNA hat die Vereinigten Staaten in einem neuen Artikel als „Friedhof der Menschenrechte“ bezeichnet. Berichtet wurde über die Unruhen in Ferguson, Missouri, wo es derzeit heftige Proteste gegen die Polizeigewalt im Land gibt.

„Die Polizei geht rücksichtslos hart gegen Demonstranten vor, richtet die Gewehre auf sie und feuert Tränengas und Nebelgranaten“, so die Erklärung. „[Die USA] sollten ihre Probleme nicht durch Unterdrückung der Demonstranten versuchen zu lösen, sondern sollten das wahre Bild der amerikanischen Gesellschaft aufzeigen, ein Friedhof der Menschenrechte, und sollten ein korrektes Verständnis dafür haben, was echte Menschenrechte sind und wie man diese gewährleistet.“

Auch in anderen offiziellen Statements wurde die Vorgehensweise der US-Polizei scharf kritisiert. Etwa die Regierung in Ägypten mahnte zur Zurückhaltung der Beamten in Ferguson. Auch die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua merkte an, dass die USA zunächst eigene Probleme in den Griff bekommen sollten, statt „immer mit dem Finger auf andere“ zu zeigen.

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5 Kommentare

  1. Das ist aber ein Salto rückwärts – die Koreaner haben zwar Recht, doch wenn ein Irrer zu einem Irren sagt, dass er irre ist, weiß am Ende keiner mehr, was eigentlich angesagt werden sollte.

  2. Hallo Eckart, wie gut kennen Sie NK, um von einem Irren zu schreiben. Wenn die westlichen Kriegsverbrecher seit Jahrzehnten gegen dieses Land mit erfundenen Märchen (Hunger, perverser Diktator) hetzen, muss es eigentlich gut sein. Ist es auch. Die USA gibt selber zu, für 98 Prozent der Horrormärchen über NK verantwortlich zu sein. Informieren Sie sich bitte mal persönlich bei sasch313 über NK. Als Techniker für Statik und Schweissgeräte im Landmaschinenbau konnte ich dieses Land mehrmals besichtigen. VERARMTE Pfandflaschen sammelnde Rentner wie in Deutschland, Mülleimerfresser wie in Spanien / Griechenland oder Slumbewohner wie in Lissabon habe ich dort nicht gesehen. Leider haben wir seit den 90 gern – im Gegensatz zu früher – nur noch die Möglichkeit gegen oder für den USA imperialismus zu sein.

  3. @ Frankie, ich war nicht in NK, aber über ein Jahr in SK, und auch vielfach in den USA – und überhaupt bin viel in der Welt herumgekommen. Ich würde aber nie auf die Idee kommen „Pfandflaschensammeln“ irgendwie in eine Beziehung mit der Bewertung von Menschenrechtsfragen zu bringen.

    In den USA und auch in NK und SK gäbe es dann demnach natürlich ganz prima Menschenrechte. Ganz einfacher Grund; dort gibt es keine Pfandflaschen, also schon ein sehr fragwürdiges Bewertungskriterium was du da verwendest.

    Man muß mit den Aussagen von Amnesty International immer vorsichtig sein, aber auch andere Quellen verweisen darauf, dass es mit den Menschenrechten sowohl in den USA als auch in NK nicht so doll aussieht.

    Für NK gilt m.E. Wenn man selbst im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA gehört bestimmt nicht zum Hort freier Institute für ausgewogene und unabhängige Berichterstattung. Aber das trifft man gar nicht selten auf dieser Erde, dass die Einäugigen sich unter den Blinden immer wie die Könige aufführen.

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