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31.07.1987: Hunderte Tote bei Zusammenstößen in Mekka


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Am 31. Juli 1987 kam es in Mekka zu Zusammenstößen zwischen iranischen Pilgern und saudi-arabischen Sicherheitskräften. Mindestens 400 Personen kamen ums Leben. Saudi-Arabien und der Iran machen sich bis heute gegenseitig dafür verantwortlich.

Mekka-Zwischenfall 1987
Mekka-Zwischenfall 1987, Bild: Gegenfrage.com, Flaggen gemeinfrei

An diesem Tag im Jahr 1987 fand der sogenannte Mekka-Zwischenfall statt. Dabei handelte es sich um einen Zusammenstoß zwischen schiitischen Pilgern und saudischen Sicherheitskräften während der Hajj-Pilgerfahrt. Dieses Ereignis führte zum Tod von über 400 Menschen und wird verschiedentlich als „Aufruhr“ oder „Massaker“ bezeichnet.

Es entstand aus eskalierenden Spannungen zwischen dem schiitischen Iran und dem sunnitischen Saudi-Arabien. Seit 1981 hatten iranische Pilger dort eine jährliche politische Demonstration gegen Israel und die Vereinigten Staaten abgehalten.

Bei der Demonstration im Jahr 1987 aber sperrten die saudi-arabische Polizei und die Nationalgarde einen Teil der geplanten Demonstrationsroute ab, was zu einer Konfrontation mit den Pilgern führte. Diese eskalierte zu einer heftigen Straßenschlacht mit zahlreichen Toten.

Verschiedene Versionen

Es existieren verschiedene Versionen über Details des Vorfalls, in denen sich der Iran und Saudi-Arabien gegenseitig die Schuld an der Eskalation zuweisen. Einige Quellen beziffern die Anzahl der Todesopfer auf 402 Menschen: 275 iranische Pilger, 85 saudische Polizisten und 42 Pilger anderer Nationalitäten.

Andere Quellen behaupten, dass mehr als 400 Pilger gestorben und weitere Tausende verletzt worden seien. Nach dem Vorfall griffen die Iraner die saudischen, kuwaitischen und französischen Botschaften an und entführten vier Saudis aus der Botschaft.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia (en)

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