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18.09.1947: US-Kriegsministerium wird Verteidigungsministerium


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Auf Anordnung des Weißen Hauses wurde das US-Kriegsministerium nach dem Zweiten Weltkrieg in Verteidigungsministerium umbenannt. Am 18. September 1947 nahm die neu gegründete Behörde ihre Arbeit auf.

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Kriegsministerium, Bild: Gegenfrage.com

Im Jahr 1947 wurde die Zuständigkeit des US-Kriegsministeriums (Ministry of War) in mehrere Bereiche unterteilt, welche anschließend dem Joint National Military Establishment (NME) unterstellt wurden, welches wiederum 1949 in „Verteidigungsministerium“ (Ministry of Defence) umbenannt wurde.

Im Zuge des National Security Act, der durch Präsident Harry S. Truman im August 1947 ins Leben gerufen wurde, erfolgte die Neugründung des Kriegsministeriums als Verteidigungsministerium. Am 18. September 1947 nahm die Behörde ihre Arbeit auf.

Zu Beginn der 1940er Jahre wuchs die Anzahl der Mitarbeiter des Kriegsministeriums auf 23.000 (nur Verwaltung) an. Mangels Platz teilten sich die einzelnen Abteilungen auf mehrere Standorte auf, was die Arbeitseffizienz der Behörde beeinträchtigte.

Aus diesem Grund plante man die Errichtung eines neuen Gebäudes, in dem sich alle Mitarbeiter aufhalten und kurze Wege ermöglicht werden sollten: Das Pentagon. Die Arbeiten begannen im Sommer 1941 – ein halbes Jahr vor Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg.

Nach nur 16 Monaten, im Januar 1943, waren die Bauarbeiten beendet. Rasch etablierte sich der Name des Gebäudes „Pentagon“ als Synonym für das Kriegsministerium (Department of War), aus dem im Jahr 1947 das Verteidigungsministerium (Department of Defense) hervorging.

Das US-Verteidigungsministerium ist heute mit insgesamt 3,2 Millionen Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Welt.

„Verteidigung“ klingt besser als „Krieg“

Eigentlich handelte es sich dabei grundsätzlich nur um eine Umbenennung, sicherlich auch nicht gänzlich ohne Hintergedanken. Der Begriff „Krieg“ war bei der kriegsmüden US-Bevölkerung zu dieser Zeit äußerst negativ behaftet. „Verteidigung“ eignete sich wahrscheinlich wesentlich besser.

So ließ sich der Bevölkerung in den Folgejahren wahrscheinlich einfacher erklären, warum man in Korea, Vietnam, Laos, Libanon, Ägypten, Kuba, Bolivien oder in der Dominikanischen Republik einmarschiert.

Obwohl nur fünf Prozent der Weltbevölkerung aus den USA stammen, nimmt der gigantische Militärapparat rund 40 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben ein. Das US-Militär verteidigt sich mit über 700 Stützpunkten in 38 verschiedenen Ländern (Stand 2014) mit 250.000 Soldaten gegen Kommunisten, Taliban, Nazis, Ebola, den IS und allerlei andere Bedrohungen.

Die Infrastrukturen des Pentagon werden dadurch immer weiter ausgebaut. In über 100 weiteren Ländern sind die USA in irgendeiner Form militärisch präsent.

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