Japan: Verteidigungsministerium beantragt Rekordbudget


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Japans Verteidigungsministerium hat ein Militärbudget in Höhe von von 5,05 Billionen Yen beantragt, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund soll die wachsende Bedrohung durch China und Nordkorea sein. Auch Japans Küstenwache hat um eine Verdoppelung des Budgets gebeten.

Japan, Bildquelle: Wikipedia

Japans Verteidigungsministerium hat seinen bisher größte Haushaltsantrag gestellt, inmitten der wachsenden Spannungen mit China über Gebietsansprüche im Ostchinesischen Meer. Das Ministerium hat 5,05 Billionen Yen beantragt, ca. 48,7 Milliarden Dollar bzw. 36,3 Milliarden Euro – eine Steigerung von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Sollte der Anfrage entsprochen werden, wird das Budget bereits das dritte Jahr in Folge steigen. Das Ministerium beschreibt die Sicherheitslage rund um Japan als „zunehmend schwierig“. Peking und Tokio befinden sich in einem erbitterten Streit über eine Inselgruppe, die als Senkaku in Japan und als Diaoyu in China bezeichnet werden. Man sei in „großer Sorge“ über die Aktivitäten Chinas im Ostchinesischen Meer, auch Nordkorea wurde als potenzielle Sicherheitsbedrohung genannt.

Laut dem Haushaltsantrag wird das Ministerium bis zu 20 Seefernaufklärer kaufen, sowie fünf Crossover-Flugzeuge, drei Drohnen und sechs Stealth-Kampfflugzeuge. Zuvor hatte Japans Nachrichtenagentur Kyodo gemeldet, dass die Küstenwache um eine Verdoppelung des derzeitigen Budgets auf 50,4 Milliarden Yen gebeten hatte, um mehr Patrouillenschiffe zu erwerben und mehr Personal einzustellen.



2013 lagen Japans Rüstungsausgaben weltweit auf Platz 7, vor Deutschland (44,2 Milliarden Dollar) und nach Frankreich (52,4 Milliarden Dollar). Platz 1 sind die USA mit einem Budget von 600 Milliarden Dollar, gefolgt von China (112,2 Milliarden Dollar), Russland (68,2 Milliarden Dollar) und Saudi-Arabien (59,6 Milliarden Dollar).

Weitere Infos und eine Grafik hier:

2 Kommentare

  1. die Japse lernen schnell!
    jetzt ist die Lektion dran, die Wirtschaft mit Kriegsgerät wieder auf Vordermann zu bringen. Schließlich gehen langsam die Rekruten aus, zumindest die unter 50-jährigen; da muß man sich schon was einfallen lassen in einer rapide alternden Gesellschaft.

  2. gut für Russland,

    so werden die Chinesen immer erinnert wer ihre Freunde und wer ihre Konkurrenten sind. Im Westen wird fabuliert die Chinesen könnten in der Ukraine gegen die Russen ausgespielt werden.
    Solange die Japaner, oder andere US Verbündete in Fernost fleißig gegen China rüsten wird die Achse der „BRICS Staaten“ solide gestärkt weren.

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