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Gina Haspel: Vom Folterknast an die CIA-Spitze


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Gina Haspel leitete 2002 einen Folterknast in Thailand, ließ belastende Dokumente verschwinden, wurde zur Kriegsverbrecherin und stieg 2018 zur CIA-Chefin auf.

Gina Haspel wurde im Mai 2018 von US-Präsident Donald Trump zur CIA-Chefin ernannt – die erste Frau an der Spitze des US-Geheimdienstes. Haspel hatte 2002 ein geheimes Gefängnis der CIA in Thailand geleitet, wo Insassen brutal verhört wurden.

Darunter mindestens 83 Mal mit der bekannten Foltertechnik Waterboarding, auch Schlafentzug war an der Tagesordnung. Damit handelte die 1961 geborene Haspel zwar auf Anordnung des damaligen Präsidenten George W. Bush, dennoch kam bei späteren Ermittlungen heraus, dass die Folter illegal war.

Die American Civil Liberties Union bezeichnete Haspel nach diesbezüglichen Untersuchungen als „Kriegsverbrecherin“. Sie selbst ließ zahlreiche Dokumente verschwinden, die die Folter belegten. Seit 1985 arbeitete Haspel für die CIA, fast ausschließlich verdeckt.

In dieser Zeit spionierte sie in Äthiopien, in der Türkei und in Russland. In Aserbaidschan soll sie 1998 bereits ebenfalls Folterverhöre durchgeführt haben. Nach 33 Jahren als knallharte Agentin stieg sie schließlich zur Chefin des windigen US-Geheimdienstes auf.

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