Elektromobilität: Ein Erfahrungsbericht


von

An und für sich sind meine Frau und ich (in dieser Reihenfolge) Tierschützer. Daraus ergibt sich zwingend die Ablehnung elektrisch betriebener KFZ, weil diese für Wildtiere am Straßenrand sehr schlecht zu hören sind.

Mercedes Benz 250e
Mercedes Benz, Symbolfoto, Bild: Gegenfrage.com

Der Dieselmotor ist lauter und somit weniger tote Tiere; meistens Rehe und Wildschweine. Wer in der Großstadt fährt, gefährdet durch seine leise aber dennoch schnelle Annäherung weit seltener Rehe und Wildschweine, aber umso mehr spielende Kinder.

Soweit so schlecht. Ich habe mir dennoch ein Hybridfahrzeug der Mercedes B- Klasse bestellt und bin dieses Fahrzeug auch zur Probe gefahren. Korrekter Name: MB 250e.

Die Batterie fasst 15,6 Kilowattstunden Energie, wovon 10,6 Kilowattstunden im Regelfall nutzbar sind. Die verbleibenden 5 KWh sind die „Sicherheitsreserve“ für den Fahrer. Denn einmal müssen die 218 PS Systemleistung auch dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Batterie „leer“ ist aber benötigt werden und zum anderen besitzen Hybridantriebe für den Benzinmotor keinen Anlasser mehr. Diese Arbeit erledigt der Elektromotor mit seinen immerhin 58 PS.



Wenn ich rein elektrisch damit unterwegs sein will, dann kann ich dies vor Antritt der Fahrt dem MBUX System mitteilen, d.h. an einem kleinen Rädchen dieses so einstellen. Dann beträgt die Reichweite laut Hersteller 77 km. Nach meiner gefühlten Erfahrung 70 km. Das genügt für meine Bedürfnisse im Umfeld einer Kleinstadt völlig.

Dann kann ich vielleicht zweimal pro Woche das Fahrzeug an der normalen Wechselstromsteckdose (230 V) aufladen. Wer rechnen will: 10,6 Kwh x 0,325 Euro ergibt € 3,44 für eine volle Ladung. Diese dauert, da immer nur 2,6 Kwh entnommen werden können:

10,6 : 2,6 = 4,06 Std. Da ich vorwiegend nachts lade, interessiert mich die Ladedauer nicht.

In der Praxis werden diese Fahrzeuge gemäß der Empfehlung des Herstellers im Komfortmodus betrieben. Bedeutet: das MBUX System (fast identisches System verwendet auch der Hersteller Tesla) steuert abwechselnd je nach Lastanforderung den Elektromotor, den Benzinmotor oder beide zusammen.

Ich gebe zu, dass ich zunächst ein logisches Problem mit der Vorstellung hatte, dass zwei unabhängige Motoren zur gleichen Zeit auf die Antriebswelle zugreifen können. Doch ein Anruf bei einem Techniker von Mercedes bestätigte diesen kaum zu begreifenden Umstand.

Der Regelfall ist also, dass die Reichweite bis Leerstand der Batterie nicht bei 70 Km liegt, sondern erheblich darüber. Denn je nach Gaspedal schaltet sich der Benzinmotor mit 160 PS zu und dann wieder ab. Außerdem rekuperiert das Fahrzeug bereits bei Gaswegnahme, also im Leerlauf ohne weitere Beschleunigung.

Zusätzlich kann der Grad der Rekuperation eingestellt werden. Bei hoher Rekuperation (Anzeige im Display des MBUX Systems: D–) bremst der Wagen am stärksten ab und schont außer der Wiederaufladung der Batterie die Bremsbeläge.

Wollte ich bei einer Fernfahrt die Batterie unterwegs aufladen, worauf ich aber bewusst verzichte, dann könnte ich ein dickeres Kabel mit Adapter für Gleichstromladung bestellen. Dann könnte dieses Fahrzeug an den Ladestationen der Autobahnen erheblich schneller geladen werden. Das ist die Überleitung zur nächsten wahren Begebenheit.

Ein Freund von mir hat sich den VW ID3 bestellt

e-Golf, Bild: Gegenfrage.com
e-Golf, Bild: Gegenfrage.com

Wer halbwegs informiert ist weiß: das ist ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug in der Golf- Klasse. Elektrische Antriebsleistung: 210 PS. Man sehe mir hier die Verwendung althergebrachter Bezeichnung statt der üblichen Kilowatt als Maßeinheit für die Leistung nach.

Die Reichweite wird von Volkswagen mit 410 Km angegeben; im Sommer und im Winter wird der Wert niedriger sein, weil dann die verbaute Klimaanlage entweder kühlen oder heizen muss.

Die Batterie (korrekte Bezeichnung: Akkumulator) fasst 56 Kilowattstunden und kann bei längeren Fahrten an den mittlerweile tausenden von Ladestationen entlang der Autobahnen innerhalb einer halben Stunde nachgeladen werden.

Dafür sieht die Rechnung so aus: nutzbare Batteriekapazität in Kilowatt x Stunde (Kwh) dividiert durch den Ladestrom. Dieser Ladestrom beträgt beim hier besprochenen ID3 sagenhafte 100 Kwh!

Wenn wir also annehmen: 40 Kwh sollen nachgeladen werden:
40 : 100 x 60 = 24 Minuten Ladezeit! Das ist soviel wie eine Kaffeepause auch dauert. Allerdings werden die Schnelladestationen kaum den in meiner Region geltenden Strompreis berechnen, sondern eher mehr.

Aber selbst wenn 50 Cent berechnet würden, wären es dennoch nur 20 Euro für 350 bis 400 Km Autobahnfahrt mit angemessener Geschwindigkeit. Warum haben wir so niedrige Kostenfaktoren?

Weil der Wirkungsgrad bei Elektromotoren bei 90 bis 92 Prozent liegt. Im Vergleich dazu erreichen moderne Dieselmotoren nur 45 % und ältere Motoren liegen noch unter 40 % Wirkungsgrad.

Jetzt komme aber keiner mit dem Einwand: ja, aber der Dieselmotor als Verbrenner ist ökologischer als die Herstellung der Batterien oder die vielen Stromwerke welche in nächster Zeit noch gebaut werden müssen!

Wer so argumentiert, ist auch nicht besser wie die Greta Thunberg oder eine Frau Rackete. Die Thunberg und die anderen Schulschwänzer wissen ja zum Glück auch nicht, dass Bier Kohlendioxid enthält. Wüssten die es, welches wiederum Schulbesuch voraussetzt, würde Bier wohl demnächst verboten…

Immerhin macht mein Hybrid im Vergleich zum Elektrofahrzeug ID3 noch etwas Lärm, weil der Benzinmotor nicht ganz unhörbar ist. Das beruhigt dann wieder mein Gewissen.

21 Kommentare

  1. Danke, Bürgender.
    Finanziell sieht das so aus:

    Listenpreis € 44.000
    Abzüglich 15 % Rabatt auf meinen Schwerbehindertenausweis (wer mich kennt, weiß auch warum).
    Abzüglich € 2.250,00 Umweltprämie von Mercedes
    Abzüglich € 4.500,00 Umweltprämie vom zuständigen Bundesamt. Zu beantragen nach Erhalt (Auslieferung) des Fahrzeuges.

  2. Hallo Kuno,

    mit 45% gibst Du aber einen Wert an, der praktisch (je nach Motorgröße) nur bei etwa 90 Stundenkilometer erreicht werden kann. Fahren wir der Umwelt zuliebe mit 30 Stundenkilometer durch die verkehrsberuhigte Zone, dann liegt der Wirkungsgrad eines Dieselmotors bei nur noch etwa 15%.
    Das mit dem Hybridfahrzeug hört sich für unsere Verhältnisse ganz gut an, denn wir haben hier wegen der Freileitungen (für unser Grundstück) nur etwa 5,6 kW pro Stunde zur Verfügung. Dafür kostet aber der Strom in der Zeit von 22 Uhr, bis den anderen Tag 12 Uhr (also 14 Stunden) weniger als die Hälfte; über den Daumen etwa 12 Cent pro kW.
    Dann müssten wir auch mal ausprobieren, wieviel Prozent die Batterie geladen werden muss, wenn wir hier die ersten 10 km (bis ins nächste Dorf) über einen Höhenunterschied von etwa 150 m nur bergab fahren, und dann natürlich das Gefälle dafür ausgenutzt werden sollte, die Batterie zu laden.
    Heute fahre ich mit unserem Diesel die ersten 10 km fast nur im zweiten Gang als Motorbremse. Auch würde die Reichweite für uns vollkommen ausreichen, denn hin und zurück sind es etwa 20 km.
    Die Heizung benötigen wir praktisch nicht, aber der erste Griff (wenn der Motor läuft) ist zum Schalter für die Klimaanlage.
    Jetzt aber das Problem.
    Gibt es das Auto auch mit Anhängerkupplung, denn wenn wir nach Málaga fahren und einen Großeinkauf tätigen, müssen wir einen Anhänger mitnehmen. Auch müssen wir unseren Müll selbst entsorgen, denn eine Müllabfuhr gibt es hier auf dem Land nicht. Also müssen wir auch bis ins nächste Dorf mit Anhänger fahren können, denn gerade wenn unsere Ferienwohnungen vermietet sind, kommt einiges zusammen an Müll.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  3. Hallo Helmut,

    Anhängekupplung gibt es für jedes Auto, entweder bereits ab Werk oder zum Nachrüsten.
    Übrigens glaube ich nicht, dass der Wirkungsgrad eines Verbrennermotors von der gefahrenen Geschwindigkeit beeinflusst wird, allenfalls von der Drehzahl.
    Aber das was steigt, ist der Luftwiderstand und dieser verschlechtet die Effektivität des Autofahrens genauso wie beim reinen Elelektroantrieb.
    Früher gab es von der ENBW vor Ort noch einen Nachttarif für die damals noch gängigen Nachstromspeicheröfen.
    Aber da diese nur im Verhältnis 1:1 heizen, abzüglich noch der Scheinleistung (das ist größtenteils der ohmsche Widerstand) sind diese stark aus der Mode gekommen und die früheren Nachststromtarife wurden ganz abgeschafft.
    Mit Deiner Bezeichnung von 5,6 Kw komme ich nicht ganz klar. Da weiß ich nicht wovon Du redest. 1 Kilowatt entsprechen 1000 Watt und sind einzig das Maß der Leistung. Mit einer 230 V Wechselstromleitung, welche in Europa mit 1,5 Quadratmillimeter Kupferleitung gelegt sind, kannst Du diese mit maximal 3,6 Kilowatt belasten.
    Ansonsten wird diese dünne Kupferleitung zu warm, welches dann wiederum den ohmschen Widerstand in die Höhe treibt. Ich hatte erwähnt, dass mit dem von Mercedes serienmäßig beiliegenden Ladekabel nur 2,6 KW pro Stunde geladen werden können. Dann am Netz der üblichen 16 A Sicherungen hängen zur gleichen Zeit noch weitere Verbraucher. In Spanien herrschen vielerorts noch 10 A Sicherungen vor und dann ist der Ladestrom noch geringer.
    Sollte ich in diesem Leben (wenn das neue Dieselauto meiner Frau dann alt geworden ist) ihr meinen MB 250e geben und mir ein voll elektrisches neues Auto kaufen, dann könnte ich das Dach der Doppelgarage mit Solar zu bauen lassen und kann dann mit dickerem Kabel und Basis Gleichstrom erheblich mehr Kilowatt je Stunde laden.
    Doch wer z.B. nach München oder Hamburg fährt, der muss nach 400 Km nachladen und zahlt dann halt den doppelten Preis des Ladens. Ganz abgesehen davon, dass das Schnelladen mit 100 oder gar 150 Kwh (Kilowatt mal Stunde) die Lebensdauer des Akkus mindert, infolge der dann auftretenden Erwärmung innerhalb des Akkus, vereinfachend „Batterie“ genannt.

  4. Nachtrag:
    Wikipedia gibt für den Dieselmotor 33 % Wirkungsgrad und für den Benzinmotor 25 % an.
    Aber diese Zahlen sind veraltet und entsprechen nicht mehr den heutigen neuen Verbrennermotoren.

  5. Hallo Kuno,
    nun ja, wenn ich so ganz platt rechne, dann hat ein Liter Diesel 9,8 KW/h.
    Und wenn ich 100 km fahre, und sparsam fahre, und dann 5 Liter auf 100km verbrauche, dann sind das fast 50 KW.
    Der durchschnittliche Verbrauch eines E-Autos liegt bei circa 15 kWh/100 km.
    Also muss ich in ein Diesel-Auto, das sehr sparsam ist, über dreimal so viel Energie reinstecken, um die gleiche Strecke zu fahren.
    Wenn Du eine Verbrauchsanzeige im Auto hast und durch die verkehrsberuhigte Zone mit 30 fährst, dann wirst Du sehen, dass der Spritverbrauch (auf 100 km) gerechnet, ganz schnell von 5, auf 7 und 8 Liter hochgeht.
    ***bei konstanter Fahrt mit 120 km/h sind große Motoren übrigens besonders sparsam***
    *** In der Stadt beispielsweise verbrauchst du bei 30 km/h mehr als bei 50 km/h.***
    https://www.autoscout24.de/informieren/ratgeber/kfz-technik/benzinverbrauch-und-geschwindigkeit-zusammenhaenge/

    In unserem Stromkasten ist ein Begrenzer angebracht, der bei mehr als
    25 Ampere Verbrauch abschaltet; also bei über 5.750 Watt Verbrauch.
    Mehr haben wir hier nicht für zwei Ferienwohnungen und für unser Haus zusammen zur Verfügung; in manchen Häusern (bei Nachbarn) wurden nur 10 Ampere genehmigt.
    Ein Hybrid Auto würde schon gehen, zumal es die Energie zurückgewinnt, die ich sonst durch die Motorbremse oder Bremsbeläge vergeude, wenn wir ins nächste Dorf fahren, denn es liegt ca. 150 m tiefer.
    Wir könnten die Batterie dann mit Nachtstrom laden.
    Auf der anderen Seite brauchen wir keine 600 Liter Diesel im Jahr, denn wir fahren recht wenig.
    Wir würden rein wirtschaftlich, oder ökologisch, nie in den „grünen Bereich“ kommen, denn selbst wenn wir das E-Auto 20 Jahre fahren würden, dann hätten wir mal gerade etwa 120.000 km auf dem Tacho.
    Nichts gegen Elektroautos, dort wo sie sinnvoll sind, aber wenn unser alter Diesel morgen auseinanderfallen würde, dann würde ich mir eher wieder einen kaufen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  6. Hallo Helmut,

    In Deinem Link steht wörtlich, dass der Benzinverbrauch sinkt, wenn man bei niedriger Geschwindigkeit im höheren Gang fährt.
    Ich denke, Du weißt schon was das bedeutet: das bedeutet genau das was ich gesagt habe, nämlich dass die Drehzahl des Verbrennermotors selbstverständlich den Verbrauch beeinflusst.
    Aber wir redeten doch eigentlich nicht über Spritverbrauch sondern über den Wirkungsgrad des Motors an sich.
    Wenn Du mit kaltem Motor fährst, dann ist der Wirkungsgrad niedriger wie mit der richtigen Betriebstemperatur.
    Aber lassen wir das. Ich war nie ein besonderer Freund der neuen Antriebe. Doch ich probiere es aus. Außerdem hatte mich der niedrige Geräuschpegel fasziniert.
    Der Benzinmotor schaltet fast unhörbar dazu und damit meine ich das Innengeräusch.
    Man muss auch immer die persönliche Situation sehen.
    Ich habe halt Spaß daran; wie lange dieser anhält wird sich zeigen. Meinen DS 5 habe ich aber leider halb geschenkt her gegeben. Die Nachfrage in Deutschland ist extrem niedrig nach diesem Modell.

  7. Hallo Kuno,
    interessanter Bericht, den Du da geschrieben hast. Danke dafür! Will mal versuchen, ein bisschen beizutragen, weil in Sachen Wirkungsgrad wohl noch ein wenig gerätselt wird. Technisch soll das nicht so 100% sein, aber möglichst anschaulich und mit runden Zahlen. Nehmen wir ein simples Modell, Benzinmotor, 1 Zylinder, 4 Takt, Vergaser, 1000ccm Hubraum, Brennraumvolumen 100ccm.
    Verdichtungsverhältnis ist also 10.
    Die Leistung ist (Konstanten weggelassen) Drehmoment x Drehzahl.
    Das Drehmoment ist abhängig von der Anzahl der Gasmoleküle pro ccm Brennraumvolumen. Benzin+Luft seien immer optimal (konstant) gemischt.
    Verkleinere ich das Brennraumvolumen auf 90ccm, ist das Verdichtungsverhältnis auf 11 gestiegen, die angesaugten Moleküle verteilen sich jetzt auf weniger ccm. Das Drehmoment steigt bei gleicher Drehzahl und gleicher Benzinmenge an. Der Wirkungsgrad ist höher geworden.
    Die Anzahl der angesaugten Moleküle und damit das Drehmoment und den Wirkungsgrad beeinflusse ich mit dem Gaspedal, das die Drosselklappe im Ansaugtrakt weiter öffnet oder den vom ihr freigegebenen Querschnitt verringert.
    Die Leistungs- und Drehmomentkurven in den Diagrammen beziehen sich auf die voll geöffnete Drosselklappe. Das Drehmoment von z.B.. 120Nm steht nur in diesem Sonderfall bei der Drehzahl von z.B. 3000U/min an, sonst nicht. In allen anderen Fällen ist der Wirkungsgrad schlechter, ob die Drosselklappe nun weniger geöffnet ist, oder eine andere Drehzahl ansteht.
    Ideal wäre (zunächst!), wenn das Getriebe so übersetzt wäre, dass bei der gefahrenen Geschwindigkeit der der Motor bei voll geöffneter Drosselklappe 3000 dreht. Aber (aus technischen Gründen) wird bei Vollast wird das Gemisch um etwa 10% angereichert, also mehr Benzin hinzu getan. Das senkt den Wirkungsgrad.
    Der nicht konstante Wirkungsgrad ist also der Grund, aus dem das Auto bei konstant 100 Sachen in verschiedenen Gängen nicht den gleichen Verbrauch hat, obwohl die Leistung immer gleich ist.Die Leistung, die der Motor erzeugt und an die Räder weitergibt, wird bei konstanter Geschwindigkeit dazu gebraucht, die Luftmoleküle vor dem Auto zur Seite zu schaufeln.Die Energie, mit der diese auf das Auto knallen, ist m x v2. Fährt das Auto doppelt so schnell, braucht es (zunächst!) 4 mal so viel Leistung und 4 mal so viel Benzin. Da aber die Fahrt nur halb so lang dauert, braucht es nur 2x soviel Benzin für die Strecke (Wirkungsgrad mal konstant angenommen). Nun kommt noch dazu, dass das Auto bei doppelter Geschwindigkeit auch doppelt so viele Moleküle über den Haufen fahren muss. Dieser Zusammenhang ist nun wieder linear (Proportionalität). Zu dem „Hoch2“ kommt also noch ein „Hoch1“ dazu. Die Leistung steigt also mit der dritten Potenz „Hoch3“ zur Geschwindigkeit. Ein Auto, das mit 20PS 100 fährt braucht 2x2x2x20 = 160PS,bei 200 Sachen und bei der Drehzahl, die dann ansteht, die ja nicht die Nenndrehzahl (max. Leistung bei voll geöffneter Drosselklappe) sein muss.

    Gruß in die Runde!

    Joe

  8. Hallo Kuno,
    wenn sich der Verbrennermotor mal hier und dort zuschaltet, ist das dann nicht so, dass er immer dann in einem Bereich läuft, wo er kalt ist, extrem viel Sprit benötig und einen sehr hohen Verschleiß hat?
    Es wäre doch sicherlich interessant, wenn es eine Anzeige geben würde, die z.B. angibt: In der letzten 14 Tagen hat sich der Verbrennermotor auf 95 km 25 mal zugeschaltet und hat dafür X Liter Benzin verbraucht.
    Wir hatten mal hier in der Nachbarschaft ein Ehepaar, das mehrere Wochen im Ausland war, und ich hatte dann die Aufgabe angenommen nach dem Haus zu sehen. Da ich schlecht zu Fuß bin, bin ich dann die ca. 2 km jeden Tag dort mit unserem Diesel hingefahren. Dabei kam ich dann bei einem anderen Nachbarn vorbei, der beleidigt wäre, wenn ich nicht kurz angehalten hätte und ein Bierchen getrunken hätte. Ich kann Dir sagen, nach dem ca. zehnten mal hat die Tankuhr so angezeigt, als wenn ich 150 km gefahren wäre.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  9. Erster Fall) zuschaltender Benzinmotor, auch wenn er kalt ist:
    das trifft doch für jeden Verbrennermotor in der Warmlaufphase zu. Wenn ich z.B. (ich wohne an einem Hang)
    etwa 60 Schritt geradeaus fahre und dann etwa 150 Schritt bergab, dann bleibt voraussichtlich der Benzinmotor kalt.
    Aber wenn ich danach ein langsameres Fahrzeug, das sind fast alle Verbrennerfahrzeuge, überhole dann schaltet sich der Benzinmotor zu. Immerhin habe ich ja 450 NM Drehmoment. Mein bisheriger DS 5 brachte es bei 180 PS auf 400 Newtonmeter. Also: damit muss ich leben.
    Dafür hatte sich ja auch bei Helmut der Dieselmotor bei Bergabfahrt oder Geradeauslauf noch im Schwing, nicht abgeschaltet.
    Und @Joe hat fleißig recherchiert.
    Aber wozu überhaupt irgendetwas entzünden, Öl einfüllen,
    (früher gab es sogar noch Zündkerzen!) etc. ?
    Der Elektromotor bräuchte noch nicht einmal ein Getriebe, obwohl mein künftiges Auto ein solches hat.
    Denn man kann einen Elektromotor mit der entsprechenden Ansteuerung fast beliebig von der Drehzahl her steuern.
    Die modernen Kältekompressoren mit Invertertechnik (gibt es auch schon wieder mehr als 10 Jahre) regelt den Elektromotor innerhalb des Kompressors bis auf 10 % der normalen Drehzahl herab. Nur ein Leerlauf ist nicht möglich. Doch beim Kraftfahrzeug kann man das machen, weil der Platz dafür da ist. Sobald der Strom abgeschaltet ist, dreht die Motorenwelle ja weiter- und dieser Nachlauf wird dann für die Rekuperation verwendet.

    Mir ging es bei meinem Beitrag nur darum festzuhalten, dass die Elektromobilität, welche ich im Frühjahr diesen Jahres noch als unpraktikabel abgelehnt hatte, funktioniert.
    Zurück zum ID3 von Volkswagen. Als ich meinem Freund sagte, dass die Lithium-Ionen Batterie nach drei Jahren fertig sei und wahrscheinlich ersetzt werden müsste, sagte er mir, dass Volkswagen eine Gewährleistung von 8 Jahren auf die Batterie gebe. Keine Ahnung, ob das so stimmt. Aber warum sollte er mich anlügen?
    Mein bisheriger Haupteinwand aber war die Reichweite.
    Und da musste ich mich belehren lassen, dass es mittlerweile tausende Schnell-Ladestationen mit Gleichstrom in der Leistung bis 150 KW gibt.
    Da seine Batterie aber „nur“ 56 Kwh insgesamt aufnehmen kann (damit betreiben andere Leute ihr ganzes Haus einen Monat lang!), ist der Ladevorgang sehr kurz. So schnell trinkt keiner seinen Kaffee am Rastplatz.

    Bei You Tube kann sich jeder einen Test der Schnell-Ladestationen anschauen. Volkswagen hat da den höchsten Strompreis von etwa 70 Cent pro Kwh. Aber man kann nicht überall damit bargeldlos tanken, sondern man muss die Klubkarte von VW haben und diese kostet 17 Euro (weiß jetzt nicht ob im Monat oder im Jahr).
    Der Betrag ist ja egal, sondern es geht um die Freizügigkeit an sich.
    Wenn ich heute mit dem Verbrennermotor durch die Gegend fahre, leuchten mir die unterschiedlichen Preise schon von weitem entgegen und ich kann selbst bestimmen wo ich tanken will. Bei den Stromtankstellen ist das nicht so. Von VW gibt es eine App, von Tesla auch. Da kann man mit dem Smartphone die Stationen im Umkreis abfragen ob diese frei sind. Aber das soll noch sehr fehlerhaft funktionieren. Wenn 100 Autofahrer das lesen und dann sofort hinfahren, dann lädt der, der zuerst da ist.
    Er kann ja schlecht um 12.30 Uhr „reservieren“ und um 13.15 ist er erst da oder er überlegt es sich anders und kommt überhaupt nicht. Dass mit den Klubkarten, welche leider auch Mercedes in der Probephase hat, ist für mich eine Einschränkung der persönlichen Wahlfreiheit.
    Da finde ich meine Hybridlösung mit dem laden an der eigenen Steckdose als ideal.

  10. Hallo Kuno,
    wenn ich über so ein Elektroauto schreibe, dann ist auch viel Unwissen dabei, und Erfahrungen habe ich schon überhaupt keine.
    Nach dem, was ich über Dein Hybridauto weiß, kommt man elektrisch etwa 70 Kilometer weit.
    Wenn ich so nachdenke, dann könnten wir damit mindestens 95% aller Fahrten erledigen.
    Selbst wenn wir nach Málaga fahren, dann sind das hin und zurück etwa
    80 km, könnten aber dort nachladen.
    Wir fahren dann hier einige 100 m ohne große Steigung oder Gefälle los und dann geht es praktisch nur noch 10 km (mit einem Höhenunterschied von etwa 150 Meter) in Richtung zu dem Dorf, wo auch die Autobahnauffahrt ist. Ich nehme mal an, dass sich auf der Beschleunigungsspur der Benzinmotor vielleicht für einige Sekunden zuschaltet.
    Dann geht es die nächsten 25 km (auf der Autobahn) mit einem Höhenunterschied von exakt 400 m Richtung Málaga. In Málaga selbst, sind bei Lidl, Carrefour usw. mehrere Ladestationen, ich weiß aber nicht wieviel KW. Die reine Einkaufszeit, während das Auto an der Ladesäule hängen kann, würde etwa zwei bis 3 Stunden (bei verschiedenen Läden) betragen. Auf der Rückfahrt müssen wir dann allerdings den Höhenunterschied (von insgesamt 550 m) wieder überwinden. Die Frage ist, ob das auch elektrisch geht, denn unser Diesel (mit ca. 115 PS) hat schon oft im Anhängerbetrieb (auf der Autobahn) Schwierigkeiten im fünften Gang.
    Aber mal angenommen, wir fahren ohne Anhänger und gleitet so dahin. Spätestens etwa 1km vor unserem Haus geht es aber kräftig bergauf, ich schätze mal so 16 bis 18%.
    Ich vermute, dass sich spätestens dann der Benzinmotor zuschalten wird; ich schätze mal so für 20 Sekunden.
    Fahren wir den ganzen Monat über nur immer bis ins nächste Dorf, dann würde sich der Benzinmotor bei jeder Fahrt zumindest auf dem letzten Stück, für die geschätzten 20 Sekunden, zuschalten.
    Oder andersherum gesagt: Fahren wir in einem Monat 10 mal ins Dorf, dann wird der Benzinmotor auch 10 Mal für etwa 20 Sekunden laufen; und das immer mit kaltem Öl und kalten Katalysator.
    Aber auch bei anderen Verkehrssituationen, die locker mit der Batterie gefahren werden können, wird sich ja immer mal wieder der Benzinmotor zuschalten und auch genau dann (wenn er kalt ist) wird er sehr belastet, etwa bei einem Überholvorgang.
    Meine Hauptfrage daher:
    Was mit einem Benzinmotor passiert, der über Monate immer wieder nur für einige Sekunden genau dann beansprucht wird, wenn er kalt ist, und nie seine Betriebstemperatur erreicht.
    Oder noch andersherum: Was würde mir ein Kfz-Mechaniker sagen, wenn ich ihm erkläre, dass ich meinen Benziner nur 10-mal im Monat für 20 (oder ein paar mehr) Sekunden voll belaste, und er somit nie seine Betriebstemperatur erreicht?
    Aber die Konstellation mit diesem Hybridauto gefällt mir immer besser, zumal wir geschätzte vier Fünftel aller Kilometer, nur diese 20 km hin und zurück zum nächsten Dorf fahren.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  11. Vielen Dank, Helmut, dass Du Dir so intensive Gedanken gemacht hast. Bei You Tube gibt es einen Film wo die Reichweite der A Klasse von Mercedes mit genau diesem Antrieb überprüft wurde. Diese kam sogar auf 82 Km rein elektrischer Fahrt.
    Ich war bei meiner Probefahrt im August etwa 30 Km gefahren und zwar im Modus „Komfort“. Und ich habe erlebt, dass der Benzinmotor sich nur bei kräftiger Beschleunigung zugeschaltet hat, also gewissermaßen beim Spurt. Bergfahrt habe ich nicht geprüft, weil da kein Berg war. Das wird sich dann erweisen wenn ich das Ding endlich habe. Es wird so sein, dass sich die Reichweite mit zeitweisem Benzinmotor auf vielleicht (denke ich mir nur!) 200 Km ergeben wird.
    Wir fahren heutzutage alle mit Start-Stopp Einrichtung, d.h. alle neu zugelassenen KFZ in der EU mit Verbrennermotor müssen damit ausgestattet sein. Das regt mich sowieso auf und ich habe dieses beim DS5 abschalten können.
    Bei allen Audi Fahrzeugen geht es durch einen Kippschalter noch einfacher. Bei dem Renault meiner Frau kann ich dieses nicht abschalten. Wenn ich vor einer Ampel halten muss, oder wenn ein anderes Fahrzeug vor mir zum bremsen zwingt, dann schaltet sich der Motor aus und wenn es nur eine Sekunde ist!
    Das ist dann vergleichbar mit dem An und Aus bei Hybridfahrzeugen. Um das zu vermeiden kann ich auch im rein elektrischen Modus fahren. Ich fahre hier im Normalfall pro Woche weniger wie 50 Km, somit bliebe der Benzinmotor immer aus. Aber im Winter muss man sehen.
    Wenn der Benzinmotor wegen ständigem An und Aus einen Schaden erleidet, ist das aber nicht mein Problem.
    Denn ich habe 5 Jahre Gewährleistung.
    Viele Grüße nach Andalusien!

  12. Nachtrag:
    wie bekannt sein sollte, steigt in D. ab 1.1.2021 die Kraftstoffsteuer um 7 Cent und ab 1.7.2021 nochmals um 7 Cent.

    Von Mercedes gibt es brandneu den EQC mit 400 PS und zwei vollelektrischen Motoren. Der eine treibt die Vorderräder an und der andere die Hinterräder.

    Einfach mal bei Mercedes auf die Webseite gehen und sich in die Details vertiefen.
    Wobei die 400 PS natürlich die Spitzenleistung ist; die Nennleistung liegt niedriger.
    Denn anders als beim Verbrennermotor lassen sich Elektromotoren „boosten“.

    Und diese Kiste gefällt mir deutlich besser wie der Tesla, Modell 3.

  13. Hallo Kuno,
    ja, das ist alles eine sehr interessante Sache mit den Elektroautos, und ich denke, wenn sie nicht so teuer wären, dann würden sie sich viel schneller durchsetzen.
    Was mich nur wundert ist, dass die Menschen überhaupt noch ein Auto von VW kaufen.
    Nicht so sehr weil sie überhaupt so eine betrügerische Software eingebaut hatten, sondern wie sie dann die Betrogenen im Regen stehen lassen, die sich nun vor den Gerichten durch die Instanzen quälen müssen, um überhaupt eine Entschädigung zu erhalten.

    …In den ersten drei Minuten nach dem Kaltstart emittiert ein Fahrzeug mehr Schadstoffe als bei einer 1.000 Kilometer langen Fahrt mit betriebswarmem Motor…
    https://www.internationales-verkehrswesen.de/kaltstart-dilemma-bei-hybridautos-und-plug-in-hybriden/

    Tut sich hier wieder eine Falle auf, die hinterher den Verkehrswert oder Wiederverkaufswert eines Hybridautos und die Hälfte mindert, wie bei den Autos mit Schummel-Software?
    Was ist, wenn dann in einigen Jahren diese Hybrid Autos (ohne Katalysator-Vorwärmer) entweder nachgerüstet werden müssen, oder in der Steuer mehr belastet werden?
    Es wird doch auch wohl so sein, dass ein Verbrennungsmotor, der bei einem Hybridfahrzeug auch wieder sehr schnell auskühlt, wenn er mal als Unterstützung für einige Sekunden oder Minuten gelaufen ist. Denn er ist ja auch, wenn er abschaltet, weiter dem Fahrtwind ausgesetzt, ebenso der Kühler des Motors.
    Wieviel Schadstoffe gibt denn dann so ein Hybridauto ab, wenn es mehrmals den Verbrennungsmotor zuschaltet und dann der Motor wieder auskühlt?
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Umweltschützer sich in einiger Zeit auf diese Hybridautos einschießen werden, und eine Nachrüstung verlagert werden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  14. Nur ganz kurz, Helmut, dazu meine Meinung:

    VW mag ich auch nicht unbedingt. Aber was die Entschädigungsansprüche betrifft, so möchte ich mal den wirklichen Schaden sehen den die Betroffenen erlitten haben wollen. Ich denke, da sind viele Trittbrettfahrer dabei.
    Die Autos sind in Ordnung, nur dass in Kalifornien eben die strengsten Abgasnormen der Welt gelten.
    Deshalb diese Manipulationen.

    Aber es gibt größere Betrügereien, an die wir selten denken. Da kommen aus Osteuropa tausende LKW über die Grenze und liefern irgendwas und holen irgendwas anderes ab. Diese haben oftmals weder EU6 noch EU5 Abgasnorm und dürften eigentlich nicht mehr fahren.
    Aber dann würden diese Länder diskriminiert und das darf auch nicht sein.
    Aber Deutsche dürfen diskriminiert werden- das ist eine endlose Kette ineinander greifender Einzelgesetze.
    Das geht bis zur systematischen Bevorzugung von Nichtdeutschen Sozalleistungsbeziehern, Wohngeld und alles was es da gibt. Abgesehen davon, dass die Mehrheit der Antragsteller und Dauerkunden bei den Ämtern der BRD Ausländer sind, wird bei denen weniger geprüft wie bei Deutschen. Das habe ich von verschiedenen Betroffenen gehört. Denken wir nur an den Fall des Leutnants der Bundeswehr, der sich, um die „Migrationsindustrie“ blos zu stellen, sich dort als Syrer ausgab.
    Und nun geschah das eigentlich Unglaubliche: er wurde angenommen und erhielt die entsprechende Unterstützung und Aufenthaltserlaubnis.
    Damit war sein Ziel erreicht und er ging an die Presse.
    Die Regierung mit diesen politischen Vorgaben an die Ämter, so gut wie nicht zu prüfen, war blosgestellt.
    Und was geschah nun? Wurde künftig besser hingeschaut, dass sich nun nicht mehr jeder Biodeutsche zum „Syrer“ erklären konnte? Denn wenn sich ein deutscher Leutnant glaubhaft zum Syrer erklären kann, dann betrifft dies um so mehr alle anderen Völkerschaften auf der Welt.
    Nein, nichts geschah! Aber es wurde dem Leutnant nun Rechtsradikalismus unterstellt.
    Ein eigentlich unglaublicher Vorgang!

  15. Mit der Stromversorgung auf dem Land in Spanien ist es wirklich nicht weit her. Daher kocht auch fasst jeder auf Gas.
    Wir haben einen Begrenzer von 10 Ampere. Wenn meine Frau die Waschmaschine (2.000 Watt) benötigt, dann darf fasst nichts mehr elektrisches in Betrieb sein. Wir lassen die WM daher nur nachts laufen. Wie und wann sollten wir daher ein Elektroauto laden können? Für mich käme auch so ein Hybrid-Auto in Frage, denn ich muss am Tag nur 25 Kilometer zur Arbeit fahren. Aber mir sind die Autos auch noch zu teuer.
    Kuno, ich hoffe Du schreibst weiter über Deine Erfahrungen mit Deinem Auto.

    Grüße aus Sevilla
    Peter

  16. Gerade in Spanien müsste es doch möglich sein ein paar Module Solarzellen auf das Dach zu montieren.
    Dieser liefert auch den erforderlichen Gleichstrom.

    Die Preise für Hybridautos können eigentlich nicht sinken, weil ja der Elektroantrieb zusätzlich zum Verbrennermotor installiert ist, d.h. der Aufwand ist nicht niedriger.
    Aber beim Elektroantrieb erwarte ich deutliche Kostensenkung durch höhere Stückzahlen.
    Jeder von uns hat doch Mal die Rentabilität eines Produktes errechnet. Nämlich: Gesamte Produktionskosten dividiert durch die Stückzahl.
    Das wird sicher in den nächsten Jahren so eintreten, aber die Stromkosten sollen eben auch steigen. Aber mich interessiert das nur am Rande und nicht von der Seite der Konsumenten her.
    Übrigens, Helmut, ich hatte dich vor drei Wochen alle meine Barrick Gold verkauft! Auch da hatte ich wieder richtig getippt, denn allein heute sinkt Gold um 3 %.
    Aber Du willst ja unbedingt alles Deinen Erben überlassen, statt ein neues Auto zu kaufen….
    Viele Grüße nach Andalusien!

  17. …allein heute sinkt Gold um 3 %…
    Hallo Kuno,
    heute ist Gold (bis jetzt) weniger als 1,4% gefallen (in Euro) und ich richte mich nach dem Euro, denn ich bezahle ja auch mit Euro, und kaufe auch das Gold in Euro, und würde es ja auch in Euro gegebenenfalls verkaufen.
    Und das alles ganz legal steuerfrei.
    Aber – Gold ist schon in diesem Jahr trotzdem noch über 20% gestiegen und im letzten Jahr auch; da hätte ich mir einige Elektroautos für kaufen können.
    Der DAX hat ca. die letzten 5 Jahre keine Gewinne gemacht und alleine heute fast 4% verloren; in den 5 Jahre ist Gold um über 60% gestiegen.
    Gut –mit physischem Gold ist man nicht so flexibel, aber ich muss mir auch nicht großartig Gedanken darum machen, habe nichts mit dem Finanzamt zu tun, und alles ist steuerfrei.
    Mal sehen, so drei Jahre wird unser alter Diesel noch halten, und dann wird es vielleicht mit der Batterietechnik noch besser aussehen als heute, und dann kaufen wir uns einen rein elektrisches Auto.
    Wir fahren ja mal gerade 500 oder 600 km im Monat; das wären über den Daumen so 100 kW Strom. Die 100 kW im Monat werden wir nachts vom Nachtstrom noch abzwacken, für etwa 12 Cent pro kW, da lohnt sich keine Solaranlage für aufzubauen.
    Wenn alles so weiter läuft, die Renten weitergezahlt werden und doch mit der Druckerpresse ewiger Wohlstand erzeugt werden kann, dann werden wir tatsächlich unsere Unzen nie brauchen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  18. Hallo Helmut,

    ja natürlich, da gebe ich Dir recht. Keiner weiß von uns wie das an den Börsen weitergeht.
    Obwohl ich persönlich da schon eine konkrete Vorstellung habe.
    Als gestern Nachmittag der Goldpreis (immer in Dollar bewertet) um 3 % sank, da verfiel ich in eine euphorische Stimmung, weil ich ja rechtzeitig meine Papiere verkauft hatte. Und deshalb auch mein Kommentar!
    Später, gegen Abend betrug der Verlust nur noch 2 %.
    Und heute Morgen, um 8.00 geht es vorbörslich um 0,1 % hinab.
    Der DAX und der DOW gingen auch kräftig nach unten, aber da hatte ich mit Gegenpapieren vorgesorgt. Ich verkaufe zwar keine Dividendenpapiere, aber ich erwarte dennoch bis zum Januar/ Februar einen Rückgang des DAX auf 9.000 Punkte, im Extremfall sogar auf 6.000 Punkte.
    Meine Gegenpapiere gleichen den eventuellen Verlust meiner Papiere aus.
    Aber wenn es richtig ist, dass Weltwirtschaftskrise 2.0 vor uns liegt, dann müssen Sachwerte verkauft werden.
    Alle Werte müssen dann gegen Geld fallen, selbstverständlich auch Gold. Denn letztlich ist Gold auch nur eine Ware. Ein Wertaufbewahrungsmittel ist Gold nur für Notenbanken. Physisches Gold hatte mich nie interessiert, weil ich annähernd historisch bewandert bin und immer die Goldverbote 1933 vor Augen habe.
    Deshalb hatte ich 2019 Die Aktien von Barrick Gold gekauft.
    Denn Aktien werden erstens nicht verboten und zweitens reagieren diese mit einem Hebel auf den sich ändernden Goldpreis. Versteuert müssen die Gewinne immer werden, da führt kein Weg dran vorbei. Es kann sein, dass man physisches Gold jetzt noch anonym verkaufen kann.
    Aber damit wird es bald vorbei sein. Wer dann keine Quittung über den früheren Kauf vorlegen kann, bei dem schätzt dann das Finanzamt den Gewinn und somit die Steuer. Ich werde, wenn mir das neue Auto im Dezember zugeht, ausführlicher berichten können.

  19. Hallo Kuno,
    das hatte ich noch vergessen. Ich rechne damit, dass im Laufe der nächsten 12 Monate, auch Gold um 20 Uhr bis 30% fallen wird; aber Aktie noch mehr, und Immobilienpreise auch.
    Das ist aber auch der ganz normale Weg und da müssten wir die nächsten
    2-3 Jahre durch; es nutzt nichts.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  20. Jetzt bitte nochmals zum Thema Wirkungsgrad beim Elektroauto und Dieselantrieb.
    Es existiert ein recht guter Beitrag von Alex Bloch im You Tube Kanal.
    Dieser vergleicht den reinen Elektroantrieb mit dem Brennstoffzellen-Auto (das ist ja auch ein Elektroantrieb) mit einem Dieselmotor.

    Dieselmotor im Hyundai Kona 1,6CRDI = 4,90 L auf 100 Km Wegstrecke als Verbrauch und einem Energieverbrauch auf 100 Km von 48,02 Kwh.

    Batterie- Elektroantrieb im Kona elektro: 14,70 Kwh

    Brennstoffzelle im Hyundai Nexo: 0,95 Kg Wasserstoff und somit Energieeinsatz von 31,60 Kwh für ebenfalls 100 Km Wegstrecke.

    Somit ist völlig klar, dass die Elektromobilität über Batteriespeicher die Zukunft darstellt und nicht das Wasserstoffauto oder der Dieselmotor.

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