06. und 09.08.1945: Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki


Geschichte/Japan/USA

Trotz einer bevorstehenden Kapitulation Japans befahl US-Präsident Truman am 06. August 1945 den Atombomben-Angriff auf Hiroshima. Binnen Sekunden kamen 80.000 Männer, Frauen und Kinder ums Leben. Drei Tage später folgte ein weiterer Angriff auf Nagasaki mit ähnlichen Folgen. Westliche Medien berichten bis heute von einer Befreiung Japans, tatsächlich aber sollte militärische Stärke gegenüber Russland demonstriert werden.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Am 06. August und 09. August jähren sich die US-Atombombenangriffe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 68. Mal. In Hiroshima wurden schätzungsweise 80.000 Menschen binnen Sekunden getötet, ca. 13 Quadratkilometer der Stadt wurden auf Befehl des US-Präsidenten Truman komplett ausgelöscht. Innerhalb von weniger als einer Minute wurden 80 Prozent der Innenstadt Hiroshimas dem Erdboden gleichgemacht. Weitere 70.000 Menschen starben bis Ende 1945 an den Folgen der nuklearen Strahlung und Verletzungen.

Drei Tage nach dem Angriff auf Hiroshima warfen die USA eine weitere Atombombe auf Nagasaki ab, wodurch weitere 70.000 Menschen ihr Leben ließen. Krebs, Geburtsschäden und Totgeburten waren in den Jahren nach den grausamen Angriffen der USA auf die Zivilbevölkerung Japans die Folgen. Bis 1950 starben weitere hunderttausende Menschen. In den Atombombenschreinen von Hiroshima waren am 6. August 2014 292.325 Namen eingetragen; in Nagasaki am 9. August 165.405.

Zwei verschiedene Atombomben

Über Hiroshima wurde die Uran-Bombe mit der sanften Bezeichnung „Little-Boy“ abgeworfen, die 64 Kilogramm Uran enthielt, welches auf 80 Prozent Uran-235-Anteil angereichert war. In Nagasaki schlug drei Tage später die Implosionsbombe „Fat Man“ ins Stadtzentrum ein, angeblich handelte es sich dabei um eine Atombombe mit einem Sprengstoff-umhüllten Plutoniumkern.

Den vernichtenden Angriffen auf Japans Zivilbevölkerung gingen keinerlei Warnungen voraus, offenbar sollte den Menschen der größtmögliche Schaden zugefügt werden. Die Atombombenabwürfe über Japan gingen neben den Bombardierungen Dresdens und anderer deutscher Städte als die verheerendsten Angriffe gegen Zivilisten in die Geschichte ein. Obwohl diese Attacken an Grausamkeit nicht zu überbieten sind, wiederholen westliche Massenmedien seit 68 Jahren, dass die USA die Bevölkerung durch die Massenmorde „befreit“ hätten und das US-Militär keine andere Möglichkeit gehabt habe, als Massenvernichtungswaffen gegen Männer, Frauen und Kinder einzusetzen.

In den Vereinigten Staaten und den meisten anderen Staaten dieser Welt hält sich hartnäckig die Behauptung, dass die beiden Atombomben Hunderttausenden, womöglich einer Million US-Soldaten das Leben retteten, da diese bei einer konventionellen Invasion Japans gefallen wären. Japan war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits durch Luftangriffe weitestgehend zerstört, die japanische Verteidigung kaum noch handlungsfähig.

Japan war schon vor den Angriffen besiegt

Laut amerikanischen Historikern ging es den USA jedoch überhaupt nicht um die Befreiung oder Zerstörung Japans oder ein schnelles Ende des Zweiten Weltkrieges, man war seiner Zeit bereits einen Schritt weiter. Der Kalte Krieg gegen die Sowjetunion war in seinen Anfängen und der Einsatz von nuklearen Massenvernichtungswaffen gegen japanische Familien war nicht mehr als ein Muskelspiel, um gegenüber der Sowjetunion Stärke zu demonstrieren.

Peter Kuznick, Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington erklärte, dass US-Präsident Harry Trumans Entscheidung die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki nuklear auszuräuchern nicht nur ein Kriegsverbrechen war, sondern „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Mark Selden, ein Historiker von der Cornell University in New York, fand gemeinsam mit Kuznick heraus, dass bereits drei Tage vor den A-Bomben-Angriffen auf Hiroshima klar war, dass „Japan auf der Suche nach Frieden“ gewesen sei und keine Aggression mehr von dem Land ausgehen werde. „Es war wichtiger Russland zu beeindrucken, als den Krieg zu beenden“, sagte Selden gegenüber dem New Scientist.

Im Jahr 2015 sagte der russische Vize-Ministerpräsident Dmitri Rogosin, die Vereinigten Staaten hätten Japan zu einem „Satellitenstaat“ gemacht. Als Satellitenstaat bezeichnet man ein Land, das formal unabhängig ist, jedoch aber unter bestimmten politischem, wirtschaftlichem oder militärischem Einfluss eines anderen Landes steht. Der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki habe geopolitische Hintergründe gehabt, so Rogosin. Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki bleiben in der Geschichte die bislang einzigen Einsätze von Kernwaffen in einem Krieg.

Japans Botschafter in Moskau, Sato Naotake, bemühte sich Wochen vor Kriegsende intensiv um Friedensverhandlungen. So bat er etwa den sowjetischen Außenminister Molotow, seine Bestrebungen auf der Potsdamer Konferenz, welche vom 17. Juli bis zum 02. August 1945 andauerte, vorzutragen. Zu diesem Zeitpunkt stand die Einäscherung Hiroshimas aber bereits fest. Schon am 16. Juli war die Atombombe erfolgreich in der Wüste von New Mexico getestet worden. Ziel der Amerikaner war laut der Potsdamer Erklärung die „völlige Vernichtung“ der japanischen Streitkräfte und des japanischen Heimatlandes.

War Stalin war wahre Grund für Japans Kapitulation?

Laut dem hoch angesehenen japanischen Historiker Tsuyoshi Hasegawa spielten die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki eher eine untergeordnete Rolle für die Kapitulation Japans. In der Nacht vom 07. auf 08. August 1945 erfolgte die Kriegserklärung der Sowjets und der Eintritt in den Pazifikkrieg, exakt 90 Tage nach der Kapitulation der Wehrmacht, so wie es im Vorfeld der Bombardierung Dresdens in der Jalta Konferenz zwischen Großbritannien, den USA und der Sowjetunion vereinbart wurde.

Das rasche und erfolgreiche Voranschreiten der Russen in der Mandschurei hatte den Kaiser veranlasst, sich zu ergeben. Bereits vor der Kapitulation der deutschen Soldaten hatte die Sowjetunion in den eroberten Ländern kommunistische Regierungen eingesetzt. Wären die Russen noch vor den US-Amerikanern nach Japan vorgedrungen, so hätten sie wohl die kaiserliche Monarchie Japans gestürzt, weshalb man es vorzog, sich lieber den Amerikanern als der Sowjetunion zu ergeben.

Demnach hätten sich die Japaner vermutlich auch nach dem Abwurf noch weiterer Atombomben nicht ergeben, wäre nicht ihre Niederlage an der russischen Front gewesen. Die Behauptung der US-Amerikaner, durch die beiden Atombombenabwürfe seien die Leben einiger zehntausend US-Soldaten gerettet worden, ist damit entkräftet. Diese Ansicht wird zudem dadurch gestützt, dass bereits vor den Atombombenabwürfen im Sommer 1945 ganze 68 japanische Städte völlig zerbombt wurden, teilweise mit schlimmeren Auswirkungen als in Hiroshima oder Nagasaki. Hiroshima lag „nur“ auf Platz 17, was die prozentuale Zerstörung der Stadt im Vergleich zu anderen Städten angeht.

Die Atombomben waren nicht das größte Übel

Bspw. am Morgen des 17. Juli 1945 wurden die Städte Oita, Hiratsuka, Numazu und Kuwana bombardiert. Oita und Hiratsuka wurden dabei zu mehr als 50 Prozent zerstört, Kuwana zu 75 Prozent und Numazu sogar zu mehr als 90 Prozent. Drei Tage später wurden drei weitere Städte angegriffen, darunter Fukui, die zu 80 Prozent zerstört wurde. Zwei Tage danach wurden sechs weitere Städte attackiert, darunter Ichinomiya, zu 75 Prozent in Schutt und Asche. Am 02. August fielen Bomben auf vier weitere Städte, darunter Toyama, welche zu 99,5 Prozent – also vollständig – zerstört wurde. Vor diesem Hintergrund kann man den Angriffen auf Hiroshima und Nagasaki keine so große Bedeutung zusprechen, wie allgemein üblich.

Eine weitere Unwahrheit: Der damalige US-Präsident Harry S. Truman hatte in seiner Rede am 6. August 1945, einige Stunden nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima, behauptet, dass die Stadt eine „japanische Militärbasis“ gewesen sei, welche man gezielt angegriffen habe.

General Dwight Eisenhower erklärte im Jahr 1963 in einem Newsweek -Interview, dass „die Japaner bereit waren sich zu ergeben“ und es nicht nötig gewesen sei, diese schrecklichen Angriffe durchzuführen. Trumans Stabschef Admiral William Leahy erklärte in seinen Memoiren ebenfalls, dass Japan geschlagen war und es keinen Grund für „den Einsatz dieser barbarischen Waffe in Hiroshima und Nagasaki“ gegeben habe. Dennoch beschloss Washington, die neue „Superbombe“ an wehrlosen japanischen Familien zu demonstrieren und warf die Atombomben über Wohngebieten der beiden japanischen Großstädte ab.

Großbritannien unterstützte den Einsatz der Massenvernichtungswaffen

Laut Mitte 2013 veröffentlichten Dokumenten war die Regierung Großbritanniens als enger Verbündeter der Vereinigten Staaten an der Entscheidung für die Durchführung der Atombomben-Angriffe maßgeblich beteiligt. Im September 1944 waren sich Briten und Amerikaner einig, nukleare Massenvernichtungswaffen gegen Japan einzusetzen, sobald diese einsatzbereit seien. Am 04. Juli 1945 gab es ein Treffen zwischen amerikanischen und britischen Regierungsvertretern, bei dem Großbritannien entschieden für einen Einsatz von Atombomben gegen Japan gestimmt hatte, wie Japans Nachrichtenagentur Kyodo meldet.

Mehr als 70 Jahre später äußerte sich der älteste Enkelsohn Harry Trumans, Clifton Truman Daniel, zu den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki. Die USA würden sich „niemals dafür entschuldigen“ und im Grunde sei der Einsatz der Massenvernichtungswaffe „eine tolle Sache gewesen“, so der Schriftsteller. „Die Bomben waren eine tolle Sache. Sie beendeten den Krieg. Sie retteten Hunderte oder Tausende von Menschenleben auf beiden Seiten und das, sagte mein Großvater, war sein Grund für die Entscheidung. Um den Krieg zu verkürzen und die Leben von Amerikanern zu retten, die in einer Invasion der Hauptinseln wahrscheinlich verloren gegangen wären.“

Oberst Paul W. Tibbets, welcher die Atombombe über Hiroshima ausklinkte, wurde später in einem Interview gefragt, ob er es nicht bereue, Zehntausende Menschen ermordet zu haben. Er antwortete: „Ich habe es nie bereut und mich nie geschämt, denn ich glaubte damals, dass ich meine patriotische Pflicht tat, als ich den Befehlen folgte, die man mir gab.“ Die selben Argumente benutzte übrigens der im Jahr 1961 in Argentinien gefasste deutsche SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, als er von Israel wegen Völkermordes angeklagt und später hingerichtet wurde.

56 Prozent aller Amerikaner glaubten laut einer Umfrage des Pew Research Center im Jahr 2015, dass der Einsatz von Atomwaffen gegen Japan im Zweiten Weltkrieg gerechtfertigt war. 34 Prozent gaben an, dass es nicht gerechtfertigt war. Unmittelbar nach dem Krieg im Jahr 1945 hatten sich 85 Prozent dafür ausgesprochen. Dies liegt teilweise an der heutigen jungen Generation der 18- bis 29-jährigen, von denen nur noch 47 Prozent dafür sprechen. Die älteren US-Bürger über 65 Jahren gaben zu rund 70% an, dass der Einsatz gerechtfertigt war. In Japan hingegen glauben nur 14 Prozent, dass der Einsatz der Atombomben richtig war, 79 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Die USA führten seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast im Jahrestakt Krieg, räumten mithilfe eines gigantischen Militärapparats und einer großangelegten Propaganda fast alle wirtschaftlichen und militärischen Widersacher aus dem Weg und stiegen dadurch zur imperialistischen Supermacht auf. Japan wurde der „unsinkbare Flugzeugträger“ der USA, erst im Koreakrieg, dann in Vietnam. Die Vereinigten Staaten umspannen die Welt heute mit über 700 militärischen Auslandsstützpunkten und ist an mindestens 74 militärischen Konflikten aktiv beteiligt. 95 % der weltweit existierenden militärischen Enklaven stammen aus den USA.

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Dresden wurde bombardiert um den Vormarsch der Russen noch vor dem Erreichen der Westküste zu stoppen. Stalin ist auf die Drohung der Amis reingefallen, dass man sonst russische Städte pulverisieren würde.

In Japan wurde diese Täuschung mit zwei Atombomben weiter pervertiert. Wenn Stalin weiter auf das japanische Festland vorrückte, würde man Wladiwostok mit einer Atombombe auslöschen.

Seit dem Bau des Panamakanals taktieren die Amis mit Drohungen und setzen diese Drohungen auch mit militärischer Gewalt weltweit um. Bis…..

und sie sitzen bis heute in Japan und besetzen das Land… interessant auch wies zum Koreakrieg kam im Anschluss daran. Japan hielt immer noch die Mandschurei, Korea und weite Teile Chinas besetzt, die Amis ermunterten Russland den Japs den Krieg zu erklären, auf einmal merkte man wie so oft „oh das wird eng“ und landete noch schnell in den südlichen Gebieten Koreas.

und es waren auch noch die deutschen Bomben die die Amis in Thüringen gefunden haben. Auf der 1. Seite des Buches steht folgendes Zitat von B. Netanjahu

Deutschland 1938 – Iran heute alles klar?

http://www.kopp-verlag.de/TOP-SECRET:-Amerikas-verschwiegener-Triumph.htm?websale8=kopp-verlag&pi=913400

Im übrigen haben die Japse schon Anfang 45 über verschiedene Wege versucht Frieden zu schließen. U. a. über den Genossen Stalin, wo sie wohl dachten, dass er ihnen ihren Nichtangriff 41 danken würde. Für Ihre Vertragstreue haben Sie die gerechte Strafe erhalten.

Nochmal etwas zum Thema: Die Amis haben von 1945 bis 1992 insgesamt 1054 (!) Atom- und Wasserstoffbomben gezündet. Und dabei sogar eigene Leute einem qualvollen letalen Schicksal zugeführt.

Teile im Pazifik werden wohl noch über Generationen unbewohnbar bleiben. Das skurrile an dieser Sache ist, dass z. B. die Marshallinseln damals im Auftrag der Vereinten Nationen von den USA verwaltet wurden. So gehen die USA also mit einem Völkerrechtsmandat um.

und wo anders würden auch keine Kriegsverbrecher hohe Staatsposten bekommen

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/07/us-aussenminister-kerry-ist-ein.html

und hinter den Namen richtig geschaut: Wieder ein Jude

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