Syrien kritisiert „Doppelstandards“ bezüglich Israels Atomwaffen


Israel/Politik/Syrien

Syrien kritisiert den Westen aufgrund seiner „Doppelstandards“ in Bezug auf das israelische Atomwaffenarsenal. Bereits 2003 forderte Damaskus einen „Nahen Osten ohne Massenvernichtungswaffen“, inklusive Israel, was von den USA blockiert wurde.

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Flaggen Syrien, Israel, beide gemeinfrei

Syriens Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Bassam al-Sabbagh, wurde am Mittwoch von SANA zitiert, dass „einige UN-Mitgliedsstaaten, einschließlich der Atommächte, klare Doppelstandards haben, wenn es um die nuklearen Fähigkeiten von Israel geht.“ Diese Bemerkung traf er während der 61. jährlichen ordentlichen Sitzung der Internationalen Atomenergie-Organisation in Wien.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

„Es ist eine Quelle tiefer Besorgnis für die Länder des Mittleren Ostens, dass sich die zionistische Entität mit den nuklearen Fähigkeiten außerhalb des Rahmens des Atomwaffensperrvertrags und des umfassenden Sicherungsabkommens bewegt“, so der Diplomat weiter.

Die syrische Regierung hatte bereits im Jahr 2003, zu Beginn des Irakkriegs, einen Brief an die Vereinten Nationen gesandt mit der Aufforderung, den Nahen Osten zur „massenvernichtungswaffenfreien Zone“ zu machen. „Israel wäre inbegriffen gewesen. Es waren die Vereinigten Staaten, die den Vorschlag letztlich ablehnten.“

Syrien hat die Doppelstandards des Westens in Bezug auf Israels Atomwaffen immer wieder beklagt. Die Äußerungen von al-Sabbagh folgten den jüngsten Drohungen Trumps gegen den Iran, den im Jahr 2015 abgeschlossenen „Deal“ aufzukündigen. Der Iran betonte immer wieder die friedlichen Absichten des Atomprogramms.

Trump droht derzeit auch mit Angriffen auf Venezuela und Nordkorea. In letzterem Fall ebenfalls aufgrund des dortigen Atomprogramms, heißt es jedenfalls.

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sana


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8 Comments

  1. Eine gerechtfertigte Forderung Syriens auf Abschaffung der Atomwaffen in Israel.

    MfG. grillbert aus Hamburg

    PS. dann könnte man auch Lichtenstein mit Atomwaffen hochrüsten.

  2. Ich habe ganz besonders Probleme damit, wenn Saaten Atomwaffen haben, deren Premierminister solche Reden hält
    …Der verstorbene israelische Premierminister Menachem Begin sagte:
    „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir Juden sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir unterscheiden uns von den niederen Rassen so, wie diese sich von den Insekten unterscheiden.
    Tatsächlich sind verglichen mit unserer Rasse andere Rassen Bestien und Tiere, Vieh bestenfalls. Andere Rassen werden als menschliche Exkremente betrachtet. Unsere Bestimmung ist es,
    über die niederen Rassen zu herrschen… Die Massen werden unsere Füße lecken und als unsere Sklaven dienen.“
    http://de.wikimannia.org/Herrenmensch ….

    …und es gleichzeitig offizielle Regierungspolitik dieses Landes ist, ganz Europa (mit den Samson-Doktrin) mit der atomaren Vernichtung zu drohen, auch wenn Israel nicht von Europa angegriffen wurde.
    Warum nennt man solche Menschen unsere Freunde?
    Warum liefert Merkelchen diesen Menschen auch noch die U-Boote, damit sie ihre Drohung wahr machen könnten?

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. @ H.J. Weber

    Guter Einwurf, ist aber schon an die dreissig Jahre alt.
    Richtig ist allerdings, dass bereits in der uns bekannten Bibel nur das Volk der Juden mit seinen 12 Stämmen auserwählt und gesegnet wurde. Deshalb gingen Katholiken früherer Jahrzehnte immer sehr distanziert mit dem auserwählten Volk um. Aber auch das hat sich geändert. Die Meinung der katholischen und der evangelischen Amtskirche, bis hin zum Papst in Rom, ist von der Meinung der Grünen im Deutschen Bundestag nicht mehr zu unterscheiden.
    Aus dem Jahre 1998 datiert ein Satz eines jüdischen Rechtsgelehrten in London, dass die „Gois“ überhaupt nur deshalb geboren wurden, um den Juden zu dienen.
    Die uns regierende politische Klasse nennt diese Leute deshalb unsere Freunde, weil die begriffen hat dass diese in dieser Welt das Sagen hat. Dieses 1 % Volk hat in Israel, wo nur ein sehr kleiner Teil der weltweiten Juden lebt, sehr rassistische Gesetze. Man stelle sich vor in Deutschland gäbe es ein Gesetz, wonach das Kind nur dann ein deutsches Kind wäre, wenn die Mutter Deutsche war. Welche Nationalität der Vater hat, würde dann keine Rolle spielen. Eben weil es nur auf die Rassezugehörigkeit (nicht etwa Volkszugehörigkeit) der Mutter ankäme.
    In Deutschland wäre sofort die Hölle los. Aber für israelische Gesetze interessieren sich unsere Gutmenschen leider nicht.

  4. Hat Begin das wirklich gesagt ?
    Es geistern häufig erfundene Aussagen durchs Internet, die SO nie gesagt oder geschrieben wurden. ZB. Weizsäcker in seinem Buch „Der bedrohte Frieden“. Diese Aussage gibt es in dem Buch garnicht. Nachzulesen in „Lupo Cativo“.
    Jeder fühlte sich berufen das zu kopieren und erneut zu veröffentlichen.

    Wir Deutschen sollten uns mal überlegen, wie unsere Nationalhymne auf andere Nationen wirkt. „Deutschland Deutschland über allles…..“.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  5. @ grillbert

    Diese Strophe darf beim Singen der Nationalhymne schon lange nicht mehr mitgesungen werden!
    Das kommt einem teilweisen Verbot der Nationalhymne gleich. Da Deutschland nur ein halb souveräner Staat ist, deren Rest von Merkel jetzt auch noch nach Brüssel entsorgt wird, wird bei uns besonders genau hingeschaut.
    Da zählt jeder falsche Zungenschlag. Selbst wenn das Begin so nicht gesagt hat, so ist das Selbstverständnis des auserwählten Volkes genau das. Und das ist Fakt.

  6. @ Markus
    Ja, unterm Strich stimmt das. Deshalb sind sie ja weltweit so unbeliebt und das seit tausenden von Jahren.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  7. Hallo grillbert,

    da bin ich nun kein Experte, aber ich habe mir mal erklären lassen, dass dieses „Deutschland über alles“ für den Texter als Aussage gedacht war, dass ihm Deutschland *als Heimat* über alles geht.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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