Walnüsse gegen Krebs?


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„Mit Walnüssen können Sie Ihrer Gesundheit einen riesengroßen Gefallen tun“, schreibt das Magazin Natural News. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Walnüsse die Entwicklung von Krebs stoppen und Krebszellen sogar eliminieren können.

Walnüsse gegen Krebs
Walnüsse gegen Krebs? Bild: Gegenfrage.com

Bereits um 7.000 vor Christus waren Walnüsse unter den Menschen bekannt. Doch sind sie nicht nur sehr beliebt, sondern auch super gesund. Sie enthalten mehrere seltene sekundäre Pflanzenstoffe, die in nur sehr wenigen anderen Lebensmitteln vorkommen und stark krebshemmende Eigenschaften besitzen.

So zum Beispiel Tellimagrandin, Juglon oder Morin. Mehrere veröffentlichte Studien bestätigen die Wirkung von Walnüssen bei der Krebsbekämpfung. Forscher an der UC Davis und anderen Institutionen haben festgestellt, dass Walnüsse das Wachstum von Prostatakrebs bei Mäusen um 30 bis 40 Prozent verlangsamen konnten, bei Brustkrebs sogar um 50 Prozent.



Eine weitere tolle Eigenschaft sind die hochwertigen Fette, die den Cholesterinspiegel reduzieren und die Insulinempfindlichkeit erhöhen, sodass sie auch bei der Therapie von Herzkrankheiten oder Diabetes einen wertvollen Beitrag leisten können.

Eine Studie kam etwa zum Ergebnis, dass übergewichtige Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, die nur eine Viertel Tasse Walnüsse täglich konsumierten, ihren Insulinspiegel innerhalb viel schneller regulieren konnten als vergleichbare Testpersonen mit anderen Diäten.

Walnüsse sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ein -einschließlich Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren- neben der Ölsäure, dem mächtigen monounsaturat, welches auch in Olivenöl vorkommt.

Die Dosis macht’s

In der Tat ist die Walnuss eines der wenigen Lebensmittel mit einer erheblichen Menge eines bestimmten Omega-3-Fetts, der Alpha-Linolensäure (ALA). Zudem ist sie reich an Vitamin E. Doch trotz aller gesundheitlicher Vorteile sollte man jedoch nicht zu viele Walnüsse essen:

Walnüsse sind äußerst kalorienreich. Nur rund 75 Gramm haben knapp 500 kcal. Zwar sind Kalorien nicht alles, doch empfiehlt Natural News, die Einnahme von Walnüssen mit einer kalorienarmen Diät zu verbinden. Drei Walnüsse (bzw. 28 Gramm oder 1 Unze) enthalten folgende Inhaltsstoffe:

Kalorien185
Eiweiß4,3 g
Gesamtfett18,4 g
Cholesterin0,0 mg
Einfach ungesättigte Fettsäuren2,5 g
Gesättigte Fettsäuren1,7 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren13,3 g
Omega-3-Fettsäuren (Vorläufer von EPA / DHA)2,5 g
Omega-6-Fettsäuren10,7 g
trans-Fettsäuren0,0 g
Thiamin0,1 mg
Vitamin B60,2 mg
Folat27,7 µg
Mangan1,0 mg
Magnesium44,6 mg
Phosphor97,8 mg
Kupfer0,4 mg
Phytosterole20,3 mg
Ballaststoffe1,9 g

Quellenangaben anzeigen
naturalnews, lifeextension

5 Kommentare

  1. Ich hatte zum Thema bereits erwähnt, dass ich mich aktuell in einer onkologischen Nachsorgeklinik befinde.
    Diese liegt in den Schwarzen Wäldern.
    Ich habe den Arzt zum Thema Walnüsse befragt.
    Auf seine Frage, welche belastbaren Studien dieses untermauern würden, konnte ich nur auf Behauptungen des Internets verweisen. Da hat er nur mitleidig gelächelt.

    Es gibt kein Mittel gegen Krebs, sondern es gibt Mittel der Natur komplementär zur Schulmedizin!
    Egal ob Heidelbeeren, Mistel, Gelsemium, Kurkuma!
    Die Stammzellen einer Krebszelle werden vom körpereigenen Abwehrsystem, den Fresszellen (weiße Blutkörperchen) nicht erkannt. Deshalb verlaufen alle Methoden, die Körperabwehr zu stimulieren, ins Leere.
    Denn die Fresszellen wissen einfach nicht, wer der Feind ist! In 60 % aller Fälle erweisen sich die Bestrahlungen zur Abtötung von Krebszellen dann als wirkungslos, wenn es sich um Stammzellen handelt. Die normale Krebszelle ist keine Stammzelle und kann daher abgetötet werden.
    Aus diesem Grund hatte ich mich für die OP entschieden und muss in Folge den PSA Wert genau überwachen.
    Sollte dieser in den nächsten Jahren über den Wert von 0,04 steigen, dann kann ich immer noch bestrahlt werden.
    Walnüsse sind günstig für das Herz, vielleicht nicht ungünstig bei Krebs. Aber wo sind die belastbaren internationalen klinischen Studien??

  2. Die Überschrift fragt doch nur mal ganz vorsichtig und pauschal, ob die Nuss der Nüsse nun in der Richtung gegen den Krebs etwas bringe. Oder nicht. Es wird auf „Natural News“ verwiesen, die wohl geschrieben haben soll, die Zaubernuss könne Krebs „stoppen“ und die bösen Zellen „eliminieren“. Ziemlich schwabbelig, aber egal, ist ja nur die Einleitung.
    Dann werden Studien (Plural!) erwähnt, die auch veröffentlicht wurden und nicht nur von einem einzigen Institut stammen („UC Davis und anderen Institutionen“).
    Für das mitleidige Lächeln eines Onkologen sehe ich da eher wenig Raum … .
    Nun geht es ins Detail, nachdem eine eindeutige Quelle genannt wurde (Davis-Universität in Kalifornien), wird berichtet, dass Studien (Plural!) gezeigt haben, dass die Wundernuss das Krebswachstum bei Mäusen verlangsamt, je nach Krebsart um 30-50%. Aha, der Krebs wächst also viel langsamer weiter. Nicht mehr und nicht weniger.
    Ein interessanter Ansatz.
    Wer es genau wissen will, vergisst mal den Quatsch von der Bringschuld und begibt sich zur Uni. Wissen ist eine Holschuld.
    Auf der Seite der Uni kann man dann unter „Research/Bibliothek“ stöbern, oder den Service beanspruchen unter „Help when you need it“ findet man den Link zu kompetenten Menschen „expert staff of librariens“.

    https://www.ucdavis.edu/research/library

    Würde mich das Thema Krebs näher interessieren, z.B. beruflich als Onkologe, hätte ich die Studie(n) schon längst auf dem Schreibtisch.

    Frybeer for Future! (-;

    Joe

  3. Schulmediziner ticken aber anders als Naturheilmediziner.
    Diese erkennen weltweit nur Doppelblindstudien an und Tierversuche gelten nur für die Kosmetikindustrie.
    Ich esse ebenfalls Walnüsse, aber eben noch zig andere Lebensmittel, welche den gleichen Ruf haben.
    Der von mir bereits erwähnte Dr. Jacobs schreibt in seinem sehr vollständigen Buch jedenfalls nichts über Walnüsse.
    Bei You Tube ist ein Video eines Spinners zu sehen, der behauptet, das Kraut der Kräuter gegen Krebs gefunden zu haben: Beifuß.
    Da wird dann die Liste der unbedingt zu essenden Produkte immer länger. Je länger diese aber wird, desto unpraktischer wird diese dann.
    Egal was man tut, es muss immer in den Alltag eingebunden werden können.
    Das Zauberwort bei der hier zum Thema aufgetretenen Unstimmigkeit liegt im Wörtchen „komplementär“.
    Niemand bestreitet, dass das Alicin im Knoblauch, Walnusöl oder was auch immer, nützlich sein kann!
    Allerdings sind die Friedhöfe voll von Leuten, welche sich einzig darauf verlassen haben. Ein Kraut, oder eine Nuss, welche gezielt Krebszellen angreift, kann es nicht geben.
    Ich hatte deshalb erläuternd geschrieben, dass selbst die körpereigenen Fresszellen die sich entwickelnde Krebszellen nicht erkennen. Und dann sollen Nüsse oder Früchte das können? Nicht sehr logisch.
    Ich hatte mich, aus gutem Grund, nach langer Überlegung und Gesprächen für die OP entschieden. Aber statistisch gesehen, kann der Krebs remittieren und deshalb nehme ich jede Menge Nahrungsergänzungsmittel, welche ich versuche aus der Apotheke zu beziehen. Warum aus der Apotheke? (Schließt natürlich Walnüsse nicht ein!)
    Weil in der EU die Gesetzeslage so ist, dass Nahrungsergänzungsmittel nur zu 50 % die Menge an Wirkstoffen enthalten müssen, mit denen schließlich geworben werden kann! Nur Apotheken müssen eine höhere und zutreffende Qualität garantieren. Ob das im Zweifelsfall immer gelingt, auch bei verschreibungspflichtigen (meist in Indien hergestellten) Medikamenten steht auf einem anderen Blatt.

  4. Tolles Wort hast Du da erfunden. „Naturheilmediziner“. Das braucht man, wenn man die Naturmediziner in Natur-Heilmediziner und Natur-Unheilmediziner unterteilen möchte.
    Es wäre nur fair, wenn man das mit den Schulmedizinern auch mal so machen würde. (-;
    Da mich eher die ökonomischen Aspekte der Krankheit interessieren, frage ich mich, ob der Krebs vielleicht mittlerweile systemrelevant geworden sein könnte und besonderen Schutz genießt.
    Eugen Roth hatte ja mit seinem Sprüchlein in die richtige Richtung gezeigt, war allerdings „unten“ stehengeblieben. Der Dienstleister am unteren Ende war in die Kritik geraten.
    Vielleicht sollte man den Blick mal nach oben richten zum Investor.
    Ich finde es auch irritierend, dass im Lösungsraum nur der Kampf Molekül gegen Molekül zur Verfügung stehen soll. Körperzelle/modifiziertes Senfgas/Beifuß/strahlende Metalle/Walnüsse … gegen Krebszelle.
    Hirneise hat es mal so rausgelassen, dass es vor langer Zeit aus der Ursachenforschung zur Krebsvermeidung hieß „nicht rauchen, nicht trinken, gesund ernähren“. 230Mrd. Euro später hieß es dann „nicht rauchen, nicht trinken, gesund ernähren“.

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