Türkei bombardiert von USA unterstützte Kämpfer in Nordsyrien


Militär/Syrien/Türkei/USA

Es wird kompliziert in Syrien: Die Türkei hat die von den USA unterstützten kurdischen Kämpfer in Afrin bombardiert. Kurz zuvor hatte Washington einen Angriff der Gruppe auf syrische Soldaten angeführt, heißt es.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Türkei YPG USA
Türkei YPG USA, Bild: Gegenfrage.com

Die türkische Armee sagte in einer Erklärung am Freitag, dass in nächtlichen Angriffen 19 Ziele zerstört wurden. Darunter Munitionsdepots, Unterkünfte und Waffenpositionen, so die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Das sogenannte Syrische Observatorium für Menschenrechte meldete, dass sieben von den USA unterstützte Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) sowie zwei Zivilisten bei den Angriffen getötet wurden.

Die Türkei begann am 20. Januar mit Militäroperationen, stoppte diese jedoch, nachdem Kämpfer einen russischen Jet in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib abgeschossen hatten. Moskau sollte damit ermöglicht werden, sein Luftverteidigungssystem in der Region zu verstärken.

Die Offensive richtete sich gegen die YPG, die nach Angaben der Türkei Verbindungen zu Gruppen pflegt, die in der Türkei als terroristisch eingestuft werden. Die türkische Offensive gegen von Washington unterstützte Kräfte folgte zwei Tage, nachdem die USA regierungstreue syrische Truppen in der westsyrischen Provinz Dayr al-Zawr angegriffen hatten.

Berichten zufolge kamen dabei mehr als 100 Menschen ums Leben. Die Soldaten führten zu diesem Zeitpunkt an einer Offensive gegen den Islamischen Staat durch, schreibt PressTV. Die USA behaupteten, sie hätten den Angriff durchgeführt, um die SDF-Kämpfer zu schützen, deren Reihen mit YPG-Kämpfern besetzt sind.

Syrien wies die Behauptung zurück und verurteilte den Angriff als „Kriegsverbrechen“, das den Islamischen Staat stärken soll.

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nytimes, nytimes, presstv

8 Comments

  1. Ja- ist doch „toll“
    Bisher „nur“ deutsche Leopard, gegen deutsche Milan Antipanzer-Raketen und nun US Kampfflugzeuge gegen US Stinger Raketen.
    Ist das nicht „herrlich“ endlich werden wir merken was wirklich „wirkt“.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Genau. Das kommt davon, wenn Jeder an Jeden liefert.
    Die Russen liefern die S 400 auch in alle Welt: in Nato Staaten und zum Erzrivalen Saudi.

  3. Hallo Markus,
    gerade Defensivwaffen, wie die S 400, sollten durch die UN subventioniert werden, damit jeder Staat sich damit vor Überfällen aus der Luft schützen kann.
    Was wäre denn die US Kifferarmee ohne Drohnenmorde und Luftangriffe, die alle Illegale Kriegshandlungen sind und somit Kriegsverbrechen.
    Selbst bei den Kriegsverbrechen aus der Luft und Billion von Dollar, die in den Kriegen verpufft sind, stellt sich doch die Frage:
    Was hat es den Amis gebracht?
    Dieses Imperium sieht als einzige Existenzberechtigung an Kriege zu führen.
    Bin Laden hat gewonnen, daran gibt es nichts mehr zu rütteln.
    Mehr als Afghanistan und eine zusammenbrechende Infrastruktur in den USA, hätte keine reguläre Armee den Amis antun können.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  4. Hallo Helmut,

    ich habe allerdings Geschichte verstanden.
    Denn nur das ist Geschichte- das Auswendiglernen irgendwelcher Daten ist nicht die Wichtigste.
    Und deshalb weiß ich, dass den USA hieraus kein Vorwurf zu machen ist. Denn diese waren von etwa 1942 bis vor wenigen Jahren wie das alte Rom. Hätte der Deutsche Kaiser, der ja vor 1914 die Einkreisung Deutschlands richtig erkannte, die richtigen Schlüsse daraus gezogen und aufgerüstet, dann wäre dieser Krieg nicht versemmelt worden und der Zweite WK wäre ausgeblieben.
    Dann hätten sich die Deutschen genauso aufgeführt wie die Amerikaner. Es sind immer die nicht eingehegten Kräfte, die zu überschießenden Aktionen führen.
    Und deshalb, wenn die USA verschwinden sollten, wird es wenige Jahre darauf dasselbe Problem mit den Chinesen geben. Genau das ist Geschichte: das Verständnis dafür, dass es die Bedingungen sind und nicht die Regierungen.
    Die Macht der Regierungen hat meistens nur kurze Beine.
    Und deshalb war auch Gorbatschows Annahme, wenn die Sowjetunion von ihrer Ideologie abgehe und auch kapitalistisch wird, dass dann der Gegensatz zu USA und Nato wegfiele, grundfalsch.

  5. Ich korrigiere mich hier, weil, da war ich zu schnell:
    Der Deutsche Kaiser hätte sich nicht aufgeführt, wie die Franzosen nach 1918 oder die Amerikaner nach 1945.
    Denn er hatte die Kapitulation der Gegner nachweislich nicht gewollt. Auch die letzte deutsche Großoffensive vom Frühjahr 1918 hatte nur ein Ziel: den Gegner friedensbereit zu machen.
    Jeder sollte, schrieb GFM Ludendorff, seine Wunden lecken und sich auf sein Vorkriegsterritorium zurück ziehen.

  6. Ich habe die betreffende Stelle bei Erich v. Ludendorff noch einmal nachgelesen. In der Heereskriegsleitung war die territoriale Frage im Falle eines günstigen Kriegsausganges umstritten. Es gab Überlegungen, Belgien dem Reich einzuverleiben.
    Aber diese Überlegungen waren uninteressant, weil der Kaiser alles auf einen dauerhaften Frieden setzte und GFM von Hindenburg dasselbe wollte. Ludendorff wäre für alles zu haben gewesen. Das hätte dann sicherlich den Zweiten WK erspart und die Bolschewisierung Russlands.

  7. tja, weder die USA noch die Tuerkei moechten den vermeintlich fetten Kuchen mit jemand anderem teilen. Hoffentlich zerstoeren sie sich gegenseitig in ihrer unendlichen Gier!

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