Obama: Brauche für Irak-Intervention keinen Kongress


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Obama sagte gestern, dass er für einen Militäreinsatz im Irak keine Zustimmung des Kongresses benötige. Die ISIL-Kämpfer haben wichtige Städte im Norden des Irak erobert. Iraks Ministerpräsident vermutet Saudi-Arabien und Katar als Unterstützer hinter den Kämpfern.

Träger des Friedensnobelpreises: Barack Obama
Bild: Memegenerator

US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama sagte am Mittwoch während eines Meetings mit Kongressabgeordneten, dass er für eine weitere Intervention im Irak keine Zustimmung des Kongresses benötige. Bei dem Meeting ging es um verschiedene Optionen bezüglich der Situation im Irak.

Obama fügte hinzu, dass er Republikaner und Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat wissen lassen werde, wie er weiter verfahren wird. Laut einer Erklärung des Weißen Hauses sollen die Möglichkeiten irakischer Sicherheitskräfte untersucht und ggf. unterstützt werden, um den ISIL-Militanten begegnen zu können. Die Kämpfer haben die Kontrolle über einige der wichtigsten nordirakischen Städte erlangt, wie etwa Mosul, die zweitgrößte Stadt des Landes, oder Tikrit, die Geburtsstadt des von den USA hingerichteten früheren Präsidenten des Irak Saddam Hussein.

Die Kämpfer haben Fotos ihrer Grausamkeiten gegen die irakische Zivilbevölkerung ins Netz gestellt und angekündigt, ihre Offensive in Richtung der Hauptstadt Bagdad fortzusetzen. Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki sieht in der Einnahme Mosuls eine Verschwörung und vermutet Saudi-Arabien und Katar als Hauptunterstützer der Kampftruppen.