China kritisiert "ernsthafte militärische Provokationen" der USA


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Nachdem vor rund zwei Wochen ein US-Bomber in von China beanspruchtes Gebiet einflog, hat Peking bei der US-Botschaft eine diplomatische Beschwerde eingelegt. Die Streitkräfte seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, zudem bestehe nun die Gefahr einer Militarisierung der Region.

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Chinas Volksbefreiungsarmee, Bild:public domain

Chinas Regierung hat bei der US-Botschaft in Peking eine diplomatische Beschwerde eingelegt, nachdem ein US-amerikanischer Bomber am 10. Dezember in der Nähe der umstrittenen Spratly-Inseln gesichtet wurde. Das chinesische Verteidigungsministerium bezeichnete den Vorfall als „ernsthafte militärische Provokation“, da der Flug des B52-Bombers weder angekündigt, noch eine Erlaubnis eingeholt wurde.

Chinas Militär sei in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Diese Provokation seitens der Vereinigten Staaten könne zu einer ¨Militarisierung der Region¨ führen, erklärte das chinesisches Verteidigungsministerium weiter.

Marine-Kommandant und Pentagonsprecher Bill Urban bezeichnete den Flug des Bombers hingegen als ¨regelmäßig durchgeführten Trainingsflug.¨ Ein hochrangiger US-Beamter aus dem Verteidigungsministerium sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass schlechtes Wetter den Bomberpiloten dazu veranlasst habe, seinen Kurs zu verlassen und in das von China beanspruchte Gebiet einzudringen.

Die Inseln werden nicht nur von China, sondern auch von Vietnam, den Philippinen, Brunei, Taiwan und Malaysia beansprucht. Viele der genannten Länder sind die Verbündete der USA. DIe Region ist reich an natürlichen Ressourcen wie Erdöl und Erdgas und gleichzeitig ein wichtiger asiatischer Handelsweg.

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