Kim Jong-Un: Atomwaffen „mächtige Abschreckung“ gegen USA


Militär/Nordkorea

Das nordkoreanische Staatsoberhaupt Kim Jong-Un sagte, dass das Atomprogramm seines Landes eine „mächtige Abschreckung“ und die einzige Möglichkeit sei, um dem US-Imperialismus entgegenzutreten.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Kim Jong-Un Nordkorea Atomprogramm USA
Kim Jong-Un Nordkorea Atomprogramm USA, Bild: Gegenfrage.com

Nordkoreas Führer Kim Jong-Un hat sein Atomprogramm als „mächtige Abschreckung“ gegen US-Bedrohungen gerechtfertigt. Gleichzeitig sagte er, dass die neuen Sanktionen gegen sein Land kaum einen Effekt hätten, wie er von der Pyongyang Times zitiert wird.

Auf einer Sitzung des Zentralkomitees der regierenden Arbeiterpartei sprach Kim am Samstag über die „komplizierte internationale Situation“ und sagte, dass die nuklearen Fähigkeiten seines Landes die nationale Souveränität garantiere.

Er sprach nur wenige Stunden nach einer Rede von US-Präsident Donald Trump, in der dieser darauf hindeutete, dass Krieg die einzige Option darstelle, um die Nordkorea-Frage zu lösen. Kim sagte weiter, dass das Nuklearprogramm „den Frieden und die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel und in Nordostasien sicher bewahrt“.

Es handle sich um die einzige Möglichkeit, den „langwierigen nuklearen Bedrohungen der US-Imperialisten“ entgegenzutreten. Die Agenda des Atomprogramms bezeichnete er als „absolut richtig“.

Sanktionen seit 67 Jahren

Die von Washington orchestrierten internationalen Sanktionen gegen Nordkorea begannen am 25. Juni 1950 mit dem Koreakrieg. Kein anderes Land der Welt wurde bisher so lange und so hart sanktioniert, isoliert und militärisch bedroht.

Immer wieder haben amerikanische Top-Politiker dem isolierten Land mit Vernichtung gedroht. So sagte etwa der ehemalige amerikanische Generalstabschef und spätere US-Außenminister Colin L. Powell im Februar 1995: „Falls wir irgendwann den Verdacht haben sollten, dass sie Atomwaffen benutzen oder sie tatsächlich einsetzen, dann machen wir aus ihnen Holzkohle-Briketts.“

Einige Beobachter sind allerdings auch der Meinung, dass den USA die Bedrohung durch Nordkorea nur als Vorwand dient, um eigene Truppen in die Nähe Chinas zu verlegen.

Quellenangaben anzeigen
pyongyang times


+++ Kostenloses Testmastering +++
>> Mastering-Studio aus Berlin <<

17 Comments

  1. Er hat Recht. Aber ich habe mit folgendem Einwand auch Recht:
    Was hätte Nordkorea gehindert vor Jahren, als die Provokationen immer häufiger wurden, einen Beistandspakt mit China abzuschließen?
    Das wäre billiger gewesen und wäre im Endeffekt auf dasselbe hinaus gelaufen: Ruhe vor den USA.

  2. Übrigens scheint mir der Dicke Kim nicht unbelehrbar zu sein.
    Jetzt holt er seine Schwester in die „Geschäftsführung“ des Staates.
    Ich würde mich nicht wundern, wenn diese Schwester mehr und mehr das Sagen bekommt und der Kim sich aus gesundheitlichen Gründen allmählich zurück zieht.

    Aber all das nicht wegen Trump oder den USA, sondern weil die Regierung Kim schon lange in Peking in Ungnade gefallen ist. Das muss sich für Nordkorea am dringendsten ändern. Mit den Querelen mit den USA kann er hingegen leben.

  3. Zu Atomwaffen schrieb ich hier am 6. Juli 2012 um 06:34

    Technisch gesehen muss man ja von zwei Typen von A-Bomben ausgehen. Da gibt es DIE GUTEN A-Bomben von denen auch der Staat Israel satt auf Lager hat.
    Leider gibt es auch DIE SCHLECHTEN A-Bomben (pöhse pöhse Dinger) welche andere Staaten haben, haben könnten, oder bauen wollen.
    Das muss man natürlich verhindern, notfalls mit den guten A-Bomben. Welcher Klasse eine A-Bombe angehört,das entscheidet die Weltregierungsmacht und ihr Friedensnobelkaiser. Die haben die einzige Prüfstelle. Wer den TÜV Stempel bekommt für seine A-Bomben darf mitspielen, alle anderen nicht!

  4. Q Markus , 14.40Uhr
    Rein rhetorisch gelten Aussagen, die mit einem „aber“ verknüpft werden gesamtheitlich als widersprüchlich und damit schlicht immer als Unsinn.

    Die Nordkoreaner befindet sich nicht nur geografisch, sondern auch gegenüber den unterschiedlichen Machtinteressen der Großen zwischen allen Stühlen. – Und deshalb nehmen sie den Schutz ihres Lande besser selbst in die eigenen Hände.

    Frei nach dem Motto: Hilf dir selbst, und der Erfolg stellt sich dann schon ein. – Man sieht es doch, dass es funktioniert, denn den Yankees bleibt nur das Pöbeln, wie es Hooligans so an sich haben.

  5. Also diese nachlesbare Aussage hatte ich schon gemeldet:

    Wenn der dicke Kim anfängt, dann steht er alleine da. Greifen die USA an, ist China mit drin.
    Klare Ansage der Chinesen im September.

    Ebenso die Aussage des chinesischen Botschafters in Washington, dass die USA ihre Drohungen gegen Nord-Korea unterlassen sollen.

    Übrigens haben die Amis im September eine US Base in ISRAEL etabliert.

  6. Hallo Kaiser Wilhelm,
    ich denke die Amis machen es wie mit Saddam, als sie ihn in die Kuwaitfalle haben laufen lassen.
    Jetzt benötigen sie Kim noch, weil sie erst Japan aufrüsten wollen.
    Und irgendwann schießen sie eine Rakete aus N-Korea mit Antiraketen ab, die Amis behaupten sie hatte einen atomaren Sprengkopf der auf Kalifornien gerichtet war und dann berufen die Amis sich auf das Völkerrecht zur Verteidigung und legen N-Korea in Schutt und Asche.
    Dann haben Sie ein weiteres Aufmarschgebiet an Chinas und Russlands Grenzen und ein aufgerüstetes Japan als Vasallen-Staat im Rücken.
    Die Bevölkerung in N-Korea wird jubeln, nun die Demokratie zu haben, wie in Libyen und CO. und wird im Elend versinken oder sich mit S-Korea wieder vereinen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  7. @ H. J. Weber

    Ja, selbstverständlich nutzen die USA diese Gelegenheit mit der Nuklearwaffe im Besitz Nordkoreas.
    Das betrifft die Aufstellung des THAAD in Südkorea und in Japan. Das haben die Chinesen und auch die Russen sofort erkannt. Und die betroffenen Aufstellungsländer haben nichts dagegen, weil diese Raketen eben auch Sicherheit bieten. Und zwar Sicherheit in der Unsicherheit!

    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Trump zwar poltert aber keinen Krieg gegen Nordkorea will.
    Ich glaube ferner, dass es nicht zum Äußersten kommen wird. Und zwar ausschließlich wegen den Chinesen.
    Korea hat früher einmal zum chinesischen Kaiserreich gehört und wenn das Trump nicht weiß, dann wissen das die Politologen in den USA- und davon gibt es nicht nur viele, sondern auch sehr gute. Die Präsidenten mussten noch nie besonders gut informiert sein. Die mussten ein volkstümliches Gesicht haben und vom Volk verstanden werden.
    Also nochmal: China fühlt sich berufener wie die USA über die weiteren Geschicke Nordkoreas zu entscheiden!
    Russland eiert herum und bemängelte letztens die humanitären Folgen des Wirtschaftsboykotts.
    Der Krieg und der Anschluss an Südkorea fallen beide aus.
    Weil China das nicht will! Trump ist absolut antirussisch eingestellt und erfüllt damit das Versprechen welches er Obama gab. Alles andere lenkt nur ab und wir warten immer noch auf die plötzlich ausbrechende Freundschaft der USA zu Russland. Bisher haben die USA alles getan um Russland zu schaden und halten sich an die Mahnung des Zbignew Brzeszinski: kritisch zu Russland und freundlich zu China.
    Das schrieb Brzeszinski bereits 1991. Auch dieses Buch (Büchlein) habe ich.

  8. @H.J.Weber
    Dein Szenario ist durchaus möglich, aber der Risikofaktor (die Reaktion aus China) ist der Knackpunkt. Die US Militärs sehen das Ganze völlig anders als der pöbelnde Trump. Noch kommt der Dicke Kim mit seinen Raketen nicht bis Kalifornien, jedoch wenn er mal Raketen hat, welche bis tief ins US Mutterland kommen können und davon reichlich, dann ist Ruhe im Karton. Dann wird sich der Ami zweimal überlegen was er macht. Dann kommt das was uns unter dem Begriff BALANCE OF POWER und in Europa bisher Frieden bescherte.
    Übrigens: Zur Herstellung dieser Raketen u.a. Waffensysteme benötigt man Zulieferer aus aller Welt, das ist bei den Amis nicht anders. Bei denen liefern auch die Russen und die Chinesen!

    WAR IS BUSINESS und mit einem atomaren Weltkrieg ist niemandem gedient. Da machen wir doch lieber weiter mit den nichtatomaren Aktionen weltweit, speziell der globalen Operation ENDURING FREEDOM, also dem Kampf gegen den Terrorismus weltweit seit 16 Jahren. .
    SO muss man es machen um den Industrial Military Complex am Leben zu erhalten.
    An dieser Aktion unter Leitung der Amis, beteiligten sich direkt oder indirekt eine hohe Anzahl von Ländern, was dem deutschen Otto Normalo gar nicht bewusst ist.
    Schau doch hier mal rein. Rechter Rand sind alle Länder aufgezählt die beteiligt sind.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Enduring_Freedom

    Total, global, illegal, scheißegal……….und alternativlos!
    Fast vergessen…….Zu all den schönen Waffen, welche die Amis so basteln daheim gehören die vielen schönen Arbeitsplätze weltweit, inkl. bei den vielen Zulieferfirmen aus europäischen Ländern.

    @Markus
    Das THAAD System kann nicht verhindern, dass Südkorea ausgelöscht wird. Und um Seoul platt zu machen, reicht die verbunkerte Artillerie der Nordkoreaner. Das wird selbst von den Amis nicht bestritten.

    https://www.cnbc.com/2017/09/11/south-korea-missile-defense-thaad-system-cant-do-the-job-alone.html

    .

  9. Ich bin mir nicht sicher, ob die Existenz von Langstreckenraketen mit nuklearem Sprengkopf (Sprengköpfen) wirklich so eine Art Lebensversicherung für ein kleines Land ist. Die Dinger sind nicht so klein, dass man die verstecken könnte. Ich kann mir gut vorstellen, dass die US Militärs (wahrscheinlich auch die Chinesen) die Bunker gut kennen. Mit Tomahawk Marschflugkörpern wäre dem sicher beizukommen und zwar, bevor diese aus dem Silo gezogen werden. Wieso schießen die THAAD Abwehrraketen,
    die angeblich sehr gut sein sollen, diese relativ langsamen Raketen in der Startphase nicht ab?

  10. @Markus
    Zu den verbunkerten Artilleriestellungen entlang der langen Grenze war sogar was in den D-Medien. Von der Menge her reicht ein Beschuss von 2 Stunden und die Stadt Seoul existiert nicht mehr. Dazu braucht man nicht eine Rakete. Südkorea und Japan im Ernstfall ohnehin die so genannte Pufferzone die geopfert wird.

    Konventionell sind diese Stellungen nicht auszuschalten, nicht einmal mit den so genannten BUNKER BUSTERN. Aus den vielen Publikationen dazu habe ich hier mal eine von einem echten US Experten.

    https://www.pri.org/stories/2017-08-10/only-effective-arms-against-north-koreas-missile-bunkers-are-nuclear-weapons-says

    Es gibt kein Raketenabwehrsystem, welches gegnerische Raketen kurz nach dem Start abschießen kann. Da solltest du dich nicht wundern, sondern dich technisch einlesen. Es geht um die Reichweite der eigenen Abwehrraketen, aber noch mehr um die Reichweite und die Erfassungswinkel der dazugehörigen Radar-Erfassungsgeräte. Erst wenn die feindliche Rakete erfasst ist, beginnt die eigentliche Abwehr. Und die muss erfolgreich in einem begrenzten Zeitfenster erledigt sein, Stichwort : Ballistik.
    Daten zu all diesen Systemen sind im Detail vorhanden. Und die Methode ICBM in festen Silos zu haben (in den USA teils in verrottetem Zustand) wurden in anderen Ländern schon umgemodelt. Die Raketen werden unterirdisch und oberirdisch mobil mal hier mal dorthin bewegt.Und wenn eine ICBM nach dem Wiedereintritt in 100 Kilometer Höhe 5 Nuklear-Gefechtsköpfe abwirft, von denen 1 oder 2 reine Täuschkörper sind, und von diesen ICBM gleich 10 Stück oder mehr kommen, dann wird es eng. Aber noch ist der Dicke Kim technisch noch nicht soweit.
    Korea ist ein härterer Gegner als die Taliban. Das wird etwas schwieriger, als einen einzelnen Schafhirten der eine Kalaschnikow mitführt im Gebirge Afghanistans per Kampfhubschrauber zu Hack zu verarbeiten.

  11. @ Kaiser Wilhelm

    Gut, das mit den Bunkern habe ich verstanden.
    Ich habe auch nachgelesen, das der schwere Buster GBU57A im Irak Kriegmehrmals abgeworfen werden musste.
    Aber was ist mit den Abwehrraketen? Selbstverständlich muss das Ziel erst aufgefasst werden!
    Immerhin prahlen die Russen damit, dass deren Antiraketen alles runter holen; vom Flugzeug bis zum (langsamen, aber tief fliegenden) Marschflugkörper.
    Steckt das Erfassungssystem nicht in der Rakete selbst- nämlich im Suchkopf?

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen