Kommunismus: Wo gibt es ihn heute noch?

Der Kommunismus – ein wirtschaftliches und politisches System, das eine herrschafts- und klassenlose Gesellschaft anstrebt. Die kommunistische Ideologie verbreitete sich insbesondere im 20. Jahrhundert sehr stark, verschwand jedoch im selben Jahrhundert größtenteils wieder. In welchen Ländern gibt es heute noch kommunistische Systeme?

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Das Kapital, von Karl Marx, Kommunismus, Fotografie: Gegenfrage.com

Der Kommunismus nach Marx‘ Idee etablierte sich im 20. Jahrhundert in zahlreichen Staaten. Die Demokratie ist der Weg zum Sozialismus – sagte Karl Marx dereinst, ein deutscher Philosoph, Soziologe, Journalist und ein Mann, der viele Köpfe beeinflusst hat. Marx sagte auch, dass die Reichen alles für die Armen tun werden, aber sie werden niemals vom Rücken des kleinen Mannes absteigen.

Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung lebte zeitweise unter einer kommunistischen Regierung. Im Kommunistischen Manifest aus dem Jahr 1848 versteht sich der Kommunismus selbst als System zur Überwindung des Kapitalismus. Viele Länder gaben das System inzwischen wieder auf, bekanntestes Beispiel ist der Zusammenbruch der Sowjetunion. Doch halten bis heute einige Staaten an diesem System fest.

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Der Kommunismus existiert noch in folgenden Ländern:

Vietnam: Im August 1954 wurde Vietnam in zwei Teile gespalten. Obwohl diese Teilung nur vorübergehend sein sollte, wurden Nordvietnam rasch kommunistisch und erhielt Unterstützung von der Sowjetunion. Südvietnam hingegen wurden von den USA unterstützt. 1976 wurden Nord- und Südvietnam nach erbitterten Gefechten unter dem Namen Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint. Das Land hält bis heute am Kommunismus fest.

Laos: Nach dem Vietnamkrieg erlebte Laos, ein kleines Land zwischen Thailand und Vietnam, eine innere Revolution. Der Kommunismus wurde mit der Unterstützung Vietnams und der Sowjetunion eingeführt. Bis heute folgt Laos der marxistischen Ideologie, die Mehrheit der Führungskräfte im Land sind Generäle. Vietnam hat bis heute einen sehr starken Einfluss auf Laos.

Nordkorea: Die Kaiserliche Japanische Armee besetzte im Zweiten Weltkrieg Korea. Nach dem Krieg wurde Korea durch den 38. Breitengrad zweigeteilt. Nordkorea wurde von der Sowjetunion gestützt, Südkorea von den USA. Nordkorea ging zum Kommunismus über. Daran konnte auch der folgende Koreakrieg, ein Stellvertreterkrieg der USA gegen die Sowjetunion und China, nichts mehr ändern. Bis heute hält Nordkorea am Kommunismus fest.

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China: Im Jahr 1949 übernahmen Chinas Kommunisten die chinesischen Streitkräfte und erlangten damit die Kontrolle über das Riesenreich. Ein Großteil der alten Regierung zog sich nach Taiwan zurück. 1976 krempelte Deng Xiaoping das Wirtschaftssystem seines Vorgängers Mao um und setzte damit den Grundstein für die wirtschaftliche Supermacht China, die wir heute kennen.

Kuba: Im Jahr 1959 stürzte Fidel Castro die kubanische Regierung und führtezwei Jahre später den Kommunismus ein. Das Land wird seit dieser Zeit von den USA sanktioniert. Kuba fand jedoch Unterstützung durch die Sowjetunion. Im Jahr 1962 drohte der Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion zu eskalieren und gipfelte in der sogenannte Kubakrise.

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anonhq

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2 Antworten

  1. Jürgen Borowski sagt:

    Zumindest in Vietnam und in Kuba sind die weichen bereits in Richtung Marktwirtschaft gestellt.
    Der Sozialismus in seinen verschiedenen Variationen bedeutete immer die Abwesenheit von Freiheit. Und selbstverständlich der Nichtexistenz einer Gewaltenteilung, d.h. es gab für die Bürger keine Möglichkeit den Staat juristisch über eine unabhängige Justiz zu etwas zu zwingen, was dieser nicht wollte. Gleichzeitig war das System in sich nicht leistungsfähig genug. Die verwahrlosten Häuser in der früheren DDR und der sträflich vernachlässigte Umweltschutz sind dafür Beweis genug.

  2. Fritz Huber sagt:

    der größte linksfaschistische Haufen wurde vergessen, die EUDSSR!

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