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26.06.1945: Gründung der Vereinten Nationen


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Am 26. Juni 1945 wurden die Vereinten Nationen gegründet. Es handelt sich um einen Zusammenschluss fast aller Staaten der Welt, die unter anderem den globalen Frieden sichern sollen.

Vereinte Nationen
Vereinte Nationen in Genf, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1945 wurden die Vereinten Nationen (UN, UNO) gegründet. Knapp vier Monate später, am 24. Oktober 1945, trat die UN-Charta in Kraft, der gemäß die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit die Hauptaufgaben der Organisation darstellen.

Langfristige Nebenziele sind die Bekämpfung von Armut und Hunger, schwerer Krankheiten (z.B. Aids oder Malaria), Schulbildung für alle und die Gleichberechtigung der Geschlechter.

Die Gründung der UN hat ihren Ursprung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Völkerbund und in den Haager Friedenskonferenzen. Der Völkerbund zählte zuletzt 34 Mitgliedstaaten gilt als direkter Vorläufer der Vereinten Nationen.

Nach zahlreichen Misserfolgen, darunter beispielsweise die Abschaffung des Luftkriegs, die Nichteinmischung in die Besetzung des Ruhrgebiets, in Japans Angriff auf China oder in den Spanischen Bürgerkrieg, wurde der Völkerbund 1946 aufgelöst. Die USA waren zu keinem Zeitpunkt Mitglied des Völkerbunds.

Nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa wurde die UN-Charta am 26. Juni 1945 auf der Konferenz von San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet. Der Hauptsitz befindet sich in New York. Der zweite Hauptsitz befindet sich in Genf, Schweiz.

1960 zählte die Organisation bereits 91 Mitglieder, 30 Jahre später 154 und im Jahr 2013 gehörten 193 Staaten den UN an. Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass es heute viel mehr Staaten gibt, als zur Zeit der Gründung.

Aufbau

Die Vereinten Nationen werden von einem Vorsitzenden geleitet, dem Generalsekretär. Von 2007 bis Ende 2016 wurde dieses Amt von Ban Ki Moon bekleidet. Seit dem 01. Januar 2017 ist der Portugiese Antonio Guterres der höchste Verwaltungsbeamte der Organisation.

Einige Organe und Sonderorganisationen verwalten spezielle Aufgaben, wie etwa die Generalversammlung, in der alle Mitgliedstaaten vertreten sind. Dort wird etwa über die Aufnahme neuer Mitglieder entschieden oder über Änderungen in der UN-Charta diskutiert.

Eine weitere UN-Einrichtung ist der Internationale Gerichtshof mit Sitz in Den Haag, bestehend aus 15 Richtern unterschiedlicher Staatsangehörigkeit. Dort werden Streitigkeiten zwischen Ländern verhandelt.

Der UN-Sicherheitsrat ist das vielleicht wichtigste Organ der Vereinten Nationen. Dieser entscheidet über den Einsatz von Friedenstruppen und über Bestrafungen von Ländern, die sich der Erhaltung des Friedens entgegenstellen. Dem Sicherheitsrat gehören 15 Mitglieder an, die den weltweiten Frieden sichern sollen.

Fünf davon verfügen über ein Vetorecht und sind ständig vertreten (Ständige Mitglieder): USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien. Die anderen zehn Mitglieder des Sicherheitsrats werden alle zwei Jahre neu gewählt.

Weitere wichtige Einrichtungen der UN sind das Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das Kinderhilfswerk UNICEF.

Erfolge

Bereits im Jahr 1948 begannen die Friedenssicherungseinsätze („Peacekeeping“) der UN. So wurden im Nahen Osten Militärbeobachter stationiert, die den Waffenstillstand zwischen dem neu gegründeten Staat Israel und seinen arabischen Nachbarn überwachen sollte.

Auch in Indien und Pakistan wurden unbewaffnete Militärbeobachter eingesetzt. Der erste bewaffnete Einsatz fand im Jahr 1956 während der Suez-Krise statt. Im Jahr 1960 wurden zeitweise bis zu 20.000 bewaffnete UN-Einsatzkräfte in den Kongo entsandt.

In den 1960er und 1970er Jahren fanden desweiteren einige kürzere Missionen in Neuguinea, im Jemen und in der Dominikanischen Republik statt. In diesem Zeitraum gab es auch einige längere Einsätze, darunter auf Zypern und im Nahen Osten.

Nach dem Endes des Kalten Kriegs wurden unter der Leitung der Vereinten Nationen Friedensabkommen in Angola, Mosambik, Namibia, El Salvador, Guatemala und Kambodscha verabschiedet.

Insgesamt gab es 63 Friedenseinsätze der Vereinten Nationen, 110.000 Kräfte sind im Einsatz (Stand 2015). An den UN-Missionen nahmen über eine Million Soldaten teil, Zehntausende UN-Polizisten und zivile Mitarbeiter aus 120 Nationen. Im Jahr 1988 erhielten die Peacekeeper den Friedensnobelpreis.

Feindstaaten

Bis heute sind alle Gegner der USA im Zweiten Weltkrieg, also hauptsächlich Deutschland und Japan, in der Charta unter den Artikeln 53, 77 und 107 als Feindstaaten gelistet, was im Falle aggressiver Politik u.a. militärische Interventionen in jenen Ländern ermöglicht. Jeder Mitgliedstaat der Vereinten Nationen hat damit das Recht, militärisch in den Feindstaaten einzugreifen.

Die Artikel gelten allerdings als „obsolet“, also veraltet. Eine Streichung aus der Charta stelle jedoch einen „gewaltigen Aufwand“ dar, so heißt es. Entfernt oder überarbeitet wurden sie bis heute nicht, weshalb sie mitunter als Hindernisse für einen dauerhaften Frieden in Europa und Asien betrachtet werden.

Bemerkenswert ist außerdem, dass die Feindstaaten Japan und Deutschland nach den USA zu den größten Geldgebern der UN zählen (Platz 2 + 4, Stand 2016).

Iranische Perspektive

Nicht überall auf der Welt werden die Tätigkeiten der Vereinten Nationen als Erfolge gesehen. So wurde die Organisation am 06. Januar 2012 in der Tehran Times als „Werkzeug der internationalen zionistischen Mächte“ bezeichnet, die nur dort eingreife, wo es aus Sicht der USA und Israels taktisch von Bedeutung ist.

Das Blatt schrieb: „Die UN wurden geschaffen, um die Existenz des zionistischen Gebildes als legitimen Nationalstaat zu rechtfertigen und einen Schleier über seinen abscheulichen rassistischen Charakter zu legen.“

„Trotz der illegalen Kolonisierung Palästinas, welche durch die Familie Rothschild seit den 1880er Jahren finanziert wurde, sowie der schrecklichen Gräueltaten der zionistischen Nakba 1948, erkannte die UNO dieses künstliche Regime an, und gab ihm einen Namen und einen Sitz.“

„Warum? Weil seine Paten, die zionistischen Banker, es so wollten. Die UNO ist ein Instrument der internationalen zionistischen Macht.“

Quellenangaben anzeigen
nsnbc, unricirib

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