UK-Schatzkanzler: "Wir müssen aufhören Banken zu retten"


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Der britische Schatzkanzler sagte nach Informationen des Nachrichtensender Russia Today, dass die Euroländer lediglich sechs Wochen Zeit hätten, um wirksame Maßnahmen zu beschließen und ein drohendes finanzielles Desaster abzuwenden. Experten seien RT zufolge der Auffassung, dass man aufhören müsse die Banken zu retten, wenn man einen Zusammenbruch der Euroländer verhindern wolle. Anlässlich der IWF-Tagung am Freitag forderte britische Schatzkanzler George Osborne europäische Staats- und Regierungschefs auf, ihre Bemühungen im Kampf gegen die Krise in der Eurozone zu verstärken. „Die Geduld der Internationalen Gemeinschaft ist knapp. Es muss mehr getan werden, um eine ungeordneten Ausgang der Situation zu verhindern“, sagte er. „Der Eurozone bleiben nurmehr sechs Wochen, um die politische Krise zu lösen.“

In Washington kamen die G20-Finanzminister zusammen, um einer starken und koordinierten internationale Reaktion auf den erneuten Herausforderungen der globalen Wirtschaft zu begegnen. Zwar sagten die Minister angemessene Bankenkapitalisierungen und Liquidität zu, doch wurden diese Aussagen von einem Statement des IWF überschattet, dass das „Finanzsystem zerbrechlich“ sei und massive Abwärtsrisiken die Weltwirtschaft und das Wachstum bedrohten. Europa wurde aufgefordert, den 440-Milliarden Euro Rettungsfonds European Financial Stability Facility (EFSF) zu erweitern. In der Eurozone wird nun offen diskutiert, ob man mit den Geldern des EFSF Anleihen der schwachen Regierungen innerhalb der EU aufkaufen und Banken mit günstigen Krediten unter die Arme greifen wolle.

Paul Craig Roberts, Kolumnist und ehemaliger Staatssekretär des US-Finanzministeriums unter Ronald Reagan, sagte, die Welt müsse ihren Fokus von Banken abwenden, wenn sie eine Erholung erreichen wolle. „Solange die EZB, die G20, der IWF und die US-Notenbank auf eine Rettung der Banken um jeden Preis beharren, wird es unmöglich sein, vernünftige Ergebnisse zu erzielen“, wie er von Russia Today zitiert wird. „Die politischen Entscheidungsträger in den Vereinigten Staaten und in Europa werden von Bankern kontrolliert, weshalb man Banken aus der Patsche geholfen habe, unabhängig von den Kosten für die Allgemeinheit oder die nationalen Volkswirtschaften.“

Zahlen & Fakten

  1. US-Banken jonglieren mit Derivaten im Wert von 249 Billionen Dollar
  2. Mit der Krise in Italien wird die Eurokrise erst richtig ernst
  3. Deutschland und Frankreich stagnieren, die Wirtschaft im Rest der EU fällt rapide
  4. In Deutschland erwirtschaften lediglich vier Bundesländer überhaupt einen Gewinn
  5. 80% der Deutschen wollen kein Geld mehr an Griechenland geben
  6. Moody’s macht aus einem “Too big to fail” ein “too big to bail” und schlägt vor, Banken pleite gehen zu lassen
  7. George Soros erwartet einen “finanzpolitischen GAU
  8. Die EU-Kommission verlangt von den AAA-Staaten der EU, den anderen Staaten günstige Kredite zu geben

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