Taiwan, Philippinen – Konflikt im südchinesischen Meer


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Die Konflikte im südchinesischen Meer nehmen zu. Wie die Taipei Times am Freitag berichtete ließ die Regierung Taiwans Sanktionen gegen die Philippinen verhängen. Eine Direktive über eine Vielzahl an Strafmaßnahmen sei vom Kabinett in Auftrag gegeben worden, hieß es.

Ein weiterer Konflikt zwischen China und USA?
Ein weiterer Stellvertreter-Konflikt
zwischen China und USA?

Taiwans Premier Jiang Yi-Huah appellierte an seine Landsleute, sich auf „einen langwierigen Krieg gegen die Philippinen“ einzustellen. Am 09. Mai kam es laut Berichten des Manila Standard Today in philippinischen Hoheitsgewässern zu einem Zwischenfall zwischen einem taiwanesischen Boot und der philippinischen Küstenwache, bei dem ein Taiwanese erschossen wurde.

Entschuldigungsversuche seitens der philip. Regierung unter Präsident Benigno Aquino wurden von Taipei als „heuchlerisch“ zurückgewiesen. Taiwan verlangt neben einer offiziellen Entschuldigung, sowohl eine Entschädigung der Hinterbliebenen des getöteten Staatsbürgers Hung Shih-Cheng, sowie bilaterale Gespräche über ein Fischerei-Abkommen um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Allerdings gebe es laut Jiang „keine Anzeichen“, dass dies geschehe, weshalb sich seine Kabinettsmitglieder „seelisch vorbereiten“ sollten die Sanktionen für lange Zeit auf Recht zu erhalten.

Auch Taiwans Staatspräsident Ma Ying-Jeou meldete sich am Freitag zu Wort und bezeichnete den Vorfall als „kaltblütigen Mord“. Manila hingegen beharrt weiterhin auf seiner Aussage Hung Shih-Cheng sei keineswegs als armer Fischer ermordet, sondern in einer Polizei-Aktion gegen Wilderer in philippinischen Gewässern getötet worden, als das taiwanesische Schiff Versuche unternahm das Boot der Küstenwache zu rammen.

Letzte Woche war es zudem zu einem anderen Vorfall gekommen, bei dem ein chinesischer Zerstörer mit Waffengewalt philippinische Fischer vom Scarborough Shoal Riff nur circa 200 Meilen westlich von Manila vertrieben hatte. China hatte ebenfalls vehement gegen die Erschießung des taiwanesischen Fischers protestiert. Seit über einem Jahr vertreiben chinesische Militärverbände immer wieder philippinische Fischer aus fischreichen Gründen vor der Küste des Inselstaates, laut Außenminister Albert del Rosario eine „De-facto Besetzung“.

Die Situation im südchinesischen Meer ähnelt der Situation im ostchinesischen Meer. Auch hier sehen sich USA und NATO einem Stellvertreterkonflikt mit China gegenüber. Sowohl Japan als von den USA besetztes Land im Okinawa-, Senkaku- Inselstreit mit China, als auch die Philippinen, welche bis 1992 dem größten Übersee-Stützpunkt der US Navy Heimat gegeben hatten, im Territorialstreit über reiche Fischgründe mit dem aufstrebenden Taiwan, welches Rückendeckung des großen chinesischen Riesen genießt.

Philippinische Gastarbeiter in Taiwan wurden angewiesen nicht auf die Straße zu treten, um Repressalien zu vermeiden. In Manila wurden bei Protesten indes sogar Flaggen Taiwans verbrannt. Wie ernst dieser Konflikt tatsächlich ist, wird die Zukunft zeigen.

15 Kommentare

  1. prima, noch eine baustelle mit der sich beschäftigt werden muss. nun baut man mangels soldaten extra hunderte drohnen um an 8 orten gleichzeitig sein zu können und selbst das wird schon bald nicht mehr reichen. haha!

  2. Andere Baustellen passt ganz genau. Man baut ja Brunnen und Mädchenschulen
    in den Neuen Demokratisierten Kolonien.

    Von deutschen Medien stark gedeckelt die derzeitigen Zustände in Libyen, Tunesien, Ägypten, Jemen, Sudan, Nigeria, ……

    Dafür fürs Volk wichtige Dinge : Schlagerwettbewerb, Amputierte Brüste. Dann noch der Dauerbrenner über einen Steuerhinterzieher. Das in einem Land, wo Milliarden von Steuergeldern sinnlos verheizt werden und sich die Verantworlichen die Taschen vollstopfen. Pflichtgemäß empört man sich über den pösen Nordkoreaner. Dieser Verbrecher TESTET doch tatsächlich eine echte KURZSTRECKENRAKETE und das ohne Erlaubnis.

    Die Nummer die Israel abgezogen hat ist schon wieder -Schnee von gestern- aber die testen ihre Kurzstreckenraketen an mobilen Konvois die sich noch nicht einmal auf ihrem Staatsgebiet befinden.

  3. Kaiser:
    Schon irgendwie interessant, wie unsere „Führer“ es andauernd schaffen, den Fokus aufs Unwesentliche zu lenken. Politik ist doch manchmal ein faszinierendes Terrain.

    Wahrscheinlich gehört auch dazu, die wenigen Denkenden in den eigenen Reihen auszuschalten, damit keine Quertreiber dazwischenfunken.

    Ein gutes aktuelles Beispiel, obwohls „nur“ auf der bundesdeutschen Bühne abgeht, das Spektakel:

    Da hat man doch einen Staatssekretär aus dem Sozialministerium in Berlin abgesägt. Die Roten in der CDU-SPD-Koalition haben darauf gedrängt, den bösen CDU-Juristen zu entfernen. Nicht, weil er nichts geleistet hätte oder korrupt wäre, – nein, ganz einfach deswegen, weil er ein Burschenschafter ist. Und der Aufforderung, sich aus diesen Kreisen zu entfernen, nicht nachkommen wollte.

    Mußte ich doch zur Verhinderung meines persönlichen Bauchwehs an die zuständigen Adressen was schreiben.
    .
    Der Text:
    Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit
    Das Gute dabei: Die CDU hat sich wenigstens ehrlich verhalten. Sie hat ihr wahres Gesicht gezeigt.
    Ein Burschenschafter hat seine Wahrhaftigkeit unter Beweis gestellt. Bewiesen, daß er aus einem anderen Holz geschnitzt ist.
    Das Schlechte dabei: Die Politik in der deutschen Hauptstadt triftet immer mehr nach schräg-links ab. Bald werden sie das Reichstagsgebäude umbenennen, weil der Name an eine frühere Zeit erinnert.
    Umsonst spricht man nicht vom „Roten Rathaus“ in Berlin. Leute, die den Mund aufmachen und auf die immensen Mißstände hinweisen, werden ignoriert (im sanftesten Fall).
    Z. B. Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln. Zwar ein Roter, aber er tut was. Was vielen nicht gefällt. Legt oft den Finger in die Wunde.
    Sarrazin (auch SPD, ehem. Finanzsenator) schrieb ein Buch darüber, insbesonders über die verfehlte Ausländerpolitik. Nur knapp wurde das Parteiausschlußverfahren abgewendet.
    Die Richterin Kirsten Heisig konnte man nicht über die Parteischiene abwürgen. War als Jugendrichterin auch für den Bezirk Neukölln zuständig und hat einiges in Gang gebracht, was die schnellere Aburteilung von straffälligen Ausländern betrifft. Das Ergebnis: vor drei Jahren „verübte“ sie völlig unbegründet einen Selbstmord. Schnell wurde die Sache juristisch in trockene Tücher gepackt.
    Aber das ist ja nichts besonderes in Berlin, auch nichts Neues, – in einer Stadt, wo man auch daran festhält, daß sich Rudolf Hess im Gefängnis Berlin-Spandau im Alter von 93 Jahren selbst umgebracht hätte. Im bestbewachtesten Gefängnis der Alliierten.
    Berlin war immer schon eine rote Hochburg mit verdrehten Ideen. Das aber, was sich seit dem Fall der Mauer dort abspielt, besteht hauptsächlich nur mehr aus Immobilien-Profiten und Kriminalität. Es ist ein Selbstmord einer Stadt auf Raten. Diejenigen, die noch das Ideal haben, dagegen zu steuern, die macht man mundtot (mit oder ohne „mund“).

  4. @Helmut

    Hier ein Link aus dem Tagesticker bei Gegenfrage :

    http://politropolis.wordpress.com/2013/05/19/wild-am-sonntag-der-verwirrte-wochenruckblick/

    Bestätigt vom Inhalt her meine obige Aussage, dass die Schlafschafe in den deutschen Qualitätslügenmedien nur aufbereitetes Futter serviert bekommen mit hohem Gehalt an Valium in der Form von : Alles ist Gut und vom Euro profitieren wir doch alle – Die ganze Welt ist böse, aber wir sind die Guten. Weiterhin nichts in den Medien über die Zustände in den Ländern des Arabischen Frühlings. Macht nichts, der Islam und die Sharia gehören ja in eine echte Demokratie. Interessant ist, dass in den USA die aktuellen Ereignisse in Libyen, Ägypten, Tunesien etc. sogar in den ganz bekannten Medien wie New York Times etc. behandelt werden.

    Hier noch was zum gleichen Thema. Die die islamistischen Religionsfanatiker gewinnen in oben benannten Ländern langsam aber sicher die Oberhand. Man denke also nach, was man haben will in der Nachbarschaft

    http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/keine-lust-auf-unbekannte-daemonen-israel-lieber-teufel-assad-als-chaos-und-islamisten-in-syrien_aid_993991.html

    Was die christlichen Alawiten in Syrien zu erwarten haben, sofern die Gotteskrieger dort gewinnen, das kann sich wohl jeder denken.

    ——————————————-
    Frage an dich Helmut zu Sarrazin : Hast du sein erstes Buch gelesen?

    Dazu bei Zeitfaktor ggf. noch was Fertiges aus früherer privtater Korrespondenz von mir. Stelle ich ggf. hier ein, weiß aber nicht, ob das hier von Interesse ist. Ist meine Auffassung über einige Vorgänge, also ggf. Versand an dich persönlich. Bin gerade ziemlich beschäftigt, oder wie mein Kollege Ali es früher immer ausdrückte : Ich nix weg bin Chef, ich anderes Baustelle.

    PS : Warum das Reichstagsgebäude noch als solches benannt werden darf, das wundert mich schon lange. Bei vielen paranoiden Führern war es ja so in deren Denke, dass wenn sie untergehen auch das Volk mit ihnen untergehen muss. Ich hoffe also, dass die Stasi-Führerin sich im Keller des Kanzleramtes die Kugel gibt, wenn der Euro (und Europa) untergeht.

  5. Springer Verlag hat nun auch entdeckt, das in Tunesien was abgeht. Ob die hier bei Gegenfrage einlesen? Wenn ja, dann kommen dort auch eventuell wieder Berichte über die anderen Demokratien des Arabischen Frühlings. Da geht es auch hoch her.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article116340297/Salafisten-provozieren-Strassenschlachten-in-Tunesien.html

    In Syrien bekommen die islamischen Gotteskrieger etwas Zunder, unter Berücksichtigung auf zivile Flüchtlinge. Würde man da nicht auf die Bevölkerung Rücksicht nehmen, dann wären diese Sharia-Faschisten ja schon längst eingetütet.

    http://de.rian.ru/security_and_military/20130519/266148114.html

  6. Kaiser: Hab ich gelesen, das von Sarrazin, auch das von Kirsten Heisig. Gibt viele Übereinstimmungen.
    Krieg hier in RO in deutschen Buchhandlungen alles, was es auch in D gibt, manchmal sogar mehr, weil so manches in D nicht erscheinen darf.

  7. @Helmut – Schau mal, da hast du das Buch gelesen, welches die Kanzerin NICHT gelesen hat, aber kommentierte, so wie die ganze Arschkriecherbande dito.

    Selten haben ich so ein knochntrockenes Sachbuch gelesen. Polemik oder Aversion kann ich nicht entdecken, denn das Buch ist gestopft mit Statistiken. Und genau diese Statistiken kommentiert und erläuterte Herr Sarrazin. Lustig : Sind jede Menge offizielle Bundesstatistiken dabei. Das man ihn dann noch beleidigt wegen seines Aussehens (verursacht durch Krankheit) ist geradezu pervers. Hätte Herr Sarrazin auf dem Höhepunkt der Debatte eine Partei gegründet, dann hätte er guten Zulauf gehabt. Dann hätte man ihn aber noch weiter rechts ins Rechtsaußen gestellt. Ggf. hätte man ihn sogar gebarschelt, gemöllemannt, geheisigt oder gehaidert.

  8. @Kaiser & Helmut
    Habe das Buch (DE schafft sich ab) ebenfalls komplett gelesen. Sehe es auch so: Es ist ein knochentrockenes Sachbuch, welches keiner der dagegen protestierenden gelesen haben kann. In meinen Augen ist Sarrazin ein hervorragender Geschäftsmann, der mit dem Buch und entsprechender Medienkampagne mal eben ein paar Millionen gescheffelt hat. Deutschsprachige Hetzmedien haben maßgeblich dazu beigetragen, alles war so geplant und gemeinsam abgesprochen. Auch die Beleidigungen wegen seines Aussehens. Bezügl. Frau Heisig: Vermute mal falsches Timing mit ihrem Buch.

  9. @Bürgender – Info
    Ägypten…

    http://topics.nytimes.com/top/news/international/countriesandterritories/egypt/index.html

    …und hier (hochinteressant) Nigeria.

    http://www.veteranstoday.com/2013/05/15/nigeria-targeted-for-destruction-2011-reprint-vt-was-right-again/

    Ein langer Artikel mit etwas Background. Dieses Stück aus der Torte AFRIKA wird aber nicht so leicht verdaulich sein wie das Häppchen Libyen.

    Nigeria existiert eher wenig im deutschen Mainstream-Bätterwald.

    Die Herrenrasse hat selbstverständlich auch keine Schuld an DIESER Schweine-Nummer :

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-weist-schuld-an-palaestinenserjunge-mohammed-al-dura-zurueck-a-900795.html

  10. @ L’expert d’afrique – Danke auch für deinen Link. – Es wäre schön, wenn du hier weiter bei uns bleibst als Afrika-Experte und aktuelle Links dazu einstellst. Afrika ist eigentlich nicht mein Schwerpunkt, derzeit eben nur wegen der militärischen Aktionen. Früher habe ich mich nur militärhistorisch damit befasst in Bezug auf die frühere Kolonialisation mit Schwerpunkt Militär / Preußen, und eher nicht in Bezug auf Wirtschaftspolitik und Rohstoffe. Auf Grund meines Alters ist mir aber noch in Erinnerung, welche Summen (speziell aus Deutschland) an Entwicklungshilfe nach Afrika flossen die zweckentfremdet wurden, und welche Despoten dort in einzelnen Ländern ihr Folter-Regime errichteten. Und schon damals ging es um Uran, wie man heute nachlesen kann. Früher vor dem Internet, also da waren gezielte Informationen ja so leicht nicht zu beschaffen. Hinterfragen und anzweifeln war damals nicht, weil man ja gar keine Gegenbeweise bringen konnte.

  11. Interessant, das Machwerk von radio-utopie. Haben sich richtig Mühe gegeben.
    Danke für den Hinweis, L’expert d’afrique

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