Saudis schicken Häftlinge in den Krieg gegen Syrien


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Wie eine britische Zeitung meldet, bietet Saudi-Arabien Gefängnisinsassen die Freiheit an. Im Gegenzug müssen sich die Häftlinge den Kampftruppen in Syrien anschließen, die dort mit administrativer Unterstützung der USA und deren Verbündeten gegen die Regierung kämpfen.

Ta’if, Saudi Arabia locator map“.
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Laut der britischen Tageszeitung „The Guardian“ bietet die Regierung in Saudi-Arabien extremistischen Gefängnisinsassen die Freiheit an, wenn sie sich im Gegenzug dazu verpflichten, in Syrien gegen die Regierung zu kämpfen und sich den dort befindlichen Kampftruppen anzuschließen.

Wie die Zeitung laut einem PressTV-Bericht weiter schreibt, arbeitet die „Saudi-Diktatur“ dabei eng mit Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Militärregierung in Ägypten und Israel zusammen. Saudi-Arabien schleuse demnach auch Waffen in das Krisengebiet ein, die dem Artikel zufolge teilweise von Schwarzmärkten in der Ukraine und Bulgarien bezogen wurden. Auch israelische Raketen und anderes schweres Geschütz werden mit Unterstützung der USA und Verbündeten illegal ins Land geschleust.

Bereits zu Beginn des Jahres meldete die Nachrichtenagentur AINA unter Berufung auf ein streng geheimes Dokument, dass Saudi-Arabien 1’239 zum Tode verurteilte Gefängnishäftlinge (hauptsächlich Drogenhändler, Mörder und Vergewaltiger) für den Kampf gegen Assad aus der Haft entlassen hatte.



Syrische Behörden hatten in der Vergangenheit gemeldet, dass frühere Häftlinge aus Guantanamo an den Kämpfen gegen Syrien beteiligt gewesen sein sollen. Im vergangenen Sommer hatte Syriens Präsident Assad den Verdacht geäußert, dass die Vereinigten Staaten und deren Verbündete bewusst inhaftierte Terroristen nach Syrien schicken, damit diese dort im Kampf gegen das Militär ums Leben kommen.

Die Unruhen in Syrien begannen im März 2011 infolge einer Nahrungsmittelkrise. Bis Ende 2010 hatten sich nach einer massiven Ausweitung der Dollar- und Euro-Geldmenge die Preise für Getreide in schlagartig verdoppelt, was Proteste in vielen nordafrikanischen und arabischen Ländern auslöste. Die Krise in Syrien findet bis heute kein Ende, da die westliche Wertegemeinschaft ausländische Kampftruppen ausbildet, illegal ins Land schleust und mit Waffenlieferungen sowie Geldmitteln unterstützt.