Musik fördert die Intelligenz, zeigen Studien


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Musik heilt, verlangsamt den Alterungsprozess und fördert die Intelligenz, wie verschiedene Studien zum Thema ergaben. Insbesondere für Kinder hat Musik einen sehr hohen Stellenwert.

Musik Intelligenz Kinder
Musik Intelligenz Kinder, Bild: Geige, Gegenfrage.com

„Musik kann eine wilde Bestie beruhigen, Steine erweichen oder eine knorrige Eiche beugen“, schrieb der Dichter William Congreve im Jahr 1697. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass Musik auch heilen und den Alterungsprozess verlangsamen kann.

Und die moderne Forschung hat einen weiteren Grund gefunden, diese universelle Sprache zu lernen: Musik macht den Menschen intelligenter. Forscher der Universität von Granada beobachteten die neurologischen Veränderungen, die nach einer längeren musikalischen Schulung auftreten.



Dabei kam heraus, dass Musik Menschen dabei hilft, Probleme besser zu bewältigen. Dies liegt mitunter daran, dass Musiker eine höhere neuronale Konnektivität haben als Nichtmusiker.

Wissenschaftler vom Mind, Brain and Behaviour Research Centre (Zentrum für Geistes- und Gehirnforschung) und des Department of History and Music Science (Institut für Geschichte und Musikwissenschaft) untersuchten 142 Schüler an zahlreichen Musikschulen, wie etwa dem Königlichen Konservatorium für Musik „Victoria Eugenia“ in Granada, dem Konservatorium für Musik in Málaga und der Universität von Granada in der Abteilung für Geschichte und Musikwissenschaft.

Die Studenten hatten mindestens zehn Jahre lang Musikunterricht und lernten dabei ein Instrument zu spielen. Die Teilnehmer unterzogen sich einer Magnetresonanztomographie (MRT) sowie mehreren neuropsychologischen Verhaltens- und Hörtests.

Die Ergebnisse zeigten, dass Musiker eine höhere neuronale Konnektivität als Nicht-Musiker haben, was zu komplexeren kognitiven Prozessen führt und das Gehirn dadurch in der Lage ist, leichter wichtige Entscheidungen zu treffen oder alltägliche Probleme zu lösen. Miriam Albusac Jorge, die Chefautorin der Studie, erklärt, dass diese höheren kognitiven Prozesse „multiple Gehirn-Interaktionen“ erfordern.

Sprach- und Lesefähigkeiten

Eine Studie aus dem Jahr 2016 am Brain and Creativity Institute der University of Southern California ergab, dass musikalische Erfahrungen in der Kindheit die Entwicklung des Gehirns verbessern, insbesondere in Bezug auf Sprach- und Lesefähigkeiten.

Die National Association of Music Merchants Foundation (NAMM) fügt hinzu, dass das Erlernen eines Musikinstruments die mathematischen Fähigkeiten verbessern und sogar die SAT-Werte von Jugendlichen erhöhen kann.

Musik lässt Körper und Geist eines Kindes zusammenwirken. Auch das Tanzen im Rhythmus der Musik entwickelt motorische Fähigkeiten und hilft Kindern, sich nonverbal auszudrücken. Kinder und Erwachsene schärfen ihr Erinnerungsvermögen, indem sie sich an Notenfolgen aus Musikstücken erinnern.

Bedeutung von Musik für Kinder

  • Säuglinge sind die musikalischste Altersgruppe, heißt es. Sie imitieren Geräusche und haben ein hohes rhythmisches Verständnis. Zudem reagieren Babys sehr viel stärker auf Musik als Erwachsene. Leise Musik bringt sie in vielen Fällen rasch zum Einschlafen, laute Musik hingegen überreizt kleine Kinder sehr schnell.
  • Kleinkinder tanzen gerne zur Musik. Sie lieben es, Lieder zu singen und dies immer wieder zu wiederholen. Dies fördert sie Sprache und das Erinnerungsvermögen. Auch die Kreativität und der Humor werden durch Musik gefördert. Ein Beispiel: Man singt ein dem Kleinkind vertrautes Lied und ersetzt eines der Wörter im Liedtext durch ein albernes Wort (der Klassiker: „Oh Tantenbaum“).
  • Kinder im Vorschulalter lieben Musik. Sie haben nur wenige Hemmungen vertraute Lieder mitzusingen, völlig egal ob sie die Töne treffen oder nicht. Gefällt ihnen ein neues Lied, hören sie es wieder und wieder an und erlernen nach kurzer Zeit den Liedtext.
  • Kinder im Schulalter entwickeln einen spezielleren Musikgeschmack. Außerdem hilft ihnen die Musik beim Lernen. Etwa das Erlernen des ABC-Lieds z.B. fällt ihnen wesentlich leichter, als das Alphabet einfach auswendig zu lernen. In diesem Alter kann es sehr sinnvoll sein, das Kind an das Erlernen eines Instruments heranzuführen.
  • Jugendliche identifizieren sich häufig über ihren Musikgeschmack und bauen sogar ihren Freundeskreis darauf auf. Sie lieben es, mit Freunden Zeit zu verbringen und gemeinsam Musik zu hören.

Quellenangaben anzeigen
alphagalileo, brighthorizons

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