Iran verbietet Handel in US-Dollar


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Die Regierung im Iran hat nationalen Unternehmen alle Geschäfte in US-Dollar verboten. Dies gab das Industrieministerium am Mittwoch bekannt.

Iran verbietet US-Dollar
Iran verbietet US-Dollar, Bild: Gegenfrage.com, Flagge gemeinfrei

Der Iran hat die Verwendung des US-Dollar für sämtliche Handelsgeschäfte verboten. Allen Unternehmen des Landes ist es damit untersagt, Aufträge in der amerikanischen Währung durchzuführen. Das Ministerium für Industrie, Bergbau und Handel gab diesen Schritt am Mittwoch bekannt, nachdem die Zentralbank Irans eine amtliche Anfrage gestellt hatte.

Damit soll Schwankungen des Dollars entgegenwirkt werden. Mehdi Kasraeipour, Direktor für den Devisenmarkt bei der Zentralbank, gab bekannt, dass der Schritt wahrscheinlich nicht auf Widerstand stoßen wird.

Der Dollar habe ohnehin nur einen einen geringen Anteil an den Handelsaktivitäten des Iran. „Schon seit langem kann der iranische Bankensektor den Dollar aufgrund der Sanktionen nicht mehr nutzen“, sagte er.

Der Iran hat in der Folge ein neues elektronisches System eingeführt, um Fremdwährungen in größerem Umfang zu kaufen. Im bilateralen Handel mit hat Teheran einige Abkommen mit anderen Nationen über die Verwendung nationaler Währungen geschlossen.

Im November, als sich der iranische Oberste Führer Ali Khamenei mit Russlands Präsident Wladimir Putin traf, erwägten die beiden Staatsoberhäupter ein komplette Abkehr vom US-Dollar, um die Sanktionen zu umgehen. Man arbeite an einer Strategie, um „die Amerikaner zu isolieren“.

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telesur

9 Kommentare

  1. Dieser Maßnahme sollten sich weit mehr Staaten anschließen, als das bis jetzt der Fall ist.
    Die Arroganz der USA könnte so erwürgt werden.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. Ich bin ja mal gespannt, wann die USA jetzt vom Iran angegriffen werden und ob man auch wieder den Ausweis des Attentäters findet.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. Der Abschied vom US Dollar als Weltreservewährung wird irgendwann noch in diesem Leben kommen.
    Aber das kann die iranische Regierung kaum beeinflussen.
    Ein Beispiel. der Iran sagt: unser Öl ist für Dollars nicht mehr käuflich. Dann können die Industrieländer Westeuropas und Japan sagen: gut, dann kaufen wir unser Öl eben woanders!
    Dann geht der iranische Handelsbeauftragte nach Moskau und bittet die Russen das iranische Öl für Rubel oder Renminbi zu kaufen. Putin sagt: Bedaure, herzlich gern, aber Öl haben wir selber zu verkaufen. Dann, in Venezuela, passiert dasselbe.
    Ich will damit sagen: zur Preisfindung gehören immer mindestens Zwei.

  4. Vielen Dank für den Link von der Deutsch- Iranischen Exportgesellschaft.
    Aber all die Erfolge die da verbucht wurden, wurden größtenteils auf Basis der Verrechnungseinheit US Dollar abgewickelt.
    Und ich kann mir nicht vorstellen, solange Westeuropa und Japan ein Satellit der USA ist, dass, diese Handelsbeziehungen außerhalb des Dollar abschließen.
    Es sei denn, aber das ist jetzt neu, dass die angekündigten Strafsteuern der EU infolge der angekündigten Strafsteuern Trumps auf den US Dollar ausgeweitet würden.
    Aber soviel Selbstbewusstsein traue ich den Westeuropäern nicht zu.
    Allenfalls Japan könnte irgendwann, aber noch in diesem Leben, eine nationale Regierung erhalten.

  5. Hallo Markus,
    ich habe mal gesucht mit den Suchworten „Iran Euro“.
    Junge, da kommt aber einiges zusammen, alleine in Europa und ich denke außerhalb Europas kann der Iran auch mit Euro, Rubel, Jen oder Yuan bezahlen und verkaufen.
    Da bleibt wohl nur noch, das die USA sich „angreifen lassen geworden sind“.
    Das wird wieder Billionen kosten.
    Ich denke, dass Russland und China abwarten können, bis die USA sich selbst zerfleisch haben.
    Und Russland kann seine neusten Waffen ausprobieren lassen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  6. Ja, da hast Du Recht. Man muss immer nur auf die Fehler der Anderen warten. Auch ich warte auf die Fehler der Neoliberalen
    dieser Welt. Diese sind mir deshalb unsympathisch, weil diese antinational und somit antifamiliär sind.
    Es ist doch kein Zufall, dass die ganze Genderideologie (man kann in Deutschland sogar seinen Dr. in diesem Schwachsinn machen) ausgerechnet dann zur Scheinblühte gedeiht, wo diese antifamiliären Neoliberalisten das Sagen haben.
    Und das alle Anderen ihre Fehler machen, weiß ich aus meinen eigenen Fehlern. Im jetzigen Thema (Angriff der Briten auf Den Haag) steckt nämlich einer drin, was aber noch niemand gemerkt hat. Ich hatte nämlich diesen Angriff, weil wir uns hier der modischen Kritik an den USA widmen, diese mit England verwechselt, weil den Text nur überflogen.
    Und das kommt daher, weil ich in geschichtlichen Themen Zuhause bin und dann auch zur Oberflächlichkeit neigen kann.
    Hallo ELCID,
    hast Du nun brauchbare Geschichtsbücher zu Hause oder nicht?

  7. @Markus

    Selbstverständlich habe ich einige gute Bücher zum letzten Weltkrieg.
    Einiges kann ich auch im Internet nachlesen.
    Da gibt es dann das Problem, dass die Seiten entweder politisch korrekt und dann meist fehlerhaft sind, oder es sind rechte Seiten und die sind oft auch fehlerhaft oder in der Wolle gefärbt.

  8. Na, das sind doch schon brauchbare Gedanken, ELCID.
    Das Internet ist nur brauchbar für Daten. Nehmen wir die Schlacht um Stalingrad. Wen interessiert schon, wann genau und wer alles starb. Irgendwelche Daten eben.
    Geschichte ist, wenn man die Zusammenhänge verstanden hat.
    Also die Frage, warum die 6. Armee noch Stalingrad sollte und nicht etwa nach Moskau oder Leningrad.

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