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13.01.2010: Angela Merkel erhält den Coudenhove-Kalergi-Preis


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Am 13. Januar 2010 wurde Angela Merkel für ihre „außerordentlichen Verdienste im europäischen Einigungsprozess“ mit dem umstrittenen Coudenhove-Kalergi-Preis ausgezeichnet.

Merkel Coudenhove-Kalergi-Preis
Merkel Coudenhove-Kalergi-Preis, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 2010 erhielt Bundeskanzlerin Angela Merkel den Coudenhove-Kalergi-Preis (Europapreis) für ihre außerordentlichen Dienste im europäischen Einigungsprozess. Mitten in der Eurokrise hob sie die wichtige Rolle der europäischen Gemeinschaftswährung hervor, die mit „einem großen sozialen Zusammenhalt und einem klaren Wertefundament“ verbunden sei.

Der Preis geht auf den österreichischen Freimaurer und Gründer der Paneuropa-Union Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (1894-1972) zurück, der den früheren britischen Premierminister Winston Churchill in seiner Idee der „Vereinigten Staaten von Europa“ inspirierte.



Kritik am Europapreis

Seitens der Politik erhält der Europapreis reichlich Zuspruch. Der Idee Coudenhove-Kalergis, der den Ersten Weltkrieg als „europäischen Bürgerkrieg“ empfand, wird jedoch auch vorgeworfen, die europäische Vielfalt abzulehnen und den Grundstein für die Gründung der Europäischen Union gelegt zu haben.

Ihm werden verstörende Aussagen wie „Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen“ nachgesagt. Ob die Zitate richtig sind, ist schwer nachprüfbar. Im Internet gibt es allerlei Meinungen dazu und noch viele weitere skurrile Zitate, die ihm zugeschrieben werden.

Coudenhove-Kalergi war ein Bewunderer des faschistischen Führers Benito Mussolini. 1955 schlug er Beethovens „Ode an die Freude“ als Europäische Hymne vor. Seit 1985 ist die Melodie die Hymne der Europäischen Union.

8 Kommentare

  1. Wenn Frau Merkel den Migrationsplan unterzeichnet hat, hat sie ihren Auftrag erfüllt. Dann kann sie ihre wohlverdiente Rente in Südamerika genießen!

  2. Das läuft m.E. alles auf die vorsätzliche Zündung eines Bürgerkrieges hinaus.
    Denn so blöd kann das Personal in Berlin und in Brüssel nicht sein, das nicht zu sehen.

    Das gelernte „Kriegspersonal“ aus Syrien ist bereits da und täglich werden es mehr.

  3. Danke für den Link.

    Interessanter Gedanke: „Inzucht steht für charakterische Typen, Kreuzung schafft originelle Persönlichkeiten“.

  4. Tipp am Rande: Kalergis Buch (von 1925) „Praktischer Idealismus“ gibt es mittlerweile kostenlos als PDF im Netz.
    Ich muss dabei immer an Fußball denken. In der 2. Halbzeit läuft genau das gleiche an wie in der ersten. Nur: Wenn man nicht aufpasst, klatscht man für die Falschen. Die Seiten wurden vertauscht.
    1. Halbzeit war Hitler. Die Deutschen/Weißen/Arier waren die „Herrenrasse“, der Rest, insbesondere die Juden waren „minderwertig“.
    2. Halbzeit Kalergi. Besonders die Deutschen sind „minderwertig“, die Juden sind die „Herrenrasse“ (Kalergie: „Führerrasse“, „Geistadel“, „Herrenrasse“).
    In der Geschichte war die Reihenfolge umgekehrt. Vielleicht hat Hitler von Kalergi das Modell geklaut. Wenn ja, dann aber nicht alles.
    Kalergi differenziert noch stärker. Die Juden waren für ihn eigentlich eine Art Inzuchtgebräu und stark „minderwertig“. Er sieht für Juden Nervenerkrankungen als typisch an und führt das auf Inzucht zurück. Nur die extrem kleine Minderheit, die jüdische Elite, die sozusagen als Plus-Plus-Reproduktionsprodukte der Inzucht entsprungen sind, bildeten nach Kalergi die „Führerrasse“. Diese hyperintelligenten, allen überlegenen Übermenschen sieht er als die künftigen Führer Europas.
    Bezogen auf das Fussballspiel sind nach seiner Auffassung die 20.000 Juden im Stadion inzuchtgeschädigte „Minderwertige“. Die eigentliche Elite sind die 11 Juden auf dem Spielfeld. Die tröten nicht rum und saufen Bier, die hams einfach!
    Die Herrschaft über Europa sollen nach Kalergi also nicht „die Juden“ bekommen, sondern die kleine jüdische Elite soll herrschen. Kalergi stellt sich eine vollkommene Machtübernahme vor. Die Macht über jegliche Gewalt im Inneren und nach außen beschreibt er und fasst sie (symbolisch) mit „Waffen“ zusammen. Jeglicher Besitz gehöre in die Hände der Elite, die nach ihrem Ermessen im Einzelfall die Nutzung erlaubt oder nicht. Er fasst dann den Besitz (symbolisch) mit dem Wort „Gold“ zusammen. Der Zugriff auf die Psyche darf nicht fehlen. Das Volk soll in der Illusion einer solchen „Wahrheit“ sein, die die Elite für sinnvoll hält, um das System ruhig zu halten. Nachrichten, das vermittelte Weltbild und überhaupt alle Informationen erstellen die Elite nach ihrem Gutdünken. Kalergi fasst das dann (symbolisch) mit dem Wort „Druckerschwärze“ zusammen. TV und Internet hatte man 1925 ja noch nicht.
    In den „normalen“ Menschen, die noch irgendwie verwertbar sind, sieht Kalergi Fabrikarbeiter. Mehr nicht.
    Wenn man gelegentlich hört, Kalergi wollte eine Regierung der Weisen, dann klingt das ja ganz nett.
    Man sollte nur nicht übersehen, wen er mit „die Weisen“ bezeichnet und wie diese nach seiner Vision regieren sollen.
    Aber das könnt Ihr ja selbst nachlesen. Redet nicht über Kalergis Ideen, bevor Ihr ihn gelesen habt. 🙂
    Gruß in die Runde

    Joe

  5. Ich glaube, da verrennst Du Dich etwas, mein lieber Joe.
    Den „Hitlerschen Rassenwahn“ hat es nämlich nie gegeben, sondern das geht innerhalb Deutschlands auf den Spinner
    Heinrich Himmler zurück. Der hatte seine Untergebenen von der SS sogar beauftragt, auf den Spuren der Bibel nach dem „Goldenen Vlies“ der Juden zu suchen.
    Hermann Göring sagte einmal (weit vor 1945) er habe nie etwas gegen Juden gehabt, sein Schulfreund sei Jude gewesen.
    Erst die Erfahrung des Ersten Weltkrieges und dessen Hintergründe und das Verhalten der Juden in Deutschland im Herbst 1918 habe bei ihm zu einem Umdenken und Gegner der Juden gemacht. Hitler selbst hat sich extrem selten zur Frage der Juden geäußert; er hatte es mehr mit den Plutokraten (heute würde man Oligarchen dazu sagen),
    welche Aktienpakete handeln und dann Kriege auslösen würden.

  6. Keine Sorge, verrennen werde ich mich nicht. Habe nur das gegenübergestellt, was etwa aus dem Schulbuch und Kalergis Buch hervorgeht. Das selbst Dissidenten wie Werner Fink (Katakombe, Berlin) den „Rassenwahn“ überlebt haben, ist selbst mir bekannt. Und das soll was heißen!
    🙂

  7. Komisch, im Wiki istg A. Merkel als Preisträgerin nicht aufgeführt. Stimmt das oder ist das Absicht? Hier die Preisträger lt. ‚wiki‘: Bisherige Preisträger waren:
    2002: Annemarie Peus
    2005: EUREGIO
    2007: Jean-Claude Juncker
    2010: Simone Veil
    2012: Heinrich Hoffschulte
    2015: „Singende Revolution“, stellvertretend entgegengenommen von Trivimi Velliste (Estland, ehemaliger Außenminister und UN-Botschafter), Dainis Īvāns (Lettland, Vorsitzender des ersten Parlaments nach 1990) und Vytautas Landsbergis (Litauen, erstes Staatsoberhaupt nach 1990

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