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08.06.1949: George Orwells Roman „1984“ erscheint


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Am 08. Juni 1949 erschien der Roman „1984“ von George Orwell. Was zunächst als fiktiver Roman galt, entpuppte sich im Lauf der Jahre als erschreckend zutreffende Zukunftsvision des damaligen Kriegspropaganda-Experten.

1984 George Orwell
1984 George Orwell, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1949 veröffentlichte Eric Arthur Blair (Pseudonym: George Orwell) seinen Roman „1984“. Die Geschichte handelt von einem totalen Überwachungsstaat und permanenter Medien-Propaganda. Die Hauptfigur Winston Smith arbeitet im Wahrheitsministerium in London und beginnt am vorherrschenden System zu zweifeln.

Er versucht sich diesem zu entziehen, dadurch gerät er in Konflikt mit der Gedankenpolizei und wird im „Liebesministerium“ gefoltert. Zudem wird er einer Umerziehungsmaßnahme (Gehirnwäsche) unterzogen.

Dauerkrieg und Neusprech

Ozeanien, Eurasien und Ostasien befinden sich im Dauerkrieg. Im Laufe der Handlung kommt Smith zu dem Schluss, dass der Konflikt tatsächlich in erster Linie in den Medien stattfindet. Die Bewohner Ozeaniens werden damit in Angst und Schrecken versetzt, damit sie Überwachungsmaßnahmen akzeptieren.

Alle Wohnungen werden mittels Bildschirmen überwacht, im Fernsehen wird gegen imaginäre Terroristen gehetzt, Drohnen fliegen durch die Gegend. Auch wird der sogenannte „Neusprech“ akribisch gepflegt, um die politische Meinung der Menschen über die Sprache zu manipulieren.

Durch ein eingeschränktes Vokabular, etwa durch Entfernung „falscher Worte“ aus dem Sprachschatz, können die Bürger Ozeaniens sich nicht mehr über einen möglichen Aufstand gegen die Regierung unterhalten, da ihnen dazu die Wörter fehlen. Auch werden Antonyme aus dem Wortschatz entfernt. Aus „schlecht“ wird beispielsweise „ungut“.

Roman oder Zukunftsvision?

Das Buch, welches zunächst als fiktiver Roman auf dem Markt erschien, erwies sich im Lauf der Jahre als erschreckend zutreffende Zukunftsvision des Autors. Insbesondere seit den Ereignissen des 11. September 2001 sind einige Parallelen nur noch schwer zu übersehen.

Doch auch bereits lange vor dem (echten) Jahr 1984 war der Überwachungsapparat längst perfekt. Perfekter sogar, als in George Orwells erschreckendem Roman. In seiner Geschichte wussten die Überwachten stets, dass sie überwacht wurden. Im echten 1984 geschah das eher ohne das Wissen des Überwachten.

Agenten der Regierungen benutzten als Koffer getarnte Kameras und Mikrofone, die über Hunderte Meter Bild und Ton aufzeichnen konnten. Parabolspiegel mit Richtmikrofonen, Kohlemikrofone, die selbst durch meterdicke Betonmauern jeden Ton aufzeichneten.

Telefongespräche wurden damals längst abgehört. Und es existierten sensible Technologien, die Schwingungen von Fensterscheiben aus Hunderten Metern Entfernung in Tonsignale umwandeln konnten, um abzuhören, was hinter dem entsprechenden Fenster gesprochen wird. Dann gab es noch Telefonwanzen und andere verborgene Überwachungstools.

Und heute?

Im 21. Jahrhundert funktioniert die Überwachung natürlich noch viel perfekter. Und das Beste daran: Die zu Überwachenden übernehmen inzwischen die mühsame Arbeit der Agenten und kaufen sich ihre Hightech-Überwachung selbst.

Smartphones, ausgestattet mit HD-Kameras vorne und hinten, einem Mikrofon, GPS-Funktion zur Bestimmung des Standorts sowie eine Dauerverbindung ins Internet ersetzen längst all den aufwendigen Schnickschnack aus dem Jahr 1984.

Im Wohnzimmer steht der Smart-TV mit eingebautem Mikrofon und Kamera, im Kinderzimmer ist es die sprechende und vor allem zuhörenden WLAN-Barbie. Oder der Lerncomputer für Kinder, inzwischen natürlich ebenfalls mit Mikrofon, Kamera und Highspeed-Datenverbindung.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass in der heutigen Zeit jedes einzelne gesprochene Wort irgendwo auf irgendeinem Server landet. Und vielleicht bleibt es sogar auf unbestimmte Zeit dort gespeichert.

George Orwell

Der Autor George Orwell bzw. Eric Arthur Blair war während des Zweiten Weltkriegs Experte für britische, deutsche und sowjetische Propaganda, sowie bis 1945 Kriegsberichterstatter in Frankreich und Deutschland. Er lieferte dem britischen Außenministerium Informationen und war einigen Quellen zufolge ein Agent beim britischen Geheimdienst MI5.

Im Januar 2017 war George Orwells 1984 der absolute Bestseller auf Amazon. Sowohl in der englischsprachigen, als auch der deutschen und anderen Versionen der Website.

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19 Kommentare

  1. das hat damals keiner Ernst genommen, und die Situation heute, eine Generation später, nehmen auch die wenigsten ernst.

    Noch 2 Generationen weiter und die süßen kleinen deutschen Klone von Schwuchtelfamilien kriegen ihren Chip implantiert damit sie nicht verloren gehen und natürlich wegend er Seriennummer.
    Verschiedengeschlechtliche Familien gibt´s dann keine mehr und der Austausch von Körperflüssigkeiten ist bei Tode verboten wegen der Hygiene.
    Die kleinen neuen Klone vermissen nichts, denn sie kennen und können nicht einmal das was ihre Eltern noch kannten und konnten.
    Sie sind nur noch da zum Kriegführen und um sich gegenseitig zu ernähren.
    Es war nie anders und in 5 Generationen wird das alles normal sein……
    der Ami wird´s schon richten und mit ihm die europäischen Vasallen….
    nur Multikulti wird überleben weil der Clan am Leben bleiben muß.

  2. Was im Roman nicht vorkommt ist der Hooton-Plan.
    Den hat der große Bruder nach 1990 noch ins Drehbuch geschrieben und IM Erika und IM Larve nebst aller anderen Blockflöten spielen die Haupt- und Nebenrollen.
    Der Bunzeldepp darf als Statist das Opfer des Völkermords spielen, sich selbst!

  3. An diesem Tag: Die USS Liberty, ein NSA-Spionage-Schiff, wird während des Sechs-Tage-Kriegs in internationalen Gewässern von israelischen Bombern und Torpedobooten schwer beschädigt und fast versenkt. 34 Seeleute sterben. Zum Einsatz kommt auch Napalm. Admiral McCain, der Vater von John McCain, hilft bei der Vertuschungsaktion.

  4. @Charles-Antoinette-Lisbeth von der Walheide

    Ja, nach und nach löst man die menschlichen / natürlichen Zusammenhänge auf wie Liebe und Sex, (zweigeschlechtliche unterschiedliche ) Eltern und Kinder, Eltern und Verantwortung / Erziehung / Werteweitergabe, Eltern und Zeit/Nähe für kinder….was dann wiederum wieder bei den erwachsenen Kindern zur weiteren Trennung von Liebe und Sex führt.

    Sprich sie greifen von Beginn ein, damit sie spätere Menschen unfähig machen leichter von dem Menschsein / von der Natur abbringen, da sie nie ne Verbindung und Wertschätzung davon erhielten.

    Nein, sie bekommen statt Liebe, Zeit und Nähe der Eltern, …Fremdbetreuung, totalitäre GutmenschenIdeale ( Alles-und Jeden tolerieren), Frühsexualisierung ( sexuelle Vielfalt, Gender, Emanzipation,Feminismus, usw), gleichgeschalte Bildung / Unterhaltung und Statusstreben ( Konsum, Werbung, Wegwerfmentalität,usw).
    Alles zum Zwecke der langfristigen Umformung neuer gefühlskalter Menschen, die willenlos alles mit sich machen lassen 🙁

    Kein freier Mensch / Geist / Seele soll die Eliten bei ihren Wachstumsstreben stören !Der verkümmerte Mensch wird keine Gefahr mehr sein, da er nichts anderes als sein gemachten Käfig kennt.

  5. Nach 70 Jahren hat sich der Trend zur Überwachungshype verfestigt. Fast jedem der den Inhalt des Buches kennt, muss allerdings eine Leseverständnisschwäche angelastet werden.

    Es gibt quasi nur noch Autoritätsmitläufer, die aufgrund übertriebener Fürsorglichkeit in ihrer frühkindlichen Entwicklung zur Unfähigkeit konditioniert worden sind, jemals eigene Entscheidungen zu treffen und unbeeinflusst dann realistische Lösungen zu finden. – Mami war immer sofort da, und so haben sie nie gelernt ihren Arsch allein aufzurichten.
    Nun fehlt diese dafür entscheidende Software im Kopf, und die Lücke wurde mit der Software für die Sucht nach permanenter Fremdbestimmung aufgefüllt.

    Um aus Menschen Zombies zu machen, muss man dem Staat nur seine Kinder überlassen. – Man weiß um die Gefahr dieser Schwäche, aber kaum einer hält dagegen.

  6. Alles richtig ECKART
    Wir werden lückenlos überwacht. Die Überwachung erstreckt sich inzwischen über alle Bereiche des tälichen Lebens, bis in die Privatwohnungen.
    Seit geraumer Zeit habe ich die neuen Wärmemengenzähler an den Heizkörpern im Verdacht, dass sie hauptsächlich zur Überwachung innerhalb der Wohnung dienen (sie können von außerhalb des Hauses abgelesen werden), aber natürlich nur die Verbrauchswerte ?!?!
    Die neuen „Funk-Rauchwarnmelder“ arbeiten noch effizienter. Auch sie können von außerhalb des Hauses ausgelesen werden. Ich habe diese Dinger sofort demontieren lassen und durch zugelassene Rauchwarnmelder aus dem Baumarkt ersetzen lassen. Alles auf eigene Kosten.
    Die EasyBox von Vodafone ist wahrscheinlich in der Lage, die gesamten Internetaktivitäten für ein Jahr aufzuzeichnen. Sehr verdächtig dabei war, dass das Ding genau nach einem Jahr den Geist aufgab und bei Reklamation sofort ein Neugerät zugeschickt wurde, aber mit der Maßgabe das „defekte“ Gerät an Vodafone zurück zu schicken. (Wahrscheinlich zur Auswertung)

    Das alles ist nicht neu. Wir sind seit dem WK2 mehr überwacht worden als die DDR.
    „Überwachungsstaat BRD, von Prof. Dr. Josef Foschepoth“
    http://www.youtube.com/watch?v=YwFRSRFRHFs

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  7. Moin grillbert,
    Die Auslesung der Zählerstände für in der Wohnung untergebrachte Messgeräte gehört heute zum Stand der Technik und dient letztendlich auch dem Kunden. Dort Schnüffeltechnik zu vermuten kann man ausschließen.
    Auch der Router enthält keinen Jahresaufzeichner was da über den gelaufen ist – das müssen die Provider ohnehin jeweils für 6 Monate auf Vorrat speichern.

    Bluetooth Geräte mit WLAN das sind die Tore in deine Wohnung für die Schnüffler von der Lausch und Horch Innung. Und wenn du ein Smartphone hast bist du sowieso abhörmäßig total nackt.

    Die Sammelwut dient heute in erster Linie kommerziellen Interessen – echte Übeltäter werden fast nie im Vorfeld erwischt. Dagegen lassen sich Hitzköpfe herausfiltern, die man gut für False Flag Aktionen funktionalisieren kann. Die lassen dann am „Tatort“ ihren Ausweis liegen, und werden auf der Flucht erschossen, denn die reden dann nicht mehr.

  8. Eckart
    Moin. So sollte es sein ! Nach den Datenschutzrichtlinien.
    Ich glaube nicht daran, dass sich jemand überhaupt daran hält.
    Man sieht es daran, was J. Foschepoth für die 50er und 60er und bis 80er Jahre ermittelt hat. Ich habe selbst eklatante Verstöße gegen den Datenschutz in meinen Angelegenheiten festgestellt. Im Detail möchte ich hier nicht darauf eingehen.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  9. @grillbert
    Keine Ahnung, welche Probleme du diesbezüglich genau hattest, aber man darf doch eines nicht außer acht lassen, ich erwähnte es früher schon einmal detaillierter:
    In der Anfangsphase haben die meisten Benutzer doch vorwiegend aus Unkenntnis bei den kostenlosen E-Mail Anbietern ihre persönlichen Daten und die Daten von Verwandten und Bekannten eingetippt, und diese Daten wurden abgelutscht. Dann kamen die sozialen Plattformen und die Smartphones. Diese Smartphones sind Überwachungsmaschinen und wurden mit Begeisterung in Gebrauch genommen. Darin enthalten die Möglichkeit Photos zu erstellen und zu versenden, wobei jedes dieser Photos beim großen Bruder in der Gesichtserkennung landet, also auch Personen, welche zufällig und ohne ihr Wissen auf dem Photo landeten. Dazu die Möglichkeit kostenlos und mit Bildübertragung zu telefonieren, Bankgeschäfte zu tätigen, Einkäufe zu bezahlen und Waren zu kaufen. Das ergibt dann ein Vollprofil des Benutzers und damit erklärt er sich durch die Nutzung einverstanden.
    Nützlich ist so ein Profil nur bei der Ermittlung von Straftaten, oder um selbst beweisen zu können wo man sich wann aufgehalten hat.
    Und wer nun glaubt irgendeine Firma, oder Organisation bietet einem kostenlos eine Leistung an, rein aus christlicher Barmherzigkeit heraus, der ist echt naiv. Mittlerweile gibt es mitdenkende Hausgeräte denen man Befehle erteilen kann, welche definitiv eine Überwachungsfunktion haben, und die werden trotzdem gekauft. Man will ja -IN- sein und beruflich lässt sich ein Einstieg bei Facebook oft nicht vermeiden.
    Ich bin, da ich diese Geräte nicht habe und auch in keiner der Plattformen bin, nicht betroffen von all den Auswüchsen, die mir aus dem Kreis meiner Kontakte ab und zu mal gemeldet werden. Ein so genanntes Bewegunsprofil von mir zu erstellen ist unmöglich, und ich bin immer noch Barzahler.
    Gruß kw

  10. @KW
    Anzufügen bleibt, was ich selbst erst vor kurzem erfahren habe, dass fast alle Smartphones auch vorn, also auf dem Display, eine Kamera haben. Ich dachte immer, weil meine Kameralinse hinten ist (wie auch üblich), dass mein Gesprächspartner (wenn selbst ein Smartphone) mein Gesicht nicht sehen könne. Das war weit gefehlt!
    Es sind nur wenige Berührungen auf dem Display nötig und ich kann jemand anrufen und dieser sieht mein Gesicht und das was ich an habe und gleiches gilt für die angerufene Person.
    Nachdem ich das vor vielleicht 5 Wochen zufällig erfuhr, rief ich eine Cousine von mir an, sprach mit ihr kurz und fragte dann, wer die Person neben ihr auf dem Sofa sei.
    Langes Schweigen, dann verdattert: „das kannst Du sehen?“
    Ja, so geht es. Aber die Vorteile überwiegen doch deutlich die eingebauten „Nachteile“. Seit ich das weiß, rufe ich keine Leute mehr mit zerknittertem Gesicht oder halbnackt an.

  11. @KUNO
    Jeder Benutzer derartiger Geräte sollte wissen was diese Dinger so alles können, aber auch, dass diese Geräte bzw. diese Apps Funktionen haben können, von denen der Benutzer gar nichts weiß. Berichte über erstaunliche Dinge, die irgendjemand herausgefunden hat, finden sich in den Medien. Ebenso Meldungen, dass Bürger durch facebook geschädigt wurden, ich kenne persönlich Leute denen das passiert ist. Diese angeblich soziale Plattform ist der elektronische Blockwart, und unterliegt ja wohl neuerdings auch der politisch korrekten Überwachung, genau wie YouTube.
    Es bleibt jedem selbst überlassen inwieweit er sich überwachbar machen lässt. Bei mir jedenfalls läuft diesbezüglich absolut nix. Durch Frequenzwechsel musste ich mich zwar von meinem alten Mobiltelefon verabschieden, welches bedeutend benutzerfreundlicher und schneller war im Gebrauch. Ich bekam kostenlos so ein Schlau-Fon mit dem alles möglich ist, jedoch habe ich das Gerät nur mit einem reinen Telefon-SIM ausrüsten lassen, und Photos mache ich mit einer Camera. Und da ich auch nicht mit Plaste-Money, oder über das Schlau-Fon elektronisch bezahle, sondern bar cash, ist von mir kein Profil zu erstellen. Der Telefonanbieter speichert keine Daten über Telefonate, da keine Rechnungsstellung erfolgt. Er könnte speichern, wann sich das Gerät wo in welche Funkzelle eingeloggt hat und wie lange. Diese Speicherung ergibt aber auch keinen Sinn, denn mein Telefon ist nicht dauernd eingeschaltet, nicht einmal wenn ich unterwegs bin. Die Nummer, dass man von wildfremden Personen angerufen wird, (zu welchen Zwecken auch immer) die gibt es hier ohnehin nicht.

    In Bezug auf die Datensammelwut sehe ich eine ganz andere Gefahr. In den USA werden festgenommene Verdächtige auf ihre Rechte hingewiesen (Miranda Warning) und da heißt es unter anderem: …alles was sie sagen kann später vor Gericht gegen sie verwendet werden.
    Tja, wer weiß schon was später ist, z.B. unter einer anderen Regierung, welche neue Gesetze erlässt. Kritiker und Andersdenkende werden doch heute schon mundtot gemacht. Später einmal ist vielleicht die Rübe ab, weil man sich früher mal negativ über Allah geäußert hat. Ab 1933 war es auch unschön für Bürger, welche sich vorher negativ über die Nazis geäußert haben.
    Gruß kw

  12. Ja, @KW, freut mich dass wir wieder miteinander kommunizieren. Da war über die Jahre wohl so eine Art „Hassliebe“ entstanden. Inzwischen hat jeder von uns seine Restlaufzeit auf Erden mehr oder weniger klar vor den Augen.

    So ein Smartphone hat aber nicht nur Nachteile, es hat auch Vorteile. Vor etwa drei Jahren rief mich eine frühere Schulfreundin aus Namibia an, da war ich gerade in Fuerteventura. Gespräch kam über Whats app herein und die Petra schwätzte und schwätzte und irgendwann sagte ich: Mensch, Petra, denke doch mal an die Kosten!
    Dann die Antwort: kostet keinen Pfennig!
    Heute lache ich selbst darüber, weil ich jetzt selbst über Whats app (also via Internet) nach Mitteleuropa telefoniere.
    Dann habe ich Zugriff auf meine e-Mails, Zugriff auf die Wetterdaten weltweit und ich sehe bei n-tv, egal wo ich bin, die Frankfurter oder New Yorker Börse live.
    Wenn ich tanken muss, frage ich den Benzinpreisrechner.
    Gut, das brauchst Du an der Fischküste nicht.
    Mein erstes Auto war 1972 ein VW Käfer, die Bedienungsanleitung war eine dünne Broschüre.
    Heute ist die Bedienungsanleitung eine dicke Fibel und es wird noch schlimmer werden, da muss man in Zukunft noch mehr lesen und verstehen. Das neue Auto meiner Frau parkt weitgehend autonom ein. Und die Navigation bei meinem Auto habe ich immer noch nicht ganz begriffen.
    Aber ich weiß: das Smartphone oder die Navigation beim Auto senden unablässig Positionsmeldungen.
    Tut mir leid, ich habe mich jetzt weitgehend damit arrangiert. Nur an eines werde ich mich in diesem Leben nicht mehr gewöhnen: an Windows 8 oder 10.
    Das hasse ich penetrant, weil ich das übersichtliche Windows 7 nicht hergeben will und werde. Aber Google leuchtet auch solchen Leuten wie mir heim: da viele Geräte (Fernseher, PC, Laptop, Tablet, Smartphone) bei Google angemeldet sein müssen, begrüßt mich Google schon beim Hochfahren mit meinem Namen. Können wir die Zeit zurückdrehen, oder wie weiland Cervantes gegen Windmühlen ankämpfen? Nein, können wir nicht.
    Es ist ein Ärgernis, weil mehr oder weniger der gläserne Bürger entsteht. Aber was wollen wir machen?

  13. Hier ein passendes Fundstück von fefe.de mal wieder.
    https://www.washingtonpost.com/gdpr-consent/?destination=%2ftechnology%2f2019%2f06%2f10%2fus-customs-border-protection-says-photos-travelers-into-out-country-were-recently-taken-data-breach%2f%3f&utm_term=.748a0cbf2e68
    Bekommt als Programmierer und Gründungsmitglied vom ccc diverse links aus aller Welt. Gruss in die Runde
    Mitleser
    Tipp
    Dass der Zuckerberg vom Gesichtsbuch seine Kamera am Pc einfach abklebt, habe ich vor Jahren bei fefe zuerst mitbekommen, wie so vieles andere auch. Gerüchten zufolge soll das sogar bei smartphones funktionieren statt Anrufe zu verschieben oder nicht anzunehem. Zwinkersmiley

  14. Hacker stehlen bei Us – Einreisebehörde biometrische Daten blog.fefe.de so die korrekte Adresse
    Wer also schon mal bei einem der 5 eyes eingereist ist, braucht sich keine Gedanken mehr um seine Daten machen , die sind sicher. Irgendwann entpuppt sich das verschlafen der Digitalisierung in Deutschland noch mal als Glücksfall, habe ich das Gefühl. Glaubt jawohl niemand wirklich, dass nach 2015 mal flächendenkend Fingerabdruckscanner bei Einreisebehörden oder Aufnahmeeinrichtungen angeschafft worden wären, oder ?
    Dann wären ja keine Mehrfachmeldungen mehr möglich, ein Amri wäre aufgeflogen, ein Bundeswehrsoldat der sich als Flüchtling ausgab usw.
    Der Verfassungsschutz würde am Ende noch seiner Arbeit nachkommen, stattdessen lies man von amri ab und ermittelte woanders… Es muss doch einen tieferen Sinn haben, dass quasi alles um Deutschland herum digital läuft, und das in mehr als 2gb-Flatratesrahmen, und nur Deutschland da so hinterherhinkt… . Papier ist geduldig, mehr fällt mir dazu nicht ein, und wäre es aus Hanf, wie die Us-Verfassung oder die Gutenbergbibel sogar sehr, sehr geduldig.

  15. Biometrisches Photo plus Fingerabdruck bei Einreise ist in einigen Ländern längst Standard. Verhindert, dass abgeschobene Personen mit gefälschten Dokumenten erneut einreisen.

  16. Ja, kann alles sein. Aber der EU Raum ist relativ groß, weil dieser nämlich auch Inseln vor der Küste Marokkos umfasst.
    Und da existiert keine Grenze mehr, somit auch keine Passkontrolle. Wer von Deggendorf aus in die Tschechische Republik einfährt muss verdammt gut aufpassen damit er überhaupt mitbekommt wo da eine frühere Grenze sein könnte. Gleiches passiert bei der Fahrt nach, sagen wir Andalusien, über Frankreich natürlich.
    Die ersten „Offiziellen“ sieht man lange nach der früheren Grenze, nämlich dann wenn die Autobahngebühr kassiert wird. Dafür kann man in Deutschland an Bahnhöfen, besonderen Plätzen etc. fest installierte Überwachungskameras sehen. Der Tag ist nicht mehr fern, dass alle öffentlichen Plätze überwacht werden.

  17. https://mobile.twitter.com/iamdylancurran/status/977559925680467968 (Fundstück von fefe, Suchbegriff google)
    Interessant was man selbst für Spuren so lässt, auch ohne smartphone oder Kartenzahlung.
    Profile erstellt facebook auch von Menschen die nicht bei facebook sind. Dasselbe gilt für youtube, google usw.
    Selbst komplett offline ist man doch heute komplett gläsern, Kennzeichenerfassung bei der Pkw-Maut lässt grüssen. Auch das Fernsteuern von Fahrzeugen wie externer Eingriff bei Diebstahl, Blackboxen, die jedes Bremsmanöver und damit auch das komplette Fahrverhalten aufzeichnen, speichern und senden der Daten, alles kein Neuland für die Millenials. Diese Daten lassen dann wieder Rückschlüsse auf die Reaktionsfähigkeit oder Tagesform zu, da wird der Versicherungsbeitrag steigen bei sinkender Leistungsfähigkeit, da wird die Reise hingehen. Kann man ja an Chinas Entwicklung derzeit sehen, bei deren scoringsystem berufen die sich bei Kritik auf das deutsche Beispiel Schufa…

  18. Sehe ich alles genauso, Mitleser.
    Meiner Meinung nach hat man meiner Tochter per Funk eine Fehler in die Elektronik gezaubert. Die Reparatur kostete über 3,5 tausend €. Der Fehler war angeblich (Lose in den Steuerketten). chevrolet SUV.
    Wenn ich noch gesund wäre hätte ich die Lose selbst nachgemessen.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

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