An diesem Tag
08.06.1949: George Orwells Roman „1984“ erscheint


Geschichte

Am 08. Juni 1949 erschien der Roman „1984“ von George Orwell. Was zunächst als fiktiver Roman galt, entpuppte sich im Lauf der Jahre als erschreckend zutreffende Zukunftsvision des damaligen Kriegspropaganda-Experten.

1984 George Orwell
1984 George Orwell, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1949 veröffentlichte Eric Arthur Blair (Pseudonym: George Orwell) seinen Roman „1984“. Die Geschichte handelt von einem totalen Überwachungsstaat und permanenter Medien-Propaganda. Die Hauptfigur Winston Smith arbeitet im Wahrheitsministerium in London und beginnt am vorherrschenden System zu zweifeln.

Er versucht sich diesem zu entziehen, dadurch gerät er in Konflikt mit der Gedankenpolizei und wird im „Liebesministerium“ gefoltert. Zudem wird er einer Umerziehungsmaßnahme (Gehirnwäsche) unterzogen.

Dauerkrieg und Neusprech

Ozeanien, Eurasien und Ostasien befinden sich im Dauerkrieg. Im Laufe der Handlung kommt Smith zu dem Schluss, dass der Konflikt tatsächlich in erster Linie in den Medien stattfindet. Die Bewohner Ozeaniens werden damit in Angst und Schrecken versetzt, damit sie Überwachungsmaßnahmen akzeptieren.

Alle Wohnungen werden mittels Bildschirmen überwacht, im Fernsehen wird gegen imaginäre Terroristen gehetzt, Drohnen fliegen durch die Gegend. Auch wird der sogenannte „Neusprech“ akribisch gepflegt, um die politische Meinung der Menschen über die Sprache zu manipulieren.

Durch ein eingeschränktes Vokabular, etwa durch Entfernung „falscher Worte“ aus dem Sprachschatz, können die Bürger Ozeaniens sich nicht mehr über einen möglichen Aufstand gegen die Regierung unterhalten, da ihnen dazu die Wörter fehlen. Auch werden Antonyme aus dem Wortschatz entfernt. Aus „schlecht“ wird beispielsweise „ungut“.

Roman oder Zukunftsvision?

Das Buch, welches zunächst als fiktiver Roman auf dem Markt erschien, erwies sich im Lauf der Jahre als erschreckend zutreffende Zukunftsvision des Autors. Insbesondere seit den Ereignissen des 11. September 2001 sind einige Parallelen nur noch schwer zu übersehen.

Doch auch bereits lange vor dem (echten) Jahr 1984 war der Überwachungsapparat längst perfekt. Perfekter sogar, als in George Orwells erschreckendem Roman. In seiner Geschichte wussten die Überwachten stets, dass sie überwacht wurden. Im echten 1984 geschah das eher ohne das Wissen des Überwachten.

Agenten der Regierungen benutzten als Koffer getarnte Kameras und Mikrofone, die über Hunderte Meter Bild und Ton aufzeichnen konnten. Parabolspiegel mit Richtmikrofonen, Kohlemikrofone, die selbst durch meterdicke Betonmauern jeden Ton aufzeichneten.

Telefongespräche wurden damals längst abgehört. Und es existierten sensible Technologien, die Schwingungen von Fensterscheiben aus Hunderten Metern Entfernung in Tonsignale umwandeln konnten, um abzuhören, was hinter dem entsprechenden Fenster gesprochen wird. Dann gab es noch Telefonwanzen und andere verborgene Überwachungstools.

Und heute?

Im 21. Jahrhundert funktioniert die Überwachung natürlich noch viel perfekter. Und das Beste daran: Die zu Überwachenden übernehmen inzwischen die mühsame Arbeit der Agenten und kaufen sich ihre Hightech-Überwachung selbst.

Smartphones, ausgestattet mit HD-Kameras vorne und hinten, einem Mikrofon, GPS-Funktion zur Bestimmung des Standorts sowie eine Dauerverbindung ins Internet ersetzen längst all den aufwendigen Schnickschnack aus dem Jahr 1984.

Im Wohnzimmer steht der Smart-TV mit eingebautem Mikrofon und Kamera, im Kinderzimmer ist es die sprechende und vor allem zuhörenden WLAN-Barbie. Oder der Lerncomputer für Kinder, inzwischen natürlich ebenfalls mit Mikrofon, Kamera und Highspeed-Datenverbindung.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass in der heutigen Zeit jedes einzelne gesprochene Wort irgendwo auf irgendeinem Server landet. Und vielleicht bleibt es sogar auf unbestimmte Zeit dort gespeichert.

George Orwell

Der Autor George Orwell bzw. Eric Arthur Blair war während des Zweiten Weltkriegs Experte für britische, deutsche und sowjetische Propaganda, sowie bis 1945 Kriegsberichterstatter in Frankreich und Deutschland. Er lieferte dem britischen Außenministerium Informationen und war einigen Quellen zufolge ein Agent beim britischen Geheimdienst MI5.

Im Januar 2017 war George Orwells 1984 der absolute Bestseller auf Amazon. Sowohl in der englischsprachigen, als auch der deutschen und anderen Versionen der Website.

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4 Comments

  1. das hat damals keiner Ernst genommen, und die Situation heute, eine Generation später, nehmen auch die wenigsten ernst.

    Noch 2 Generationen weiter und die süßen kleinen deutschen Klone von Schwuchtelfamilien kriegen ihren Chip implantiert damit sie nicht verloren gehen und natürlich wegend er Seriennummer.
    Verschiedengeschlechtliche Familien gibt´s dann keine mehr und der Austausch von Körperflüssigkeiten ist bei Tode verboten wegen der Hygiene.
    Die kleinen neuen Klone vermissen nichts, denn sie kennen und können nicht einmal das was ihre Eltern noch kannten und konnten.
    Sie sind nur noch da zum Kriegführen und um sich gegenseitig zu ernähren.
    Es war nie anders und in 5 Generationen wird das alles normal sein……
    der Ami wird´s schon richten und mit ihm die europäischen Vasallen….
    nur Multikulti wird überleben weil der Clan am Leben bleiben muß.

  2. Was im Roman nicht vorkommt ist der Hooton-Plan.
    Den hat der große Bruder nach 1990 noch ins Drehbuch geschrieben und IM Erika und IM Larve nebst aller anderen Blockflöten spielen die Haupt- und Nebenrollen.
    Der Bunzeldepp darf als Statist das Opfer des Völkermords spielen, sich selbst!

  3. An diesem Tag: Die USS Liberty, ein NSA-Spionage-Schiff, wird während des Sechs-Tage-Kriegs in internationalen Gewässern von israelischen Bombern und Torpedobooten schwer beschädigt und fast versenkt. 34 Seeleute sterben. Zum Einsatz kommt auch Napalm. Admiral McCain, der Vater von John McCain, hilft bei der Vertuschungsaktion.

  4. @Charles-Antoinette-Lisbeth von der Walheide

    Ja, nach und nach löst man die menschlichen / natürlichen Zusammenhänge auf wie Liebe und Sex, (zweigeschlechtliche unterschiedliche ) Eltern und Kinder, Eltern und Verantwortung / Erziehung / Werteweitergabe, Eltern und Zeit/Nähe für kinder….was dann wiederum wieder bei den erwachsenen Kindern zur weiteren Trennung von Liebe und Sex führt.

    Sprich sie greifen von Beginn ein, damit sie spätere Menschen unfähig machen leichter von dem Menschsein / von der Natur abbringen, da sie nie ne Verbindung und Wertschätzung davon erhielten.

    Nein, sie bekommen statt Liebe, Zeit und Nähe der Eltern, …Fremdbetreuung, totalitäre GutmenschenIdeale ( Alles-und Jeden tolerieren), Frühsexualisierung ( sexuelle Vielfalt, Gender, Emanzipation,Feminismus, usw), gleichgeschalte Bildung / Unterhaltung und Statusstreben ( Konsum, Werbung, Wegwerfmentalität,usw).
    Alles zum Zwecke der langfristigen Umformung neuer gefühlskalter Menschen, die willenlos alles mit sich machen lassen 🙁

    Kein freier Mensch / Geist / Seele soll die Eliten bei ihren Wachstumsstreben stören !Der verkümmerte Mensch wird keine Gefahr mehr sein, da er nichts anderes als sein gemachten Käfig kennt.

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