Israel führt 50 Panzer- und Luftangriffe auf Gazastreifen durch


Israel/Militär

Nachdem eine Rakete aus dem Gazastreifen auf eine israelische Stadt abgefeuert wurde, startete die israelische Armee Vergeltungsschläge mit Panzern und Kampfjets. Zwischen 50 und 60 Angriffe sollen durchgeführt worden sein.

Das israelische Militär hat mit extremer Härte auf eine Rakete reagiert, welche am Sonntag aus dem Gazastreifen auf die israelische Gemeinde Sderot abgefeuert wurde. Die Rakete schlug zwischen zwei Wohngebäuden ein, offenbar gab es keine Verletzten.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Dies führte jedoch laut israelischen Militärquellen zu einer Welle von bis zu 50 Luft- und Panzerangriffen auf verschiedene Orte im Gazastreifen, wodurch laut palästinensischen Quellen mindestens vier Menschen verletzt wurden, darunter ein 17-jähriger Jugendlicher. In palästinensischen Medien ist sogar von 60 Angriffen die Rede.

Die Angriffe seien auf Stellungen der Izzedin Qassam- und der Quds-Brigaden, sowie auf die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) durchgeführt worden, meldet der Guardian. Die Angriffe erfolgten auf Al-Bureij in der Mitte und auf Beit Hanoun im Norden des Gazastreifens. Berichten zufolge kam die israelische Reaktion in zwei Vorstößen, die erste unmittelbar nach dem Raketenangriff, die zweite in der Nacht zum Montag.

Zum Raketenabschuss hat sich niemand bekannt. Israel macht jedoch die Hamas für den Angriff verantwortlich, die Hamas hingegen eine lokale Gruppe des Islamischen Staats, wie Haaretz meldet. Für eine mögliche Eskalation des Konflikts sei jedoch ausschließlich Israel verantwortlich zu machen, so die Hamas. Zuletzt reagierte die israelische Armee am 2. Juli mit Luftschlägen auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen.

Laut aktuellen Berichten plant Israel den Bau einer unterirdischen Grenzmauer um den Gazastreifen, um des Tunnelsystems der Hamas Herr zu werden. Die Mauer soll bis zum Grundwasserspiegel hinunterragen, eine halbe Milliarde Dollar kosten und bis in eineinhalb Jahren fertiggestellt sein.

Quellen: guardianpalinfo, haaretzpalinfo

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