Schon mal gehört?
Kaiser Claudius erlaubte den Römern, am Tisch zu furzen


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Nachdem er von einem Mann gehört hatte, der fast verstarb, weil er einen Furz beim Essen zurückhielt, erteilte Kaiser Claudius den Römern die offizielle Erlaubnis, am Tisch zu furzen.

Die Römer waren für ihre Offenheit in bestimmten Angelegenheiten bekannt, zum Beispiel in öffentlichen Bädern nackt zu baden. Sie verfügten zudem über ein fortgeschrittenes Rechts- und Ordnungssystem, das den Bürgern Rechte und Freiheiten gab, die bis dahin nur wenige Gesellschaften erlebt hatten.



Über das Internet wurde verbreitet, dass der römische Kaiser Claudius ein Gesetz verabschiedete, das es den Menschen erlaubte, „zu Furzen, wann immer es nötig ist“. Die Wahrheit dahinter ist ein geschriebenes Werk, genannt das Leben des Claudius von Suetonius, einem römischen Historiker jener Zeit.

Dieser schrieb, dass Kaiser Claudius, der oft Adlige und andere Gäste beim Essen bewirtete, seine Absicht mitteilte, ein Edikt zu erlassen, das den Römern das Privileg gab, am Esstisch zu furzen, nachdem er von einem Mann gehört hatte, der fast daran gestorben war, einen Furz zurückzuhalten.

Kaiser Claudius regierte von 41 n. Chr. Bis 54 n. Chr. und galt als ehrgeiziger Herrscher, der die Expansion des Römischen Reichs und seiner Infrastruktur genau überwachte. Er beschäftigte sich persönlich mit der Gesetzgebung, nahm an öffentlichen Prozessen teil und erließ bis zu 20 Erlasse pro Tag.

2 Kommentare

  1. Nicht nur um dieses „windige“ Thema ranken sich viele Legenden.
    So soll Luther mal gesagt haben: „Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket?“
    Belegt ist vielmehr, „Ich esse, soviel und was mir schmeckt, und leid‘ danach, was ich kann.“

    Das Problem lag wohl daran, dass die Esskultur damals noch recht unstrukturiert war.

  2. Wohl nicht blos die Esskultur, Eckart. Die Menschheit, zumindest der zivilisierte Teil von denen, hat viele Jahrhunderte benötigt um Kultur und Anstand im Alltagsleben zu verankern.
    Leider sind seit einiger Zeit (ich denke da an die fast überall über repräsentierte Pornografie) starke gegenläufige Tendenzen erkennbar.
    Auch das gehört zu den Irrungen und Wirrungen der Menschheit und dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen.
    Denke nur mal an die langen Diskussionen die Martin Luder (Luther) hatte um zu erreichen, dass in Wittenberg die damals übliche Aufbewahrung der Toten außerhalb der Stadtmauern erfolgen sollte. Ein Besuch in Wittenberg erhellt diese Geschichte erneut. Heute erfolgt zwischen dem Tod und dem Begräbnis, bzw. Verbrennung nicht mehr viel Zeit.

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