26.07.1941: USA schneiden Japan vom Welthandel ab


Geschichte/Japan/USA

Am 26. Juli 1941 fror Präsident Franklin Roosevelt sämtliche japanischen Guthaben in den Vereinigten Staaten ein und stoppte alle Öl- und Stahllieferungen. Der Vorfall zwang Japan letztendlich zu einer militärischen Reaktion.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
USA Japan Welthandel Sanktionen Pearl Harbor
USA Japan Welthandel Sanktionen Pearl Harbor, Bild: Flaggen USA + Japan, gemeinfrei

Die formal neutralen USA hatten Japan bereits Anfang 1940 vor einer Besetzung der französischen Kolonie Französisch-Indochina (heute: Vietnam, Laos und Kambodscha) gewarnt. Nach dem Waffenstillstand von Compiègne zwischen Deutschland und Frankreich erhielt Japan jedoch die Zustimmung der französischen Vichy-Regierung, Truppen in der Kolonie zu stationieren.


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Grund für dieses Anliegen waren Hilfslieferungen der Indochinesischen Union an das mit Japan seit 1937 im Krieg befindliche China. Aus Sicht Japans war der Weg in die französischen Kolonie durch das Einverständnis der französischen Regierung somit frei.

Als Japan im Juli 1940 Truppen in Indochina stationierte, reduzierte Washington umgehend Erdöl- und Stahllieferungen nach Japan. Japan bezog zu dieser Zeit 80% seiner Ölimporte aus den Vereinigten Staaten. Japan beließ seine Truppen jedoch in der Region und entsandte im Zuge einiger Stationierungsabkommen weitere Streitkräfte.

Die USA ließen nicht viel Zeit vergehen und auf Befehl von US-Präsident Roosevelt wurden am 26. Juli 1941 sämtliche japanische Guthaben eingefroren und alle Öllieferungen eingestellt. Großbritannien und Niederländisch-Ostindien schlossen sich den USA an.


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Japans Wirtschaft kollabiert

Das Kaiserreich verlor damit 75% seines Außenhandels und 88% seiner Erdölimporte und war auch vom Handel mit seinen europäischen Verbündeten abgeschnitten. Japans kriegsbedingt hoher Ölverbrauch war somit nur noch für 18 Monate gesichert. Die unmittelbare Reaktion war die Besetzung Saigons, erneut mit Frankreichs Zustimmung.

Hintergrund war der Versuch, die Kontrolle über Südostasien einschließlich Malaya zu gewinnen, um den Kautschuk- und Zinnmarkt unter eigenen Einfluss zu bekommen, als Gegendruckmittel für das Öl-Embargo und sie Sicherstellung einiger Ressourcen, um den nun drohenden Zusammenbruch Japans zu verhindern.

Japan pokerte hoch: Entweder der Westen lockerte das Embargo, oder die ganze Angelegenheit würde Japan in einem nächsten Schritt dazu zwingen, britische und niederländische Kolonien zu besetzen, um Ressourcen sicherzustellen.


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Da die amerikanische Öffentlichkeit pazifistisch eingestellt war und sich klar gegen einen Kriegseintritt der USA positioniert hatte, sah Japans Regierung dennoch Chancen auf einen Verhandlungserfolg.

Die Zeit drängte aus Sicht Japans, die USA blieben jedoch stur und ignorierten alle diesbezüglichen Anfragen des Kaiserreichs. Am 06. Dezember 1941 teilte die japanische Regierung der Botschaft in Washington mit, dass man aufgrund der starren Haltung der US-Regierung keinen Sinn mehr in weiteren Verhandlungen sehe und die diplomatischen Beziehungen zu den USA am 07. Dezember 1941 um 13:00 Uhr abbrechen werde.

Japans Kaiserreich vor dem Zusammenbruch

Auch dies ließ die US-Regierung unbeantwortet. Ein Krieg gegen die USA und Großbritannien war somit aus Sicht Japans die einzige Möglichkeit, einen Zusammenbruch des Kaiserreichs zu abzuwenden. Was folgte, war der Überfall auf Pearl Harbor durch die japanische Luftwaffe auf die US-Pazifikflotte, wodurch 2400 US-Soldaten ums Leben kamen und eine erhebliche Zahl an Kriegsgerät zerstört wurde.


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Trotz der Verluste spielte der Vorfall der US-Regierung in die Arme, da nun die bis dato friedlich eingestellte US-Öffentlichkeit nun durch reißerische Berichterstattung in den Medien rasch umgestimmt werden konnte.

Laut im Jahr 2011 freigegebenen Dokumenten (die Dokumente waren 70 Jahre lang unter Verschluss) ist zudem klar, dass die US-Regierung von den Angriffsplänen Japans auf Pearl Harbor im Vorfeld Kenntnis hatte.

Bereits im Januar 1941 hatte Joseph C. Grew, der US-Botschafter in Japan, gemeldet, dass die erste Kampfhandlung Japans im Falle einer Konfrontation mit den USA ein Großangriff auf Pearl Harbor sein würde.

Dies galt jahrzehntelang als Verschwörungstheorie. Generalstabschef George C. Marshall telegraphierte am 27. Oktober 1941 einigen Pazifik-Offizieren: „Können Feindseligkeiten nicht vermieden werden, ziehen es die USA vor, Japan den ersten feindlichen Akt ausführen zu lassen.“

Nur einen Tag später, am 08. Dezember 1941, hatte das monatelange Warten Japans auf eine Reaktion der USA ein Ende: Die Vereinigten Staaten, welche jedoch schon lange vorher die Sowjetunion und Großbritannien mit Waffen und anderen Hilfsgütern umfangreich unterstützt hatten, erklärten Japan den Krieg.

Weitere drei Tage später erklärte das mit Japan verbündete Deutschland den Vereinigten Staaten den Krieg. Damit verschmolzen der Pazifikkrieg und der europäische Krieg zu einem Weltkrieg.


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