Russland verweigert Guantanamo-Folterern die Einreise


Politik/Russland/USA

Russland untersagt 12 US-Bürgern den Aufenthalt, die für Folter und Misshandlung in den Gefängnissen in Guantanamo und Abu-Ghraib verantwortlich waren. Dies ist eine Reaktion auf die jüngsten Sanktionen Washingtons gegen russische Energie-Unternehmen.

Guantánamo Bay Bildquelle: Wikipedia, gemeinfrei
Guantánamo Bay
Bildquelle: Wikipedia, gemeinfrei

Russland hat am Samstag 12 US-Soldaten, einen Richter und Beamten, inklusive Militärbefehlshabern aus Guantanamo und Abu-Ghraib, auf eine schwarze Liste gesetzt. Die Vorwürfe lauten Folter, Zwangsernährung während des Ramadan und Missbrauch. Den Personen auf der Liste ist von nun an der Aufenthalt auf russischem Staatsgebiet generell untersagt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Bereits im vergangenen Jahr hatte Russland eine 18 Namen umfassende sogenannte „Guantanamo-Liste“ erstellt, als Reaktion auf die „Magnistski-Liste“ des US-Kongresses. Die Vereinigten Staaten hatten Russland damals Verbindungen zum Tod des Menschenrechtsanwalts Sergej Magnitski vorgeworfen. Russland sprach sich am Donnerstag gegen neue durch Washington verhängte Sanktionen gegen die russischen Energieriesen Rosneft und OA Novatek aus. Grund dafür sei laut US-Regierung die Unterstützung Moskaus für den Widerstand in der Ukraine.


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Während Guantánamo als Militärgefängnis für Terroristen dargestellt wird, wird die Einrichtung von Kritikern häufig auch als Folterknast oder Konzentrationslager gesehen. Im November 2013 erschienen Berichte über ehemalige und aktive Offizielle der Einrichtung, welche angaben, dass in Guantánamo Bay Kämpfer ausgebildet würden, um an der Seite oder im Auftrag der USA zu kämpfen, beispielsweise gegen die Regierung in Syrien oder zuvor in Libyen.

Nach einem von den USA, EU und NATO unterstützten Putsch der früheren russlandfreundlichen Regierung ist das Chaos in der Ukraine ausgebrochen, viele Menschen starben. Zahlreiche Beobachter sehen das Land am Rande eines Bürgerkriegs, zudem wird befürchtet, dass die finanziellen und militärischen Provokationen gegenüber Russland einen bewaffneten Konflikt auslösen könnten.


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12 Comments

  1. Wäre ‚mal ganz interessant zu erfahren, wieviel sowjetische GULAG-Folterer und GULAG-Mörder auf der Ausreiseliste der Russen gestanden hatten?

  2. Vielleicht für die auf der schwarzen Liste, ein Denkanstoss sich mal darüber klar zu werden, dass man nicht einfach sagen kann, ich habe nur meine Befehle ausgeführt, ich kann nichts dafür. Das sollte noch vielen anderen bewusst werden. Vor daher, eine gute Sache, denn nur wenn etwas auch Konsequenzen hat, wird denjenigen klar, dass man selbst auch Verantwortung trägt und auch dafür geradestehen muss.

  3. Niemand der schon mal da war möchte unbedingt in die USA zurück. Dieses arogante Getue, „Wollen Sie hier arbeiten ?“ Nein lieber nicht.
    Russland muß sich wehren können, eigentlich ist dies seit 1300 u.Z. kein großes Problem mehr. Napoleon oder Adolf hatten besser geplant als das Pentagon nebst angeschlossenber NATO.
    Für uns wird dies sehr schwer werden, Holländer, Schweden und auch Deutsche reißen uns in den Sanktionsstrudel. Die Russen haben bei Leningrad 999 Tage Blockade durchgehalten. wir werden keine 19 Tage überstehen.
    Die Spiele sind eröffnet, möge der Bessere gewinnen und hoffentlich in dem in den USA auch gehörig Pulverdampf abgelassen wird.. Dieses Volk mordet seit mehr als 200 Jahren und sollte auch einmal die Früchte seiner Arbeit kosten dürfen.
    Ansonsten eine ruhige, ereignislose Woche, an Alle

  4. Warum sollten jene US-Folterknechte ausgerechnet nach Russland reisen wollen , und das auch noch mit echter Identität ?
    Tut mir leid, aber das hat den Klang einer „beleidigten Leberwurst“.
    Wieso muss man denn auf dumme und arrogante Sanktionen mit noch dümmeren Gegen-Sanktiönchen antworten ? Steht es wirklich so schlecht um Russland ?

    Ok, sollten sich die Machtverhältnisse auf diesem Globus mal grundlegend ändern, dann sollte man nicht nur „Einreiseverbote“ erlassen sondern mit einer Art „Nürnberger Prozesse“ beweisen, dass sich die Machtverhältnisse geändert haben.

  5. Es wäre effizienter, man ginge man an den Strand, liese einen Tropfen verschmutztes Wasser in den Ozean fallen und würde sich bei dem Gedanken die Hände reiben, dass nun in den USA die Kosten für die Wasserreinigung steigen.

    Gähn.

    Und was gibts sonst neues

  6. Der Putin wird mir immer sympatischer…

    Auch wenn hier einige User das alles ins lächerliche ziehen wollen…

    Die Welt sollte ein Beispiel nehmen und alles USraelisches boykottieren… auch wenn es nur ein Kaugummi ist.

  7. Da habe ich mal eine ketzerische Frage:
    Angenommen die Beziehungen Russlands zu den USA und der EU wären gut bis hervorragend. Nur mal angenommen.
    Was glaubt Ihr; würde Russland den „hochrangigen Folterknechten“ dann ebenfalls die Einreise verwehren?
    Gute Frage, Gelle?

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