07.02.1992: Die Europäische Union (EU) wird gegründet


Europa/Geschichte

Am 07. Februar 1992 – nur wenige Wochen nach der Auflösung der Sowjetunion – wurde der Vertrag über die Europäische Union (EU) unterzeichnet. Mehr als 500 Millionen Menschen aus 28 Staaten leben heute in der EU.

EU
EU Flagge, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1992 wurde in Maastricht der Vertrag über die Europäische Union (EU-Vertrag, EUV) unterzeichnet. Damit wurde offiziell die Europäische Union gegründet. Der Vertrag regelt die demokratischen Grundsätze und die Sicherheits- und Außenpolitik der EU und wurde in den 24 Amtssprachen des Blocks verfasst. Am 01. November 1993 trat der Vertrag in Kraft.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Der Zusammenschluss soll blutige Kriege in Europa verhindern, der Ursprung der Idee stammt aus der Zeit nach dem Weltkrieg stammt. Jedenfalls steht dies so auf der Website der EU. So wurde in den 1950er Jahren die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) durch die sechs Staaten Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande und Deutschland gegründet.

Bereits zuvor, im Jahr 1946, hatte Winston Churchill die Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ vorgeschlagen. Doch existierte die Idee eines geeinten Europas auch lange vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Allerdings musste erst noch ausgefochten werden, wer im künftig friedlichen und geeinten Europa den Ton angeben sollte.

Bemerkenswert ist, dass die EU nur sechs Wochen nach der Auflösung der Sowjetunion gegründet wurde. In den Folgejahren wurden einige frühere Sowjetstaaten wie Ungarn, Bulgarien oder Rumänien in die EU und die NATO aufgenommen.

Derzeit sind folgende Staaten Mitglieder der Union: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern. Insgesamt leben über 500 Millionen Menschen in der EU.

Pro EU: Das sagen die Befürworter

Die Befürworter sagen, dass der Zusammenschluss den Frieden in Europa sichert. Außerdem ist die EU der größte Importeur und Exporteur von Waren und Dienstleistungen und damit der weltweit der stärkste Wirtschaftsraum.

Der Binnenmarkt der EU erleichtert den Handel zwischen den Mitgliedsstaaten. In Verbindung mit der Gemeinschaftswährung Euro ist es einfacher, Preise zu vergleichen, zudem entfallen Umtauschgebühren.

Die Demokratie wird gesichert und es ist ein Kriterium, die demokratischen Grundsätze einzuhalten. Staaten mit abweichender Politik müssen Reformen durchführen. Anderenfalls ist ein Beitritt zur EU unmöglich.

Auch die Umwelt ist ein wichtiges Thema. Klimaschutz, Abfallsystem und Natur- und Artenschutz, um einige Beispiele zu nennen. Damit ist der Staatenbund globaler Vorreiter in Umweltfragen.

Contra EU: Das sagen die Gegner

Kritiker bezeichnen die EU häufig als „Bürokratur“. Dieser Begriff leitet sich ab aus Bürokratie und Diktatur. Die europäische Gesetzgebung wird nach einigen Schätzungen von bis zu 170.000 Mitarbeitern überwacht. Durch die Eingriffe wurden viele Bereiche in der Wirtschaft und im alltäglichen Leben komplizierter und unlogischer.

Häufig wird auch kritisiert, dass Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die hohe Intransparenz in Brüssel. Es existiert zudem keine gemeinsame Sprache, teilweise sehr unterschiedliche Kulturen und Wirtschaftsleistungen der einzelnen Mitglieder.

Durch den Wegfall der nationalen Grenzen wird die illegale Einwanderung gefördert und etwa der Drogenhandel vereinfacht. Einige Quellen schreiben auch, dass die EU ein Produkt der Besatzungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg ist und zu Souveränitätsverlusten der einzelnen Nationalstaaten führt.

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