Wirtschaftskrise? Welche Wirtschaftskrise?


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Seit 2007 tobt eine globale Krise. Ein Zusammenbruch der Wirtschaft könnte jeden Moment stattfinden, heißt es seither. Aber warum eigentlich? Die Wirtschaft profitiert extrem von der Krise, während alle anderen, die überhaupt nichts mit Wirtschaft zu tun haben, ihre Ersparnisse verlieren.

New York Stock Exchange, Bild: Eigenfotografie
New York Stock Exchange, Bild: Eigenfotografie

Die sogenannte „Weltwirtschaftskrise“, welche seit 2007 den Erdball umspannt, wird häufig etwas fehlinterpretiert. Es handelt sich dabei nicht um eine Krise, die die Wirtschaft zerstört, sondern um eine Krise, die den Menschen ihr Hab und Gut absaugt und es in die Kassen der Multimilliardäre spült, die die großen Wirtschaftsunternehmen führen. Die Wirtschaftskrise ist also eher eine „Krise zugunsten der Wirtschaft“, auf Kosten der Gesellschaft. Warum?

Ein neuer Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam zeigt, dass das Vermögen der 62 reichsten Personen seit 2010 um 1,7 Billionen Dollar gewachsen ist. Gleichzeitig haben die 3,5 Milliarden ärmsten Menschen, also die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, seither eine Billion Dollar verloren.

Innerhalb von nur fünf Jahren ging die Zahl derer, die so viel besitzen wie die Hälfte der Weltbevölkerung, von 388 auf nur 62 Personen zurück. „Die großen Gewinner unserer globalen Wirtschaft sind diejenigen, die sich an der Spitze [der Wirtschaft] befinden. Unser Wirtschaftssystem ist zu ihren Gunsten zu stark verzerrt … Einkommen und Vermögen werden mit einer alarmierenden Geschwindigkeit von unten nach oben abgesaugt“, so der Bericht.

Also nochmal: Wenn von Wirtschaftskrise die Rede ist, stecken alle in der Krise, nur die Wirtschaft nicht. Der Begriff ist also eine Nebelkerze. Wichtig: Damit sind natürlich nicht kleine oder mittelständische Unternehmen gemeint, sondern die Global Player aus London und New York.

2 Kommentare

  1. Na sowas! Komisch das Prof. Bernd Senf und andere diesen Prozess schon seit Jahren erklären und vor den Auswirkungen warnen. Aber wer wollte das schon hören. Einfach youtube suchen. Zum Schluss eines solchen wirtschatszyklus steht jedoch immer …bitte jetzt nicht falsch verstehen… Ein köpferollen der enteigner!

  2. @ Pierre: Andreas Popp als Guru sollte in keiner Liste fehlen. Er informiert schon seit Jahren über dieses abscheuliche Wirtschaftssystem.

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