Gedanken zur Zeit, verfasst von Helmut Novak
Wir haben versagt!


von

Eingangsbetrachtung und Anlass:

Täglich hören und sehen wir die Nachrichten, empfangen Informationen über alles Mögliche, was in der Welt so vor sich geht. Dazu gibts in erster Linie TV und Internet, aber auch andere Möglichkeiten. Über alles können wir uns informieren, wenn wir es wollen, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, – auch wenn wir mittlerweile so manches, was uns in Deutschland vorenthalten wird, uns über ausländische Quellen reinholen müssen. Schließlich sollen wir ja von diesen bösen Fake-News beschützt werden.

Heute aber ist es mir wie mit Schuppen von den Augen gefallen, wie man so schön sagt. Der Anlass war eine Reportage über den Sturz von Gaddafi. Um genau zu sein:

ZDFinfo – Killing Gaddafi – Jagd auf den Diktator

Die Dokumentation rekonstruiert die letzten Wochen vor Gaddafis Sturz und Tod auf dem Parkett der internationalen Politik.

Beitragslänge:44 min Datum:20.10.2018

Über Mediathek Video verfügbar bis 20.10.2019, 23:59.

Theoretisch. Wenn man das aus dem Ausland anklickt, kommt die Nachricht: „Aus rechtlichen Gründen kann dieser Beitrag nur in Deutschland gezeigt werden“

Für mich nicht nachvollziehbar, weil ich ja gerade dieses Video über youtube anklicken kann: https://www.youtube.com/watch?v=R4ycXSsA9kA

Das war das Eine. Gestern habe ich durch Zufall auch noch andere Berichte und Videos gesehen, Thema war der Anschlag auf das WTC am 11.9.2001: https://www.rubikon.news/artikel/der-9-11-fake

Dazu noch das Video von Dr. Ganser über dasselbe Thema: https://www.youtube.com/watch?v=klYEWL-81GE

Die Lügen in den MSM:

Diese beiden Themenbereiche, – für mich so kurz hintereinander – haben in mir einen „Hoppla-Effekt“ bewirkt und mich zu den nachstehenden Gedanken gebracht. Nun könnte man das ja als positives Zeichen werten, dass sogar das ZDF im Info-Kanal diese Reportage über Gaddafi gesendet hat. Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, welche Töne damals gesungen wurden, als die Bomben auf Libyen fielen.

Könnte man davon ausgehen, dass sich TV-Sender wie z.B. das ZDF nun geändert haben und sich zukünftig an den tatsächlichen Fakten orientieren, wenn es um aktuelle Berichterstattungen geht? Wohl kaum. Eher stehen andere Gründe im Vordergrund. Durch die weltweite Kommunikation über Internet und die Tatsache, dass man als Regierung nicht alles kontrollieren und verbieten kann, kommen doch die Dinge, die man anfangs unter den Teppich gekehrt hat, zum Vorschein, und irgendwann macht man sich auch als TV-Anstalt selbst lächerlich, wenn man immer noch auf der alten und falschen Version herumreitet.

Genauso kam die Wahrheit über die Lügen der Bush-Regierung ans Tageslicht, die man als Vorwand für den Einmarsch in den Irak und die Hinrichtung von Hussein genommen hatte.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-12/senator-levin-bush

Es gibt nicht nur Watergate, es gibt noch viele andere Beispiele. Irgendwann wird auch publik werden, was tatsächlich im Jahre 1963 bei der Ermordung von J.F. Kennedy vorgefallen ist. Die Chancen dafür stehen gut. Wenn man die US-Medien beobachtet, wie sie seit dem Wahlkampf Clinton/Trump gegen den nun amtierenden Präsidenten permanent aus allen Rohren geschossen haben, allen voran die Washington Post, dann lässt die Richtungsänderung aufhorchen. Gerade die letztgenannte Zeitung bezeichnet mittlerweile Herrn Trump als den „ehrlichsten Präsidenten der modernen amerikanischen Geschichte“.

https://www.contra-magazin.com/2018/10/das-blatt-hat-sich-gewendet-ein-voellig-neues-rauschen-im-us-blaetterwald-kann-endlich-beginnen/

Soll man nun damit zufrieden sein, dass sich die Wahrheit nicht mehr verbergen lässt? Nein, ich bin damit nicht zufrieden. Ich bin darüber erschrocken. Aus dem einfachen Grund, weil ich mich frage, was denn noch so alles in der Welt passiert, von dem wir keine Ahnung haben, wo wir angelogen werden und wo wir gar nicht mehr hinterfragen. Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich als jemand, der meint, doch aufmerksam die Meldungen rund um den Globus zu verfolgen, Dinge unwidersprochen aufnimmt und gedanklich speichert, die doch eigentlich äußerst durchsichtig sind.

Beispiel WTC und 9/11:

Nehmen wir das Beispiel mit dem Anschlag bei 9/11. Gut, schon nach kurzer Zeit war ich mir darüber im Klaren, dass die offizielle Version der US-Regierung so nicht stimmen kann. Ich kann zwar nicht beurteilen, wie es in Wirklichkeit war, aber so, wie man es der Öffentlichkeit klarmachen will, kann es nicht gewesen sein. Völlig untergegangen ist bei mir aber offensichtlich die Sache mit dem 3. Turm, dem WTC 7. Irgendwie ging das als eine Art Kollateralschaden im Zusammenhang mit den beiden anderen Türmen an mir vorbei, und ich habe darüber gar nicht richtig nachgedacht. Das hat bei mir nun bewirkt, dass ich mich regelrecht über mich geärgert habe.

Dabei war das Ganze so billig und auch leicht zu durchschauen, – schon alleine dann, wenn man sich die Distanz und die genaue Lage zwischen den Türmen ansieht. Zwischen WTC1 und WTC 2 liegt ja noch WTC 6 dazwischen: https://www.bilder-upload.eu/bild-89e64f-1540060826.jpg.html

Dann noch die Erklärung, dass dieses 47-stöckige Hochhaus mit einer Höhe von 185 m deshalb eingestürzt ist, weil irgendwelche Büromöbel gebrannt hätten: http://friedensblick.de/22021/wtc-7-der-dritte-turm-die-sprengung-die-keine-sein-darf/

Der größte Hammer dabei war ja die zu frühe Berichterstattung von BBC. Da haben die Kerle von BBC durch Reuters die Info bekommen, dass WTC 7 eingestürzt ist und haben das publiziert. Allerdings hat man den Fehler begangen, diese Nachricht bereits 20 Minuten vor dem tatsächlichen Einsturz zu veröffentlichen: https://www.sueddeutsche.de/digital/-terroranschlaege-brisante-vorabmeldung-1.910992

Ich könnte diese Reihe noch beliebig fortführen, auch bezogen auf rein innerdeutsche Vorgänge, – egal, ob es die Ermordung von Herrhausen war, oder überhaupt die Rolle der deutschen Geheimdienste bezogen auf die RAF, oder auf die NSU, usw. Wir leben in einer Zeit, in der sich eine Bundeskanzlerin nicht mehr an die Gesetze gehalten hat, ohne dafür belangt zu werden und dadurch erreicht hat, im Alleingang eine Spaltung nicht nur der Gesellschaft in Deutschland, sondern auch in ganz Europa zu bewirken. Ich habe das in einem Offenen Brief anlässlich der Neujahrsansprache der Kanzlerin auch zum Ausdruck gebracht:

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/offener-brief-an-dr-angela-merkel-bundeskanzlerin-a2310742.html

Wie war es vor mehr als 40 Jahren:

Wirft man das nun alles in einen Topf, sämtliche Beobachtungen und Erkenntnisse, dann stellt sich für mich die Frage, in welcher Zeit, in welcher Welt wir denn eigentlich leben. Ich erinnere mich an die 70er Jahre zurück. Da erinnere ich mich an den Vietnam-Krieg, auch an den Jom-Kippur-Krieg, daneben gabs noch kleinere Brandherde auf den Kriegsschauplätzen der Welt. Aber das alles zusammengenommen war doch fast ein friedlicher Zustand im Vergleich zu den heutigen Auseinandersetzungen mit internationaler Beteiligung. Stellvertreterkrieg war doch damals nur Vietnam, obwohl das auch nur ein halber Stellvertreterkrieg war, zumal die Amis da ja voll dabei waren.

In Deutschland, in Europa, ging es jedem gut, auch in Osteuropa konnte man damals gut leben, – trotz des Eisernen Vorhanges. Ich fragte meine Frau, die ja als Rumänin damals in der Unfreiheit gelebt hat. Sie meinte, jeder hätte in dieser Zeit alles gehabt, mit Ausnahme eines Reisepasses und der letzten französischen Mode. Dafür aber hatte man viele andere Dinge, die es heute kaum mehr gibt. Den Zusammenhalt unter den Leuten, die Hilfsbereitschaft, überhaupt das Gespräch unter- und miteinander, Spaß und Erlebnisse, die in dieser Form heute gar nicht mehr möglich sind.

Was haben wir alles verloren – egal ob in Ost oder West, – und was haben wir an Gegenwert dazugewonnen? Wie sieht die Bilanz aus? Gabs damals schon das Hamsterrad, das dem arbeitenden Menschen die Zeit, die Lust und die Luft zum Atmen nimmt? Ich wüsste nicht. Aber damals gabs noch ein anderes Denken, was die politische Führung und die Regierungen betrifft. Otto Normalo verließ sich drauf, dass die gewählten Volksvertreter ihren Verpflichtungen nachkommen, was auch zum überwiegenden Teil so geschehen ist. Leute wie Adenauer, Erhard, Schmidt, Renger, Biedenkopf, usw. hatten eben eine andere Einstellung zu ihrem Job.

Was ist heute? Welche politische Strömung kann denn noch als seriös bezeichnet werden, auf wen will man sich denn noch verlassen können? Gibt es noch eine Regierung, oder eine einflussreiche Partei, die nicht lügt? Was ist mit den globalen Organisationen, allen voran die NATO, den Weltklimarat der UNO, usw.? Was kann man denen denn heute überhaupt noch glauben? Welcher Unsinn wird uns täglich vorgesetzt, betreffend Klimaerwärmung, CO² usw.? Aber dabei werden geflissentlich andere Elemente, die tabu bleiben sollen, verschwiegen.

Ich gehe aber noch weiter mit meinen Betrachtungen. Lassen wir die Aufrichtigkeit, die Anständigkeit usw. mal auf der Seite. Ich frage mich, welche Welt – im Vergleich zu den 70er Jahren – hinterlassen wir unseren Nachkommen? Wenn man diese vier Jahrzehnte am Anfang und am Ende miteinander vergleicht, – welches Chaos bleibt denn für unsere Kinder und Enkel? Es mag ja überwiegend (noch) ein geordnetes Chaos sein, – aber wielange dauert es noch, bis auch das aus den Fugen gerät?

Analyse der persönlichen Schuld:

Es drängt sich so etwas wie Scham bei mir auf. Was haben wir aus dieser Welt, aus unserer Gesellschaft, aus unserm Volk gemacht? Wir haben die Moralbegriffe wie „Ehre – Freiheit – Vaterland“ aus unserm Denken und Handeln herausgenommen. Hat uns das aber Vorteile gebracht? Wo haben wir grundsätzliche Fehler begangen, damit wir überhaupt in die Situation gekommen sind, in der wir uns heute befinden?

Klar können wir immer sagen, – wir als Einzelperson haben darauf ja keinen Einfluss, das wurde alles von oben bestimmt. Wir haben keine persönliche Schuld an diesen Entwicklungen. Wirklich nicht?

Was hat denn die 68er Generation den Eltern und Großeltern vorgeworfen? „Warum habt ihr geschwiegen, warum habt ihr denn nichts unternommen, als noch Zeit war?“ Genauso aber verhalten wir uns heute. Klar, wir bezeichnen uns als tolerant und offen für alles. Da stellt sich doch die Frage, ob denn nicht die Leute, die damals in den 30er Jahren in Deutschland gelebt haben, nicht genauso offen und tolerant waren, als sie die Übergriffe der SA und der SS bemerkten, und dazu geschwiegen haben.

Natürlich nehme ich mir in erster Linie mein Leben vor, wenn ich die Gründe dieser Zustände in grellem Licht analysieren will. In meinen Nachbarn kann ich ja nicht hineinschauen. Was habe ich meinen Kindern an Orientierung mitgegeben? Zwei Große, die in Deutschland erwachsen wurden, und der Jüngste, der seine Jugend in Siebenbürgen erlebt hat. Auf alle bin ich schon deshalb stolz, weil sie sich ihren Weg alleine geformt haben, ohne meine Hilfe. Dasselbe habe ich gemacht, in jungen Jahren. Blut ist also dicker als Wasser.

Mein Großer erstaunte mich, als er mir nach jahrelanger Tätigkeit als Unteroffizier mitteilte, seine Tätigkeit bei diesem Klub zu beenden. Was veranlasst einen Elitesoldaten, der sämtliche physischen und psychischen Anforderungen mit Bravour abgehakt hat, sogar zweimal unter UNO-Kommando bei KFOR-Einsätzen mitgewirkt hat, bei seiner Tätigkeit keine Zukunft und vor allem keinen Sinn mehr darin zu sehen? Sicher spielt da die falsch angesetzte Sparpolitik eine Rolle, aber da muss auch generell noch vieles andere falsch gelaufen sein. Ich habe da zuwenig Einblick, aber wenn man sich vergegenwärtigt, dass die militärischen Ausbilder in Afghanistan den Ortsansässigen nur mehr mit schönen Worten (auch Ausbildung genannt) erklären können, was sie zu tun und zu lassen haben, – weil die eigenen Panzer und Helikopter sowieso fast alle schrottreif sind, – dann wiegt das schwer genug.

Allerdings sieht er die gesellschaftliche Entwicklung in Europa durch die Immigrationspolitik kritisch, – im Gegensatz zu meiner Tochter. Natürlich habe ich meinen Kindern nicht vorgeschrieben, wie sie zu denken haben, – aber das Ergebnis als Erwachsener zählt für mich. Der Jüngste, nachdem er jahrelang in Sachen beruflicher Aus- und Weiterbildung in Deutschland gelebt hat, will wieder zurück nach Rumänien. An der Sprache liegts mit Sicherheit nicht, – er ist ja zweisprachig aufgewachsen. „Es wäre nicht sein Land“, meinte er, was in neudeutsch soviel bedeutet, dass er sich dort nicht wohl fühlt. Sind es die Musels oder die politische Bevormundung, – ich weiß es nicht so genau. Vielleicht fühlt er auch, da er ein sensibles Gemüt hat, dass sich dort etwas zusammenbraut, was sich irgendwann einmal (oder in absehbarer Zeit?) entladen wird.

Analyse der Tätigkeit in der Gesellschaft:

Nun gehe ich weiter in meinem Leben, aus dem Umfeld der Familie heraus. Was habe ich in den zwei Jahrzehnten meiner ehrenamtlichen Jugendarbeit in Deutschland bewirkt? Klar, durch meinen Umzug nach Siebenbürgen habe ich fast alle Kontakte verloren. Ich weiß, dass aus meinen Händen keine Extremisten hervorgegangen sind, – aber haben sie sich weiter zu kritischen Demokraten entwickelt? Oder wurden sie Ja-Sager, oder Ignoranten, vielleicht sogar Mitläufer oder Unterstützer der Merkel-Politik? Haben sie sich die „Besser-Still-Sein“ Mentialität angeeignet, die unsere Generation an den Vorfahren, die im 3. Reich gelebt haben, kritisiert hat? Habe ich auch hier versagt? Ich weiß es nicht, ich will auch gar nicht nachfragen, – ich habe Angst vor der Antwort.

Wenn ich mir meine Freunde und Kommilitonen vornehme, dann stelle ich fest, dass knapp ein Viertel ausgewandert ist, so wie ich. Die meisten sehen die politischen Vorgänge kritisch, ganz wenige haben das geistige Handtuch geworfen. Letztere schotten sich von den Negativ-Schlagzeilen ab, mit dem Ziel, sich noch die Jahre, die vor ihnen liegen, in angenehmer Atmosphäre zu ermöglichen. Hineinschauen kann ich natürlich in keinen von ihnen, um zu erfahren, was sie insgeheim denken.

Ich stelle mir die Frage, was ich – als Teil dieser Gesellschaft – falsch gemacht, was ich unterlassen habe, wo ich mich hätte besser engagieren sollen, usw. Nein, ich bin in keine Partei eingetreten, auch in keine AfD oder FPÖ, wie mir manche unterstellen, auch nicht in die Partei von Frau Wagenknecht, obwohl ich so manche ihrer Ideen teile. Aus dem einfachen Grund, weil die Partei, die für mich die wichtigen Eckpunkte als akzeptabel erscheinen lässt, noch nicht geboren wurde. Vielleicht denken viele so wie ich, vielleicht war das falsch. Wäre eine gewisse Zahl von Leuten, die mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, in die verschiedenen Parteien eingetreten und hätten versucht, die Politik dort mitzuformen, vielleicht hätten wir diese fatale Entwicklung heute nicht.

Denke ich noch zeitgemäß?

Ich stelle mir weiters die Frage, ob meine Weltanschauung bezüglich der Vorgänge der letzten Jahrzehnte, eben seit den 70er Jahren, die richtige war oder ob ich auf dem falschen Dampfer war. Warum ich so denke, gerade als jemand, dessen Großvater im Widerstand sein Leben verloren hat, begründet sich hauptsächlich über meine reichhaltigen Kenntnisse über die erste Hälfte des 20. Jhdts. Mehrere Elemente sind mittlerweile nahezu kongruent. Vor allem die Propaganda, die sich in fast gleichem Wortlaut durch die Aussagen von Regierung, Partei und Medien darstellt. Die Parallelität zur Propaganda von Hitler, Dr. Goebbels und Dr. Streicher („der Stürmer“) sind unverkennbar. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass die Stoßrichtung und Motivation um 180° verdreht ist, – es geht rein um die Methode.

Vergleiche mit dem 3. Reich:

Um mir hier keine haltlosen Behauptungen unterstellen zu lassen, kann ich das mit ein paar Beispielen belegen:

  • Der Vorgang um den ehemaligen Verfasssungsschutzpräsidenten Maaßen erinnert stark an Hitlers Ermächtigungsgesetz von 1933, resp. an die Effekte, die daraus hervorgingen. Damit meine ich, die in der Verfassung vorgesehene Gewaltenteilung zu untergraben. Ich zitiere den Beamtenrechtsexperten Josef-Franz Lindner: „..das Signal: Wer widerspricht wird gefeuert.“ (Interview im Deutschlandfunk vom 18.9.2018)

https://de.wikipedia.org/wiki/Erm%C3%A4chtigungsgesetz_vom_24._M%C3%A4rz_1933

  • Die von der Öffentlichkeit mehrheitlich nicht registrierte (oder stillschweigend registrierte) Absegnung im Parlament über den Einsatz der Bundeswehr auch im eigenen Land zum Schutze der Interessen des Staates (= der Regierung) erinnert an die damalige Umformung der Reichswehr zur Wehrmacht.

https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1997_3_1_graml.pdf

Da es sich hier um eine längere Betrachtung handelt, zitiere ich nur daraus auf Seite 368, 3. Absatz:

Ende Februar 1933 sagte der Chef des Ministeramts im Reichswehrministerium, Oberst v.Reichenau, in einer Befehlshaberbesprechung: „Erkenntnis [ist] notwendig, daß wir in einer Revolution stehen. Morsches im Staat muß fallen, das kann nur mit Terror geschehen. Die Partei wird gegen Marxismus rücksichtslos vorgehen. Aufgabe der Wehrmacht: Gewehr bei Fuß. Keine Unterstützung, falls Verfolgte Zuflucht bei der Truppe suchen.“

Nun braucht man das darin erwähnte Wort „Marxismus“ nur gegen „Rassismus“ oder „Ausländerfeindlichkeit“ auszutauschen, – mehr nicht. Wer hier keine Parallelität sieht, dem ist einfach nicht zu helfen.

  • Ich erinnere an die kürzliche Begebenheit in Speyer, als man einer Teilnehmerin eines Redewettbewerbs, die sich nicht an die „von oben vorgegebene Volksmeinung“ gehalten , sondern ihre eigenen Gedanken vorgetragen hat, den ihr zustehenden ersten Preis aberkannt hat, obwohl das Publikum lautstark protestierte. Sicher wollte man damit von Seiten der Veranstalter ein Zeichen setzen, zumal es sich um die Tochter eines AfD-Abgeordneten gehandelt hat, – fatal ist aber, dass die Teilnehmer des Wettbewerbs Schüler waren (Alter der Tochter: 14 Jahre)

http://www.pi-news.net/2018/09/speyer-sippenhaft-fuer-tochter-von-afd-abgeordneten-nicole-hoechst/

Die „heilige Losung“ einer echten Demokratie mit der darauf basierenden Meinungsfreiheit erkennt man in dem Zitat, das man Voltaire zuordnet (zitiert von Beatrice Hall):

Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

Vergleichen wir mal die Vorgänge wie in Speyer mit dem 3. Reich. Erinnert man sich noch an die Paragraphen der „Volksverhetzung“? Wer kennt den noch den Gesetzestext des „Heimtückegesetzes“ vom 20.12.1934, insbesonders die §§ 1 – 3?

Ich zitiere daraus:

…. wer „vorsätzlich eine unwahre oder gröblich entstellte Behauptung tatsächlicher Art aufstellt oder verbreitet…“

Wer öffentlich gehässige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP, über ihre Anordnungen oder die von ihnen geschaffenen Einrichtungen macht…“

Und danach kann man auch das Maß der Bestrafung nachlesen. Mehrmonatige Haftstrafen, oder auch Geldstrafen, in schweren Fällen auch die Todesstrafe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz

Was ist denn heute noch gültig?

Wieder komme ich auf die vorhin gestellte Frage zurück, ob meine Weltanschauung bezüglich der Vorgänge der letzten Jahrzehnte die richtige war. Zu wenig habe ich mich mit der Gedankenwelt der RAF beschäftigt, – hauptsächlich aus dem Grund, weil mir deren Methoden zuwider waren. Hatten die bereits damals die Marschrichtung „der Oberen“ erkannt und das auf ihre Weise bekämpft?

Sind wir mit unserer christlich-abendländischen Weltanschauung überholt? Ist der Islam vielleicht doch der bessere Weg, weil die Scharia eine klarere Sprache spricht? Man könnte den Eindruck bekommen, wenn man den Koran genau liest und die Zustände in Europa von heute in den Fokus rückt. Ich möchte es einfach nicht glauben, denn in meinen Augen wäre der im Islam praktizierte Umgang mit den Frauen ein Rückschritt in die Steinzeit, neben anderen Dingen.

Aber das Christentum steht seit langem in der Kritik. Es hat nicht nur in den letzten Jahrhunderten starke Risse bekommen, auch aktuell. Wäre denn sowas im Islam möglich?

https://philosophia-perennis.com/2017/07/15/zornausbruch-im-vatikan-us-katholiken-deckten-die-verwicklung-des-papstes-in-das-soros-netzwerk-auf/

oder das:

https://www.sueddeutsche.de/panorama/emanuela-orlandi-welche-rolle-spielte-der-vatikan-beim-verschwinden-dieses-maedchens-1.3673107

Jetzt ist die Katholische Kirche nicht der alleinige Vertreter des Christentums, – da gibts noch andere Konfessionen. Aber alleine die Tatsache, dass man nicht in der Lage ist, sich auf einen gemeinsamen Termin für das Osterfest, das zentrale Ereignis im Jahresablauf eines Christen, zu einigen, beweist doch nur, dass hier andere Interessen am Werk sind als christlich-fundamentale.

Abschließende Beurteilung:

Nun komme ich zum Resümee meiner Gedanken. Haben wir versagt? So habe ich eingangs gefragt. Bleiben wir im Singular: Habe ich versagt? Hätte ich mehr tun können? Bin ich in der Lage, mich zufrieden zurücklehnen zu können, was wir oder nur ich den kommenden Generationen hinterlassen haben und was nun von diesen weitergeführt werden soll? Oder geht es mir wie meinem Vater beim altersmäßigem Ausscheiden aus dem Betrieb, der damals seinen Kollegen sagte:

„Ich bin froh, dass es vorbei ist. Der Zirkus, der sich in eine unmenschliche Spirale entwickelt, – ich bin froh, mich da ausgeklinkt zu haben. Seht zu, wie Ihr damit zurechtkommt. Aber ich beneide Euch nicht.“

Übertragen wir mal das auf die derzeitige Gesamtsituation. Soll ich diese Worte meinen Kindern mitgeben, wenn ich von der Bildfläche abtrete? Soll das die Botschaft an die kommenden Generationen sein? Warum mache ich mir nun Vorwürfe, obwohl ich doch nur ein ganz kleines Schräublein der Gesellschaft bin?

O.k., das war der Rückblick. Nun zur Gegenwart und zur Zukunft. Was kann ich denn noch tun, um mir halbwegs eine persönliche Zufriedenheit zu verschaffen? Wieviel Zeit bleibt einem denn noch, wenn man bereits das letzte Drittel eines „hundertjährigen“ Lebens angetreten hat? Es geht nicht um das Wirtschaftliche. Da bin ich nun dabei, die Ernte davon einzufahren, von dem, was ich irgendwann mal gesät habe. Es geht um das, was man erkennt, wenn man über den eigenen Tellerrand sieht.

Ich habe immer meine Position klar zum Ausdruck gebracht und meine Meinung auch öffentlich vertreten. Als junger Mann bin ich mit meinem Infostand in der Mensa der Uni gestanden und habe die Schriften und Plakate angeboten, hinter denen ich geistig gestanden bin. Meine verstorbene Frau ist da fest zu mir gestanden und hinter dem Tisch war der Kinderwagen mit unserm kleinen Töchterchen drin. Ich habe Demos organisiert und auch an anderen teilgenommen. Ich habe in vielen Foren geschrieben, viele Leserbriefe habe ich an die verschiedensten Zeitungen geschickt (von denen mich mittlerweile eine ganze Reihe gesperrt haben), ein Buch geschrieben.

Vage Zukunftspläne:

Wahrscheinlich war das nicht genug. Was kann man denn als älterer Mensch noch tun? Mit meiner Meinung halte ich auch heute nicht hinterm Berg. Am Straßentor hängt oben sichtbar (oben, weils mir schon ein paarmal entfernt wurde) meine grundsätzliche Anschauung:

https://www.bilder-upload.eu/bild-b02050-1539139214.jpg.html

Soll man sich darauf vorbereiten, mit einem „Paukenschlag“ von der Welt abzutreten, wenns einmal soweit ist, damit man andere zum Aufwachen und zum Nachdenken bringt? Das aber scheidet schon deshalb aus, weil ich nie Unbeteiligte in Gefahr bringen will. Meine Frau bremst mich sowieso immer bei der Auslebung meiner Ideen.

Ich muss noch gut darüber nachdenken, was ich noch machen kann, um mich ohne Verfärbungserscheinungen morgens im Spiegel ansehen zu können. Mal sehen. Vielleicht schreibe ich noch ein Buch, wo ich auf diese Dinge eingehe. Aber in deutlicher Sprache, ungefiltert. Selbst auf die Gefahr, dass danach die Gestapo (oder wie das auch immer heute genannt wird) bei mir auf der Matte steht. Dass man auch bei Greisen nicht vor einer Inhaftierung Halt macht, gerade wenns um Politisches geht, hat man ja in Deutschland mehrmals bewiesen. Mein Glück, dass das Recht auf die freie Meinung in Wort und Schrift in Rumänien noch konsequent praktiziert wird. Das ist meine Chance.

Nun bemächtige ich mich als Katholischer der Worte Luthers: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Amen“. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Hoffnung für das, woran ich einmal geglaubt habe, habe ich aufgeben müssen. Aber ich habe noch die eine Hoffnung: Egal, was ich in Zukunft tun und lassen werde, dass mich meine geliebte Frau und meine genauso geliebten Kinder verstehen werden, vor allem meine Beweggründe – egal, worum es sich dreht und was ich auch in Angriff nehme.

21 Kommentare

  1. Hallo Helmut (in ermangelung eine Nachnamens muss ich leider zum „Du“ übergehen),

    entschuldigung das ich schon wieder etwas dagegen schreibe, ich wollte den Bericht zuerst als die Meinung eines alten Mannes abtun, aber nichts dagegen zu sagen wiederstrebt mir genauso. Ich würde die Themen hier auch der Reihenfolge der Meinung nach durchgehen.

    Wenn man aus Ro. nicht auf Berichte in D. zugreifen kann, nervt mich das auch. Für mich ist das kein offenes Europa, so lange die Rechteinhaber egal was für ein bestimmtes Land sperren können. Ich glaube unsere Beweggründe sind andere, aber meiner Meinung nach darf das nicht mehr sein.
    Aber wenn einem amerikanischen Konzern die Gesetze in Europa egal sind ist das nicht lobenswert sondern sollte abgestellt werden. Evtl. erhöht sich dann auch der Druck die Gesetze besser zu machen.

    Ich will mich auch nicht über 9/11 auslassen, da hier jeder seine eigene Meinung hat und ein befreundeter Chemikant mir durchaus plausibel erklären konnte wie Kerosin, nicht Büromöbel, Aluminium zum schmelzen bringen kann. Wie gesagt, soll hier nicht Thema sein.

    Was mich stört ist z.B. dass du über die Medienlandschaft herziehst, aber dabei völlig ausser acht lässt, das genau der Meinungsbericht, den wir hier lesen, noch vor 15 Jahren maximal von den Stammtischfreunden wahrgenommen worden wäre. Heute hat jeder die Freiheit, ob anonym oder nicht, seine Meinung einem breiten Publikum kund zu tun.
    Ich sehe es sogar so, dass heute viel zu oft das Hörensagen oder Erfahrungen aus dem privaten Umfeld auf die ganze Welt umgemünzt werden und dann als Fakt präsentiert werden.

    Frau Merkel hat nicht das Gesetzt verletzt. Sie konnte keine Grenze öffnen. Denn die Grenzen waren schon offen. Wir haben Verträge unterschrieben, die genau das besagen. Das scheinen sogar die von der AFD bemerkt zu haben. Im Wahlkampf wurde groß eine Untersuchungsausschuss und eine Klage propagiert. Bis heute ist in die Richtung nichts passiert. Komischerweise reden die auch nicht mehr drüber. Aber warum das so ist frag auch keiner mehr.

    Natürlich sind Medien parteiisch. Und wenn sie das nicht sind ist der Autor parteiisch. Sie haben alles richtig gemacht wenn ihre Kinder das beherzigen, aber sie sich auch nicht völlig reinsteigern. Das Leben heutzutage ist schön und bietet so viele Möglichkeiten. Wenn ich deine Meinung lesen und mich darüber aufrege ist es eigentlich schon schade dafür. In der Zeit kann ich auch was tun was mir Spass macht. Ganz nebenbei, dass geht, auch weil ich eine 40 Stunden Woche habe. Wie viele Stunden hast du in deiner Jugend arbeiten müssen pro Woche, mit wie viel Urlaub? Aber natürlich war früher alles besser wenn man solche kleinen Rahmenbedingungen mal ausblendet.

    Ich bin in der Gegend von Stuttgart aufgewachsen mit damals schon vielen Ausländern um mich herum. Einige meiner besten Freunde heute haben einen Migrationshintergrund, wenn ich jetzt den Satz lese; Was haben wir mit unserem Volk gemacht! drehen sich mir die Fußnängel um. Welches Volk? Mein Opa ist als Donausschwabe aus Serbien nach D. zurückgekehrt. Gehöre ich jetzt nicht mehr zu dem Volk, oder erst reicht weil die Donauschwaben ja so tolle Deutsche waren? Natürlich bin ich stolz, dass ich aus Deutschland komme, ein Land das es zu etwas gebracht hat in der Welt. Aber für mich gehören meine Türkisch-, Griechisch- und Italienischstämmigen Freunde auch dazu. Und es ist mir doch völlig egal an was die Glauben. Für mich persöhnlich ist auch das Christentum nichts schönes, im Gegenteil, meiner Meinung nach würde es auf der Welt ohen das besser aussehen. Unter meinen Freunden sind Muslime, Orthodoxe, Katholiken und Reformierte und es macht keinen Unterschied. Was mich aber überhaupt nicht stolz macht, sind meisten alte Leute, die sich nicht in die modernen Zeiten fügen können und die eben anders sind. Ich erinnere mich an einen Vermieter der über mich gelästert hat, weil meine Freundin nicht die Kehrwoche macht sondern ich armer das auch im wechsel machen musste, das ist doch die arbeit der Frau. Und wehe es war nicht so wie es die Vermieterin wünschte. Solche Leute beschämen mich aus D. zu kommen. Leute die meinen sie könnten in der Rente, ohne Bezug zum realen Leben anderen Ihre Meinung aufdrücken. Das ist beschämend.

    Zu Ihrem Sohn. Ich selber bin nicht der, der viel Kontakt zu seiner Familie hat. Also nicht jeden Tag mit seiner Mutter oder Vater telefoniert. Aber wenn ich meinen Job hinwerfe, rede ich mit meinen Eltern aber darüber, hole mir auch ihre Meinungen ein.
    Ich lese aus deiner Meinung heraus, dass du ausser den Sparmasnahmen vermutetst es gibt noch mehr, es aber nicht weisst. Also redet dein Sohn nicht mehr mit dir, evtl. weil er seine Meinung eh nicht an den Vater bringt, der nur seine eigene sieht, oder aber du stempelst ihm deine Meinung auf, dass es mehr sein muß.

    Ich selber war Ende der 80er in Rumänien. Hier war aber auch mal gar nichts gut. Du berichtetst aus den 70ern. Aber der Komunismus ist Ende 80 Anfang 90er untergegangen. Es gab Verhaftungen auf offener Straße. Es gab, ausser den Funktionären komischerweise keine dicken Leute weil die Masse nichts zu essen hatte. Die Leute sind an einfachen Infektionen gestorben. Die Leute wurden ausgebeutet von Einzelnen. Aber man hat ja besser zusammengehalten!!! So eine Verklärung der Wirklichkeit. Man konnte nur dann zuammenhalten wenn man nichts gegen die Regierung gesagt hat. Man musste zusammenhalten weil man sonst ganz einfach gestorben wäre. Es tut mir leid, aber das ist dummes Geschätz von Leuten die heute schon so alt sind wie sie es damals in keinem Fall geworden wären, von Leuten denen es heute so gut geht wie noch nie in ihrem Leben davor. In den 80ern in Rumänien war nichts, aber auch gar nichts gut, ausser man gehörte zu den oberen 10000 und hatte keine Skupel.

    Ich höre jetzt auf weiter auf die Punkte einzugehen, weil mir meine Zeit dann doch zu schade ist. Ich glaube das Bild ist durchgekommen.

    P.S.: Frag dich mal wie du zu deiner Frau gekommen wärst wenn das Schild an deiner Türe wahr wäre. Aber für dich gelten die Regeln dann wohl nicht.

  2. @ Jens

    Die EU Außengrenzen waren 2015 nicht offen.
    Merkel hat zusammen mit den EU Politkommisaren diese Grenzen geöffnet.
    Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob sich an der ungarischen Grenze zu Österreich hin einzelne Autos bewegen oder ob da ein Pulk aus dunkelhäutigen Männern
    herein drängt- und dieses in der Regel auch gewalttätig durchsetzen will. Im ersteren Fall wird durchgewunken und im zweiten Fall greift sofort das EU Recht.
    Und genau dieses EU Recht wurde von Merkel und rotgrünem Beifall bewusst gebrochen.
    Wie ist es denn anders zu erklären, dass immer noch rund 250.000 Immigranten gesucht werden. Diese wurden von der bayerischen Grenzpolizei auf Merkels Geheiß durchgewunken, ohne die Personalien festzustellen. Das sollte dann in München geschehen. Doch da haben zigtausende dieser „Flüchtlinge“ den Zug längst verlassen und sind in Westeuropa und in Deutschland untergetaucht.
    Wo sind diese 250.000 Leute jetzt, woher kommen die, wovon leben die? Fragen über Fragen, die die AfD im Bundestag gestellt hat und die nicht beantwortet werden konnten.

  3. @Kuno
    Auf soviel Unkenntnis braucht man eigentlich nicht einzugehen.
    Die Grenzen waren schon immer offen?? Ein Brüllwitz, denn um in Europa einreisen zu dürfen von außerhalb Europas bedurfte es und bedarf es noch immer des Schengen Visum. Dieses wird bei den Auslandsvertretungen der BRD beantragt und in vielen Fällen verweigert. Einfach mal nachlesen zum Thema : Abschottungspolitik der deutschen Auslandsvertretungen. Der Antragsteller wird genau überprüft.
    Das gilt für alle Ausländer für die es noch keine Schlepper-Routen gibt und die nicht mal einfach so ins Schlauboot hüpfen können, oder übers Gebirge durch den Wald kommen, beispielsweise für US Bürger. Ohne ein Schengen Visum im Pass (egal in welches europäische Land man einreisen will) kommt man gar nicht in das Flugzeug, und falls doch am Zielort aus dem Flughafen nicht raus.

  4. Genau so ist es.
    Aber vielleicht meinte @Jens ja den Umstand der offenen Grenzen innerhalb der EU.
    Wenn die Typen einmal in einem EU Land eingedrungen sind, dann genießen die Reisefreiheit.

  5. Sehr geehrter Herr Helmut Novak, ich danke Ihnen für Ihren
    Aufsatz. Vieles spricht mir aus der Seele. Es ist manchmal nicht das „versagt zu haben“, sondern politisch verfolgt und
    isoliert zu werden. Da hilft kein Schrei, kein Brief, kein Telefon: niemand hört Ihnen zu. Alle rennen in die falsche Richtung. Und die Freunde sterben.
    Vielen Dank, Herr Novak!

  6. @Kuno
    Stimmt auch nicht, mein lieber Kuno.
    Zitat:“….dann genießen sie Reisefreiheit.“
    Wenn sie in eine Kontrolle kommen, müssen sie ihren Pass vorzeigen und dann fallen sie auf.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  7. Verehrter Jens,
    eigentlich wollte ich gar nicht auf Deinen Kommentar reagieren, weil da viel zu viele Ungereimtheiten drin sind. Ich machs trotzdem. Werde mich bemühen, die Punkte, mit denen ich nicht klarkomme, der Reihe nach anzusprechen.

    Erstmal zur Anrede. Da ist schon gar kein Problem, – zumal das in der Forenkommunikation üblich ist, mit dem „Du“. Im übrigen ist das auch – im Gegensatz zur landläufigen Meinung – keine Abwertung, sondern was ganz anderes. Als junger Spund habe ich auch bei der Studentenverbindung gelernt, dass man einen völlig unbekannten Menschen, der vom Alter her mehr als mein Großvater sein könnte, mit dem „Du“ anspricht, das aber jeden nur möglichen Respekt beinhaltet.

    Wenn Du was schreibst, was inhaltlich gegen einen Beitrag gerichtet ist, dann freut mich das generell. Ganz einfach deshalb, weil ich mich dann intensiver mit den Gegenargumenten befassen muss (und auch will), was bei einer Zustimmung weniger der Fall ist.

    Die Sache mit dem 9/11 will ich genauso wie Du hier nicht weiter ausbreiten, – nur einen Punkt will ich klarstellen: Wenn Du da was von Aluminium und Kerosin ansprichst, dann hat das mit WTC 7 nichts zu tun. Nachweislich ist dort kein Flugzeug draufgeflogen.

    Weiter im Text:
    Ich ziehe nicht über die Medienlandschaft her, sondern über die regierungshörigen MSM, die nur das veröffentlichen, was mit den Regierungen abgesprochen ist. Mit Sicherheit stellt sich die Kommunikation seit der Verbreitung im Internet ganz anders dar, als früher am Stammtisch. Da hätte ich mit meinem Offenen Brief an die Kanzlerin wahrscheinlich nicht diese Menge an Lesern erreicht (lt. Info von epoch times mehr als 3,5 Mio Klicks).

    „….viel zu oft das Hörensagen oder Erfahrungen aus dem privaten Umfeld auf die ganze Welt umgemünzt werden…“

    Deshalb sollte jeder mündige Leser in der Lage sein, Dinge nachzurecherchieren und dann die gegenteiligen Fakten präsentieren. Auch gegenteilige Meinungen kann man präsentieren, die sollten aber dann schon auf nachweisbaren Grundlagen beruhen. Dass genau diese Möglichkeit der breiten Kommunikation den Auftrags-MSM sowie den Auftraggebern selbst, nämlich der Regierung, oftmals schadet, deshalb wird ja versucht, das zu beschneiden. Der vorherige Justizminister hats ja mit seinem Fake-Gesetz versucht, aber auch andere wollen das:

    http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Tagesspiegel_Gruetters_Internet_ermoeglicht_mehr_Freiraum_als_Demokratie_vertragen_kann-8569580

    Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine Staatsministerin der CDU meint, dass das „Internet mehr Freiraum ermöglicht, als die Demokratie vertragen kann“ und fordert ein „update“.

    Zu Merkel und den Gesetzesverstößen will ich nicht viel dazu sagen, – man kann es im Urteil von Straßburg nachlesen.
    https://www.compact-online.de/eugh-bestaetigt-merkels-fluechtlinge-sind-illegal-eu-gesetze-hunderttausendfach-gebrochen/

    Ich greife noch ein paar Aussprüche heraus:
    „In der Zeit kann ich auch was tun was mir Spass macht.“ Kann ich mir vorstellen, – z.B. am Smartphone rumspielen.

    „Wie viele Stunden hast du in deiner Jugend arbeiten müssen pro Woche, mit wie viel Urlaub?“
    40 Std. pro Woche (auch in Österreich gabs in den 60er Jahren schon einen Jugendschutz), mit 18 Arbeitstagen Urlaub pro Jahr. Allerdings hatte ich (freiwillig) ein anderes Arbeitspensum, wobei ich jede Überstunde mit 10 öS (ca. 1,40 DM damals) bezahlt bekam. Dadurch hatte ich als Lehrling am Ende des Monats mehr in der Lohntüte als der Geselle. Aber ich hatte dadurch schon früh gelernt, für bestimmte Bereiche Verantwortung zu übernehmen.

    „Aber natürlich war früher alles besser…“. Nein, manches war besser, manches schlechter. Aber vieles war einfach nur anders.

    „Ich bin in der Gegend von Stuttgart aufgewachsen mit damals schon vielen Ausländern um mich herum.“ Auch ich wurde in der Zeit des Studiums damit konfrontiert. Da erinnere ich mich an einen Vorfall, den mir meine damals im 6. Monat schwangere Frau am Abend gebeichtet hat. Da ging sie in in Degerloch an einer Bushaltestelle vorbei, wo ein paar junge Türken auf den Bus warteten. Einer stellte ihr ein Bein, – sie konnte sich aber gerade noch fangen, um nicht hinzufallen. Ich dankte Gott dafür, dass ich damals nicht dabei war. In unserer Einheit hat man gelernt, Leute mit bloßen Händen umzubringen, ich brauche dafür kein Messer.

    „Einige meiner besten Freunde heute haben einen Migrationshintergrund,..“ Trifft auch für mich zu, viele meiner Freunde sind Immigranten. Damals nannte man das „Gastarbeiter“. Ich habe in deren jeweiligen Zentren bei den Serben den Slivowitz getrunken, mit den Griechen den Sirtaki getanzt, ich selbst war Musiker bei einer spanischen Combo, usw. – und meine Frau ist Rumänin. In unserer „Grufti-Band“ quäle ich mich mit unserer Sängerin mit dem italienischen „vivo per lei“ ab, weil das verdammt schwer zu singen ist.

    „..weil die Donauschwaben ja so tolle Deutsche waren?“ An Deiner Stelle würde ich mal nachlesen, was die Auslandsdeutschen (z.B. die Donaudeutschen in Fünfkirchen, der Batschka, im Banat, etc., aber auch die Sudetendeutschen, die Siebenbürger, die Karpatendeutschen, die Wolgadeutschen, usw.) so alles mitgemacht haben, in den Jahrhunderten ihres Daseins in der Diaspora. Gibts genügend Bücher darüber.

    „Unter meinen Freunden sind Muslime, Orthodoxe, Katholiken und Reformierte und es macht keinen Unterschied“ . Ist bei mir nicht anders. Sind aber keine Fundis dabei, weil dann wäre das gegenseitige Verständnis und Einvernehmen nicht mehr vorhanden.

    Auf Deine Bewertung der älteren Leute im Zusammenhang mit der Kehrwoche möchte ich nicht eingehen, das ist mir zu banal.

    „…oder aber du stempelst ihm deine Meinung auf,..“ Da hast Du was falsch interpretiert. Auch bei einer Distanz vom mehr als 1000 km kommunizieren wir regelmäßig miteinander. Da ich selbst bei dieser Einheit gedient habe, kenne ich so manche der Probleme von früher, – darüber brauchten wir keine großen Worte zu verlieren. Abgesehen von der Eigenart meines Sohnes, nicht viele Worte zu machen (im Gegensatz zu mir) habe ich meine Kinder dazu erzogen, selbständig ihre Entscheidungen zu treffen. Dazu kommt noch die ab gewissen Stufen bestehende Schweigepflicht über Internes, an die sich mein Sohn – auch mir gegenüber – strikt gehalten hat. Ansonsten wäre er nicht in der Position, in der er sich heute befindet.

    Wenn Du Rumänien nur aus den Jahren 87 – 89 kennst, dann kennst Du nicht Rumänien. Auch ich weiß, was damals aubgelaufen ist, schließlich habe ich diejenigen, die sich gegen das Regime gestellt haben, mit Infos aus dem Westen versorgt. Mit einem österreichischen Pass war das leichter, da wurde man nicht so genau kontrolliert. Trotzdem weiß ich auch, wie eine rumänische Arrestzelle von innen aussieht, – wenigstens ein paar Stunden lang, bis mich der Anwalt da herausgeholt hat.

    Mit Sicherheit kennst Du auch nicht die grundlegenden Unterschiede des Lebens auf dem Land und in der Stadt damals. Auch in der letzten, der extremen Phase. Deshalb wirst Du Dir auch nicht vorstellen können, dass z.B. einer meiner siebenbürgischen Mitarbeiter in meinem damaligen Betrieb in Deutschland, der 1988 ausgewandert ist, bereits vor Beginn seiner Ausreise aus Rumänien auf einem deutschen Konto einen Betrag von mehr als 10 T DM gehabt hat. Scheibchenweise über Verwandte und Bekannte über die Grenze nach Deutschland gebracht und aufs Konto eingezahlt.

    Nun, da gibt es noch vieles, was Du nicht weißt, – aber darüber gibts Bücher, wo man das nachlesen kann, auch Internet. Die Siebenbürger Zeitung unterhält ein Forum im Net, wo man sich jederzeit einloggen und mit denen sprechen kann, die auch früher dort gelebt haben. Die Leser beantworten jede Frage.

    Zum Schild an unserm Tor: Das ist Tatsache, – auch, wenn Du es nicht glaubst. So mancher Tourist, der hier vorbeigeht, macht ein Foto davon. Das ist meine (kleine) Öffentlichkeitsarbeit für Deutschland und Österreich.
    Wie ich zu meiner Frau gekommen bin? Hauptsächlich aufgrund dessen, weil wir beide national orientiert denken. Das bedeutet, nicht nur seine eigene Herkunft hochzuhalten, sondern (aus diesem Wissen heraus) genauso jede andere Nationalität zu respektieren und entsprechend zu würdigen. Jeder von uns beiden hat sich von der anderen Nation das an Traditionen herausgeklaubt, was ihm gefallen hat. Insofern sind wir beide reicher geworden, und diesen Vorteil hat auch unser gemeinsamer Sohn eingesteckt, der mit beiden Kulturen und Traditionen gleichrangig aufgewachsen ist, also nicht nur die Sprache betreffend. Aber das können nur Leute, deren Denken national ausgerichtet ist, – ein Kosmopolit kann das nicht.

    Mein Fazit: Aus Deinen Zeilen spricht, dass Du noch bedeutend jünger bist. Spielt aber keine Rolle, die Erfahrung kommt mit der Zeit, auch die damit verbundene Änderung in der Beurteilung. Manche bezeichnen den Faktor „Jugend“ bei politischen Bewertungen als Fehler. Der damals jüngste Österreichische Finanzminister (Grasser) meinte dazu: „Die mir vorgeworfene Jugend ist ein Fehler, der von ganz alleine jeden Tag kleiner wird.“

  8. Gallo grillbert,

    Wann bist Du zuletzt über eine europäische EU „Grenze“ gefahren? Muss schon lange her sein.
    Letztens war ich in Tschechien für zwei Tage. Bei der Einreise habe ich überlegt, wo Deutschland endet und wo die tschechische Seite beginnt. Dann sah ich ein blaues EU Schild mit der Aufschrift: Bundesrepublik Deutschland und schloss messerscharf daraus, dass ich selbige anscheinend gerade verlies, auf der tschechischen Seite könnte auch ein Schild gewesen sein, welches ich aber nicht sah.
    Bei der Ausreise, die diesmal in Richtung Deggendorf erfolgte, sah ich wieder kein tschechisches Schild, dafür aber viel deutsche und englische Reklame, man solle noch mal hier bei Shell tanken und ein Stück weiter wurde Wurst, Schnaps, Zigaretten angeboten. Ich hielt an (es war ein Grenzort anscheinend noch auf der tschechischen Seite) und kaufte eine Flasche (1 L) „Becherowka“ Kräuterlikör zum Preis von 12 Euro. Ein guter Preis, da kann man nichts dagegen sagen. Gleich dahinter kam schon Deggendorf und da weiß ich aus der Erinnerung, dass das zu Bayern gehört.
    Irgendwelche Kontrollen, irgendwelche „Amtspersonen“?
    Fehlanzeige! Der Benzin und Dieselpreis bei Shell oder Aral diesseits und jenseits der „Grenze“ ist auch ungefähr vergleichbar, obwohl man die Kronen etwa durch 1000 dividieren muss. In den Restaurants (etwa 60 Km innerhalb der Tschechei) habe ich immer mit Euro bezahlen können.
    Die Speisekarte ist nicht immer auf deutsch, aber vorwiegend. D.h. die größere Schrift bezeichnet auf tschechisch die Speisen und kleingedruckt dann auf deutsch.
    Wenn ich von Österreich nach Ungarn oder in die BRD einfahre sieht es so ähnlich aus: völlige Abwesenheit irgendwelcher Kontrolleure!
    Wenn Du, mein lieber Grillbert, im Hafen von Hamburg die Möwen fütterst (was übrigens untersagt ist) wie oft wirst Du dann kontrolliert?

  9. Pardon, Grillbert;
    einmal für die verunglückte Anrede (einfach das G mit einem H vertauschen) und dann fällt mir eben ein, dass der Dieselpreis um die 135 Kronen betrug und das Essen so um die 700 bis 1200 Kronen. Da muss dann der Umrechnungsfaktor 100 betragen und nicht 1000, denn sonst wäre der Liter Diesel nicht bei 1,35 Euro, sondern bei 0,35 Euro.

  10. Jetzt hast Du Dich völlig vergalopiert mein lieber Kuno.
    Tschechien gehört seit 2004 zur EU und hat keine EU-Außengrenze, denn danach kommt noch Ungarn und Polen die eine EU Außengrenze haben und somit bei der Einreise für die Kontrolle fremder Gestalten zuständig sind. Wenn Du also beim Grenzübertritt von Deutschland nach Tschechien und umgekehrt keine Kontrollen erlebt hast, dann ist das normal, denn beide Länder haben keine Eu-Außengrenzen. Selbst die eigene Währung (Kronen), deutet nicht darauf hin, dass es „kein“ EU Staat ist. Auch Schweden und Großbritanien haben ihre alte Landeswährung beibehalten und sind dennoch in der EU. Ob das richtig oder falsch ist, ihnen das zu genehmigen, kann man trefflich angreifen. Das Britanien noch immer das Pfund hat erleichtert den Brexit heute enorm. Da aber die Engländer traditionell eine Extrawurst gebraten haben wollen, wird der Austritt noch eine Menge Streit hervorrufen.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  11. An Grillbert und Kuno.

    Stimmt alles für Tschechei, Ungarn, auch Frankreich, usw. Trotzdem Rumänien auch EU ist, siehts da aber beim Grenzübertritt anders aus. Da wird schön brav der Personalausweis und oft auch der Kfz-Schein auf den Scanner gelegt, bevor man rein oder rausdarf. Dasselbe in Bulgarien. Hängt natürlich mit dem Schengener Abkommen zusammen, wo Rumänien nicht drin ist.

    Kleine Differenzierung bei Ungarn:

    Wenn man aus Rumänien herausfährt und befindet sich im schönen Ungarland, dann wird man – meist nicht so sichtbar auf Parkplatznischen platziert – so grasgrüne Busse vorfinden, wo uniformierte Personen drinsitzen. Das sind die mobilen Zollkontrollen, die sich da immer bestimmte Fahrzeuge rauspicken und kontrollieren. Nicht nur die Papiere, auch den Inhalt der Fahrzeuge, z.B. auch Sprit in Kanistern, was eigentlich aufgrund des freien Warenverkehrs tabu sein sollte.

    Machen aber auch die Österreicher und die Deutschen auf die selbe Art. Wenn man von denen als sich bereits im Land befindlch kontrolliert wird und sie finden z.B. rumänischen Schnaps (ohne Banderole), oder Zigaretten, – mehr als eine Stange, oder guten Schafskäse, Wurstwaren, usw. (über die berühmte nicht definierbare Menge des Reiseproviants hinaus), dann wird das kassiert und wahrscheinlich später von den Grenzern selbst gefuttert. Die wissen auch, was gut ist.

    Ist mir einmal passiert, – und dann habe ich die Flasche zurückerbeten, weil ich da noch was genau nachsehen wollte, und als ich sie dem Zollbeamten wieder aushändigen sollte, ist sie mir – welch Ungeschick – aus der Hand gefallen und auf dem Asphalt zerbrochen. Schade um den Schnaps, – war aus meinem Keller. Da war der Herr Zöllner richtig böse.

  12. PS. mein lieber Kuno.
    Nun verstehe ich, weshalb Du glaubst, dass unsere Nachbarstaaten EU-Außengrenzen haben. Und zwar weil Bayern intensivere Grenzkontrollen einführen will.
    Das ist dem Umstand geschuldet, dass man bemerkt hat, dass die südlichen Außenstaaten (besonders Griechenland un Italien) ihre Kontrollpflichten nur schlampig durchführen und ihre Immigranten sich nicht an ihre Aufenthaltsbeschränkungen halten. Das wars!
    MfG grillbert aus Hamburg.
    PS. Das Möwenfüttern ist eine sinnbildliche Erwänung unseres verehrten kw, der damit auf meine lange Seefahrtszeit anspielen will. Es ist somit kein Verstoß gegen ein Fütterungsverbot. Viel wichtiger währe die Ahndung der Fütterung von Tauben, den „Ratten der Lüfte“, die mit ihren Ausscheidungen Milionenschäden an Gebäuden verursachen. Tauben treiben sich überall herum, Möwen nur im engeren Hafen und Elbbereich.

  13. Nein, Grillbert,
    lies bitte meinen Kommentar den ich als Replik auf den von @ KW geschrieben hatte.
    Da war von Außengrenzen überhaupt nicht die Rede, denn das war ja sowieso klar. Ich schrieb: „wenn die Typen erst mal in den EU Raum eingedrungen sind…“
    Alles klar?

  14. @Kuno
    —garnichts klar—
    Du verkennst die Sach und Rechtslage. Eine Reisefreiheit für Immigranten gibt es in der EU nicht.
    Alles was es dazu zu sagen gibt hat kw am 23.10.18 um 13.25 Uhr bereits gesagt.
    grillbert

  15. Nochmal, bitte: wenn der Immigrant ohne Papiere und ohne Einkommen (denn auf Asylleistungen verzichten die großzügig) sich innerhalb der EU Grenzen befindet, wie von mir dargestellt, dann können diese hin und herreisen wie es denen beliebt. Diese 250.000 (nach denen immer noch gesucht wird)
    wurden an der bayrischen Grenze durchgewunken und auf Züge nach Müchen und Nürnberg gesetzt.
    Dort sollten die dann den normalen Asylweg beschreiten.
    Nur kamen diese eben nicht an! Und es ist wenig hilfreich diese in Bayern oder nur in Deutschland zu suchen.
    Die Grenzen sind offen innerhalb der EU und das ist der Punkt. Wenn Du mir immer noch nicht zustimmst, dann klammern wir diesen Punkt einfach aus. Die Politiker machen es nicht anders.

  16. Schlage vor, Ihr streitet Euch nicht wg. diesem Thema. Vielleicht hilft meine Beobachtung, und nun differenziere ich genau, weil Euer Missverständnis auf der ungenauen Definition beruht:

    Grillbert schreibt:

    1) Eine Reisefreiheit für Immigranten gibt es in der EU nicht.
    2) Wenn sie in eine Kontrolle kommen, müssen sie ihren Pass vorzeigen und dann fallen sie auf.

    Kuno schreibt:
    3) Wenn die Typen einmal in einem EU Land eingedrungen sind, dann genießen die Reisefreiheit.
    4) Die Grenzen sind offen innerhalb der EU und das ist der Punkt

    Was KW schreibt, stimmt natürlich genau, hat aber mit dem Thema, um das es hier geht, nichts zu tun.

    Der Versuch meiner Klarstellung:

    Nach dem geltenden Gesetz ist der Pkt. 1) und 2) absolut richtig. Auch registrierte Immigranten/Asylbewerber/Geduldete/Abgelehnte, etc. müssen sich an die Vorgaben der Behörde halten, die ihnen vorschreibt, in welchem Kreis sie sich aufhalten dürfen.

    Ausländer aller Art müssen sich ausweisen können, EU-Ausländer mit gültigem Personalausweis. Das gilt auch für EU-Ausländer, wenn sie z.B. nur zu Besuchszwecken in einem EU-Land aufhalten, – dann brauchen sie aber einen gültigen Reisepass mit Sichtvermerk – wie es KW ja beschrieben hat.

    3) und 4) ist aber auch richtig, wenn auch nicht gesetzeskonform. Aber es ist die Realität. Man müsste zum Pkt 3) noch das Wort „illegal“ vor dem Wort „eingedrungen“ setzen. Fakt ist mittlerweile, dass kaum mehr ein arabisch aussehender Mann – oder ein Schwarzafrikaner – von der Exekutive auf der Straße perlustriert wird, wie das in der Fachsprache heißt. Denn jeder dieser Polizisten hat auch Familie zuhause, und kein Leben in Reserve.

    Wenn nicht von oben klare Befehle dafür gegeben werden, und die Polizisten treten dann in Mannschaftsstärke einschl. Schutzweste auf, dann geht das denen irgendwo a.A. vorbei, was ich auch verstehen kann. Ich bewundere die Bahnpolizisten, die auf den Bahnhöfen teilweise da immer noch ihre unentwegten Personenkontrollen vornehmen.

    Um ganz genau zu sein, muss man die Pkt. 3) und 4) insofern korrigieren, dass das nicht die EU generell betrifft, sondern nur die EU-Staaten mit Schengenabkommen.

    Wenn derjenige aus einem Nicht-EU-Land in ein Schengenland gekommen ist, z.B. durch einen Container auf dem LKW oder sonst was, dann hat er hier- sofern er sich unauffällig verhält, Ruhe von den Behörden. Fährt er zusammen mit anderen in einem Kleinbus über irgendeine Innen-EU-Grenze, wo es keine Grenzkontrollen mehr gibt, dann läuft er Gefahr, durch die mobilen Zollkontrollen entdeckt zu werden, die sich im Hinterland befinden.

    Dasselbe gilt für den Fall, dass er irgendwas klaut oder sich sonst durch irgendeine Ordnungswidrigkeit bemerkbar macht. Ich erinnere mich an einen Fall, wo ein paar dunkelhäutige Gestörte mit dem Fahrrad auf dem Pannenstreifen der Autobahn gefahren sind, weil man ihnen erklärt hat, dass man auf diese Weise am schnellsten von A nach B kommt. Dann hat man die Warnmeldung über den Verkehrsfunk bekommen, und dann hat man die Typen geschnappt.

    Wie das geht, sich unauffällig im Schengenraum von einem Staat in den anderen zu bewegen, das hat meine Frau mal einem jungen Roma aus der Nase gekitzelt, den wir in Amsterdam angetroffen haben. Schon sagenhaft, wie die da Ideen entwickeln. Allerdings kriegen das die Araber und die Schwarzafrikaner genauso schnell raus.

    So – hoffentlich habe ich das nun klargestellt. Fazit: Beide habt Ihr recht.

  17. Gottachgott, – als ich abgedrückt habe, hab ich das erst gesehen:
    In der ersten Zeile: … wg. diesem Thema. Natürlich muss es heißen: wg. dieses Themas.

    Ich rede über die Araber und spreche dann auch gleich wie sie….

  18. Danke Helmut-1.

    Hinzu kommt noch die Kleinigkeit, dass die dunkel Pigmentierten in Westeuropa kaum noch auffallen.
    Warum sollte ein dunkelhäutiger Straßenpassant kontrolliert werden und ein Bleichgesicht nicht?
    Dasselbe passiert im Auto über mehrere EU Binnengrenzen hinweg. Da ist schlichtweg niemand da, der per Sichtkontrolle eine Diskrepanz zwischen Fahrer und Automobil vermutet. Da ist niemand!
    Wenn ich zweimal die deutsch- tschechische Grenze passieren konnte ohne überhaupt genau gewahr zu werden wo die Grenze eigentlich ist, dann kann das auch ein Syrer!
    Das wr es doch was ich meinte. Der Jens hatte behauptet, dass die EU Außengrenzen schon immer offen gewesen seien. Da hielt ich dagegen und Kaiser Wilhelm stützte diese leicht nachprüfbare Sache.
    Danach war das Thema Außengrenzen abgesungen und es ging nur noch um die Binnengrenzen, die aber schon lange nicht mehr existieren.

  19. Da ich mehr als 20 Jahre beruflich dazu involviert war, eine kurze Ergänzung

    Nach dem in Deutschland ein Antrag auf Asyl gestellt wurde erhielt der Antragsteller eine so genannte Duldung, ein Dokument in dem die Aufenthaltsgenehmigung für 3 Monate bestätigt wurde. Die wurde jeweils um 3 Monate verlängert, da sich wegen Überlastung der Bescheid verzögerte. Auf diese Nummer hin hielten sich diese Personen über sehr lange Zeiträume in Deutschland auf. Jedoch war es früher normal so, dass während des laufenden Verfahrens der Aufenthalt nur auf das Bundesland beschränkt war, welches zuständig war. Wurde bei einer Kontrolle ein Asylbewerber in einem anderen Bundesland angetroffen, dann erfolgte eine Rückführung!

    Diesen Wahnsinn alleine muss man sich mal reinziehen vom Aufwand und den Kosten her, das wird sicher heute nicht mehr ausgeübt. Geht ja auch gar nicht bei der Menge und bei Personen die überhaupt nicht registriert wurden, und somit auch nicht an Unterkünfte innerhalb Deutschlands verteilt wurden. Und wegen der fehlenden Grenzkontrollen kann man eben unkontrolliert in andere EU Länder. Und auch das habe ich früher schon gemeldet: Es war kinderleicht sich illegal und ohne je eine Behörde kontaktiert zu haben in einer deutschen Großstadt lange Zeit aufzuhalten nach dem man (auf welchem Weg auch immer) einmal im Land war.

    Ich muss mich hier wo ich lebe übrigens auch alle 30 Tage bei der Ausländerbehörde melden. Was die Auswanderung aus Deutschland betrifft noch einmal der Hinweis, dass es wegen der Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen der außereuropäischen Länder den meisten Bundesbürgern gar nicht möglich ist abzuhauen. Die Quote wäre andernfalls bedeutend höher. Und in all diesen Ländern ist der illegale Grenzübertritt ein Straftatbestand.

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