TV-Sendung:
USA wollen Venezuelas Gold und Öl, glaubt Analystin


Politik/USA/Venezuela

Eine venezolanische Analystin sagte im Gespräch mit PressTV, dass die Vereinigten Staaten versuchen, einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Venezuela zu führen, um die Kontrolle über dortige Gold- und Ölreserven zu erlangen.

Venezuela USA Öl Gold
Venezuela USA Öl Gold, Bild: Gegenfrage.com, Flaggen gemeinfrei

„Sie [die Amerikaner] sind hinter unseren Ressourcen her, aber wir sind nicht ihre Kolonie. Wir sind ein souveränes Land und ein unabhängiges Land. Wir glauben an die Menschen, an ihre Arbeit, an die Solidarität der Menschen, an das, was Menschen geben können, an ihre Bildung. Wir sind ein großartiges Land, aber das Imperium versucht, wegzunehmen was wir haben, und wir werden dafür kämpfen“, sagte Egle Sanchez, Präsidentin der Venezuelan Graphic Workers Federation, in der TV-Sendung Face to Face.

„Wir wollen, dass andere mächtige Länder wie die Vereinigten Staaten verstehen, dass wir nicht nur ihr Hinterhof-Lakai sind, der kontrolliert werden muss … Wir sind eine Region des Widerstands, besonders Venezuela, die beschlossen hat, frei zu sein. Wir sind deshalb die Kolonie von niemandem, wollen uns selbst regieren und in Frieden gelassen werden, weil wir, das venezolanische Volk, unsere Ressourcen, unser Öl, unser Gold, unsere Würde, unsere Tausenden von Mineralien und unser Gas nicht an die Nordamerikaner verschenken werden“, sagte sie.

Sanchez ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Sowohl die venezolanische Regierung, als auch andere lateinamerikanische Führer haben in der Vergangenheit ähnliche Statements geäußert. So sagte etwa Boliviens Präsident Evo Morales im Jahr 2014, dass die USA versuchen einen Bürgerkrieg in Venezuela auszulösen, um Zugriff auf die riesigen Ölreserven zu erhalten.

Nachgewiesen ist, dass große US-Medien und Geheimdienste das Land seit vielen Jahren zu destabilisieren versuchen.

Quellenangaben anzeigen
presstv



8 Comments

  1. Es wird doch sicherlich eine Opposition in Venezuela geben, die der CIA nun mit Waffen beliefern kann.
    Oder wie wäre es mit erfundenen Angriffen auf US-Schiffe oder Einrichtungen.
    Das geringste Problem wird es doch wohl sein, die US-Bürger davon zu überzeugen, dass Venezuela demokratisiert werden muss; hat doch in Afghanistan, Libyen dem Irak usw. auch ganz gut geklappt; kostet nur wieder einige hundert Milliarden.
    Aber was tun Verbrecher nicht alles für Öl und Gold.
    Hinterher dürfen die Menschen in Venezuela dann sogar wieder wählen gehen, wenn die Straßen von den Trümmern befreit sind und werden auch wohl wieder Arbeit finden in den Ölanlagen, die dann von US-Firmen übernommen wurden.
    Es wird dann eine Menge wieder aufgebaut werden müssen.
    In den USA wachsen derweilen die Zeltstädte.

    Viele grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. das erste was die amerikanischen Verbrecher im Irak(ca.400 tonnen) und Lybien (ca.60 Tonnen) gestohlen haben, war Gold. es wurde direkt nach der invasion außer landes gebracht.
    so sind sie und das Strickmuster ist immer gleich! nur der deutsche Michel glaubt schon seit 80 jahren, es wären die „Befreier“! ja, es sind befreier, sie befreien uns von unserem geld!

  3. Gesunkener Ölpreis, Geldentwertung usw. – und Hunger bei der Bevölkerung.

    Ein explosives Gemisch !

    https://www.verlagshaus-jaumann.de/inhalt.viele-menschen-hungern-pluenderungen-militaer-kontrolliert-supermaerkte-in-venezuela.c498c545-bf57-490b-9b1d-64c6cefb0fe2.html

    Ölpreis – wer diktiert den Preis ?
    Hyperinflation – wann muß eine Währung “ in die Knie “ ?
    Klar, dieser Maduro ist sicher ein Schaden, doch sehe ich durchaus einen erheblichen Einfluß von Außen. Und das die USA bei solchen Bodenschätzen heftiges … Begehren entwickelt ist ja nicht neu …

  4. Nein, die USA denken nach meiner Ansicht in Sachen Bodenschätze weniger an deren nationaler amerikanischer Aneignung, sondern um die totale Kontrolle aller Rohstoffe (außer den us-amerikanischen) unter den Weltmarkt.
    Alles soll privatisiert werden. Eine nicht private Bank ist für diese Kreise ein Verstoß gegen die heiligsten Überzeugungen.
    Deshalb wurde die FED auch nach dem Vorbild der britischen Notenbank organisiert, nämlich als Privatbank.
    Es geht also, um das mal begrifflich zu machen, nicht darum die russischen Erdölvorkommen unter die nationalstaatliche Kontrolle der USA zu bekommen.
    Sondern, diese wünschen dass die russischen Öl- und Gaskonzerne mehrheitlich von „internationalen“ Eigentümern kontrolliert werden. Wobei, das gebe ich zu, die US Regierungen unter „international“ gern us-amerikanisch
    verstehen. Tatsächlich ist der Mehrheitsaktionär der wichtigsten russischen Öl- und Gaskonzerne aber der russische Staat. Und das allein ist der Grund für diese Reibereien. Exxon oder Shell dürfen dort keine bedeutenden Anteile erwerben. Das ist der Punkt.
    Bereits Churchill hatte in den Fünfziger Jahren den Kriegsgrund mit Deutschland auf den Punkt gebracht, als er sinngemäß sagte, man solle doch nicht glauben, dass GB deshalb Deutschland den Krieg erklärt hatte, weil dessen Kanzler Hitler hieß oder Deutschland seine Vorkriegsterritorien wieder haben wollte.
    Der Grund war bereits Mitte der Dreissiger Jahre gegeben, als Deutschland seinen Warenhandel gern Ware gegen Ware abwickelte, ohne die Lieferungen von internationalen Banken vorfinanzieren zu lassen.
    Da hatte er Recht. So war es. Deutschland war historisch klamm an Britischen Pfund oder Dollar und die Deutsche Reichsmark musste sich weltweit erst langsam das Vertrauen der Banken und Staaten als stabile Währung erarbeiten, den die alte Reichsmark 1914 noch hatte.
    So bezahlte Deutschland in diesen 12 Jahren Getreide aus Argentinien mit der Lieferung von Maschinen.
    Ab Herbst 1939 war es damit aber vorbei, weil die haushoch überlegene britische Kriegsmarine kein Schiff mehr nach Deutschland hinein oder heraus lies.
    Dann lieferte die Sowjetunion das Getreide und Öl und andere Rohstoffe und sollte „Maschinen“ dafür erhalten, wieder unter Umgehung der internationalen Banken.
    Aber der deutsch- sowjetische Vertrag war schlampig ausgearbeitet; die Sowjets verstanden unter „Maschinen“ fast ausschließlich Kriegsgerät. Und nicht etwa Karabiner, sondern das modernste was Deutschland damals hatte: die 8,8 cm Kanone oder Sturzkampfflugzeuge.
    Alle Versuche von deutscher Seite, hier eine Änderung im Warenaustausch zu erwirken, wurden in Moskau sofort abgeblockt. Das muss man sich mal vorstellen: Deutschland befindet sich im Krieg und muss für jede Tonne Öl oder Eisenerz oder Getreide mit modernster Waffentechnik an ein Land bezahlen, dessen Bündnistreue bereits 1939 fraglich war.

  5. Der Ölpreis, Micheline, ist das Resultat unterschiedlicher Marktkräfte, also Angebot und Nachfrage.
    Grundsätzlich ist ein niedriger Ölpreis gut für die Weltwirtschaft und nicht gut für die Ölerzeuger.
    Der Ölpreis sank etwa ab 2013 als Folge der Absprache der USA mit Saudi- Arabien. Aber das ging nur deshalb, weil die Saudis damals erklärten, notfalls die Ölverkäufe deutlich zu erhöhen.
    Allein diese Erklärung genügte, um den Preis an der Ölbörse sinken zu lassen. Russland war damals nicht bereit, Syrien fallen zu lassen und den Saudis und Israelis zu Fraß zu überlassen. Deshalb fiel Moskau ab 2013 oder 2014 in Ungnade und die USA hatten auch ein Interesse daran, Russland zu schaden. Der prowestliche Putsch in der Ukraine und die spätere Abspaltung der industrialisierten Ostukraine von der von Kiew kontrollierten Westukraine, sowie die Volksabstimmung auf der Krim zur Rückkehr nach Russland, steigerte die gegen Russland gerichtete Stimmung nicht nur in den Nato Staaten (außer Italien und Spanien), sondern eben auch in den Ölscheichtümern.
    Das ist jetzt alles gescheitert. Russland ging nicht bankrott, sondern gestärkt heraus. Selbst die Saudis denken jetzt um und wollen wieder bessere Beziehungen zu Moskau, incl. des Kaufs des S 400 Raketensystems.

  6. @ Markus

    Demnach sollten Venezuela und Russland über einen niedrigen Ölpreis in heftigste Turbulenzen … kommen.
    Nun, RUS wußte und weiß sich zu helfen und es zeichnet sich ab das auch Venezuela sich ( noch) nicht aufzugeben bereit ist – wobei dort im wahrsten Sinn des Wortes das Volk hungert und blutet …

    Zum Iran-Artikel habe ich einen interessanten Link eingestellt wie die Saudis ticken/zündeln ( denen geht die Puste aus), der einen Aspekt noch nicht berücksichtigen konnte, nämlich das Erdogan nun in die kurdischen Gebiete (ein)dringen will … auch in Syrien usw.
    Dazu Ukraine, N-Korea, Afghanistan und die Meldung das in Syrien der IS ( erstarkend durch ermöglichte Erholungszeiten …)wieder Dörfer “ übernimmt“ und reguläre Kräfte mit Drohnen angegriffen werden …
    In wievielen Ländern auch wieder Deutsche Soldaten ihr Heimatland … “ verteidigen dürfen“ ist mir grad nicht genau bekannt, aber auch in Afrika … in mehreren Gebieten.

    Für mich ist es keine Frage mehr ob Krieg(e), sondern nur noch wann und wo.

    Und was haben wir in D ?
    Junge, wehrfähige (!) Männer aus all den Krisengebieten/Ländern – die uns zum Dank … hier teils enorme, vielschichtige Probleme bereiten …

    IRRE !

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