UK: Ahmadinejad bezeichnet Randalierer als "Opposition"


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Mahmud Ahmadinejad hat das gewaltsame Vorgehen der britischen Polizei gegen Demonstranten scharf verurteilt. Im Gespräch mit Journalisten am Mittwoch bezeichnete der iranische Präsident die britischen Randalierer als „Opposition“ und verurteilte die Tötung des farbigen Drogendealers Mark Duggan, wie die englischsprachige iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete. „Die wahre Opposition in Großbritannien sind die Menschen, deren Stimme niemand hören wollte und die nun aufstehen, um auf sich aufmerksam zu machen“, fügte er hinzu. Mit diesen Worten spielte er offenbar mit scharfer Ironie auf die westliche Berichterstattung über den sogenannten „arabischen Frühling“ an, wo die Bürger ebenfalls gewalttätig gegen Polizei und Politik demonstrierten und mit Hilfe von NATO-Einheiten die jeweiligen Regierungen stürzten.

Gleichzeitig forderte der libysche Machthaber Gaddafi Großbritanniens Premierminister David Cameron zum Rücktritt auf und sagte, er habe jegliche Legitimität verloren. „Cameron und seine Regierung müssen nach dem Volksaufstand gegen sie und die gewaltsame Unterdrückung friedlicher Demonstrationen durch die Polizei zurücktreten“, sagte Libyens Vize-Außenminister Khaled Kaaim nach einem Bericht des Nachrichtensender PressTV. „Die Demonstrationen zeigen, dass das britische Volk dieses Regime ablehnt, das seine Ziele nun mit Gewalt durchsetzt“, fügte er hinzu.

Die Unruhen in England begannen am 6. August im Norden Londons/Tottenham, nachdem sich hunderte Menschen vor einer Polizeistation versammelt hatten, um gegen die tödlichen Schüsse auf oben genannten Drogendealer zu protestieren. Die Demonstration schlug in blutige Proteste um, die sich zwischenzeitlich auf weitere britische Großstädte wie Birmingham, Liverpool und Bristol ausgebreitet haben und die schlimmsten Ausschreitungen Großbritanniens seit den 1980er Jahren darstellen. Weitere Randale wurden auch in Leeds, Manchester, Nottingham, Reading und Oxford gemeldet.

Ahmadinejad betonte, dass die wichtigsten Probleme der heutigen Welt durch Diskriminierung und Krieg entstanden und die anhaltenden Probleme ein Resultat eines fehlgeleiteten Managements seien. Die Welt erlebe derzeit die schlechteste Politik der vergangenen Jahrhunderte, so der iranische Staatschef weiter. Im 20. Jahrhundert seien dadurch über 100 Millionen Menschen getötet worden. „Die aktuelle Zeit ist noch schlimmer als die Zeit der Sklaverei.“ Die Einkommensschere zwischen arm und reich öffne sich immer weiter und Millionen von Menschen seien von absoluter Armut betroffen. Ein Teil der Weltbevölkerung befinde sich sogar dauerhaft in Lebensgefahr.

1 Kommentar

  1. …tja ihr edlen Demokraten in Brüssel, London und Washington… da isser ja schon wieder, der kleine „Irre“ aus Teheran. Dumm nur, das der Mann irgendwie immer wieder ins Schwarze trifft. Er hat einfach nur Recht und wir können froh sein, dass er eben nicht der Typ ist, als den man ihn uns verkaufen will.

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