Tausende protestieren in Griechenland, Portugal und Italien


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Tausende Menschen sind am Wochenende in Griechenland, Italien und Portugal auf die Straßen gegangen, um gegen Sparmaßnahmen zu demonstrieren. In Griechenland traten Notstandsgesetze in Kraft, die den neuntägigen Streik im öffentlichen Verkehr beendeten.

Die Privatisierung ist in vollem Gange: Portugal
Die Privatisierung ist in vollem Gange: Portugal

In der griechischen Hauptstadt Athen sind am Samstag erneut Tausende Menschen auf die Straße gegangen und haben ihre Solidarität mit den streikenden Mitarbeitern des öffentlichen Verkehrs demonstriert. Sie marschierten vor das Parlament und und protestierten gegen neue Lohnkürzungen für Beschäftigte im Transportgewerbe und riefen die Regierung dazu auf, Streikende nicht mithilfe von Notstandsgesetzen dazu zu zwingen, den Streik zu beenden.

Der Streik wurden am Freitag beendet und die betroffenen Mitarbeiter kehrten an ihre Arbeitsplätze zurück, nachdem Polizisten angekündigt hatten, streikende Mitarbeiter zu verhaften. Der Streik hatte insgesamt neun Tage gedauert, wovon nach aktuellen Schätzungen etwa 1,1 Millionen Kunden betroffen waren. Die Regierung hatte die Proteste für illegal erklärt und ein Notstandsgesetz in Kraft gesetzt. Dies bedeutet, dass alle Beschäftigten, die den Streik nicht beenden, verhaftet werden können.

Schon am Donnerstag waren Tausende Demonstranten auf die Straße gegangen, um gegen die Wirtschaftspolitik und geplante Sparprogramme zu protestieren mit den Vorwürfen, dass die Reformen nur die kleinen Bürger belasteten, Reiche blieben davon unberührt. Unter den Demonstranten fanden sich viele Studenten, Rentner, Arbeitslose und Behinderte.



Auch in vielen Städten Portugals gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen neue Sparmaßnahmen zu demonstrieren. Etwa in Portugals Hauptstadt Lissabon forderten Lehrkräfte einen Rücktritt von Bildungsminister Nuno Crato und protestierten gegen eine geplante Privatisierung von Schulen sowie den Wegfall von 50’000 Arbeitsplätzen im Bildungsbereich. Portugal kämpft seit drei Jahren mit einer schweren Rezession und hat eine (offizielle) Arbeitslosenquote von 16,3 Prozent.

Ähnliche Bilder gab es auch in Italien, wo viele Menschen gegen die steigende Arbeitslosigkeit und Sparmaßnahmen auf die Straße gingen.

15 Kommentare

  1. Ich habe nach dem Lesen des Artikels sofort „spiegel.de“ im browser eingegeben um mich davon zu überzeugen, was an dieser Meldung dran ist. Und siehe da: Kein Wort von Protesten in besagten Ländern. Die Proteste müssen also gigantisch groß gewesen sein.

  2. ja wenn schmierblätter wie der spiegel nicht darüber schreiben dann ist das sicher eine sehr unerwünschte nachricht.

  3. @ seine Durchlaucht:
    ich denke da dämmert noch immer nix. In D denkt jeder diese Götterdämmerung wäre Angie´s Morgenröte.
    @ Spaßbremse & Alesi
    der SPiegel versorgt den Michel mit Infos, die er lesen will, davon lebt der Spiegel. Es ist niemandem damit gedient, wenn der Spiegel über DInge schreibt, die den deutschen Michel nicht interessieren, denn dann wäre der Spiegel morgen pleite.
    Also bitte nicht nur die Medien dere eingschränkten Informationspflicht bezichtigen, auch der Leser will bestimmte Dinge nicht haben in „seinem“ Medium.

  4. @werner: Das sehe ich genauso; die Medien bedienen das, was die Leute hören wollen, damit sie sich noch einigermaßen in ihrer heilen Welt suhlen können. Aber… die Medien sollten auch dafür da sein, die Menschen vor allem hier in Deutschland aus ihrer Lethargie zu erlösen.

  5. Der Spiegel schreibt sich aber auf die Fahne seriös und neutral zu berichten. Genau das Gegenteil ist der Fall! Populistische Hetzartikel ganz im Sinne der Einheitspartei findet man da. Und damit habe ich nunmal ein Problem.

  6. @Werner – Da hast du vermutlich Recht. Gestern beim Stöbern bin ich
    irgendwie verlinkt worden und war plötzlich bei DIE WELT. Artikel über die Explosion im Iran. Den Artikel wollte ich gar nicht durchlesen, entdeckte dann, dass unterhalb massiv Kommentare eingestellt waren. Habe diese angelesen. Unglaublich, wie die Schafherde da nachblökt, was sie aus den Q-Medien mal aufgeschnappt haben.
    Irgendwann kopfschüttelnd aufgegeben, denn da kam wieder der Text : Der Iran will Israel von der Landkarte löschen.

    @spaßbremse – Jeder der in meinem Alter ist, dem ist bekannt, dass Der Spiegel früher den härtesten investigativen Journalismus betrieb. Die haben keinen verschont, Skandale aufgedeckt, Dinge beim Namen genannt. Da war richtig was los. Das hat sich geändert. Man findet heute im Kommentarbereich Spiegel online viel Kritik der Leser gegen die heutige Berichterstattung, welche alte Leser als BILD & RTL Niveau bezeichnen. Es wird bemängelt, dass eben nicht neutral sondern einseitig berichtet wird. Was die Printausgabe betrifft, also bei den seichten Themen die da jetzt als Leitartikel kommen, denke mal, auch da ist bald Feierabend in Bezug auf Printausgabe. Andere hat es ja auch schon erwischt. Es ist nun mal anders als wie früher, als man einen Artikel eben nicht widerlegen konnte.

    Zu den aktuellen Ereignissen in Ägypten : Da habe ich schon wieder
    eine Wette gewonnen.
    Zur Wiederwahl Obamas : Da musste ich meine Wette aus 2008 verlängern. Also Einsatz verdoppeln.

  7. Bis jetzt ist noch keine eindeutige Bestätigung zu finden über einen Anschlag auf Fordo ! Nur blablabla mit viel Hinweisen auf nicht vorhandene
    Bestätigungen ?!!
    Es wäre besser, es bleibt bei einer Ente !

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