Studie: Jeder verwundete US-Soldat kostet 2 Mio. Dollar


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Laut einer aktuellen Studie der Harvard Kennedy School kostet jeder verwundete US-Soldat den amerikanischen Steuerzahler langfristig 2 Millionen Dollar. Der Bericht kommt zum Ergebnis, dass die Kriege in Afghanistan und Irak das Haushaltsbudget der USA in den kommenden Jahrzehnten dominieren werden.

Kosten einen Haufen Geld: US-Marines
Bild: Wikipedia, MARSOC Public Affairs Office

Eines muss man unseren amerikanischen, permanent kriegführenden Freunden zugestehen: Sie lassen sich die Überfälle auf andere Länder richtig was kosten. Laut einer Studie der Harvard Kennedy School belaufen sich die Aufwendungen für jeden verwundeten US-Soldat langfristig auf insgesamt 2 Millionen US-Dollar.

Für die Studie wurde jeder einzelne der 866’181 Soldaten untersucht, die in den Kriegen in Afghanistan und im Irak verletzt wurden. Die Gesamtkosten für diese Verletzten belaufen sich voraussichtlich auf 1,7 Billionen Dollar. Darin beinhaltet sind Kosten für medizinische Versorgung und Ausgleichszahlungen und Renten für Soldaten, die Langzeitschäden und Behinderungen aus den Gefechten davontrugen. Verfasserin der Studie Linda Bilmes warnte zudem davor, dass sich die Kosten in den nächsten 40 Jahren in „beispiellosem Ausmaß“ auf den Staatshaushalt auswirken werden.

„Die getroffenen Entscheidungen während der Kriege in Irak und Afghanistan werden das Haushaltsbudget in den kommenden Jahrzehnten dominieren“, so Bilmes. Auf lange Sicht kosten die Kriege in Afghanistan und im Irak den amerikanischen Steuerzahler 4 bis 6 Billionen Dollar, womit diese beiden Kriege die teuersten der Geschichte der USA sind, zumindest nominal.



Am 07. Oktober 2001 hatte der damalige US-Präsident George W. Bush das Land infolge der Ereignisse des 11. September von amerikanischen Truppen überfallen lassen. Laut zahlreichen Experten ging es dabei nicht um den oft erwähnten „Kampf gegen den Terror“, sondern um den Ausbau militärischer Präsenz im Nahen Osten sowie den im Jahr 2000 von der Taliban-Regierung verbotenen Opiumhandel. Afghanische Anbauflächen hatten sich unter US-Herrschaft zwischen 2001 und 2004 um 1500% auf 131’000 Hektar vergrößert, was auch dem heutigen Stand entspricht.

Im Jahr 2010 schätzte die Russische Drogenbekämpfungsbehörde den Wert der Opiumernte in Afghanistan auf 65 Milliarden Dollar. Hauptabnehmer ist die Pharmaindustrie der Industrieländer, die einen Großteil der legalen Opiumernte für sich in Anspruch nimmt.

Die irakische Regierung hatte vor Kriegsbeginn im Jahr 2003 angekündigt, Rohöl nicht mehr in Dollar zu handeln. Da dies die Position des US-Dollar als weltweite Leitwährung erschüttert hätte, wurde das Land überfallen und der damalige Staatspräsident Saddam Hussein hingerichtet. Während der Invasion wurden von britischen und US-Truppen hunderte Tonnen Uran in Form sogenannter DU-Munition auf irakische Städte abgefeuert. Bis heute fielen der Invasion rund 1 Million Iraker zum Opfer.

14 Kommentare

  1. ist der teurer als ein Toter?
    Wenn ja, super, wenn nein, dann ist ja noch Potenzial vorhanden das Morden für die Amis noch teurer zu machen.

  2. @Werner
    Ich denke Verletzte sind teurer. Auf diese Idee kamen ja schon die Vietnamesen. Tote Soldaten sind kein Problem, ich glaube UPS liefert Pakete bis 90 kg für Großkunden international schon ab 4 Dollar.

  3. Ich hatte es schon mehrfach erwähnt in Zusammenhang mit Guerilla Taktik.
    Der Gegner wird nicht getötet sondern schwer verletzt. Das kostet nicht nur Geld, sondern bindet enorme weitere personelle Kräfte. Um das zu vermeiden, wird auf Drohnen gesetzt und die Luftwaffe übernimmt die Hauptrolle bei Kriegseinsätzen. Man tötet aus Entfernung. Über die Summen welche an Veteranen des Vietnam Krieges gehen, inkl. der Agent Orange Geschädigten, kann man offizielle Zahlen einlesen. Dito zu den Geschädigten aus dem Irak Krieg (durch DU AMMO) und denen mit dem PTSD.

    USA Wirtschaft siehe unterhalb

    http://www.welt.de/wirtschaft/article116274119/US-Arbeitslosigkeit-steigt-ueberraschend-stark.html

    Militärisch machen wir aber weiter, ist ja eh auf Kredit und der Dollar ist eine nicht existierende Sache. Nur Zahlen in Computern. Hauptsache ist doch, dass wir uns einig sind

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/obama-und-erdogan-wir-sind-uns-beide-einig-dass-assad-weg-muss/8220300.html

  4. Achtung. Bitte mal nachlesen über die Unruhen in Bagladesh. Da wird auf Protestanten geschossen. Also das nächste Land, dem man die Demokratie rein bomben muss. Anschließend Brunnenbau und Mädchenschulen geplant, falls das machbar ist. Libyen und andere Demokratien sind voll in der Hand der Islamisten. Truppen auf Stand-By um US Bürger zu evakuieren bei Bedarf.

    http://antiwar.com/blog/2013/04/11/why-obama-wont-cut-defense-spending/

    http://www.washingtonpost.com/blogs/fact-checker/post/president-obama-and-the-defense-budget/2012/02/13/gIQAoZXeCR_blog.html

    http://www.washingtonpost.com/blogs/wonkblog/wp/2012/08/29/republicans-hate-obamas-defense-cuts-the-trouble-is-they-voted-for-them/

    ….und nun hat der pöse pöse Assad anscheinend noch von dem noch viel pöseren Putin die allerbesten Anti-Schiff Raketen bekommen.

    Na dann, Schiff Ahoi liebe Nato

  5. waren das friedliche Demonstranten in Bangladesh?,aber du hast Recht religöse Konflikte werden provoziert und ausgenutzt,ist ja leicht in dieser Region,die Konflikte sind zahlreich ,bewusstes Erbe der alten Besatzer ,die Menschen sind doch so leicht zu täuschen

  6. Gewinne werden privatisiert, Verluste zahlt die Bevölkerung ,wie in der ganzen Finanz und Wirtschaftswelt ,mit den kleinen können sie es machen ,die sind zu dumm für diese Welt

  7. wir müssen Prominente für die Alternativen Medien gewinnen,sonst werden wir immer in die falsche Ecke gestellt,können doch nicht alle ein reines Gewissen haben,bitte mehr positive Meinungen, schlecht ist die Welt auch ohne uns

  8. @phönix – habe das nur am Rande mitbekommen. Nicht mein Thema, aber wenn es Unruhen irgendwo gibt welche religiös motiviert sind, dann sind auch immer bald die -Demokratisierer- am Wirken. Habe auch nicht geprüft, ob das Thema in den deutschen Medien erwähnt ist. (Wohl eher nicht)

    Hier Link zum Artikel und dort weitere Links

    http://www.salem-news.com/articles/may152013/massacre-bangladesh-tk.php

    Das Thema Rohingya Muslims wird bei Salem News aber schon seit einiger Zeit gemeldet. Auf der Homepage von Salem News ist links (runterscrollen) ein Suchbalken (Search) – Dort Eingabe : Rohingya
    falls das Thema von Interesse ist.

  9. kenne ich, danke.

    es scheint, als bekäme der Ami demnächst neue „Spielplätze“ und vor allem adäquate „Spielkameraden“…..

    aber dann hat er bestimmt keine Lust mehr…….
    schätze, dass China ihm bald seine $ vor die Füße wirft um seine Goldvorräte liefern zu lassen…….

    dann ist der Ami PLATT!

  10. Wie Kaiser weiter oben geschrieben hat:
    „Ich hatte es schon mehrfach erwähnt in Zusammenhang mit Guerilla Taktik.
    Der Gegner wird nicht getötet sondern schwer verletzt. Das kostet nicht nur Geld, sondern bindet enorme weitere personelle Kräfte.“
    Kann man Wort für Wort unterschreiben. Lernt man in jeder Kommandoeinheit auf der Welt.
    Haben auch wir gelernt, – bereits Anfang der 70er Jahre.
    Deshalb ist die persönliche Unversehrtheit des Kommandosoldaten höchste Vorrangigkeit. Auch die Ausbildung geht immer darauf hinaus, daß Sicherheit immer Vorrang hat, was die Gesundheit betrifft.
    Kann mich noch erinnern, als einer unserer Kameraden bei einem Sprung auf einen Felsbrocken aufgekommen ist und danach mit Beckenbruch ein halbes Jahr im Krankenhaus gelegen war, – was das für einen Zirkus gegeben hat. Der verantwortliche Absetzer im Flugzeug hat den Wind nicht richtig berechnet und den Sprungbefehl zu früh gegeben. Der hatte dann genug dran zu knabbern.
    So wie erst kürzlich im Saarland bei einer Fallschirmspringereinheit mehrere in den Bäumen gelandet sind. Dabei mußten einige sogar von der Feuerwehr heruntergeholt werden, weil sie in einer blöden Position zwischen Himmel und Erde verblieben sind.
    Die andere Seite bei solchen Einheiten: Man soll Verletzte auf der gegnerischen Seite produzieren, – aus den vorgenannten Gründen. Die Kehrseite: Offiziell nach der Haager Landkriegsordnung sowie der Genfer Konvention müssen die Soldaten der Gegner, – sollten welche gefangengenommen werden, entsprechend behandelt und an den vorgesehenen Stellen übergeben werden.
    Graue Theorie. Was soll den ein Kommandounternehmen mit einer kleinen Gruppe, das z.B. im Feindesland operiert, mit Gefangenen?. Hinter der vorgehaltenen Hand haben uns die Offiziere schon beigebracht, was dann Realität ist.
    Deswegen wurden wir auch so ausgebildet, daß wir „alles“ gaben, um ja nicht in die Hände des Feindes zu fallen. Denn jedem war klar, daß der Gegener mit unsereinem auch nicht lange fackeln würde, – schon als Revanche. Selten wird der Gefangengenommene später gegen irgendwelche Hochrangige ausgetauscht. Zumal der Kommandosoldat ja auch hinsichtlich des Beobachtens ganz anders ausgebildet wird.

  11. Paßt auch irgendwie dazu:
    Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Materialien. Beschädigen ist immer besser als zerstören. Bindet mehr Kräfte des Gegners an das Objekt.
    Wenn man z.B. eine Überlandleitung ausschalten sollte, – dann wird an den 4 – füßigen Strommasten nicht an jedem Hax eine Sprengladung angebracht, sondern nur an dreien. Einer in Kopfhöhe, der nächste in Bauchhöhe, der dritte in Kniehöhe. Einer bleibt so, wie er ist. Wenns dann bumst, dreht sich Ding derart in sich zusammen, daß es nicht nur auf die Schnauze fällt und der Strom unterbrochen ist, sondern es verwindet sich derart zusammen mit den Leitungen, daß es viel mehr Aufwand bedeutet, das Ding zu reparieren, als wenn man es mit 4 Ladungen sprengt. Dann fällt es bestenfalls auf die Seite, oder – wenn man Pech hat, kommt es wieder auf allen Vieren daneben auf die Erde – und es passiert gar nichts.
    Gibts noch mehrere Beispiele dafür.

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