Slowenien: Proteste gegen Banken und korrupte Politik


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In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana sind tausende Demonstranten auf die Straße gegangen, um gegen die korrupte Regierung, das marode Bankensystem und die harten Sparmaßnahmen zu protestieren.

Proteste in Slowenien
Bildquelle: Wikipedia

In Slowenien sind erneut Tausende Demonstranten aus Protest gegen Korruption und die harten Sparmaßnahmen der Regierung auf die Straße gegangen. So haben sich am Samstag ca. 2’500 Menschen im Zentrum der slowenischen Hauptstadt Ljubljana versammelt und gefordert, die für Ende 2013 geplanten Parlamentswahlen vorzuziehen.

Die Demonstranten riefen Slogans und zeigten Plakate mit Aufschriften wie „Macht dem Volk“, „Geld für die Menschen statt für die Banken“, „Feuert die Troika, nicht die Bürger“ und „Wir bezahlen nicht für eure Krise“. Der Protest war die zweite großangelegte Demonstration in den letzten Monaten. Im Februar verlor Ministerpräsident Janez Jansa ein Misstrauensvotum infolge eines Korruptionsskandals. Alenka Bratusek, seit März amtierende Ministerpräsidentin des hochverschuldeten Landes, hatte versprochen die Wirtschaft zu stabilisieren.

Seit der Rezession im Jahr 2009 ist der slowenische Bankensektor ähnlich wie in fast allen anderen europäischen Staaten ohne Unterstützung der Steuerzahler nicht mehr überlebensfähig. Beobachter glauben, dass Slowenien schon bald der Staatsbankrott droht und Hilfen von der Troika in Anspruch nehmen wird, um die Banken weiter finanzieren zu können.

Slowenien trat im Jahr 2007 der Eurozone bei und zählte seiner Zeit zu den wohlhabenderen Nationen des 17-Staaten-Blocks. Allerdings war der Erfolg auf Grund der Abhängigkeit einer exportlastigen Wirtschaft nur von kurzer Dauer. Im Jahr 2009 schrumpfte Wirtschaftsleistung um mehr als 8 Prozent. Einige Experten halten Slowenien für das am schwersten von der Krise betroffene Euroland.

5 Kommentare

  1. das ist ein absoluter Notstand, Ausnahmezustand – so hat es unsere Erika gerade festgestellt.

    Wem soll Dschörmänie jetzt die Waffen liefern, den Bankstern oder dem Pöbel? Eher den Bänktern, die können wenigstens damit umgehen, die wissen schon wie man andere platt macht.

    Gruß aus Bärlügn.

  2. Passt auf deutsche Sparer der Pleitegeier kommt immer näher, ist wie Domino Day auf RTL und am Ende steht der schwarz rot goldene Stein der BRD Gmbh.
    Deswegen gibt es auch kein Mindestlohn, den kann dann eh keiner mehr zahlen.

  3. Deutsche Sparer? Wer soll denn das sein? Gibt es sowas noch? Mehr als 50% aller deutschen Girokonten sind im Minus. Wer noch große Summen Bares hat, der hat sie längst in die Schweiz oder sonst wohin gebracht, das ist doch weder illegal noch verboten, sofern es ERSPARTES Geld ist. Online Banking macht doch alles möglich. Sollte es doch noch Leute geben, die größere Mengen Bares in EURO auf deutschen Konten oder in Pipifax Sparbüchern horten, ja, da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Dummheit muss bestraft werden.

  4. Es wäre schön, wenn die alten historischen und im Deutschen geläufigen Ortsnamen in Berichten in deutscher Sprache wieder verwendet werden würden. Statt Lubljana könnte man Laibach verwenden, ohne dass damit irgendwelche politischen Ansprüche oder Wunschdenken geschürt würde. Schliesslich schreibt man auch „Kroatien“ und nicht Hrvatska, genauso: Moskau und nicht Moskwa, Bukarest und nicht Bucuresti, Prag und nicht Praha. Es wäre damit ein Bekenntnis zur Geschichte dieser Ortschaften erstellt, das zur Nachfrage von Interessierten und Aufgeschlossenen anregt: Wieso, seit wann gibt es für die gleichen Ortschaften unterschiedliche Namen ? Die Verleugnund, Verschweigung der historischen Namen von Orten mit buntem historischem Hintergrund kommt einer Nivellierung, Ent-geschichtlichung, Banalisierung, ja sogar Nationalisierung gleich. Das wäre schade. Geschichte ist Tatsache. Und sie ist immer bunt, vielfältig, interessant, unerwartet, non-linear. Das könnte man mit der Verwendung von Ortschaftsnamen in verschiedenen Sprachen andeuten, aufzeigen.

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