TTIP verliert in USA und Deutschland massiv an Unterstützung


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Das Freihandelsabkommen TTIP hat in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland und den USA enorm an Unterstützung aus der Bevölkerung eingebüßt, wie eine Umfrage ergab.

ttip
TTIP, eigene Kollage, Gegenfrage.com

Das Handelsabkommen wird ganz oben auf der Tagesordnung stehen, wenn Kanzlerin Angela Merkel am Sonntag US-Präsident Barack Obama in Hannover treffen wird. Das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) hat in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland und in den USA enorm an Popularität eingebüßt, wie eine neue Umfrage von YouGov im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt.

Demnach halten nur noch 17 Prozent der Deutschen TTIP für eine gute Sache. Vor zwei Jahren waren es noch 55 Prozent. Ähnlich sieht es in den Vereinigten Staaten aus: Waren vor zwei Jahren noch 53 für TTIP, so sind es heute nur noch 18 Prozent. Fast die Hälfte aller Befragten in den USA gaben an, sie wüssten nicht genug über das Abkommen, um sich dazu zu äußern.

Kritiker von TTIP sind der Meinung, dass genmanipulierte und chemisch nachbehandelte Lebensmittel, wie etwa das berühmte Chlorhühnchen, aus den USA in die EU exportiert werden könnten. Häufig kritisiert wird auch die Geheimhaltung der Verhandlungen und der große Einfluss durch private Unternehmen.