Russland und Türkei erwägen S-400-Waffendeal


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Die Türkei interessiert sich für das hochmoderne S-400-Raketenabwehrsystem aus Russland. Dies wird laut Kremlsprecher Peskov bei einem bevorstehenden Treffen zwischen Putin und Erdogan am 03. Mai zur Diskussion stehen.

S-400 Russland Türkei
S-400 Russland Türkei, Bild: Flaggen Russland + Türkei, gemeinfrei

Kremlsprecher Dmitri Peskov sagte laut russischen Medien, dass der Verkauf eines russischen S-400-Langstrecken-Luft-Raketenabwehrsystems an die Türkei im Raum steht. Dieses Thema werde bei einem Treffen zwischen Putin und Erdogan am 03. Mai zur Diskussion stehen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik angemerkt, dass Verhandlungen zwischen Russland und der Türkei anstehen. „Die Arbeit an der S-400 ist zum Abschluss gekommen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir gleich morgen früh einen Deal unterzeichnen werde“, wurde er von Reuters zitiert.

Der Minister fügte hinzu, Ankara habe Interesse an diesem System, „da NATO-Mitglieder kein finanziell interessantes Angebot präsentiert haben“. Zuvor führte die Türkei auch Gespräche mit China über einen möglichen Kauf des FD-2000 (HQ-9) Luftabwehrsystems, zog sich jedoch aus dem Gesprächen zurück.

Seit November ist bekannt, dass die Türkei ernsthaft an der russischen S-400-Raketenabwehr interessiert ist. Im Februar bestätigte der Chef der russischen Rostec Corporation, Sergey Chemizov, eine diesbezügliche Anfrage Ankaras.

In der Vergangenheit hatte das türkische Militär ihr Arsenal in erster Linie aus den USA und Deutschland bezogen. Nachdem die Türkei im Zuge des Kriegs gegen Syrien mit den USA verbündete Kurden angriff, zog Washington die an der Grenze installierten Patriot-Raketen ab.

S-400-System

Das hochmoderne russische S-400-System ist in der Lage, Flugzeuge aus einer Entfernung von 400 km und ballistischen Raketen aus 60 km abzuschießen. Insgesamt 36 Ziele können gleichzeitig angepeilt werden.

Eine Luftabwehr dieses Typs ist derzeit an einer russischen Militärbasis in der Nähe von Syriens wichtigster Hafenstadt Latakia installiert. Dies war eine Reaktion auf den Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die türkische Luftwaffe im Jahr 2015.

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rt

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