Rupert Murdoch und die Kriegspropaganda


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Während britische Bürger derzeit mit einer Flut von Nachrichten über den Abhörskandal in Zusammenhang mit dem Medienimperium von Rupert Murdoch überschwemmt werden, scheitern fast alle Medien an der Berichterstattung über eine viel wichtigere Sache in Bezug auf Murdoch: Die Billigung eines illegalen Angriffskrieges gegen den Irak. Medienbeobachter bezeichnen Murdochs Zeitungen als das maßgeblichste Propagandamittel zu Legitimierung illegaler militärischer Konflikte. Der Medien-Tycoon hatte dem kriminellen Überfall auf den Irak seine volle Unterstützung geboten und den ehemaligen Premierminister und Kriegsverbrecher Tony Blair mehrfach gelobt, unter anderem mit den folgenden Worten: „Ich denke Tony beweist durch seine Haltung zum Nahen Osten Mut und Stärke“. Murdochs Zeitungen überzeugten ihre Leser, dass Saddam Hussein eine große Bedrohung sei und Massenvernichtungswaffen besitze, obwohl bereits zwei Jahre zuvor nachgewiesen konnte, dass der Irak solche Waffen niemals besaß, wie der Nachrichtensender PressTV berichtet.

Als im Jahr 2003 die Kriegstrommeln der britischen Regierung allmählich lauter wurden, initiierten Murdochs Zeitungen noch mehr Kriegspropaganda. Murdoch, der als starker Befürworter des illegalen Angriffs auf den Irak und die Verdrängung Saddams auftrat, sagte sogar: „Das beste, was wir aus diesem Krieg machen können, wäre ein Ölpreis von 20 US-Dollar je Barrel, was einer Steuersenkung für alle Länder gleichkäme.“ Murdochs Zeitungen und Fernsehsender haben der britischen Regierung während ihrer Kriege stets den Rücken gedeckt, sei es in Afghanistan oder im Irak. Sein Medienimperium befürwortet auch den Angriffskrieg gegen Libyen, der zahlreiche Zivilisten durch NATO-Bombardements in den Tod riss, und überschwemmt das britische Volk auch hier mit einer Flut an Propaganda. Murdoch macht sich somit persönlich mitschuldig an sämtlichen Opfern aller britischen Kriege der vergangenen 30 Jahre, in denen er stets eine tragende Rolle spielte.

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