Ron Paul: Unabhängigkeitserklärung sieht Sezession vor


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Ron Paul hat in seinem Newsletter die Petition zur Abspaltung von 50 US-Bundesstaaten von den USA befürwortet. Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten sehe ausdrücklich eine Sezession vor, wenn sich die Regierung in eine „tyrannische“ Richtung entwickle. Doch ist eine Abspaltung der US-Bundesstaaten überhaupt möglich?

Stemmt sich gegen die Diktatur: Ron Paul

In seinem wöchentlichen Newsletter mit der Überschrift „Secession: Are we free to go?“ verteidigte der US-Kongressabgeordnete Ron Paul diejenigen, die die Petitionen, 50 Bundesstaaten von der Regierung abzuspalten, unterzeichnet haben. Bereits zuvor hatte Ron Paul mehrfach betont, dass das Land durch eine Sezession geboren worden sei. „Einige dachten, es sei ein Verrat gewesen sich von England loszusagen, doch wurden diese Verräter die größten Patrioten des Landes.“

„… Die Grundsätze der Selbstverwaltung und die freiwillige Vereinigung sind der Kern unserer Gründung …. Es gibt nichts verräterisches oder unpatriotisches daran, eine Regierung zu verlangen, die mehr auf die mehr auf die Menschen eingeht, die sie repräsentiert“, so Paul. Die US-Regierung überschreite die verfassungsrechtlichen Grenzen in hohem Maße. Der erste und der dritte Absatz der Unabhängigkeitserklärung sehe ausdrücklich die Auflösung einer Regierung vor, wenn diese sich in eine „tyrannische“ Richtung entwickle.

Erst wenn das Thema „Sezession“ komplett vom Tisch sei, gebe es keine Möglichkeit mehr, die Regierung davon abzuhalten die Freiheiten der US-Bürger noch weiter einzugrenzen. Darum unterstütze er diese Petition grundsätzlich. In einem Interview mit der US-Zeitung The Hill sagte Paul, dass er sich zwar bald in den Ruhestand verabschiede, sich aber dennoch weiter für die Freiheit in den USA einsetzen werde.

Kommentar: Die „tyrannische“ Regierung von Friedensnobelpreisträger Barack Obama wird sich wohl keiner freiheitlichen Verfassung oder Unabhängigkeitserklärung beugen, die vor Hunderten Jahren beschlossen wurde. Jede Urlaubsreise in das Land zeigt eindrucksvoll, dass dieses Konstrukt mit Freiheit längst nichts mehr am Hut hat. Vom Dollar-Falschgeld-Enteignungsapparat ganz zu schweigen.

Ein weiteres Problem ist, dass es sich bei den sogenannten US-Bundesstaaten (bis auf Texas und Vermont) um Territorien handelt, die niemals zuvor souverän waren. Also sind die Bundesstaaten laut Definition keine „Staaten“, aus denen sich die USA zusammensetzt, sondern handelt es sich um eine riesige Landfläche, die nach Gründung der Regierung mit Hilfe eines Lineals aufgeteilt (siehe Karte) und mit eigenen Verwaltungen versehen wurde, die bestenfalls Befugnisse in einem gewissen Rahmen besitzen. Die Bezeichnung „United States of America“ ist somit meines Erachtens falsch. Diese „Staaten“ dürften somit ohne Zustimmung der Regierung niemals souverän werden, egal was die Bürger fordern. Kommentare/Anregungen/Meinungen dazu sind natürlich erwünscht.

22 Kommentare

  1. interessant mit der falschen bezeichnung. wenn das so ist sollte ein mr. ron paul aber auch wissen das die petition wertlos ist. ich weiss irgendwie immer weniger was ich von ihm halten soll.

  2. Das ist so nicht ganz richtig. Den Bundes“staaten“ steht es laut Verfassung zu das sie sich aus dem Konstrukt USA verabschieden dürfen. Wenn die Völkergemeinschaft diese nun freie Territorium als soveränen Staat akzeptiert, ist der Drops gelutscht. Ob das nun funktioniert oder nicht, 1000 Gründe sprechen dagagen, sei mal dahin getellt.

  3. Wenn die Menschen in den USA sich darüber (Loslösung von USA) bewußt werden und den „Hintern“ hochkriegen, hätte die Welt die Chance ein neues Gesicht zu erhalten. Die zerstörerrischen Pläne bestimmter Eliten wäre damit der berühmte Strich durch die Rechnung gemacht. Alles ist möglich!

  4. Ich weiß nicht, ob es unumstößlich ist, dass es sich nicht um souveräne US-Bundesstaaten handelt, die den USA angehören.
    Was aber sicher falsch ist, ist das nie ein Bundesstaat der USA souverän war, bevor er zu den USA kam.
    Der US-Bundesstaat Texas, war nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen Mexiko ein souveräner Staat. Zu diesem Staatsgebiet gehörten ebenso Teile der heutigen US-Bundesstaaten New Mexico, Oklahoma, Kansas, Colorado und Wyoming.
    Ich muss deshalb davon ausgehen, dass es zumindest Texas, aber wahrscheinlich auch New Mexico, Oklahoma, Kansas, Colorado und Wyoming möglich sein müsste aus den USA aus zu treten.

  5. Es kann aber auch sein, daß die Balkanisierung der USA ein geschickter Schachzug des Empires ist, um seinen immer noch ärgsten Feind – die USA, wegen Ihrer anti-imperialen Verfassung – auf diesem Wege kleinzukochen!

    Wir dürfen bei allem Schimpfen über die USA nicht vergessen, daß es das einzige Land auf dem Planeten ist, daß laut Verfassung EIGENEN KREDIT schöpfen darf!!! Kein anderes Land darf das!

  6. Würde ich mir für Deutschland heutzutage auch wünschen. Ein multiethnischer Sklavenstaat für die Banken und Industrie in West und Mitte. Alles nach rechts und unten wird wieder souverän, national und am wichtigsten: Neutral.

  7. @Kago
    Stimmt, Texas und Vermont sind die Ausnahmen. Wurde im Text ergänzt. Wenn die anderen Staaten aber vorher niemals souverän waren, dann werden sie es vermutlich auch niemals – ohne Zustimmung der Regierung. Ich denke wir sind uns soweit einig, dass diese Petition nichts bewirken wird.

  8. egal, ob Petition erfolgreich oder nicht, der Begriff Secession geht durch die Medien und wird die aufgeweichte Hirne des gemeinen Amis infiltrieren. Daraus hat der Ami schon einmal Sieg und Niederlage geschöpft, der Sieg wird gefeiert, die Niederlage ist eine tiefe Narbe mit Latenz, die wieder aufbrechen muß, weil sie seit 9/11 wuchert und vereitert. Amiland ist gespalten, s. das knappe Wahlergebnis, s. die Analysen der Wählerpotenziale: weiß = Romney, schwarz/bunt = Ohamma. Bush legte seinerzeit die Saat für ethnische Säuberungen, sie wird vor allem in Amiland aufgehen und das ist gut so, denn das Imperium muß von innen her verfaulen um unterzugehen. China wird allerdings den Sarg zu nageln in dem es seine letzten $ auf den MArkt wirft und keine neuen mehr kauft. Die Welt braucht China, China bruacht die Welt nicht! Helfen wird dem Imperium kaum noch jemand wollen und selbst die, die wollen, werden nicht mehr können, weil sie selber pleite sind. Hurra hurra die Schule brennt!

  9. „Diese “Staaten” dürften somit ohne Zustimmung der Regierung niemals souverän werden, egal was die Bürger fordern.“

    Dieser Satz kommt m. E etwas totalitär rüber, Ich zitiere mal Mises, sein Zitat deckt sich mit meinem Gefühl bezüglich der Sezession.

    “Wenn die Bewohner eines Gebietes, sei es eines einzelnen Dorfes, eines Landstriches oder einer Reihe von zusammenhängenden Landstrichen, durch unbeeinflusst vorgenommene Abstimmungen zu erkennen gegeben haben, dass sie nicht in dem Verband jenes Staates zu bleiben wünschen, dem sie augenblicklich angehören, sondern einen selbständigen Staat bilden wollen oder einem anderen Staate zugehören wollen, so ist diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Nur dies allein kann Bürgerkriege, Revolutionen und Kriege zwischen den Staaten wirksam verhindern […] Wenn es irgend möglich wäre, jedem einzelnen Menschen dieses Selbstbestimmungsrecht einzuräumen, so müßte es geschehen.” – L. v. Mises

  10. Sicher hat Ron Paul hier Recht. Obwohl die Forderung der Staaten sich abzuspalten wohl kaum in die Realität umsetzbar ist. Aber das Land entwickelt sich eindeutig in eine faschistische Richtung. Das ist keine Frage.

  11. Das so eine Petition keine Wirkung hat und wie eine solche Petition gehandhabt wird, das kann man nachlesen. Die Anzahl der Unterschriften die man dazu benötigt ist gering. Notfalls ändert man ganz schnell mal die Vorschriften, denn so hat man es gehandhabt, als die Bürger New Yorks genug Unterschriften zusammen hatten und eine neue Untersuchung von 9/11 forderten.

    @Werner – China kann die USA wirtschaftlich dicht machen, und ich denke mal das sie es auch vorhaben. Der Dollar wird als Leitwährung fallen. Mitt Romney hat es ja im Wahlkampf deutlich gesagt. Er sagte, er würde keine Projekte mehr subventionieren, für die er sich bei den Chinesen Kredit aufnehmen muss.

    Die Euro-Krise und alles was damit zusammenhängt ist gesteuert. Es ging los, als der Euro zu stark wurde und man munkelte, dass der Euro den Dollar ablösen wird als Leitwährung.

    Ich persönlich rechne weiterhin langfristig mit bewaffnetem Volksaufstand in Teilen der USA. Was eigentlich noch fehlt ist ein charismatischer Leader, also jemand der die Sache ankurbelt. Ich denke auch, es wird keinerlei Verbesserungen (für den Normalbürger) geben, es kann nur weiter bergab gehen. Dann ist Arm gegen Reich angesagt. So oder so, die USA schaffen sich selbst ab.

  12. „ich weiss irgendwie immer weniger was ich von ihm halten soll.“

    Ich hingegen weiss nach Lektüre Ihres ignoranten Kommentars sehr wohl, was ich von Leuten wie Sie halten soll bzw. halte. Leider gibt es viel zu viele davon, auch (aber beileibe nicht nur) in den USA, weshalb es mit diesem Land bachab geht.

  13. oh großer Massa, seine Durchlaucht, ihr seid erleuchtet, genau SO sehe und hoffe ich das auch. Allerdings wird China, wie es Art, Wesen und Mentalität der Asiaten entspricht, den Untergang des Imperiums nicht gewaltsam herbeiführen. China wird warten und im richtigen Moment eben keinen Rettungsreifen mehr hinterherwerfen (können) weil plötzlich alle zur Revision beim Doktor sind. Im übrigen glaube ich, dass China gerade nmit Japan ein Exempel statuiert, was es heißt, sich mit China wegen ein paar unbewohnter Eilande, anzulegen. Japans Exporte nach China sind regelrecht abgesoffen. Dieser Test wird sicher sehr genau beobachtet und weiter werden mit einigen Nachbarn noch folgen, bevor dann das Imperium gepfählt wird, was dann schon fast an Leichenschändung grenzt, da sich das IMperium bis dahin schon selbst erledigt haben wird.

  14. Sie haben Kalifornien vergessen, das war auch eine (wenn auch sehr kurze) Zeit lang eine eigenständige Republik!
    Zudem hat die Unabhängigkeitserklärung keine rechtliche Grundlage, weshalb nur die Verfassung gilt laut der sich Bundesstaaten unter bestimmten Voraussetzungen selbstverständlich abspalten dürfen.

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