Oregon, USA – Regenwasser auffangen eine Straftat?


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In Oregon, USA wurde ein Bürger zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er seinen Acker mit Regenwasser bewässerte, welches er zuvor mittels Behältern aufgefangen hatte. In Oregon ist laut Gesetz sämtliches verfügbares Wasser „öffentliches Eigentum“ und darf somit nicht ohne Zustimmung der Behörden genutzt werden.

Darf nicht jeder haben: Wasser Bild: Gegenfrage.com
Nichts für jedermann: Wasser
Bild: Gegenfrage.com

Die Regierung im US-Bundesstaat Oregon beansprucht Regenwasser für sich und stellt das Auffangen von selbigem unter Strafe. 1500 US-Dollar oder 30 Tage Haft drohen demjenigen, der sich erdreistet, Regen für seine Zwecke zu beanspruchen. 

Zumindest widerfuhr dies im Jahre 2012 Gary Harrington, der 170 Hektar Ackerland in Jackson County besitzt: Er sammelte das Nass mittels Auffangbehältern und wurde von örtlichen Behörden des „Diebstahls öffentlichen Wassers“ beschuldigt. In Oregon besagt ein Gesetz, dass Wasser „öffentliches Eigentum“ darstellt. Tatsächlich beabsichtigte Harrington alles andere als Diebstahl, sondern praktizierte das Konzept der Permakultur. Dementsprechend hatte er sein Anwesen auf die Verwendung von Regenwasser eingerichtet, um sein Grundstück nachhaltig zu bewirtschaften, wie Natural News damals schrieb.

Das Ziel einer Permakultur ist die Erschaffung eines sich selbst regulierenden Ökosystems. Der Fall liegt inzwischen knapp zwei Jahre zurück. Das US-Magazin Natural News hat sich damals in Zusammenarbeit mit Health Ranger Mike Adams die Mühe gemacht und einen kurzen Dokumentarfilm darüber gedreht. Sehenswert!

httpv://www.youtube.com/watch?v=qarEg-X0WnQ

Quellen:

  • http://www.projectcensored.org/man-sent-prison-collecting-rainwater/
  • http://www.naturalnews.com/037040_rainwater_collection_criminalization_video.html#
  • http://www.naturalnews.com/036615_Oregon_rainwater_permaculture.html
  • http://www.kpic.com/news/local/Eagle-Point-man-jailed-for-illegal-water-reservoirs-164206356.html

9 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    bitte entschuldigt die Störungen in den letzten beiden Tagen. Der Server hatte einen Festplattencrash. Neue Festplatte eingebaut, nun sollte alles wieder laufen. Ich konnte alles wiederherstellen, bis auf den Artikel vom Samstag + Kommentare.

    Nun geht’s in aller Frische und mit neuer Technik weiter!

    Bürgender / Gegenfrage.com

  2. Danke, Bürgender. War schon leicht beunruhigt, aber glücklicherweise gibt es ja auch andere Infomöglichkeiten.
    Mich erschüttert das nicht, das Dinge mit dem Wasser, auch in der BRDDR mußte bereits ein Gericht eingeschaltet werden, um das Waschen der Wäsche mit Regenwasser zu erlauben (noch), welches anschließend in das Abwasser geleitet wurde. In den VSA ist das Regenwasser ja auch enorm veredelt durch Chemtrails, dafür kann man ja schließlich einiges verlangen.
    Hier noch etwas zur Ukraine:
    http://ef-magazin.de/2014/03/28/5127-russland-bashing-der-deutschen-medien-reloaded-meinungsschlacht-zwischen-journalisten-und-lesern
    http://www.freiewelt.net/nachricht/ewald-stadler-warnt-vor-nato-krieg-10031212/
    http://www.wsws.org/de/articles/2014/05/03/ostu-m03.html
    http://www.buergerstimme.com/Design2/2014-05/ukraine-die-toten-klagen-an/

  3. @ 60+
    Es ist eine Frage des persönlichen Rechtsempfindens wenn du belastetes Regenwasser nebenher in die Klärkanalisation einleitest. Dies verursacht als Dienstleistung ja Kosten (Betrieb der Kläranlage, Rohrreinigung usw.) die von dem Verursacher/Nutzer dann auch entsprechend zu tragen sind.
    Normal bezahlst du mit der gemessenen Menge an Zuwasser gleichzeitig auch das Abwasser mit, da man davon ausgeht, dass die beiden Mengen gleich groß sind, und so gebührenmäßig gerecht abgegolten werden können.

    Wenn du nun aber Regenwasser als Abwasser mit einleitest, ist das mengenmäßig ja nicht erfasst, obgleich es nun im Abwassersyem kostenmäßig existent ist.
    Wenn dein Wasserversorger z.B. erfährt, dass du dein Regenwasser sammelst und damit deine Klospülung betreibst, kannst du arge Probleme bekommen, denn du nimmst eine Diestleistung in Anspruch, die du eigentlich fairer Weise irgendwie auch entgelten müßtest.
    Gleiches gilt auch für gefördertes Wasser aus einer eigenen Brunnenanlage.

    Das Begießen der Pflanzen im eigenen Garten wird dagegen frei bleiben – hoffentlich .-)

  4. @ 60+ – Also wenn ich das richtig in Erinnerung habe war auf meiner
    Rechnung seinerzeit das Abwasser getrennt aufgelistet und wurde mit
    einem saftigen Kubikmeterpreis berechnet. Wenn nun irgendwer bedeutende
    Mengen mehr an Abwasser auf dem Zähler hat, weil er es IM HAUS für
    Klospülung oder so verwendte der bekommt richtig Ärger außer der saftigen Rechnung. Soviel ich weiß MUSS in Deutschland das Regenwasser in bestimmte Kreisläufe geleitet werden (Dach / Regenrinne) – Nun bin ich ja schon
    lange weg aus Merkeltanien, habe eigene Brauchwasserbrunnen und enorm
    große eigene Wasser-Reservoirs. Das man in Deutschland Autos und Wäsche
    und den Rasen vor der Tür etc. mit bestem Trinkwasser verorgt, das hat mir vor meht als 20 Jahren im außereuropäischen Ausland kaum einer geglaubt.
    Was speziell diese Verordnungen in D betrifft, so sind wir da die Weltmeister! Dazu lernen die Amis gerade von uns.

  5. @Bürgender : Info
    Ich selbst habe gestern und auch heute immer nur ne Server Page bekommen.
    Abbildung schickte ich an Helmut. Das Logo dieser Server Page hat bei
    mir den Bookmark von Gegenfrage ersetzt. Den habe ich gelöscht. Ich bin dann in meine History zurück und habe dort eine alte Abfrage angeklickt, worauf ich auf deine Seite kam. Diese habe ich ich dann als Bookmark eingesetzt, aber das ist nun eben nicht dein Normales Logo, sondern der Bookmark ist aus dieser damaligen Abfrage. Und so steht bei mir in der Bookmarkleiste neben deinem Logo nicht Gegenfrage.com sondern der Text des
    Artikels. Ich versuche das nachher noch mal anders, wichtiger ist :

    Nimm bitte folgendes zur Kenntnis :
    Über Eingabe bei Google : Gegenfrage
    kommt zwar die Trefferseite 1 auf der du ganz oben bist.
    Klickt man da aber an, dann erscheint wieder nur diese SERVER PAGE

  6. Bürgender – Nachtrag

    Die direkte Eingabe https://www.gegenfrage.com
    in meinem Browserfenster (Firefox) bewirkt auch nur,
    dass ich wieder auf diese Server Default Seite komme.

    Das zur Info, ich komme ja nun wenigstens
    über den geookmarkten alten Artikel und generell
    aus meiner History wieder rein.

  7. @Kaiser Wilhelm

    Danke für die Rückmeldung!

    Ist die Server-Seite möglicherweise noch im Browsercache drin? Ich habe diese nämlich eigentlich komplett vom Server entfernt. Ich werde aber nochmal die Einstellungen durchforsten.

    Ach ja, Danke für die Fotos, spitzenklasse!

  8. @Eckard
    Danke für Deine Mühe, ich kenne diese Problematik der totalen Kontrolle in der BRDDR und auch die dazugehörenden Bestimmungen.
    Die Abwasserentsorgung soll sich jedoch freuen über etwas mehr eingeleitetes Wasser, denn sie leiden bereits mächtig unter dem Wassersparprogramm der Bevölkerung. Enorme Steigerung von Verstopfungen in Rohrleitungssystemen sind z.B. die Folge. Die Kosten werden natürlich auf die Wasserverbraucher umgelenkt, es bedarf der zusätzlichen Einleitung von „Spülwasser“.
    Der Hund beißt sich in Merkeltanien wieder in den eigenen Schwanz. Gestern wurde noch alles eingestimmt darauf, das kostbare Trinkwasser zu sparen, für Toilettenspülung, Garten und Waschwasser Regenwasser zu nutzen, heute wollen sie daraus eine strafbare Habdlung machen. Doch noch entscheiden die Gerichte im Sinne der Verbraucher, ja, wie lange noch?
    Hier ein
    Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Wäschewaschen mit Brunnen- oder Regenwasser
    Der Fall:
    Sächsische Grundstückseigentümer hatten eine Teilbefreiung vom Zwang zur Benutzung der öffentlichen Wasserversorgung begehrten, um mit Brunnenwasser ihre Wäsche zu waschen, was vom örtlichen Wasserversorger mit der Begründung abgelehnt wurde, Wasser das zum Wäschewaschen benutzt werde, müsse Trinkwasserqualität haben. Auf Ausnahmeregelungen für Regenwassernutzungsanlagen könnten die Kläger sich nicht berufen..

    Nach der Satzung des beklagten Wasserversorgungsverbandes müsse eine Teilbefreiung auf Antrag erteilt werden, wenn sie für den Beklagten wirtschaftlich zumutbar sei. An diese Auslegung des Landesrechts war das Bundesverwaltungsgericht gebunden. Der Beklagte machte im Revisionsverfahren geltend, nach der Trinkwasserverordnung dürfe nur Trinkwasser zum Wäschewaschen benutzt werden.

    Leitsatz des Urteils:
    Die Trinkwasserverordnung gewährleiste in Übereinstimmung mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht nur, dass jedem Haushalt ein Trinkwasseranschluss zur Verfügung stehe. Sie reglementiere jedoch nicht das Verbraucherverhalten und verbiete nicht, zum Wäschewaschen im eigenen Haushalt das Wasser eines Hausbrunnens zu benutzen. Wasser aus einer Eigenversorgungsanlage, die neben dem öffentlichen Trinkwasseranschluss im Haushalt verwendet werde, müsse keine Trinkwasserqualität haben. Ob der Anschlussnehmer zum Wäschewaschen im eigenen Haushalt Trinkwasser oder Wasser minderer Qualität benutze, überlasse die Trinkwasserverordnung seiner eigenverantwortlichen Entscheidung.
    (Bundesverwaltungsgericht – Az.: BVerwG 8 C 16.08 vom 31.03.2010)
    Noch ein Urteil hier nachzulesen:
    BVerwGH-Aktenzeichen 23 B 97.2120
    @ Kaiser
    Ja, das mit der Autowäsche ist auch so ein Ding…..! Das beste ist, in der BRDDR wird das Autofahren auch bei Regen verboten, da das ja fast gleichbedeutend mit einer Autowäsche ist. Wer pfiffig ist, der sprüht vor dem Regen sein Auto mit Scheibenreinigerkonzentrat ein und fährt dann eine Regenwasserwaschkurve.

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